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Wie schreibe ich eine Erzählung?

Tolle und interessante Geschichten kennst du bestimmt aus Büchern und aus dem Fernsehen. Aber hast du auch schon einmal versucht, selbst eine Erzählung zu schreiben? Das ist eigentlich gar keine große Herausforderung. Wenn du ein paar Dinge beachtest, kannst auch du ein großartiger Schriftsteller werden!

Bevor du mit dem Schreiben loslegst, machst du dir zuerst ein paar Gedanken über das Thema. Worum soll es denn eigentlich in deiner Geschichte gehen? Dann überlegst du dir wichtige Dinge, die in der Erzählung vorkommen sollen, wie zum Beispiel die Namen der Hauptfiguren oder wo die Handlung stattfindet. Außerdem darf eine ansprechende Überschrift nicht fehlen. Beachte auch, dass Erzählungen stets im Präteritum geschrieben werden.

Besonders wichtig ist, dass deine Geschichte aus drei Teilen besteht:

In der Einleitung machst du den Leser neugierig auf das, was noch kommt und deutest an, was geschehen könnte. Dabei helfen dir die folgenden Fragen: Wer sind die Hauptfiguren? Wo und wann spielt die Geschichte?

Der Hauptteil mit dem Höhepunkt ist der längste und wichtigste Abschnitt in deiner Erzählung. Hier beschreibst du auf spannende Art und Weise, was passiert. Wie du die Spannung aufbaust, erfährst du später.

Im Schluss lässt du die Geschichte ausklingen. Du kannst ein überraschendes Ende verfassen, aber auch absichtlich offene Fragen lassen. So kannst du den Leser zum Nachdenken anregen.

Welche Arten von Erzählungen gibt es?

Erzählung ist nicht gleich Erzählung. Nicht nur in der Schule begegnen dir ganz unterschiedliche Arten davon. Diese drei Formen solltest du kennen:

Die Erlebniserzählung. Bei dieser Art von Erzählung informierst du den Leser über ein bestimmtes Erlebnis, z. B. deinen letzten Urlaub oder das vergangene Wochenende. Aus diesem Grund schreibst du die Erlebniserzählung meist in der Ich-Form.

Erlebniserzählung

Die Reizwortgeschichte. Hier bekommst du bestimmte Wörter (wie beispielsweise Strand, Eis, Sonnenbrand) vorgegeben, die du in deiner Erzählung mindestens einmal erwähnen solltest, am besten in der Einleitung und im Hauptteil.

Die Nacherzählung. Bei dieser Textform gibst du den Inhalt einer dir bereits bekannten Geschichte mit eigenen Worten wieder. Wichtig ist, dass du nichts hinzuerfindest und die gleiche Reihenfolge beibehältst. Gerne kannst du Einzelheiten nennen, aber pass auf, dass deine Nacherzählung kürzer bleibt als das Original.

Wie schreibe ich spannend?

Ein richtig guter Schriftsteller – so wie du einer bist – schreibt natürlich keine langweiligen Geschichten, sondern gestaltet sie anschaulich und mit Pfiff. Mit diesen Tipps gelingt es dir:

Beschreibe die Gefühle und Gedanken deiner Figuren. So kann sich der Leser gut in die Figuren hineinversetzen und mitfühlen. Setze die wörtliche Rede ein. Das macht die Erzählung lebendiger und der Leser hat das Gefühl, die Gespräche der Figuren hautnah mitzuerleben. Verwende viele Adjektive (z. B. aufgeregt, erschrocken, begeistert) und unterschiedliche Verben (statt sagen: rufen, schreien, plaudern). Je genauer du ein Erlebnis beschreiben kannst, desto aufregender wird dein Text!