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Fabeln – Merkmale und Aufbau

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Team Digital
Fabeln – Merkmale und Aufbau
lernst du in der 5. Klasse - 6. Klasse

Grundlagen zum Thema Fabeln – Merkmale und Aufbau

Inhalt

  • Was ist eine Fabel?
  • Bekannte Fabeln und Fabeldichter
  • Merkmale einer Fabel
  • Beispiel einer Fabel: „Der Rabe und der Fuchs“
  • Was ist eine Fabel?

    Eine Fabel ist eine kurze Erzählung in Prosa- oder Versform. Der Begriff stammt von dem lateinischen Wort fabula ab, was so viel wie „Erzählung“ oder „kleine Geschichte“ bedeutet.

    Eine Fabel verfolgt das Ziel, eine Botschaft oder eine Lehre zu vermitteln. Die darstellenden Figuren in Fabeln sind meist Tiere, die menschlich handeln und menschliche Eigenschaften besitzen. Deshalb konnten die Fabeldichter Kritik an negativen Eigenschaften und Verhaltensweisen der Menschen üben, ohne direkt bestimmte Personen zu kritisieren.

    Bekannte Fabeln und Fabeldichter

    Neben Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781) sind außerdem auch Christian Fürchtegott Gellert (1715–1769) und Äsop (6. Jahrhundert v. Chr.) bekannte Verfasser von Fabeln.

    • „Der Esel und der Wolf“ (Lessing)
    • „Der Kuckuck“ (Gellert)
    • „Der Fuchs und das Schaf“ (Äsop)
    • „Der Fuchs und der Storch“ (Äsop)

    Merkmale einer Fabel

    Es gibt bestimmte Fabelmerkmale, an denen sich Fabeln leicht erkennen lassen:

    • Strenger Aufbau
    • Meist Tiere mit menschlichen Eigenschaften
    • Kurz und prägnant
    • Keine Angaben zur Zeit oder zum Ort des Geschehens
    • Keine Nebenhandlung
    • Einfache Sprache

    Dreiteiliger Aufbau

    Ausgangssituation: Die Ausgangssituation ist kurz und einfach.

    Handlung (Aktion): Spieler und Gegenspieler geraten in eine Konfliktsituation. Oft beginnt sie mit der direkten Rede eines Tiers.

    Gegenhandlung (Reaktion): Der Gegenspieler, also meist das zweite Tier, handelt. Dabei kommt es oft zu einer überraschenden Wende. Diese nennt man Pointe. Das bedeutet, dass sich zum Beispiel das vermeintlich schwächere Tier durchsetzt.

    Ergebnis (Lösung): Damit ist das Ende der Geschichte gemeint.

    Tiere als Darsteller

    In Fabeln denken und sprechen Tiere wie Menschen. Diese Vermenschlichung von Tieren bezeichnet man als Personifikation und Typisierung. Sie ist ein besonders auffälliges Merkmal von Fabeln.

    Aufbau und Merkmale von Fabeln

    Prägnante Charaktere

    Manche Fabeltiere kommen in unterschiedlichen Fabeln immer wieder vor. Sie haben wenige, aber dann wiederkehrende Charaktereigenschaften. Um diese zu betonen, haben viele Tiere auch bezeichnende Namen.

    Tier Fabelname Charaktereigenschaft
    Fuchs Reineke schlau, hinterlistig
    Rabe Pflückebeutel einfältig, eitel
    Hase Lampe oder Meister Lampe vorlaut, verängstigt
    Storch Adebar stolz
    Bär Meister Petz einfältig, freundlich
    Wolf Isegrim verlogen, räuberisch, böse

    Meist treffen Tiere aufeinander, die gegensätzliche Einstellungen oder Verhaltensweisen verkörpern.

    Keine Angaben zur Zeit oder zum Ort des Geschehens

    Wo genau und wann die Geschichte spielt, erfahren die Lesenden nicht. Meistens gibt es in Fabeln nur einen einzigen Handlungsort.

    Kurze Handlung

    Fabeln sind in der Regel eher kurz und prägnant. Das liegt unter anderem daran, dass die Geschichte in einer kurzen Zeitspanne spielt. Es gibt keine Nebenhandlung.

    Einfache Sprache

    Die Sprache in Fabeln ist einfach, um sie für jede und jeden verständlich zu machen.

    Lehre/Moral

    Eine Fabel enthält immer eine Lehre. Manchmal muss man als Leserin oder Leser die Lehre der Fabel selbstständig aus dem Text herauslesen. In einigen Fällen aber schließt die Fabel mit einer ausformulierten Lehre.

    Beispiel einer Fabel: „Der Rabe und der Fuchs“

    Ein Rabe fand ein Stück vergiftetes Fleisch und trug es in seinen Krallen weg, um es zu fressen. Auf einem Baum gelandet wollte er das Fleisch gerade fressen, als ein Fuchs herbeigeschlichen kam und ihn ansprach. Der Fuchs sprach: ‚Ich wünsche dir nur das Beste, Vogel des Jupiters.‘ Der Rabe war erstaunt und wollte wissen: ‚Für wen hältst du mich?‘ Der Fuchs erklärte: ‚Na, du bist doch der mächtige Adler, der jeden Tag von Zeus auf diese Welt geschickt wird, um die Armen mit Essen zu versorgen. Oder etwa nicht? Ich sehe doch das Stück Fleisch in deinen Krallen.‘
    Der Rabe war sichtlich erstaunt, aber freute sich riesig, für einen Adler gehalten zu werden. Um den Fuchs in seinem Glauben zu lassen, ließ er das Stück Fleisch vom Baum fallen und flog stolz davon.
    Der Fuchs fing die Beute auf und fraß sie gierig. Aber seine Schadenfreude verwandelte sich bald in furchtbare Schmerzen. Das Gift begann zu wirken und er starb. ‚Möchtet ihr euch nie etwas anderes als Gift erloben, verdammte Schmeichler!‘

    Die Merkmale der Fabel „Der Rabe und der Fuchs“

    Die Erzählung „Der Rabe und der Fuchs“ aus dem Jahr 1759 von Gotthold Ephraim Lessing erfüllt alle Merkmale einer Fabel.

    Dreiteiliger Aufbau: Die Fabel beginnt mit einer einfachen Ausgangssituation, in der ein Rabe ein Stück vergiftetes Fleisch findet, damit auf einen Baum fliegt und vom Fuchs angesprochen wird. Anschließend setzt die Handlung (Aktion) mit dem Dialog ein. Jetzt folgt die Gegenhandlung (Reaktion), als der Rabe das Stück Fleisch fallen lässt und wegfliegt. Am Ende der Fabel folgt schließlich das Ergebnis oder die Lösung, in der der Fuchs das Fleisch frisst und stirbt.

    Tiere als Darsteller: Darsteller der Fabel sind ein Rabe und ein Fuchs.

    Prägnante Charaktere: Der Fuchs, meist Reineke genannt, ist schlau und hinterlistig. Der Rabe gilt in Fabeln dagegen oft als einfältig, besserwisserisch und diebisch.

    Keine genauen Angaben zum Ort oder zur Zeit des Geschehens: Die Lesenden erfahren nicht, wo oder wann die Geschichte spielt.

    Kurze Handlung: Die Geschichte ist übersichtlich und in wenigen Worten erzählt.

    Einfache Sprache: Die Geschichte enthält keine seltenen Wörter. Der Satzbau folgt einfachen Regeln.

    Lehre/Moral: Lessing macht mit der Fabel darauf aufmerksam, dass Ehrlichkeit im Leben zählt und dass sich falsche Schmeicheleien nicht auszahlen.

Transkript Fabeln – Merkmale und Aufbau

Pssst. Hinter mir im verwunschenen Wald hat sich eine Fabel verirrt.Wir müssen ganz leise sein, um sie nicht zu verschrecken. Ich zeig euch jetzt, wie man diese scheuen Geschöpfe einfängt! Fabeln scheinen etwas ganz besonderes zu sein. Lass uns gemeinsam herausfinden, warum. Eine Fabel ist eine kurze Erzählung in Prosa- oder Versform. Der Begriff stammt vom Lateinischen "fabula", was so viel wie "Erzählung" oder "kleine Geschichte" bedeutet. Darsteller der Fabel sind meist Tiere, die oft menschlich handeln und menschliche Eigenschaften besitzen. Die Tiere denken und sprechen also wie Menschen. Man bezeichnet das als Personifikation und Typisierung. Auf diese Weise konnten die Fabeldichter Kritik an negativen Eigenschaften und Verhaltensweisen der Menschen üben, ohne direkt BESTIMMTE Personen zu kritisieren. So kannst du aus Fabeln auch Lehren für dein eigenes Verhalten ziehen. Zum Beispiel, nicht unüberlegt zu handeln, oder niemals trügerischen Schmeichlern zu verfallen. Aber an welchen Merkmalen kannst du Fabeln jetzt genau erkennen? Auffällig ist, dass es in Fabeln keine Angaben zur Zeit oder zum Ort des Geschehens gibt. Meistens gibt es nur einen einzigen Handlungsort und eine kurze Zeitspanne, in der die Geschichte spielt. Außerdem gibt es in Fabeln keine Nebenhandlungen. Das liegt unter Anderem daran, dass Fabeln in der Regel eher kurz und prägnant sind. Die Sprache in Fabeln ist einfach, um sie für jede und jeden verständlich zu machen. Die vorher genannte Personifikation, also Vermenschlichung von Tieren, ist das wichtigste und auffälligste Merkmal von Fabeln. Meist treffen Tiere aufeinander, die gegensätzliche Einstellungen oder Verhaltensweisen verkörpern. Manche Tiere kommen in unterschiedlichen Fabeln immer wieder vor und haben immer ähnliche oder gleiche Charaktereigenschaften. Um diese zu unterstreichen, haben viele Tiere auch bezeichnende Namen. Der Storch Adebar ist stolz. Die Gans Adelheid gilt als geschwätzig. Der Bär Meister Petz ist oft gutmütig und stark, aber auch hin und wieder unklug. Der Wolf Isegrim hört meist auf seinen Bauch. Der Hase Meister Lampe ist ängstlich und vorlaut. Der Fuchs, meist Reineke genannt, hingegen ist schlau und hinterlistig. Lass uns anhand eines Beispiels herausfinden, wie der typische Aufbau von Fabeln aussieht. "Der Rabe und der Fuchs" von Gotthold Ephraim Lessing aus dem Jahr 1759. Eine Fabel beginnt in der Regel mit einer einfachen Ausgangssituation: Ein Rabe fand ein Stück vergiftetes Fleisch und trug es in seinen Krallen weg, um es zu fressen. Auf einem Baum gelandet wollte er das Fleisch gerade fressen, als ein Fuchs herbeigeschlichen kam und ihn ansprach. Anschließend setzt unmittelbar die Handlung (Aktion) ein. Spieler und Gegenspieler geraten in eine Konfliktsituation. Oft beginnt die eigentliche Handlung einer Fabel auch mit der wörtlichen Rede eines Tiers. Der Fuchs sprach: "Ich wünsch dir nur das Beste, Vogel des Jupiters!" Der Rabe war erstaunt und wollte wissen: "Für wen hältst du mich?" Der Fuchs erklärte: "Na, du bist doch der mächtige Adler, der jeden Tag von Zeus auf diese Welt geschickt wird, um die Armen mit Essen zu versorgen? Oder etwa nicht? Ich sehe doch das Stück Fleisch in deinen Krallen..." Jetzt folgt die Gegenhandlung (Reaktion). Der Gegenspieler - also meist das zweite Tier - handelt. Dabei kommt es oft zu einer überraschenden Wende. Diese nennt man Pointe. Das bedeutet, dass sich zum Beispiel das vermeintlich schwächere Tier durchsetzt. Der Rabe war sichtlich erstaunt, aber freute sich riesig, für einen Adler gehalten zu werden. Um den Fuchs in seinem Glauben zu lassen, ließ er das Stück Fleisch vom Baum fallen und flog stolz davon. Am Ende der Fabel folgt schließlich das Ergebnis oder die Lösung. Der Fuchs fing die Beute auf und fraß sie gierig. Aber seine Schadenfreude verwandelte sich bald in furchtbare Schmerzen. Das Gift begann zu wirken und er starb. In einigen Fällen schließt die Fabel mit einer ausformulierten Lehre. Im Originaltext von Lessing heißt es zum Beispiel: "Möchtet ihr euch nie etwas anders als Gift erloben, verdammte Schmeichler!" Manchmal muss man als Leserin oder Leser die Lehre der Fabel aber auch selbstständig aus dem Text "herauslesen". Der Aufbau "Ausgangssituation...Handlung...Gegenhandlung und Ergebnis bzw. Lösung" ist jedoch immer gegeben. Neben Gotthold Ephraim Lessing sind außerdem auch Christian Fürchtegott Gellert und Äsop bekannte Fabeldichter. Okay: Showtime! Upsi.

43 Kommentare

43 Kommentare
  1. gut erklärt

    Von si sa sos , vor etwa 22 Stunden
  2. In

    Von Itslearning Nutzer 2535 405035, vor einem Tag
  3. Cool

    Von Itslearning Nutzer 2535 405035, vor einem Tag
  4. Ich frage mich welche klasse das ist.

    Von Ekmot , vor 3 Tagen
  5. Ist mega

    Von Finn, vor 9 Tagen
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Fabeln – Merkmale und Aufbau Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Fabeln – Merkmale und Aufbau kannst du es wiederholen und üben.
  • Bestimme den Aufbau einer Fabel.

    Tipps

    Eine Fabel beginnt in der Regel mit einer einfachen Ausgangslage.

    Der anschließende Teil enthält häufig die wörtliche Rede eines Tiers.

    In einigen Fällen endet die Fabel mit einer ausformulierten Lehre. Manchmal muss man als Leserin oder Leser die Lehre der Fabel aber auch selbstständig aus dem Text „herauslesen“.

    Lösung

    Der Aufbau ist bei einer Fabel immer gegeben:

    • In der Regel beginnt sie mit einer einfachen Ausgangssituation.
    • Die Handlung (Aktion) setzt unmittelbar danach ein, häufig mit der wörtlichen Rede eines Tiers. Spieler und Gegenspieler geraten hier in eine Konfliktsituation.
    • Es folgt die Gegenhandlung (Reaktion), meist des zweiten Tieres. Häufig gibt es eine überraschende Wende (Pointe).
    • Die Fabel endet mit einem Ergebnis / einer Lösung mit einer direkten oder indirekten ausformulierten Lehre, sodass man aus Fabeln auch Lehren für das eigene Verhalten ziehen kann.
  • Bestimme die Eigenschaften der Fabeltiere.

    Tipps

    Beginne mit den Zuordnungen, die du vielleicht sogar außerhalb von Fabeln kennst, z. B. durch die Redewendung „schlau wie ein ... sein“ oder auch „Sei doch kein ...hase!“

    Die Gans Adelheid redet gerne viel.

    Lösung

    Darsteller der Fabel sind meist Tiere, die oft menschlich handeln und menschliche Eigenschaften besitzen. Die Tiere denken und sprechen also wie Menschen. Man bezeichnet das als Personifikation und Typisierung. Auf diese Weise konnten die Fabeldichter Kritik an negativen Eigenschaften und Verhaltensweisen der Menschen üben, ohne direkt bestimmte Personen zu kritisieren.

    Manche Tiere kommen immer wieder in Fabeln vor und haben immer ähnliche oder gleiche Eigenschaften. Um diese zu unterstreichen, haben viele Tiere auch bezeichnende Namen. Bestimmt kennst du auch schon aus deinem Alltag einige Eigenschaften, die den Tieren auch in Fabeln zugeschrieben werden, z. B. durch die Redewendung „schlau wie ein Fuchs sein“ oder auch „Sei doch kein Angsthase!“

    Ein paar weitere Eselsbrücken für die Eigenschaften sind:

    • der stolze Storch Adebar,
    • der Wolf Isegrim, der meist auf seinen Bauch hört: Denke z. B. an das Märchen Rotkäppchen – der Wolf verschlingt Rotkäppchen und dessen Großmutter zeitweise in seinem Bauch und
    • man spricht auch von „schnatternden Gänsen“, wenn Leute (zu) viel reden – so wie die geschwätzige Gans Adelheid.
  • Ermittle die Merkmale und den Aufbau einer Fabel.

    Tipps

    Wann und wo eine Fabel spielt, wird nicht genau angegeben. Du findest also keine ... und Ortsangaben in Fabeln.

    Eine Fabel ist sprachlich einfach gehalten.

    Lösung

    In dieser Aufgabe solltest du die Merkmale einer Fabel zusammentragen sowie deren Aufbau vervollständigen. Notiere dir am besten die wichtigsten Merkmale und den Aufbau einer Fabel (lat. fabula), damit dir das Erkennen einer Fabel in Zukunft ganz leicht fällt! Besonders leicht erkennst du eine Fabel an der Personifikation von Tieren, welche dort sprechen und denken können wie Menschen. Außerdem handelt es sich bei der Fabel um eine kurze Erzählung in einfacher Sprache, ohne Zeit- und Ortsangaben, mit meist nur einem Handlungsort sowie Erzählstrang. Sie ist weiterhin immer gleich aufgebaut und beginnt mit der Beschreibung der Ausgangssituation, worauf die Handlung (Aktion) sowie Gegenhandlung (Reaktion) folgt. Sie schließt mit einem Ergebnis/einer Lösung und enthält häufig eine Lehre am Ende.

  • Arbeite die Lehren heraus, die zu dieser Fabel passen.

    Tipps

    Lies dir die Geschichte in Ruhe durch. Lies wenn nötig auch ein zweites Mal. Überlege erst dann, welche Lehren zu der Fabel passen.

    Zwei Lehren passen zu dieser Fabel. Da die Lehre ist hier nicht ausformuliert ist, musst du sie selbst herauslesen.

    Muss der Fuchs jemandem schmeicheln, um an die Beute zu kommen?

    Wie viele Tiere streiten sich in dieser Fabel?

    Sowohl der Löwe als auch der Bär sind stärker als der Fuchs. Bringt ihnen ihre Stärke wirklich etwas in dieser Fabel?

    Lösung

    Fabeln sind nicht nur kurze, bedeutungsleere Erzählungen, sie vermitteln immer auch eine Lehre. Häufig kannst du auch Lehren für dein eigenes Verhalten daraus ziehen. In einigen Fällen schließt die Fabel mit einer ausformulierten Lehre, oftmals musst du sie aber auch selbstständig herauslesen. Auch in dieser Fabel von Äsop musstest du die Lehre selbst herausfinden.

    Dazu war es zunächst wichtig, dass du dir zunächst die Fabel über den Fuchs, den Bär und den Löwen in Ruhe und mehrfach durchliest. Erst danach ergibt es Sinn, sich Gedanken über die Lehre dieser Fabel zu machen.

    Die Lehren Wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte. sowie Unfriede zerstört, Friede nährt. waren die beiden Lehren, die zu dieser Fabel passen. Diese Aussagen treffen zu, da:

    • sich hier zwei Tiere (Löwe und Bär) streiten, letztlich aber das dritte Tier (Fuchs), welches abwartet, sich über die Beute freuen kann und
    • die beiden Streithähne (Unfrieden) nichts von ihrer Beute haben, der schlaue Fuchs dagegen, der in Frieden abwartet, sich schließlich den Bauch vollschlagen kann.
    Quelle:
    URL:https://www.deutschland-lese.de/index.php?article_id=1476 [zuletzt abgerufen am 04.05.2020].

  • Nenne die Namen der Fabeltiere.

    Tipps

    Bei Meister Petz handelt es sich um ein sehr großes, bei Meister Lampe um ein sehr kleines Tier.

    Man spricht häufig vom „schlauen ...“. Weißt du, welches Tier gemeint ist? In Fabeln heißt es auch häufig Reineke.

    Lösung

    Die Personifikation, also die Vermenschlichung von Tieren, ist das wichtigste und auffälligste Merkmal von Fabeln. Manche Tiere kommen in unterschiedlichen Fabeln immer wieder vor und haben immer ähnliche oder gleiche Eigenschaften. Um diese zu unterstreichen, haben viele Tiere auch bezeichnende Namen.
    Vielleicht hast du beispielsweise schon einmal vom Meister Lampe gehört und weißt, dass es sich um einen Hasen handelt. Weitere Tiere, die häufig in Fabeln vorkommen, sind der Storch Adebar, der Fuchs Reineke, der Bär Meister Petz, die Gans Adelheid und der Wolf Isegrim.

  • Vervollständige die Informationen zu den Merkmalen von Fabeln.

    Tipps

    In einer Fabel wird nicht angegeben wo und wann sie spielt, Ort und ... sind also unbekannt.

    Erinnerst du dich an den Nachnamen des Dichters, dessen Fabel Der Rabe und der Fuchs du im Video kennengelernt hast?

    Fabeln kritisieren die Handlungen von Menschen, jedoch nicht direkt, sondern in indirekt durch die Tiere.

    Lösung

    Nachdem du vorhin noch Hilfestellungen bei den Merkmalen und dem Aufbau einer Fabel hattest, musstest du dich hier schon gut auskennen und selbstständig die fehlenden Informationen ergänzen. Neben Merkmalen einer Fabel, zu denen du dir bereits in der vorherigen Aufgabe die wichtigsten Informationen notiert hast, wurden hier noch einmal berühmte Fabeldichter wiederholt: Gotthold Ephraim Lessing, Christian Fürchtegott Gellert und Äsop. Da Fabeln mit einer Lehre enden, z. B. Handle nicht, bevor du nachgedacht hast! (Der Fuchs und der Ziegenbock von Äsop), kannst du daraus meist auch Lehren für dein eigenes Verhalten ziehen.

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