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Fabeln von Lessing

Entdecke die Welt von Lessings Fabeln! Von Äsops Erbe bis zum Einfluss der Aufklärung: Hier lernst du, wie Lessing die Fabeln neu interpretierte. Finde heraus, welche Rollen die Ideen von Gleichheit und Selbstbescheidung in seinen Geschichten spielen. Lessings Fabeln sind nicht nur Unterhaltung, sie sind auch wichtige Werkzeuge für die moralische Bildung. Sei neugierig und entdecke jetzt mehr zu diesem faszinierenden Thema!

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Die Autor*innen
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Martina M.
Fabeln von Lessing
lernst du in der 10. Klasse - 11. Klasse

Fabeln von Lessing Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Fabeln von Lessing kannst du es wiederholen und üben.
  • Beschreibe die Ideen der Epoche der Aufklärung.

    Tipps

    Überlege noch einmal, wie man es nennt, wenn jemand mit dem zufrieden sein sollte, was er/sie hat.

    Lösung

    Das Zeitalter der Aufklärung steht für eine neue Art des Denkens, zahlreiche neue Ideen und eine Revolutionierung alter Strukturen.

    Demnach forderten die Aufklärer zum Beispiel, dass die Monarchen und das Volk auf einer Ebene anzusehen seien. In dieser Aussage kann man das Prinzip der Gleichheit aller Menschen erkennen. Diese Idee hat Lessing auch in einigen seiner Fabeln verarbeitet.

    Auch die Idee der Selbstbescheidung findet sich in einigen von Lessings Fabeln, wie zum Beispiel in der Fabel „Zeus und das Pferd” oder in der Fabel „Zeus und das Schaf”. Mit der Selbstbescheidung ist die Bescheidenheit des Menschen und sein Verzicht auf gewisse Ansprüche gemeint.

    Die zentrale Aussage der Aufklärung war, dass der Mensch sich seines Verstandes bedienen soll. Der Philosoph Immanuel Kant hat diese Idee formuliert und geprägt.

  • Gib den Inhalt der Fabel „Zeus und das Pferd” wieder.

    Tipps

    Erinnere dich noch einmal, was geschieht, bevor Zeus das Pferd wieder wegschickt.

    Entspricht das Aussehen des Kamels den Vorstellungen des Pferdes?

    Lösung

    Die Fabel „Zeus und das Pferd” soll den Leser Selbstbescheidung lehren. Durch den Verlauf der Handlung wird deutlich, wie vermessen die Wünsche des Pferdes sind.

    Zeus verdeutlicht dem Pferd wie vermessen seine Wünsche sind und wie zufrieden das Pferd mit seiner derzeitigen Lage sein könnte.

    Die Fabel ist auf heutige Probleme übertragbar. Überlege doch einmal, wie oft Menschen einer fixen Idee hinterherlaufen, anstatt sich mit dem zufriedenzugeben, was sie haben. Für diese Menschen wäre es sicherlich sinnvoller Gebrauch von ihrem Verstand zu machen und reflektiert über ihre Situation nachzudenken.

  • Benenne die zentralen inhaltliche Unterschiede zwischen Aesops und Lessings Fassung der Fabel „Rabe und Fuchs".

    Tipps

    Versuche herauszufinden, welche Teile des Dialogs wichtige inhaltliche Veränderungen, die einen anderen Ausgang der Fabel herbeiführen, darstellen.

    Lösung

    Gotthold Ephraim Lessing hat an Aesops „Rabe und Fuchs” einige Veränderungen vorgenommen.

    1. Wichtig ist hier, dass das Fleisch vergiftet ist, da das entscheidend für die Handlung ist. Bei Aesop handelte es sich um ein normales Stück Käse.
    2. Dieser Abschnitt ist relativ nah an der Ausgangsfassung Aesops. Der Fuchs ruft dem Raben ein paar nette Worte zu.
    3. Der Dialog ist in Aesops Fassung so nicht vorhanden. Wichtig ist allerdings nur, dass der Fuchs den Raben als einen Adler betitelt. Genau darüber freut sich der Rabe, was in Aesops Fassung nur die Freude über Schmeicheleien war. Außerdem überlässt er dem Fuchs das Stück freiwillig und nicht wie bei Aesop versehentlich.
    4. Nach diesen entscheidenden Änderungen kommt es auch zu einem anderen Schluss. Der Fuchs isst zwar auch seine Ausbeute, allerdings verspürt er ein schmerzhafte Gefühl. Hier kommt die wichtige Änderung, die bereits zu Beginn der Fabel erwähnt wurde, zum Tragen: Das Fleisch ist vergiftet. Am Ende muss der Schmeichler sterben.
    Bei Lessing steht also die Aufrichtigkeit im Vordergrund. Versuch doch einmal, genau herauszufinden, wie sich die Moral bzw. die Lehre der beiden Fabeln unterscheidet. Einmal geht der Rabe leer aus und ist damit der Verlierer. In der veränderten Version stirbt der Fuchs und verliert wegen der Schmeichelei sein Leben.

  • Erkläre Lessings Fabeltheorie am Beispiel von „Der Wolf und das Schaf”.

    Tipps

    In Tiere kann sich der Leser nicht besonders gut hineinversetzen. Dadurch werden weniger Gefühle erzeugt. Wie kann man das anders formulieren?

    Eine Idee während der Zeit Lessings war die Gleichrangigkeit von Volk und Adel.

    Lösung

    In „Der Wolf und das Schaf” hat Lessing versucht, seine vier Punkte der Fabeltheorie umzusetzen.

    Die Fabel ist kurz und schmucklos. Der Wolf und das Schaf sind zwei Tiere als Handlungsträger, womit beim Leser Distanz erzeugt und Emotionen vermieden werden sollen. Trotzdem handelt es sich um eine Erzählung und keine Zweckdichtung. Lessing sah Fabeln radikal anders als Aesop, da er nicht nur eine Moral vermitteln, sondern eher Erfahrungssätze darstellen wollte, die nachvollziehbar sind.

    So ist auch bei „Der Wolf und das Schaf” eher ein aufklärerischer Lehrsatz zu finden als eine feste Moral. Die beiden Tiere sind gleichwertig und keiner ist dem anderen übergeordnet. In der Aufklärung setzte sich die neue Idee durch, dass alle Menschen gleichrangig seien und damit auch der Adel nicht dem Volk übergeordnet.

  • Definiere, wie Fabeln laut Lessing im Unterricht nützlich sein können.

    Tipps

    Der Schwerpunkt der Fabeln lag nicht auf der poetischen Form, sondern ...

    Lösung

    Lessing überlegte sich schon vor mehr als 300 Jahren, dass Fabeln sinnvoll im Unterricht sein können.

    • Da die Fabeln eine Lehre hatten, lag ihr Schwerpunkt auf dem pädagogischen Wert und nicht auf der poetischen Form.
    • Lessing wählte bewusst das Format der schmucklosen Prosa, um die Belustigung nicht in den Vordergrund zu rücken.
    • Außerdem sollten die Fabeln die Kreativität fördern. Das war besonders wichtig im Zuge der Aufklärung, da Schüler so zum eigenen Denken angeregt wurden.
  • Bestimme die Lehre zu der Fabel „Die Pfauen und die Krähe”.

    Tipps

    Die Pfauen fühlen sich betrogen. Was drückt das Verwehren einer zweiten Chance aus?

    Lösung

    Die Lehre Die Krähe schummelt sich unter Pfauen und schmückt sich sprichwörtlich mit falschen Federn. Sie belügt die Pfauen damit und als diese Lüge auffliegt, fallen die Pfauen über die Krähe her. Daraufhin bettelt die Krähe um Gnade, aber die Pfauen glauben ihr keinen ihrer Erklärungsversuche mehr, da sie denken, dass die Krähe lügt. Wer einmal lügt, dem glaubt man folglich nicht. ist in diesem Fall die passende.

    • Es soll hier nicht dargestellt werden, dass eine gerechte Strafe angewandt werden muss. Das hätte Lessing auch in einer anderen, sinnvolleren Geschichte verpacken können.
    • Die Pfauen haben auch nicht die Masche der Krähe durchschaut. Bei den verbleibenden Federn handelt es sich wirklich um ihre eigenen, doch die Pfauen glauben ihr einfach nicht mehr.
    In dieser Fabel Lessings kann sich sogar so etwas wie eine Moral verfassen lassen, die lautet Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Das kann andererseits aber auch als Lehrsatz bezeichnet werden. Dieser kann bestenfalls unmittelbar und spontan erschlossen werden.