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Fabeln von Lessing

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Die Autor*innen
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Martina M.
Fabeln von Lessing
lernst du in der 10. Klasse - 11. Klasse

Grundlagen zum Thema Fabeln von Lessing

Inhalt

Fabeln von Lessing

Wer war Lessing? Gotthold Ephraim Lessing war einer der wichtigsten Schriftsteller der Aufklärung, sein bekanntestes Drama „Nathan der Weise“ ist weltberühmt. Er schrieb aber nicht nur Theaterstücke, sondern war sehr vielseitig schriftstellerisch tätig. Auch in seinen Fabeln ist der Gedanke der Aufklärung ein wichtiger Bestandteil.

Wann schrieb Lessing Fabeln?

Seit 1747 veröffentlichte Lessing Fabeln, seit 1759 dann Prosa-Fabeln mit gattungspoetologischen Abhandlungen. Das sind Erklärungen über das Wesen der Fabel, die zusammen mit seinen Fabeln gelesen werden sollten. Lessing stützte sich bei seinen Fabeln auf antike Vorbilder, nämlich Äsops Fabeln, er entwickelte die Fabel aber auch weiter, indem er zeitgenössische Elemente (wie z. B. Ideen der Aufklärung) ergänzte oder Fabeln abänderte und neu interpretierte.

Warum schrieb Lessing Fabeln?

Lessing war die Bildung sehr wichtig. Mit seinen Fabeln wollte er den Menschen vor allem Ideen der Aufklärung näherbringen.

Merkmale der Aufklärung in Lessings Fabeln

Die politischen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen (vor allem in Europa) im Jahrhundert der Aufklärung spiegeln sich thematisch in Lessings Fabeln wider. Die folgenden zwei Ideen der Aufklärung spielen eine besonders wichtige Rolle in den Fabeln:

Gleichheit
Durch die Freiheit, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen, können die Menschen selbst beurteilen und bewerten, wie sie handeln sollen. Dadurch werden Vorschriften und Einschränkungen durch die Ständegesellschaft hinfällig, wodurch z. B. das Bürgertum mit Monarchen gleichgestellt wird. Das bedeutet also die Gleichheit aller Menschen, egal welcher Herkunft. Ein Beispiel dazu ist die Fabel von „Wolf und Schaf“.

Selbstbescheidung
Selbstbescheidung bedeutet so viel wie bescheiden sein; also mit dem zufrieden sein, was man hat und wie man ist. Damit geht der Verzicht auf gewisse Ansprüche einher. Statt fixen Ideen zu folgen, sollte man besser seinen Verstand benutzen, wie man z. B. in der Fabel von „Zeus und dem Pferd“ sehen kann.

Lessings Fabeltheorie

Lessings Fabeltheorien

Für seine bereits erwähnten Abhandlungen über die Fabel beruft sich Lessing auf die Fabeln von Äsop, sie stützen sich also auf ein antikes Vorbild.

Vom Wesen der Fabel
Zuerst grenzt Lessing den Begriff „Fabel“ von einer simplen Erzählung ab: Fabeln sollen nicht einfach der Unterhaltung dienen, sondern haben einen bestimmten Zweck. Die Fabel dient der moralischen Aufklärung, die von den Lesenden aufgrund ihrer Lebenserfahrung leicht nachvollzogen werden kann. Die Lesenden gewinnen eine Erkenntnis, wobei sich die Lehre der Moral spontan und beinahe von selbst erschließt. Sie sollte also nicht erst das Ergebnis von aufwendigen Schlussfolgerungen sein.

Tiere als Hauptträger der Handlung
Da Tiere in Fabeln meist nur eine typische Charaktereigenschaft haben, eignen sie sich für den Vergleich mit bestimmten menschlichen Eigenschaften. Dadurch entsteht eine größere Distanz zu den Lesenden, weil diese sich nicht so leicht mit der Hauptfigur identifizieren. Man nimmt weniger Anteil am Schicksal der Tiere, dadurch werden Emotionen vermieden und man konzentriert sich mehr auf die Lehre.

Sprache
Da Lessings Fabeln nicht der Unterhaltung dienen, sind sie in kurzer, schmuckloser Prosa verfasst (= keine Reime).

Nutzen der Fabel
Lessing stellt heraus, dass Fabeln wegen ihres pädagogischen Werts besonders für die Schule geeignet sind. Die Lernenden können z. B. selbst Fabeln erfinden, was die Kreativität fördert und zum Weiterdenken anregt.

Beispiele für Fabeln von Lessing

Eingangs wurden bereits die Fabeln von „Wolf und Schaf“ sowie von „Zeus und dem Pferd“ angesprochen. Die Interpretation dieser Fabeln von Lessing hat ergeben, dass jeweils ein Merkmal der Aufklärung Anwendung findet. Im ersten Beispiel (Wolf und Schaf) ging es um die Gleichheit, weitere Fabeln zu diesem Thema sind z. B. „Der Adler und die Eule“, „Der wilde Apfelbaum“ und „Der Esel mit dem Löwen“, um nur einige wenige zu nennen. Im zweiten Beispiel (Pferd und Zeus) wurde die Selbstbescheidung thematisiert. Dieses Thema wird unter anderem auch in den Fabeln „Der Affe und der Fuchs“, „Der Besitzer des Bogens“ oder „Die Gans“ behandelt. Als weiteres Beispiel betrachten wir im Folgenden die Fabel „Der Rabe und der Fuchs“ etwas genauer.

„Der Rabe und der Fuchs“ (Lessing)

Ein Rabe trug ein Stück vergiftetes Fleisch, das der erzürnte Gärtner für die Katzen seines Nachbarn hingeworfen hatte, in seinen Klauen fort. Und eben wollte er es auf einer alten Eiche verzehren, als sich ein Fuchs herbeischlich und ihm zurief: „Sei mir gesegnet, Vogel des Jupiter!“ „Für wen siehst du mich an?“ fragte der Rabe. „Für wen ich dich ansehe?“ erwiderte der Fuchs. „Bist du nicht der rüstige Adler, der täglich von der Rechten des Zeus auf diese Eiche herabkommt, mich Armen zu speisen? Warum verstellst du dich? Sehe ich denn nicht in der siegreichen Klaue die erflehte Gabe, die mir dein Gott durch dich zu schicken noch fortfährt?“ Der Rabe erstaunte und freute sich innig, für einen Adler gehalten zu werden. „Ich muss“, dachte er, „den Fuchs aus diesem Irrtum nicht bringen.“ – Großmütig dumm ließ er ihm also seinen Raub herabfallen und flog stolz davon. Der Fuchs fing das Fleisch lachend auf und fraß es mit boshafter Freude. Doch bald verkehrte sich die Freude in ein schmerzhaftes Gefühl: Das Gift fing an zu wirken, und er verreckte.
Möchtet ihr euch nie etwas anderes als Gift erloben, verdammte Schmeichler!

Interpretation

Die klare Rollenverteilung bei Äsop (schlauer Fuchs, eitler Rabe) wird von Lessing durcheinandergebracht. Die Tiere verhalten sich ähnlich wie bei Äsop: Der Fuchs schmeichelt, der Rabe nimmt die Schmeicheleien an und fühlt sich erhaben, der Fuchs erbeutet am Ende das Begehrte.
Es gibt aber einige Veränderungen bei Lessing. Der wichtigste Unterschied ist, dass die begehrte Beute vergiftet ist, was aber keines der Tiere weiß. Durch das vergiftete Fleisch verändert Lessing das Ende und damit die Pointe der gesamten Fabel: Der Fuchs wird vom Gewinner zum Verlierer, denn er muss sterben.
Die Lehre der Fabel liegt auf der Hand: Sich Vorteile bei anderen erschmeicheln zu wollen, fällt negativ auf einen selbst zurück.

Man findet auch die zwei Ideen der Aufklärung in dieser Fabel. Der vermeintlich schlauere Fuchs wird indirekt (also nicht vom Raben selbst) bestraft, dass er den Raben durch eine List zur Übergabe der Beute gebracht hat, indem er am Ende vergiftet wird. Der Rabe hingegen präsentiert sich weniger dumm als angenommen. Er entscheidet aus freien Stücken, dem Fuchs die Beute zu überlassen. Dadurch werden die Tiere am Ende gleichgestellt (Idee der Gleichheit).

Betrachten wir die Entscheidung des Raben auch noch unter einem anderen Blickwinkel. Der Rabe zieht den Stolz auf sich selbst, den er erst durch das vermeintliche Lob des Fuchses entwickelt, dem Fresstrieb vor, dadurch geschieht eine moralische Erhebung über den Fuchs. Er wendet das Prinzip der Selbstbescheidung an. Das wiederum misslingt dem Fuchs. Er wird bestraft, weil er etwas möchte, was ihm nicht zusteht, und das unlautere Mittel der Lüge durch seine Schmeichelei anwendet, außerdem hält er sich für etwas Besseres als den Raben. Er missachtet das Prinzip der Selbstbescheidung.

Zusammenfassung – Fabeln von Lessing

Lessings Fabeln dienen nicht der Unterhaltung, sondern einem moralischen Zweck. Den Lesenden sollen besonders zwei Ideen der Aufklärung nahegebracht werden, die Idee der Gleichheit und die Idee der Selbstbescheidung. Lessings Fabeltheorien sollen gemeinsam mit den Fabeln gelesen werden und liefern Erklärungen über die Form und den Nutzen der Fabel an sich. Handlungsträger der Fabeln sind zumeist Tiere, wodurch eine größere Distanz beim Lesen dadurch erreicht wird, dass man sich nicht mit den Tieren identifiziert. Die Sprache ist dem Zweck angepasst und schmuck- und reimlos. Lessing stellt den besonderen pädagogischen Nutzen der Fabel für Schulen heraus.

Transkript Fabeln von Lessing

Hallo, ich bin Martina! Und in diesem Video geht es um Lessings Fabeln und vor allem um seine Fabeltheorie. Gotthold Ephraim Lessing war ein bedeutender Dichter der deutschen Aufklärung. Und deshalb werden wir uns ansehen, inwiefern einige Ideen der Aufklärung für Lessings Fabeln von Bedeutung waren. Du solltest also mit dem Zeitalter der Aufklärung und den Zielen und Forderungen der Aufklärer vertraut sein. Außerdem stelle ich dir einige Punkte seiner Fabeltheorie vor. Und zum Schluss sehen wir uns das Gelernte am Beispiel von zwei Fabeln an. Ich wünsche dir jetzt schon mal viel Spaß mit dem Video. Die Aufklärung bezeichnet, wie du sicherlich weißt, die politischen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen vor allem in Europa im 18. Jahrhundert. In Lessings Fabeln findet man einige Gedanken der Aufklärung, wie zum Beispiel die Gleichheit aller Menschen, nach der jeder Mensch die Freiheit hat, sich seines Verstandes zu bedienen. Die herausgehobene Stellung der Monarchen beruht zudem auf Volkes Gnaden. Die Monarchen werden sozusagen auf eine Ebene mit dem Volk gebracht. Ein weiteres Motiv ist die Selbstbescheidung. Es findet sich in einigen von Lessings Fabeln, wie zum Beispiel "Zeus und das Pferd" oder "Zeus und das Schaf". Denn in beiden Fabeln wünschen sich die Tiere andere Eigenschaften als die, die sie besitzen, weil sie statt ihren Verstand zu benutzen, einer fixen Idee gefolgt sind. Lessing hatte schon seit 1747 einige Fabeln veröffentlicht. Ab 1859 gab es seine Prosafabeln mit einigen gattungspoetologischen Abhandlungen heraus, die zusammen mit seinen Fabeln gelesen werden sollten. Lessing stützt sich hierbei auf antike Vorbilder, nämlich Aesops Fabeln. Wir werden und deshalb vier seiner Abhandlungen ansehen. Es beginnt mit der Abhandlung vom Wesen der Fabel. In dieser Abhandlung nimmt er eine Abgrenzung des Begriffs "aesopische Fabel" vor, die er von dem allgemeineren Ausdruck "Fabel für Erzählung" unterscheidet. Die Fabeln nach Aesop zielen auf einen Zweck ab, es sind also Zweckdichtungen. Nach Lessing dient die Fabel der moralischen Aufklärung, wobei "Moral" überwiegend Erfahrungssätze bedeutet, die für die Leser nachvollziehbar sind, also keine komplexen philosophischen Weisheiten. Es soll auch nur ein einziger Lehrsatz als Grundlage dienen. Und dieser soll sich unmittelbar und spontan erschließen. In der zweiten Abhandlung, "Vom Gebrauch der Tiere in der Fabel", erklärt Lessing, warum sich Aesop auf Tiere als Hauptträger der Handlung beschränkte. Tiere haben in Fabeln meist nur eine Charaktereigenschaft und deshalb eignen sie sich für den Vergleich mit bestimmten menschlichen Eigenschaften. Darüber hinaus schaffen Tiere eine größere Distanz zwischen Rezipient und Handlungsträger, als es zum Beispiel menschliche Protagonisten erreichen würden. Das heißt, man nimmt am Schicksal der Tiere weniger Anteil und somit werden Emotionen vermieden. In der Abhandlung "Vom Vortrage der Fabel" erklärt Lessing, dass es ihm nicht um die Belustigung beziehungsweise die Unterhaltung geht und dass er deshalb seine Fabeln in kurzer, schmuckloser Prosa verfasste. In der vierten Abhandlung geht es um den Nutzen der Fabeln in den Schulen. Nach Lessings Ansicht war die Fabel für die Schule besonders geeignet, da sie die Kreativität fördern sollte. Zudem liegt bei der Fabel der Schwerpunkt auf ihrem pädagogischen Wert statt auf der poetischen Gestalt. Nun sollst du aber auch erfahren, wie Lessing diese Fabeltheorie in seinen Fabeln umgesetzt hat. Und deshalb sehen wir uns jetzt zwei von seinen Fabeln an. Die erste Fabel ist die Fabel "Der Wolf und das Schaf". Durstig kam ein Schaf an den Fluss, um zu trinken. Aus dem gleichen Grund kam auf der anderen Seite auch der Wolf an den Fluss. Durch die Trennung des Wassers gesichert und die Sicherheit höhnisch gemacht, spottete das Schaf über den Wolf und die Feindschaft, die eigentlich zwischen Schaf und Wolf besteht. Der Wolf verstand die Spötterei. Er betrachtete die Breite des Flusses und knirschte mit den Zähnen. "Es ist dein Glück", antwortete er, "dass wir Wölfe gewohnt sind, mit euch Schafen Geduld zu haben." und ging mit stolzen Schritten weiter. Wie bei Aesop treffen sich die beiden Tiere zufällig an einem Fluss. Das Schaf ist bei Lessing auch nicht in einer stärkeren, aber dafür in einer geschützten Position, und somit gleichwertig. Denn der Wolf kann das Schaf nicht angreifen. Das Schaf fühlt sich daher ermutigt, den Wolf zu verspotten. Bei Aesop nutzt der Wolf die Vergehen, die er dem Schaf vorwirft als Scheinrechtfertigung für sein mörderisches Tun. Bei Lessing werden aus diesen Vorwürfen und dem Verhalten des Wolfs für das Schaf die Mittel, den Wolf zu reizen. Und dieser behauptet dann hochmütig, Wölfe hätten generell Geduld mit Schafen. Welche Lehre verbirgt sich nun hinter dieser Fabel? Der Wolf ist eigentlich die Figur in der höheren oder in der stärkeren Position. So, wie er es in der Fabel von Aesop war, als er das Schaf frisst. Bei Lessing sind Wolf und Schaf gleichwertig, denn das Schaf wird durch die Breite des Flusses gleichwertig und die Überlegenheit des Wolfs wird aufgehoben. Man kann diese Fabel deshalb als Ausdruck der Emanzipation des Schwächeren in der Gesellschaft des 18. Jahrhunderts verstehen. Die zweite Fabel ist die Fabel von Zeus und dem Pferd. "Vater der Tiere und Menschen", so sprach das Pferd, und nahte sich dem Throne Zeus'. Es wusste, dass es eines der schönsten Geschöpfe der Erde war. Aber dennoch bat es Zeus, einiges an ihm zu verbessern. "Und was meinst du?", fragte Zeus. Das Pferd wollte längere und schmächtigere Beine, damit es schneller würde. Und einen langen Schwanenhals, eine breitere Brust, um stärker zu sein und einen Sattel, der ihm am Rücken angewachsen war. "Gut", antwortete Zeus, "gedulde dich einen Augenblick!" Zeus sprach das Wort der Schöpfung. Da quoll Leben in dem Staub. Da verband sich organischer Stoff und plötzlich stand vor dem Throne das hässliche Kamel. Das Pferd sah, schauderte und zitterte vor Abscheu!! Hier sind höhere und schmächtigere Beine", sprach Zeus, "hier ist ein langer Schwanenhals, hier ist eine breitere Brust, hier ist der angewachsene Sattel. Willst du, dass ich dich so umbilde?" Das Pferd zitterte noch immer, aber Zeus befahl ihm, zu gehen. Es sollte dieses Mal noch belehrt werden, ohne Bestrafung. Damit es seine Vermessenheit aber nie vergessen sollte, warf er einen erhaltenden Blick auf das Kamel, damit sich das Pferd bei jedem Blick darauf, mit Schaudern erinnern konnte. Die Lehre dieser Fabel ist wie schon erwähnt die Selbstbescheidung. Anstatt mit sich zufrieden zu sein, verfällt das Pferd einer unüberlegten Idee und will sich von Zeus verändern lassen, ohne die Auswirkungen dieser Veränderungen zu überdenken. Wie aber hängt das Fabelmotiv der Selbstbescheidung mit der Aufklärung beziehungsweise ganz speziell mit der Veränderung der Gesellschaft im 18. Jahrhundert zusammen? Selbstvergewisserung und Selbstaufwertung waren Ausdruck eines neuen Selbstbewusstseins. Dieses neue Selbstbewusstsein des Individuums und der Wille, literarischen und moralischen Vorbildern nachzueifern, waren ebenfalls Teil der Aufklärung. Darüber hinaus sollte natürlich gezeigt werden, dass der Menschen seinen Verstand nutzen soll, bevor er fixen Ideen nachläuft. So, das war es, was du in diesem Video über Lessing und die Fabeln lernen kannst. Zum Schluss fasse ich aber alles noch mal zusammen: Lessing war ein bedeutender Dichter der deutschen Aufklärung, der einige Ideen der Aufklärung in seinen Fabeln verarbeitete. Er veröffentlichte ab 1759 seine Abhandlungen über Fabeln, die zusammen mit seinen Fabeln gelesen werden sollten. Er orientierte sich bei seiner Fabeltheorie an dem griechischen Fabeldichter Aesop. Lessings Fabeln sind meist kurz und in Prosa verfasst, weil ihr pädagogischer Wert vor dem poetischen Reiz liegt. So, und schon sind wir am Ende des Videos angekommen! Ich hoffe, es hat dir gefallen! Bis zum nächsten Mal, Martina!

14 Kommentare

14 Kommentare
  1. Gutes uns hilfreiches Video

    Von Mats, vor 3 Monaten
  2. Ích finde es nicht so gut, weil zu viele Pausen gemacht werden.

    Von Emmi 007, vor 8 Monaten
  3. Gut 😌

    Von Hannes J., vor 11 Monaten
  4. . .

    Von Phw0924, vor mehr als einem Jahr
  5. richtig nice

    Von Galina Robert, vor fast 3 Jahren
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Fabeln von Lessing Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Fabeln von Lessing kannst du es wiederholen und üben.
  • Beschreibe die Ideen der Epoche der Aufklärung.

    Tipps

    Überlege noch einmal, wie man es nennt, wenn jemand mit dem zufrieden sein sollte, was er/sie hat.

    Lösung

    Das Zeitalter der Aufklärung steht für eine neue Art des Denkens, zahlreiche neue Ideen und eine Revolutionierung alter Strukturen.

    Demnach forderten die Aufklärer zum Beispiel, dass die Monarchen und das Volk auf einer Ebene anzusehen seien. In dieser Aussage kann man das Prinzip der Gleichheit aller Menschen erkennen. Diese Idee hat Lessing auch in einigen seiner Fabeln verarbeitet.

    Auch die Idee der Selbstbescheidung findet sich in einigen von Lessings Fabeln, wie zum Beispiel in der Fabel „Zeus und das Pferd” oder in der Fabel „Zeus und das Schaf”. Mit der Selbstbescheidung ist die Bescheidenheit des Menschen und sein Verzicht auf gewisse Ansprüche gemeint.

    Die zentrale Aussage der Aufklärung war, dass der Mensch sich seines Verstandes bedienen soll. Der Philosoph Immanuel Kant hat diese Idee formuliert und geprägt.

  • Gib den Inhalt der Fabel „Zeus und das Pferd” wieder.

    Tipps

    Erinnere dich noch einmal, was geschieht, bevor Zeus das Pferd wieder wegschickt.

    Entspricht das Aussehen des Kamels den Vorstellungen des Pferdes?

    Lösung

    Die Fabel „Zeus und das Pferd” soll den Leser Selbstbescheidung lehren. Durch den Verlauf der Handlung wird deutlich, wie vermessen die Wünsche des Pferdes sind.

    Zeus verdeutlicht dem Pferd wie vermessen seine Wünsche sind und wie zufrieden das Pferd mit seiner derzeitigen Lage sein könnte.

    Die Fabel ist auf heutige Probleme übertragbar. Überlege doch einmal, wie oft Menschen einer fixen Idee hinterherlaufen, anstatt sich mit dem zufriedenzugeben, was sie haben. Für diese Menschen wäre es sicherlich sinnvoller Gebrauch von ihrem Verstand zu machen und reflektiert über ihre Situation nachzudenken.

  • Benenne die zentralen inhaltliche Unterschiede zwischen Aesops und Lessings Fassung der Fabel „Rabe und Fuchs".

    Tipps

    Versuche herauszufinden, welche Teile des Dialogs wichtige inhaltliche Veränderungen, die einen anderen Ausgang der Fabel herbeiführen, darstellen.

    Lösung

    Gotthold Ephraim Lessing hat an Aesops „Rabe und Fuchs” einige Veränderungen vorgenommen.

    1. Wichtig ist hier, dass das Fleisch vergiftet ist, da das entscheidend für die Handlung ist. Bei Aesop handelte es sich um ein normales Stück Käse.
    2. Dieser Abschnitt ist relativ nah an der Ausgangsfassung Aesops. Der Fuchs ruft dem Raben ein paar nette Worte zu.
    3. Der Dialog ist in Aesops Fassung so nicht vorhanden. Wichtig ist allerdings nur, dass der Fuchs den Raben als einen Adler betitelt. Genau darüber freut sich der Rabe, was in Aesops Fassung nur die Freude über Schmeicheleien war. Außerdem überlässt er dem Fuchs das Stück freiwillig und nicht wie bei Aesop versehentlich.
    4. Nach diesen entscheidenden Änderungen kommt es auch zu einem anderen Schluss. Der Fuchs isst zwar auch seine Ausbeute, allerdings verspürt er ein schmerzhafte Gefühl. Hier kommt die wichtige Änderung, die bereits zu Beginn der Fabel erwähnt wurde, zum Tragen: Das Fleisch ist vergiftet. Am Ende muss der Schmeichler sterben.
    Bei Lessing steht also die Aufrichtigkeit im Vordergrund. Versuch doch einmal, genau herauszufinden, wie sich die Moral bzw. die Lehre der beiden Fabeln unterscheidet. Einmal geht der Rabe leer aus und ist damit der Verlierer. In der veränderten Version stirbt der Fuchs und verliert wegen der Schmeichelei sein Leben.

  • Erkläre Lessings Fabeltheorie am Beispiel von „Der Wolf und das Schaf”.

    Tipps

    In Tiere kann sich der Leser nicht besonders gut hineinversetzen. Dadurch werden weniger Gefühle erzeugt. Wie kann man das anders formulieren?

    Eine Idee während der Zeit Lessings war die Gleichrangigkeit von Volk und Adel.

    Lösung

    In „Der Wolf und das Schaf” hat Lessing versucht, seine vier Punkte der Fabeltheorie umzusetzen.

    Die Fabel ist kurz und schmucklos. Der Wolf und das Schaf sind zwei Tiere als Handlungsträger, womit beim Leser Distanz erzeugt und Emotionen vermieden werden sollen. Trotzdem handelt es sich um eine Erzählung und keine Zweckdichtung. Lessing sah Fabeln radikal anders als Aesop, da er nicht nur eine Moral vermitteln, sondern eher Erfahrungssätze darstellen wollte, die nachvollziehbar sind.

    So ist auch bei „Der Wolf und das Schaf” eher ein aufklärerischer Lehrsatz zu finden als eine feste Moral. Die beiden Tiere sind gleichwertig und keiner ist dem anderen übergeordnet. In der Aufklärung setzte sich die neue Idee durch, dass alle Menschen gleichrangig seien und damit auch der Adel nicht dem Volk übergeordnet.

  • Definiere, wie Fabeln laut Lessing im Unterricht nützlich sein können.

    Tipps

    Der Schwerpunkt der Fabeln lag nicht auf der poetischen Form, sondern ...

    Lösung

    Lessing überlegte sich schon vor mehr als 300 Jahren, dass Fabeln sinnvoll im Unterricht sein können.

    • Da die Fabeln eine Lehre hatten, lag ihr Schwerpunkt auf dem pädagogischen Wert und nicht auf der poetischen Form.
    • Lessing wählte bewusst das Format der schmucklosen Prosa, um die Belustigung nicht in den Vordergrund zu rücken.
    • Außerdem sollten die Fabeln die Kreativität fördern. Das war besonders wichtig im Zuge der Aufklärung, da Schüler so zum eigenen Denken angeregt wurden.
  • Bestimme die Lehre zu der Fabel „Die Pfauen und die Krähe”.

    Tipps

    Die Pfauen fühlen sich betrogen. Was drückt das Verwehren einer zweiten Chance aus?

    Lösung

    Die Lehre Die Krähe schummelt sich unter Pfauen und schmückt sich sprichwörtlich mit falschen Federn. Sie belügt die Pfauen damit und als diese Lüge auffliegt, fallen die Pfauen über die Krähe her. Daraufhin bettelt die Krähe um Gnade, aber die Pfauen glauben ihr keinen ihrer Erklärungsversuche mehr, da sie denken, dass die Krähe lügt. Wer einmal lügt, dem glaubt man folglich nicht. ist in diesem Fall die passende.

    • Es soll hier nicht dargestellt werden, dass eine gerechte Strafe angewandt werden muss. Das hätte Lessing auch in einer anderen, sinnvolleren Geschichte verpacken können.
    • Die Pfauen haben auch nicht die Masche der Krähe durchschaut. Bei den verbleibenden Federn handelt es sich wirklich um ihre eigenen, doch die Pfauen glauben ihr einfach nicht mehr.
    In dieser Fabel Lessings kann sich sogar so etwas wie eine Moral verfassen lassen, die lautet Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Das kann andererseits aber auch als Lehrsatz bezeichnet werden. Dieser kann bestenfalls unmittelbar und spontan erschlossen werden.

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