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Weibliche Keimzellen - Eizellen und Befruchtung 06:54 min

Textversion des Videos

Transkript Weibliche Keimzellen - Eizellen und Befruchtung

Hallo, da bin ich wieder, eure Sabine Blumenthal. Nachdem du im ersten Video zu den menschlichen Keimzellen den Bau und die Entwicklung von Spermien kennengelernt hast, geht es in diesem Video um die weiblichen Keimzellen sowie den Vorgang der Befruchtung. Sehen wir uns zunächst den Bau und die Entstehung der weiblichen Keimzellen an. Die weibliche Keimzelle ist die Eizelle. Eine reife Eizelle hat einen Durchmesser von etwa 0,2 mm, sie ist damit rund 250000-mal größer als ein Spermium und gehört zu den größten Zellen im menschlichen Körper. Sie ist so groß, dass man sie sogar mit bloßem Auge erkennen kann. Hier siehst du die schematische Darstellung einer reifen Eizelle, ebenfalls im Schnitt, damit du das Innere sehen kannst. Jede Eizelle ist von einer Eihülle umgeben. Sie dient, genau wie die Eizellenmembran, dem Schutz der Zelle. In Gelb siehst du hier den Dotter. Eidotter kennst du vom Hühnerei und auch in der Eizelle speichert der Dotter Nährstoffe. Das hier ist der Zellkern und er trägt ebenso wie der Zellkern im Spermium die Erbinformation. Eizellen sind Keimzellen und werden also in den Keimdrüsen gebildet. Die weiblichen Keimdrüsen sind die Eierstöcke der Frau. Die Bildung von Eizellen in den Eierstöcken beginnt, lange bevor ein kleines Mädchen überhaupt auf die Welt kommt. Im weiblichen Embryo entstehen bereits in der dritten Schwangerschaftswoche erste Ureizellen. Durch häufige Zellteilungen entstehen daraus 5 bis 6 Millionen Eimutterzellen in jedem Eierstock des noch ungeborenen Mädchens. Die meisten von diesen Eimutterzellen sterben ab, bevor das Mädchen geboren wird. Die überlebenden Zellen wachsen heran und verharren bis zur Geburt in einem Ruhestadium. Nach der Geburt hat ein neugeborenes Mädchen etwa 400000 unreife Eimutterzellen in seinen beiden Eierstöcken. Die vollständige Reifung der Eizellen beginnt mit dem Einsetzen der Pubertät. Dann reift in jedem Monat eine Eizelle heran. Im Leben einer Frau werden also nur etwa 450 der vorhandenen 400000 Eimutterzellen zu befruchtungsfähigen Eizellen reifen. Und so wird aus einer Eimutterzelle eine reife, befruchtungsfähige Eizelle. Mit Beginn der Pubertät reift im Eierstock monatlich eine Eizelle in einem Follikel heran. Dieser Follikel ist ein mit Flüssigkeit gefülltes Bläschen. Während das Ei reift, wächst der Follikel und bildet einen Hohlraum. So ein Follikel kann bis zu 2 cm groß werden, während das Ei heranreift. Wenn die Eizelle reif ist, wandert der Follikel zum Rand des Eierstocks und platzt auf. Dieses Platzen des Follikels bezeichnet man als Eisprung. Beim Eisprung wird die reife, befruchtungsfähige Eizelle zusammen mit der Follikelflüssigkeit aus dem Eierstock herausgeschleudert. Eine Eizelle kann sich nicht wie ein Spermium aus eigener Kraft fortbewegen. Sie wird von den Flimmerhärchen im Eileiter und den Kontraktionen der Eileitermuskulatur zur Gebärmutter transportiert. Wie schon gesagt, hat ein neugeborenes Mädchen ca. 400000 unreife Eizellen in seinen beiden Eierstöcken. Etwa 450 von ihnen werden ausreifen. Nach dem Eisprung lebt eine Eizelle noch etwa 12 Stunden, in Einzelfällen auch bis zu 24 Stunden. Nur in dieser Zeit kann sie befruchtet werden. Und damit sind wir beim letzten Punkt für heute angelangt, der Befruchtung. Die Befruchtung findet im Eileiter statt, meist im oberen Teil, also kurze Zeit nach dem Eisprung. Der Eileiter hat mit seinem Trichter die Eizelle aufgefangen und transportiert sie nun mit dem Flimmerhärchen und durch Muskelkontraktionen in Richtung Gebärmutter. Hat kurz vor dem Eisprung ungeschützter Geschlechtsverkehr stattgefunden, dann bewegen sich Millionen von Spermien durch Scheide, Gebärmutterhals und Gebärmutter in Richtung der beiden Eileiter. Einige 100 von ihnen finden den richtigen Eileiter, also den, in dem gerade eine Eizelle ist. Während die Eizelle in Richtung Gebärmutter transportiert wird, haben es die kräftigsten und gesündesten Spermien bis zur Eizelle geschafft. Doch nur einem einzigen Spermium gelingt es, die Eihülle zu durchdringen. Wenn der Kopf des Spermiums die Eizellenmembran durchstoßen hat, verliert es seinen Schwanz. Die Eihülle wird für alle anderen Spermien undurchdringlich und sie sterben ab. Der Kopf des Siegerspermiums, also sein Zellkern, bewegt sich auf den Zellkern der Eizelle zu und beide Zellkerne verschmelzen. Damit ist die Befruchtung der Eizelle abgeschlossen und ein neues Leben kann wachsen. Nun noch eine ganz kurze Zusammenfassung: Die Keimzellen beim Menschen sind die Spermien des Mannes und die Eizellen der Frau. Bei der Befruchtung im oberen Teil des Eileiters dringt ein Spermium in die Eizelle ein und die Zellkerne der beiden Keimzellen verschmelzen. Hast du alles verstanden? Na dann tschüss, bis zum nächsten Mal.

2 Kommentare
  1. Hallo Hjhamburg76,
    wir haben ein Video zu dem Thema, welches deine gewünschten Elemente enthält. Es hat den Titel „Die neun Monate deiner Entstehung - Eizellen“ und ist unter folgendem Link zu finden:
    https://www.sofatutor.com/biologie/videos/die-neun-monate-deiner-entstehung-eizellen?topic=2564
    Viel Spaß beim Schauen des Videos!
    Beste Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor 5 Monaten
  2. fürs nächste mal einpar echte bilder oder wenigstens Animation weren hilfreicher als nur text

    Von Hjhamburg76, vor 5 Monaten

Weibliche Keimzellen - Eizellen und Befruchtung Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Weibliche Keimzellen - Eizellen und Befruchtung kannst du es wiederholen und üben.

  • Erkläre den Aufbau der Eizelle.

    Tipps

    Die Struktur ganz außen habt ihr bei der Reifung der Eizelle kennen gelernt.

    Lösung

    Ganz außen, um die Eizelle herum befindet sich der Follikel. Darin reift die Eizelle heran. Das Äußere der Eizelle heißt Eihülle und darunter befindet sich die Eizellmembran. Diese beiden Strukturen schützen die Eizelle. Ausgefüllt ist die Eizelle mit Eidotter und darin befindet sich eine kugelförmige Struktur, der Zellkern. Im Zellkern befinden sich die Erbmaterialien.

  • Schildere, wie eine Eizelle heranreift.

    Tipps

    Orientiere dich daran, ob etwas vor oder nach der Geburt geschieht.

    Lösung

    Die Entstehung der Eizellen beginnt schon in der 3. Woche der Schwangerschaft im Embryo. Es entstehen erste Ureizellen. Durch Zellteilung entstehen 5-6 Mio Eimutterzellen in jedem Eierstock, von denen viele absterben und die anderen in einen Ruhezustand verfallen. Bei der Geburt liegen im Eierstock des Mädchens 400 000 unreife Eizellen, welche in der Pubertät beginnen zu reifen.

  • Vergleiche Eizellen und Samenzellen.

    Tipps

    Hier siehst du nochmal die Form eines Spermiums.

    Überlege dir, welche Keimzelle Strukturen zur Fortbewegung trägt.

    Lösung

    Samen- und Eizellen sind beides Keimzellen. Beide sind essentiell, damit eine Befruchtung im Eileiter stattfinden kann. Trotzen haben sie ganz unterschiedliche Eigenschaften. Im Gegensatz zu Eizelle ist die Samenzelle sehr klein und beweglich. Die Eizellen werden bereits im Embryo angelegt, im Gegensatz zu den Samenzellen, welche immer wieder im Hoden nachproduziert werden. Beide Keimzellen besitzen einen Zellkern mit einem Chromosomensatz, welcher haploid ist. Übrigens: Der Chromosomensatz der Keimzellen ist haploid, weil immer die Kerne zweier Keimzellen verschmelzen. So entsteht ein diploider Chromosomensatz.

  • Erläutere den Menstruationszyklus der Frau.

    Tipps

    Wenn eine Eizelle befruchtet ist, nistet sie sich in die Gebärmutterschleimhaut ein.

    Überlege dir, was die Menstruation ist.

    Manchmal orientiert sich der Name einer Struktur an seiner Farbe.

    Lösung
    1. Das Diagramm zeigt den Menstruationszyklus einer Frau auf verschiedenen Ebenen. Im oberen Teil des Diagrammes siehst du die Vorgänge im Eierstock. Die unreife Eizelle reift in einem Follikel, bis es zum Eisprung kommt. Nach dem Eisprung bleibt der Gelbkörper zurück, welcher dann zurückgebildet wird.
    2. Die rote Linie im Diagramm zeigt die Körpertemperatur der Frau an. Kommt es zum Eisprung, dann steigt die Körpertemperatur an. Das ist auch der Grund, warum Frauen ihre Körpertemperatur überwachen, wenn sie ihre fruchtbaren Tage herausfinden möchten.
    3. Darunter siehst du die Vorgänge der Gebärmutterschleimhaut. Zunächst findet in diesem Diagramm ein Abbau der Schleimhaut statt. Die muss im Zusammenhang mit den Vorgängen im Eierstock gesehen werden. Die Gebärmutterschleimhaut unterliegt einem zyklischen Ab- und Aufbau. Liegt eine unreife Eizelle vor, dann wird die Schleimhaut abgebaut, was sich dann in der Menstruation äußert. Die Eizelle reift dann heran und die Gebärmutterschleimhaut baut sich neu auf, damit sich bei einer Befruchtung die Zygote in die Schleimhaut einnisten kann. Kommt es dann zum Eisprung, ist die Schleimhaut vollständig aufgebaut – die Frau hat ihre fruchtbaren Tage. Kommt es zu keiner Befruchtung, beginnt der Zyklus von neuem.
  • Nenne die Eigenschaften von Eizellen.

    Tipps

    Wenn du dir nicht sicher bist, wie groß eine Eizelle ist, dann nimm dir doch ein Lineal und miss einmal 0,2 cm und 0,2 mm ab.

    Lies die Antworten sorgfältig, damit dir eingeschummelte Fehler auffallen.

    Lösung

    Die Eizelle ist nicht die männliche Keimzelle, sondern die weibliche. Die reife Eizelle hat etwa einen Durchmesser von 0,2 mm und ist damit 250000-mal größer als ein Spermium. Übrigens: Das Spermium ist die männliche Keimzelle. Mit 0,2 mm Durchmesser ist die Eizelle eine der größten Zellen im menschlichen Körper. Ebenfalls sehr große Zellen sind die Nervenzellen.

  • Erkläre die Wirkungsweise der Pille.

    Tipps

    Bei Hormonen ist oft die Konzentration ausschlaggebend. Überlege dir, was eine hohe Konzentration von Östrogenen im weiblichen Körper bewirkt.

    Lies den Text genau. Er gibt dir Hinweise, wie Östrogen wirkt.

    Lösung

    Die Östrogene in der Pille bewirken, dass dem Körper eine Schwangerschaft „vorgegaukelt“ wird. Ist eine Frau schwanger, dann geben die Eierstöcke vermehrt Östrogen ab. Dies bewirkt, dass keine weitere Eizelle heranreift. Nimmt eine Frau nun regelmäßig die Pille, dann ist ihr Östrogenspiegel ebenfalls erhöht. Dem Körper wird eine Schwangerschaft signalisiert. Es reifen keine Eizellen heran.