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Pubertät

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Die Autor*innen
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Sabine Blumenthal
Pubertät
lernst du in der 7. Klasse - 8. Klasse

Beschreibung Pubertät

Die Pubertät ist die Übergangsphase zwischen Kindheit und Erwachsensein. Das Video beschreibt körperliche und seelische Veränderungen während der Pubertät. Dabei werden der Gestaltwandel, die Geschlechtsreife, die Veränderungen der primären und sekundären Geschlechtsmerkmale und die Veränderungen der Gefühle und des Verhaltens betrachtet. Damit gehen auch ein gewisser Lernprozess und die Entwicklung des Individuums einher. Wie diese genau aussieht und wodurch diese angestoßen wird, erfährst du in dem Video. Es beschreibt die Pubertät auch als eine Zeit sexueller Orientierung und behandelt kurz die Begriffe Hetero-, Homo- und Bisexualität ab.

Transkript Pubertät

Hallo, da bin ich wieder, eure Sabine Blumenthal. Im heutigen Video lernst Du etwas über die Pubertät. Eine sehr wichtige Zeit auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Du lernst etwas über den Gestaltwandel und die Geschlechtsreife, über die Veränderungen von primären und sekundären Geschlechtsmerkmalen, sowie auch Veränderungen von Verhalten und Gefühlen während dieser Zeit. Die Pubertät ist eine sehr wichtige Phase in der sexuellen Entwicklung eines jeden Menschen. Doch was ist eigentlich Sexualität? Mit diesem Begriff bezeichnet man die Gesamtheit der Körpervorgänge und Handlungen, die mit den Beziehungen beider Geschlechter zusammenhängen. Man sagt auch „Geschlechtlichkeit“ dazu. Rein biologisch betrachtet dient Sexualität zunächst einmal nur der Erzeugung von Nachkommen, also der Fortpflanzung. Bei Menschen sieht die Sache jedoch etwas anders aus. Sexualität beeinflusst unsere Gefühle, unsere Bedürfnisse, unser Verhalten und die Beziehungen zwischen den Geschlechtern. Die Pubertät wird auch als Zeit der Geschlechtsreife bezeichnet. Die meisten Mädchen befinden sich zwischen dem elften und 17. Lebensjahr. Die meisten Jungen zwischen dem dreizehnten und achtzehnten Lebensjahr in der Pubertät. Was genau passiert in der Pubertät? Ein ganz typisches Merkmal und auch von Außenstehenden gut zu erkennen ist der Gestaltwandel. Es kommt zu einem Wachstumsschub, der besonders die Extremitäten betrifft. Gerade Jungen sehen in dieser Zeit deshalb oft hochgewachsen, ungelenk und schlaksig aus. Nicht zu sehen ist die volle Ausreifung der Keimdrüsen bei beiden Geschlechtern. Die Keimdrüsen bezeichnet man als primäre Geschlechtsmerkmale. Beim Mann sind das die Hoden und bei der Frau die Eierstöcke. Während der Pubertät entwickeln sich auch die sekundären Geschlechtsmerkmale. Sie prägen unser typisches äußeres Erscheinungsbild als Mann oder Frau. Betrachten wir nun die Geschlechtsmerkmale, die uns als Mann oder Frau kennzeichnen einmal etwas näher: Primäre Geschlechtsmerkmale sind die Keimdrüsen. Also beim Mann die Hoden und bei der Frau die Eierstöcke. Während der Pubertät erreichen diese Keimdrüsen ihre volle Funktionstüchtigkeit. Das führt bei den Jungen zur Reifung von Samenzellen in den Hoden. Bei den Mädchen reifen befruchtungsfähige Eizellen in den Eierstöcken heran. Jeder kann es am eigenen Körper spüren, wenn er geschlechtsreif geworden ist. Das heißt also, wenn Jungen im biologischen Sinne zum Mann und Mädchen zur Frau werden. Bei Jungen führt die Geschlechtsreife zur ersten unwillkürlichen Gliedversteifung und zum ersten Samenerguss. Bei den Mädchen führt die Reifung von Eizellen in den Eierstöcken zur ersten Menstruationsblutung. Unabhängig von den primären Geschlechtsmerkmalen entwickeln sich während der Pubertät auch die sekundären Geschlechtsmerkmale. Diese Geschlechtsmerkmale lassen nach außen hin unser typisches Erscheinungsbild als Mann oder Frau erkennen. Junge Männer kommen in den Stimmbruch. Bedingt durch das Wachstum des Kehlkopfes, wird aus der hellen Knabenstimme eine tiefe Männerstimme. Außerdem verstärkt sich ihr Muskelwachstum, sie bekommen breitere Schultern und junge Männer müssen sich rasieren. Der Bartwuchs setzt ein. Eine junge Frau ist an ihren runden und weichen Körperformen zu erkennen. Die Brüste entwickeln sich und das Becken wird breiter. Beiden Geschlechtern gemeinsam ist das Wachstum der Geschlechtsorgane sowie die Ausbildung der Achsel- und Schambehaarung. Warum sagt man im Volksmund zu Pubertät eigentlich Flegeljahre? Die Pubertät ist nicht nur eine Zeit der körperlichen Veränderung. Auch unsere Gefühle, Bedürfnisse und Verhaltensweisen verändern sich. Wir müssen lernen, mit diesen neuen Gefühlen richtig umzugehen. Viele Jugendliche stellen vorgegebene Normen und Pflichten in Frage und geraten dadurch zunehmend in Konflikte mit Eltern, Lehrern oder Ausbildern. Das kann für alle Beteiligten ziemlich viel Stress bedeuten. Viel schönere Gefühle bringen da die ersten, lockeren und festeren Freundschaften. Das erste Verliebtsein und vielleicht sogar die erste große Liebe. Typische Verhaltensweisen in der Pubertät sind bei den Mädchen die Orientierung auf ihr Äußeres. Die Jungen dagegen wollen den Mädchen imponieren. Mit Kraft und Mutproben wollen sie ihre Männlichkeit beweisen. Sicher hast du schon einmal die Begriffe „Heterosexualität“ und „Homosexualität“ gehört. Sie sind Bezeichnungen für die vorwiegende sexuelle Orientierung eines Menschen. Heterosexualität meint die sexuelle Orientierung auf einen Partner des anderen Geschlechts. Die sexuelle Orientierung auf Partner des gleichen Geschlechts wird als Homosexualität bezeichnet. Dabei ist Homosexualität ein Oberbegriff und meint sowohl Schwule, also Mann und Mann, als auch Lesben. Also Frau und Frau. Homosexualität ist weder krank, noch pervers. Sie ist daher in unserer Gesellschaft auch nicht verboten und wird auch nicht strafrechtlich verfolgt. Leider gibt es jedoch in vielen Bevölkerungsschichten noch Vorbehalte und auch Diskriminierung gegenüber Homosexuellen. Für viele Schwule und Lesben ist es daher ein ziemlich weiter Weg bis zu ihrem Coming-out. Also dem öffentlichen Bekenntnis zu ihrer Homosexualität. Fassen wir nun das Wichtigste zur Zeit der Pubertät noch einmal zusammen: Die Pubertät ist eine Zeit großer körperlicher und seelischer Veränderungen. Es kommt zur Geschlechtsreife. Die primären und sekundären Geschlechtsmerkmale entwickeln sich. Und gleichzeitig kommen Jugendliche in die Flegeljahre. Jungen und Mädchen begehren gegen Eltern und Lehrer auf und suchen nach eigenen Lebensmodellen. Die Pubertät ist auch immer eine Suche nach der eigenen sexuellen Orientierung. Dabei ist es völlig unwichtig, ob man heterosexuell oder homosexuell ist. Wichtig ist nur, dass man mit seinem Leben zufrieden ist und glücklich wird. Das war es von heute wieder. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

10 Kommentare

10 Kommentare
  1. Dieses Video startet bei mir nicht,

    Von Hans-Henning G., vor mehr als einem Jahr
  2. Wo finde ich denn das erste Video zu dieser Serie da dies der 2. Teil ist ?

    Von Hehoschroth, vor fast 4 Jahren
  3. Hallo,
    vielen Dank für deinen Hinweis. Es scheint, als würde versehentlich der Abschnitt aus dem Video geschnitten worden sein.

    Bisexualität bezeichnet eine sexuelle Orientierung, bei der man sich zu beiden Geschlechtern - männlich und weiblich - hingezogen fühlt.
    LG

    Von Serpil K., vor fast 6 Jahren
  4. Was ist bissexuel?

    Von Fhliddal, vor fast 6 Jahren
  5. Hallo Michael,
    ja du hast recht - bedingt durch die Akzeleration hat sich die Pubertät sehr nach vorn verschoben. Der im Video genannte Zeitraum beschreibt jedoch den Durchschnitt der Bevölkerung und ist daher durchaus richtig. So bedeutet zum Beispiel der im Video genannte Zeitraum bei den Mädchen - "11. bis 17. Lebensjahr", dass die Mädchen im Durchschnitt 10 bis 16 Jahre alt sind, wenn sie in die Pubertät kommen. Natürlich gibt es aber auch Mädchen, bei denen Brustwachstum, Schambehaarung oder auch die Menstruation schon mit 9 oder sogar mit 8 Jahren eintreten. Genauso gibt es Mädchen, bei denen diese typischen Merkmale der Geschlechtsreife erst mit 17 Jahren oder noch später auftreten. Ganz ähnlich verhält es sich natürlich mit dem Zeitraum der Pubertät bei den Jungen.

    Von Sabine Blumenthal, vor mehr als 7 Jahren
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Pubertät Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Pubertät kannst du es wiederholen und üben.
  • Beschreibe, was während der Pubertät passiert.

    Tipps

    Während der Pubertät verändert sich auch das Aussehen eines Menschen.

    Lösung

    Die Pubertät ist ein Entwicklungszeitraum, in dem durch Hormone die Geschlechtsmerkmale reifen. Dadurch entwickeln sich Kinder zu fortpflanzungsfähigen Erwachsenen.

    In der Regel findet die Pubertät bei Mädchen zwischen dem 10. und 17. Lebensjahr statt und bei den Jungen zwischen dem 12. und 20. Lebensjahr.

    Innerhalb dieser Zeit machen die Jungen und Mädchen auch einen Gestaltwandel durch, es kommt zu Wachstumsschüben.

    Die Geschlechtsreife führt bei Mädchen zur Monatsblutung, auch als Menstruation bezeichnet, und bei den Jungen zum ersten Samenerguss.

  • Benenne primäre und sekundäre Geschlechtsmerkmale.

    Tipps

    Primäre Geschlechtsmerkmale kennzeichnen Geschlechtsorgane, die von Geburt an vorhanden sind.

    Lösung

    Die Geschlechtsorgane, die vor der Geburt angelegt werden, bezeichnet man als primäre Geschlechtsmerkmale. Zu diesen zählen Organe, die der Fortpflanzung dienen. Beim Mann sind das der Penis, die Hoden, die Nebenhoden und die Spermienwege. Bei der Frau sind das Scheide, Gebärmutter, Eileiter und Eierstöcke.

    Die sekundären Geschlechtsmerkmale entwickeln sich erst im Laufe des Erwachsenwerdens. Hierzu zählen beim Mann der Bartwuchs und der Stimmbruch. Auch ein verstärktes Muskelwachstum setzt ein. Bei der Frau weitet sich das Becken und die Brust entwickelt sich.

  • Erläutere, was in den Keimdrüsen während der Pubertät passiert.

    Tipps

    Hormone sind biochemische Botenstoffe.

    Lösung

    Wenn die Pubertät einsetzt, entwickelt sich aus einem Mädchen eine Frau und aus einem Jungen ein Mann. Diese Veränderungen werden durch Geschlechtshormone ausgelöst, die in den Keimdrüsen gebildet werden. Daraufhin werden in den Eierstöcken reife Eizellen gebildet und in den Hoden entstehen Samenzellen. Zudem geben die Keimdrüsen Sexualhormone ab. Diese sind beim Jungen vor allem Testosteron und bei den Mädchen Östrogen.

  • Benenne verschiedene Hormondrüsen unseres Körpers.

    Tipps

    Der Hypothalamus wird auch als Hirnanhangsdrüse bezeichnet.

    Lösung

    Hormone sind biochemische Botenstoffe. Sie werden in zahlreichen Drüsen unseres Körpers gebildet, so zum Beispiel in der Hirnanhangsdrüse, Schilddrüse, Nebenniere, Bauchspeicheldrüse und den Keimdrüsen (Hoden oder Eierstöcke).

    Dabei werden immer verschiedene Hormone gebildet. So stellt die Schilddrüse Thyroxin her. Dieses steigert den Energiestoffwechsel. Die weiblichen Hormondrüsen stellen Östrogen her, die männlichen Testosteron.

  • Definiere die Begriffe Heterosexualität, Homosexualität und Bisexualität.

    Tipps

    Gleichgeschlechtliche Partner findet man bei einer homosexuellen Beziehung.

    Lösung

    Beim Menschen ist die Heterosexualität, also die Beziehung zwischen Partnern unterschiedlicher Geschlechter, am weitesten verbreitet.

    Eine andere sexuelle Orientierung ist die Homosexualität. Diese bezeichnet die Beziehung zwischen gleichen Geschlechtern. Hierbei unterscheidet man zwischen schwul (Mann + Mann) oder lesbisch (Frau+ Frau). Bei der Bisexualität richtet sich das sexuelle Verlangen auf beide Geschlechter.

  • Erkläre die Bildung der Keimzellen.

    Tipps

    Die Regelblutung wird auch als Menstruation bezeichnet.

    Der Menstruationszyklus dauert meistens 28 Tage.

    Lösung

    Der weibliche Zyklus wird durch Sexualhormone gesteuert. Die Eireifungsphase bis zum Eisprung dauert in der Regel 14 Tage. Wurde die Eizelle nicht befruchtet, kommt es ca. 14 Tage zur Regelblutung. Die Eireifung geschieht innerhalb der Eierstöcke in einem Eibläschen, das auch als Follikel bezeichnet wird.

    Bei den Jungen kommt es unter der Einwirkung von Testosteron zur Bildung von Spermien in den Hoden.

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