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Befruchtung beim Menschen 07:33 min

Textversion des Videos

Transkript Befruchtung beim Menschen

Hallo, da bin ich wieder - Eure Sabine Blumental! Im heutigen Video sehen wir uns die Befruchtung einer weiblichen Eizelle mal etwas genauer an. Dabei werden wir sehen, unter welchen Bedingungen eine Befruchtung stattfinden kann, an welchem Ort die Befruchtung stattfindet und was genau dabei geschieht. Außerdem gehe ich noch kurz auf mögliche Störungen der Befruchtung ein. Das solltest Du schon wissen: Den Bau und die Lage der weiblichen Geschlechtsorgane und außerdem die Entwicklung der männlichen und weiblichen Keimzellen.  Damit ein neues Leben entstehen kann, muss es vorher zu einer Vereinigung einer weiblichen Eizelle mit einer männlichen Samenzelle kommen. Diese Vereinigung ist jedoch nicht zu jedem Zeitpunkt möglich. Doch wann ist eine solche Vereinigung überhaupt möglich? Zunächst einmal müssen sowohl Mann als auch Frau fruchtbar sein, d. h., sie müssen gesunde, befruchtungsfähige Keimzellen besitzen. Beim Mann werden ständig neue Spermien in den Hoden produziert, bei einer Ejakulation werden bis zu 300 Millionen von ihnen ausgestoßen. Für eine Befruchtung reicht es allerdings aus, wenn ein einziges Spermium die Eizelle erreicht und da kommt es auf den richtigen Zeitpunkt an. Um den 14. Tag des Menstruationszyklus herum erfolgt der Eisprung und das Ei bewegt sich durch den Eileiter in Richtung Gebärmutter. Nun gibt es ein Zeitfenster von nur wenigen Stunden, in denen das Ei befruchtet werden kann. Genau in diesem Zeitraum muss es ein Spermium bis zur Eizelle schaffen, ansonsten stirbt das Ei ab und kann nicht mehr befruchtet werden. Spermien können viel länger überleben als Eizellen, sie sind bis zu 2 Tage nach der Ejakulation lebens- und befruchtungsfähig. Du ahnst sicher, was das bedeutet. Noch 2 Tage nach einem erfolgten Geschlechtsverkehr kann also die Befruchtung im Körper der Frau oder des Mädchens stattfinden. Damit es zu einer Befruchtung kommen kann, ist auch der Ort, an dem sich die Keimzellen befinden, wichtig. Wegen der kurzen Lebenszeit einer Eizelle, kann die Befruchtung nur im oberen Teil des Eileiters stattfinden. Nach dem Eisprung wird die Eizelle vom Eileiter aufgefangen und durch Bewegungen der Flimmerhärchen und Muskelkontraktionen in Richtung der Gebärmutter bewegt. Da sie nur 4 bis 6 Stunden befruchtungsfähig ist, müssen die Spermien die Eizelle also hier im oberen Teil des Eileiters treffen. Durch den Orgasmus wird beim Mann die Ejakulation ausgelöst. Nun beginnen bis zu 300 Millionen Spermien einen Wettlauf in Richtung Eileiter, denn dort befindet sich das befruchtungsfähige Ei. Ständig sondert es bestimmte chemische Stoffe ab, die die Spermien anlocken und ihnen den richtigen Weg weisen sollen. Viele Spermien sterben unterwegs ab, doch einige der kräftigsten und schnellsten Spermazellen schaffen es bis zum Ei. Wenn sie es erreichen, lagern sie sich mit dem Kopf an die Eihaut an und wollen diese durchdringen. Doch nur das erste Spermium schafft es mit seinem Kopf durch die Eihaut hindurch, sein Mittelstück und seinen Schwanz verliert es dabei. Sofort nach dem Eindringen des Spermiums verändert sich die Eihaut, sie wird fest und undurchdringlich für alle weiteren Spermien. Nach dem Eindringen des Spermiumkopfes in die Eizelle, bewegen sich beide Zellkerne aufeinander zu und verschmelzen miteinander. Ein neuer Mensch wurde gezeugt. Der neue, gemeinsame Zellkern, enthält nun die Erbanlagen von Vater und  Mutter. Die nun befruchtete Eizelle heißt jetzt Zygote, ihre weiter Entwicklung erkläre ich Dir in einem anderen Film. Leider kann es auch zu Störungen bei der Befruchtung kommen. So kommt es gar nicht zu einer Befruchtung, wenn einer der Partner keine befruchtungsfähigen Keimzellen hat. So etwas ist für Paare meist eine sehr große seelische Belastung. Probleme kann es auch geben, wenn sich im Ejakulat des Mannes zu viele kranke oder missgebildete Spermien befinden. Ebenfalls Probleme bei der Befruchtung ergeben sich, wenn nicht genügend befruchtungsfähige Spermien im Ejakulat des Mannes zu finden sind. Insbesondere bei der Frau kann es auch zu Störungen kommen, die ihr gesundheitlich gefährlich werden können. So kann es bei einer Bauchhöhlen-Schwangerschaft passieren, das sich der Eileiter zum Zeitpunkt des Eisprunges nicht über dem Eierstock befindet. Die Eizelle wird in den Bauchraum hinaus gestoßen. Wenn dann noch zur gleichen Zeit Spermien den oberen Eileiter erreichen und ebenfalls in den Bauchraum gelangen, kommt es außerhalb des Eileiters zu einer Befruchtung. Eine andere gefährliche Fehlentwicklung ist die Eileiter-Schwangerschaft. Hierbei hat die Befruchtung selbst zwar im Eileiter stattgefunden, doch nistet sich die Zygote im Eileiter ein und nicht in der Gebärmutter. Das kann passieren, wenn der Eileiter verklebt oder entzündet ist. Meist bricht der Körper solche falschen Schwangerschaften außerhalb der Gebärmutter jedoch selbst ab. Wiederholen wir zum Schluss noch einmal kurz, was Du mit diesem Video gelernt hast. Du weißt nun, dass es von bestimmten Bedingungen abhängt, ob eine Befruchtung stattfindet. Du kennst den Ort der Befruchtung im Körper der Frau und weißt, wie die eigentliche Befruchtung, nämlich das Verschmelzen von Ei und Samenzelle, abläuft. Und zum Schluss hast Du noch einige mögliche Störungen, die vor oder nach der Befruchtung auftreten können, kennengelernt. So, das war's schon wieder. Tschüss bis zum nächsten Mal.

5 Kommentare
  1. mehr videos mit echten menschen für die sexualität zu erklären.

    Von Familykids F., vor mehr als einem Jahr
  2. Ich konnte es kapieren, da alles sehr genau erklärt wurde.
    Vielen Dank, Buchbine

    Von Exhartmann, vor etwa 2 Jahren
  3. Liebe Sabine,

    ganz herzlichen Dank für dieses und den zwei davor gehenden Videos! Ich finde, du hast diese Thematik einfach ganz großartig erklärt. Ich freue mich schon sehr darauf, weitere Videos von dir zu sehen.

    Und dazu noch ein besonderes Dankeschön für die Transkripte, diese helfen mir jedenfalls dazu noch sehr, beim Verarbeiten des Stoffes. So kann ich Schritt für Schritt, in meinem Tempo, einfach alles Gesagte noch ein- oder auch mehrmals durchlesen.

    In diesem Sinne, wünsche ich dir, liebe Sabine ("Buchbiene") weiterhin ganz viel Freude und Erfolg bei deiner Arbeit.

    Viele liebe Grüße sendet dir
    Monika

    Von Monezwilling, vor fast 3 Jahren
  4. alles klar....

    Von Jagelmann, vor mehr als 3 Jahren
  5. sehr anschaulich erklärt!

    Von Sassa S, vor mehr als 5 Jahren

Befruchtung beim Menschen Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Befruchtung beim Menschen kannst du es wiederholen und üben.

  • Nenne die Strukturen im weiblichen Körper, die für eine Befruchtung nötig sind.

    Tipps

    Überlege dir, welche Strukturen von der Frau und welche vom Mann stammen.

    Lösung

    Auf dem Bild siehst du Spermien, welche über die Gebärmutter in den Eileiter wandern, wo sie auf die Eizelle treffen. Der Eileiter ist auch der Ort der Befruchtung.

  • Erkläre, wie es zur Befruchtung einer Eizelle kommt.

    Tipps

    Vollziehe den Weg der Spermien in Gedanken nach, um die Bausteine besser ordnen zu können.

    Lösung
    1. Damit eine Befruchtung stattfinden kann, muss zunächst der Eisprung der Frau stattfinden. Dies geschieht um den 14. Tag des Menstruationszyklus.
    2. Das Ei kann nur wenige Stunden befruchtet werden. In dieser Zeit muss mindestens ein Spermium auf die Eizelle treffen, damit es zu einer Befruchtung kommen kann. Nach dem Eisprung wird das Ei in den Eileiter entlassen. Dort wird es durch Kontraktion und Flimmerhärchen in Richtung Gebärmutter transportiert.
    3. Damit die Spermien das Ei finden, sondert es chemische Stoffe ab, welche anlockend wirken.
    4. Die Befruchtung findet im oberen Teil des Eileiters statt.
    5. Treffen Ei und Samenzelle aufeinander, dann dringt das Spermium in die Eizelle ein. Dabei verliert es den Schwanz. Die Zellkerne von Ei und Samenzelle verschmelzen. Von nun an spricht man von einer Zygote.
  • Erkläre die Befruchtung im weiblichen Geschlechtsorgan.

    Tipps

    Überlege dir, warum Frauen nur eine Eizelle haben und Männer 300 Mio. Spermien für eine Befruchtung investieren.

    Lösung

    Spermien können noch bis zu zwei Tage nach dem Geschlechtsverkehr im weiblichen Körper überleben. Aus diesem Grund ist es auch noch möglich, dass am Mittwoch eine Eizelle befruchtet wird. Eizelle und Spermium treffen im oberen Teil des Eileiters aufeinander und verschmelzen. Dies ist also der Ort der Befruchtung.

  • Erkläre, welche Störungen eine Befruchtung verhindern können.

    Tipps

    Lies die Aufgabenstellung genau!

    Überlege, welche Störungen bei Männern auftreten können.

    Lösung

    Auf dem Bild siehst du ein Spermium. Ein Spermium besteht aus einem Kopfstück, einem Mittelstück und einem Schwanzstück. Spermien befinden sich im Ejakulat des Mannes. Da der Frauenarzt bereits Störungen bei der Frau ausgeschlossen hat, kommen nun nur noch Störungen beim Mann in Frage. Die Spermien des Mannes können missgebildet oder krank sein, was dazu führt, dass sie nicht in die Eizelle eindringen können. Das Ejakulat kann aber auch zu wenig Spermien beinhalten, sodass kein Spermium bei der Eizelle ankommt. Übrigens: Spermien werden auch Samenzellen genannt.

  • Vergleiche die Entstehung von einem einzelnen Menschen mit der Entstehung von zweieiigen Zwillingen.

    Tipps

    Zu einem Vergleich gehören Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

    Überlege dir, warum es zweieiige Zwillinge heißt.

    Lösung

    Bei zweieiigen Zwillingen werden zwei reife Eizellen von zwei verschiedenen Spermien befruchtet. Die Befruchtung findet auch bei Zwillingen in dem Eileiter statt. Aus den befruchteten Eizellen entstehen zwei Zygoten. Es entstehen also auch zwei Menschen. Übrigens: Zweieiige Zwillinge müssen nicht das gleiche Geschlecht haben und sie haben auch unterschiedliche DNA, da ja unterschiedliche Eizellen und Spermien verschmelzen. In der Folge verschmelzen auch die verschiedenen Zellkerne miteinander. So kommen unterschiedliche DNAs zustande. ABER ACHTUNG: Eineiige Zwillinge entstehen aus einer Eizelle und einem Spermium. Im Laufe der Entwicklung bilden sich dann zwei Anlagen heraus.

  • Erkläre, wie groß die Chromosomenanzahl der verschiedenen Zellen ist.

    Tipps

    Ei und Samenzellen haben immer einen haploiden Chromosomensatz.

    Lösung

    Ei und Samenzellen haben immer einen haploiden Chromosomensatz. Wenn diese verschmelzen, entsteht eine Zygote mit diploidem Chromosomensatz. Auf diese Weise erhält die Zygote sowohl die genetischen Anlagen vom Vater als auch von der Mutter. Aus der Zygote entwickelt sich über einige Schritte ein neuer Mensch, dessen Zellen ebenfalls einen diploiden Chromosomensatz haben mit Ausnahme der Geschlechtszellen.