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Einleitung

Die Sexualität bezeichnet das Vorhandensein von mindestens zwei verschiedenen Fortpflanzungstypen (Geschlechtern) bei Lebewesen derselben Art. Diese können sich nur mit dem jeweils anderen Geschlecht fortpflanzen. Während der Pubertät entwickeln wir Menschen unsere Geschlechtsreife. Die Fortpflanzung des Menschen findet nach dem Geschlechtsverkehr zwischen Mann und Frau statt, wenn Spermium (männliche Keimzelle) und Eizelle (weibliche Keimzelle) zur Zygote (befruchtete Eizelle) verschmelzen. Sie ist der Startpunkt einer jeden Schwangerschaft.

Samenerguss: bis zu 500 Millionen Spermien

Im ersten Schritt stößt der Mann beim Samenerguss – der Ejakulation – bis zu 500 Millionen Spermien in die Scheide der Frau aus. Davon schaffen es 100.000 bis 300.000 in den Gebärmutterhals und nur 500 bis 800 in den Eileiter der Frau. Dort wartet die Eizelle auf die Befruchtung durch eine einzige Samenzelle.

Eisprung und Befruchtung

Die Eizelle wurde beim vorangegangenen Eisprung freigesetzt und ist für 12 bis 24 Stunden befruchtungsfähig. Eine Hülle aus Follikelepithelzellen umgibt sie. Treffen die Spermien auf diese Hülle, dann setzen sie Enzyme frei. Mit deren Hilfe können sie die Hülle durchdringen. Nur eine Samenzelle durchstößt letztendlich die innerste Eihülle, die sogenannte Zona pellucida, und befruchtet die Eizelle. Das Spermium wird ganz von der Eizelle aufgenommen. Da der Schwanz des Spermiums keinen Nutzen mehr hat, löst er sich auf. Ab jetzt ist nur noch der Zellkern mit den Erbanlagen wichtig.

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Und die bestehen bei einer normalen Körperzelle aus 46 Chromosomen. Die Keimzellen, also Samenzellen und Eizellen, bringen jeweils 23 Chromosomen mit. Durch die Befruchtung verschmelzen männliche und weibliche Geschlechtszellen miteinander und bilden so den vollständigen Chromosomensatz von 46 Chromosomen. Die befruchtete Eizelle heißt jetzt Zygote und beginnt sich zu teilen.

Schwangerschaft: 267 Tage Entwicklung bis zur Geburt

Die Schwangerschaft hat begonnen. Sie bezeichnet den Zeitraum, in dem die Zygote im Körper einer werdenden Mutter zu einem Kind heranreift. Von der Befruchtung bis zur Geburt dauert sie durchschnittlich 267 Tage, wobei das sich entwickelnde Kind in den ersten acht Wochen als Embryo bezeichnet wird. Sind die inneren Organe ab der neunten Entwicklungswoche ausgebildet, wird die Bezeichnung Fetus (oder auch: Fötus) verwendet.

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Die Schwangerschaft lässt sich grob in drei Abschnitte unterteilen, die als erstes, zweites und drittes Trimenon bezeichnet werden. Jedes Trimenon umfasst einen Zeitraum von etwa drei Monaten.

Erstes Trimenon

Das erste Trimenon steht im Zeichen einer schnellen Entwicklung des Embryos. Innerhalb von drei Tagen nach der Befruchtung wandert die Zygote in Richtung Gebärmutter. In dieser Zeit teilt sie sich fortwährend. Nach etwa fünf Tagen beginnt sie, sich in die Gebärmutter einzunisten. Nach rund zwei Wochen ist die Einnistung abgeschlossen. Bis dahin befindet sie sich im sogenannten Blastocystenstadium. Bis zu diesem Stadium kann sich die Zygote übrigens in zwei Embryonalanlagen aufteilen, aus denen sich eineiige Zwillinge entwickeln können.

Bis zur achten Woche entwickeln sich Wirbelsäule, Gehirn und Rückenmark. Auch die Herzaktivität ist jetzt nachweisbar. Kopf und Rumpf nehmen Form an und kleine Knospen sind zu sehen, aus denen sich Arme und Beine entwickeln. Bis zur zwölften Schwangerschaftswoche differenziert sich der Körper weiter aus.

Zweites Trimenon

Das zweite Trimenon ist durch erste, spürbare Bewegungen des Kindes gekennzeichnet. Das Kind wächst weiterhin, allerdings nicht mehr so schnell wie zu Anfang. Alle Organe sind jetzt nahezu vollständig angelegt. Das Kind reagiert nun auch auf äußere Reize wie Stimmen, Schall oder Licht. Am Ende des sechsten Monats sieht der Fötus bereits wie ein vollständiger, kleiner Mensch aus. Er ist etwa 25 Zentimeter groß und wiegt durchschnittlich 500 Gramm.

Drittes Trimenon

Im dritten Trimenon, dem letzten Schwangerschaftsabschnitt reift der Fötus vollständig heran und die werdende Mutter bereitet sich auf die Geburt vor. Mit ihr endet die Schwangerschaft. Bis zur Geburt nimmt das Kind vor allem an Gewicht zu. Bei der Geburt ist ein Baby zwischen 48 und 54 Zentimeter groß und wiegt zwischen 2.800 und 4.000 Gramm.

Empfängnisverhütung: Schwangerschaft vermeiden

Nicht immer ist eine Schwangerschaft gewünscht und gewollt. Mithilfe von Methoden der Empfängnisverhütung wie Kondom oder Antibabypille lassen sich Schwangerschaften trotz Geschlechtsverkehr wirksam verhindern. Das ist auch für Jugendliche wichtig. Denn deren Familienplanung liegt in der Regel noch in weiter Ferne. Verhütungsmittel_Bild.jpg

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