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Erfindungen der Chinesen – Es war einmal Forscher und Erfinder (Folge 1) 26:07 min

Erfindungen der Chinesen – Es war einmal Forscher und Erfinder (Folge 1) Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Erfindungen der Chinesen – Es war einmal Forscher und Erfinder (Folge 1) kannst du es wiederholen und üben.

  • Stelle vier große Erfindungen des Alten Chinas dar.

    Tipps

    Der Name Goldfisch-Kompass geht auf seine Form zurück. Wie sah der Kompass wohl aus?

    Der Begriff Papyrus beschreibt die Papiersorte, die bereits die Alten Ägypter benutzten.

    Ein Alchemist beschäftigt sich mit der Lehre von den Eigenschaften der Stoffe und ihren Reaktionen.

    Lösung

    Einige der größten Errungenschaften der Menschheit stammen aus dem Alten China. Dazu gehören zum Beispiel der Kompass, die Papierherstellung, das Schießpulver, aber auch die Erfindung des Drucks. Bezüglich des Schießpulvers kann man darüber streiten, ob dieses eine nützliche Erfindung für die Menschheit war. Schließlich ist es für moderne Waffen unumgänglich. Schießpulver braucht man jedoch auch für Feuerwerke. Von daher hat diese Erfindung sowohl eine gute als auch eine schlechte Seite.

  • Gib an, wie Marco Polo in seinem Bericht „Wunder der Welt“ Peking beschrieb.

    Tipps

    Der Begriff der Urbanisierung beschreibt die Ausbreitung städtischer Lebensformen.

    Zwei Aussagen sind korrekt.

    Das Wort Großkhan umfasst einen Kaisertitel und ist dem obersten Herrscher zuzuordnen.

    Lösung

    Marco Polo, der vermutlich von 1254 bis 1324 lebte, war ein aus Venedig stammender Händler. Im Jahre 1271, also im Alter von 17 Jahren, brach er mit seinem Vater und seinem Onkel zum Großkhan der Mongolen auf. Der Begriff des Großkhans entspricht einem Kaisertitel. Nach einer Reisezeit von etwa vier Jahren erreichte Marco Polo 1275 den Großkhan in Xanadu. Xanadu lag in der Nähe von Peking und war die Palaststadt und Sommerresidenz des Großkhan. Marco Polo war insgesamt 20 Jahre in China und reiste im Auftrag des Großkhans sogar als Verwalter durchs Land. Nach seiner Rückkehr in Italien hielt er seine Reiseberichte in II Milione, auf Deutsch: Die Wunder der Welt, fest. In dem hier dargestellten Textauszug spricht er von Cambaluc, Peking. Der Begriff Cambaluc war der im Mittelalter verwendete Name der chinesischen Hauptstadt, die damals noch unter mongolischer Herrschaft stand.

    Quelle: Marco Polo, Il Milione. Die Wunder der Welt. Übersetzung von Elise Guignard, Zürich 1989, S. 154.

  • Erläutere, welche Stellung der Seidenhandel in China einnahm.

    Tipps

    Byzanz wurde zwischen dem 7. und 11. Jahrhundert der Marktführer Europas für Seide. Wie gelang Byzanz das?

    Lösung

    Obwohl die Anfänge der Seidenzucht in China nicht bekannt sind, geht man von einer Entstehungszeit um das Jahr 3.600 v. Chr. aus. In jener Zeit fand man in Hemudu in der Provinz Zhejiang, im Osten von China, Webvorrichtungen und gefärbte Seidengaze (Gewebe), die sich bis in jene Jahre zurückdatieren lassen. Leizu, die Frau des Gelben Kaisers Huangdi, soll die Eigenschaften der Seidenspinnerraupe entdeckt haben. Der Legende nach habe Leizu nämlich beobachtet, wie die Seidenspinne ihren Kokon aus einem Endlosfaden wickelte, den die Chinesen später zum Spinnen von Seide verwendet haben. Auch die Erfindung des Webstuhls soll auf das Konto der chinesischen Kaisergattin gehen.

  • Zeige auf, inwiefern bereits die Alten Römer von den Erfindungen der Chinesen profitierten.

    Tipps

    Ein Synonym für Hoftracht ist Amtskleidung. Vielleicht kennst du aus dem Geschichtsunterricht Bilder, auf denen sich die römischen Kaiser mit einem roten Seidenumhang zeigen.

    Der Begriff Export bezeichnet den Verkauf von Gütern ins Ausland, während das Wort Import die Einfuhr von Produkten ins eigene Land beschreibt.

    Zwei Wörter sind zu viel.

    Lösung

    Forscher gehen davon aus, dass vor allem die Parther schuld daran waren, dass sich die Römer und die Chinesen nie direkt begegnet sind. Das Einflussgebiet der Parther lag nämlich wie ein Riegel zwischen den beiden Reichen. In einer chinesischen Quelle, die Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. entstanden ist, heißt es zudem, dass ein chinesischer General einen Botschafter nach Rom schickte. Der Botschafter kam aber nur bis nach Mesopotamien. Hier teilten ihm parthische Händler mit, dass eine Weiterreise nach Rom mindestens zwei Jahre dauern würde. Daraufhin entschloss sich der Botschafter zur Umkehr. Tatsächlich hätte er jedoch bereits nach zwei Monaten Rom erreicht.

  • Arbeite die Entstehungszeit der jeweiligen Erfindung heraus.

    Tipps

    Der Homo erectus, aus dem sich der Neandertaler entwickelte, verstand es ab etwa 700.000 v. Chr., ein Feuer zu entzünden.

    Vielleicht hast du schon einmal von der Neolithischen Revolution gehört? Sie leitete die Epoche der Jungsteinzeit ein, in der die Menschen erstmals sesshaft wurden. Was war dafür notwendig?

    Lösung

    Das Feuer wurde bereits vom Homo erectus vor rund 1,5 Millionen Jahren entdeckt – es für sich zu nutzen dauerte jedoch noch einige Zeit. Später entdeckte dann der Homo sapiens vor etwa 150.000 Jahren die Vorteile des Ackerbaus für sich. Durch den Ackerbau wurde die Neolithische Revolution eingeleitet und der Mensch, der vorher Nomade war, konnte jetzt sesshaft werden. Als Erfinder des Kompasses wird in Europa der italienische Seefahrer Flavio Gioia gefeiert. Er soll den Kompass im 13. Jahrhundert entdeckt haben. Allerdings wussten bereits die Seefahrer vor ihm, sich an den Sternen zu orientieren. Mit dem Zeitalter der Industrialisierung kamen die ersten Motoren in Mode. Ein Motor steckt übrigens auch in viel kleinerer Form in jedem Computer. Ohne ihn wäre also unser elektronisches Zeitalter gar nicht möglich gewesen. Und im elektronischen Zeitalter darf natürlich auch das Internet nicht fehlen.

  • Vergleiche die historische Seidenstraße mit Chinas neuer Seidenstraße.

    Tipps

    Inwiefern unterscheidet sich die Infrastruktur der historischen und neuen Seidenstraße voneinander? Früher reiste man in Karawanen, das heißt mit Tausenden von Kamelen, Maultieren oder Eseln. Wie reist man heute auf der neuen Seidenstraße?

    Lösung

    Im Mittelalter war insbesondere unter den europäischen Königen und Adligen die Nachfrage nach fremdartigen Waren wie Gewürzen, Edelsteinen, Seide oder farbenprächtigen Teppichen groß. Viele Fernhändler wagten sich daher immer wieder auf den Weg nach Asien. Insbesondere Kaufleute aus Genua oder Venedig waren durch den Handel über die Seidenstraße reich geworden. Sie bekamen die kostbaren Waren auf den Märkten am östlichen Mittelmeer, wohin die Luxusgüter zuvor von arabischen Händlern aus dem fernen Osten über die Seidenstraße transportiert worden war. Die neue Seidenstraße nimmt zwar immer noch eine wichtige Stellung für Chinas Export ein. Doch soll sie auch dazu dienen, Chinas Weltmachtstellung zu betonen und darüber hinaus Touristen aus aller Welt anzulocken.

    Quelle: Fachredaktion Gemeinschaftskunde: Chinas langer Weg nach Westen - die Seidenstraße 2.0: https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/gesellschaftswissenschaftliche-und-philosophische-faecher/gemeinschaftskunde/materialien-und-medien/wirtschaft/chinas-langer-weg-nach-westen-die-seidenstrasse-2.0/ab-seidenstrasse-handel-china.pdf [zuletzt abgerufen am 27.06.2020]