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Im Tal der Loreley 02:48 min

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Transkript Im Tal der Loreley

Interviewer: Rüdesheim. Der meistbesuchte Ort im Tal der Loreley. Ein magischer Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt: Die Drosselgasse. Viele der Japaner, Australier oder Amerikaner, die sich eine Europareise leisten, sehen von Deutschland nicht mehr als Neuschwanstein, das Hofbräuhaus und eben diese Gasse. Hier präsentiert sich Deutschland der Welt so, wie es die Welt erwartet. Die Rüdesheimer haben sich eingestellt auf ihre Gäste. Jeder bekommt, was er will. Und weil die Zeit der Touristen knapp ist, wollen Touristen vor allem Souvenirs, Erinnerungen zum Mitnehmen. Bereits in der dritten Generation bietet dieser Laden seiner Kundschaft Mitbringsel aller Art. Margarete Makato überwacht seit einem Jahrzehnt das Treiben hier. In den Sommermonaten ist der Laden 16 Stunden am Tag für die internationale Kundschaft geöffnet. Margarete M.: Was wir gut verkaufen, sind T-Shirts. Und vor allen Dingen Kuckucksuhren.Interviewer: Das ist erstaunlich für Rüdesheim. Margarete M.: Denn es gibt ja viele, auch die Japaner, die kommen ja gar nicht bis zum Schwarzwald. Oder die Australier. Die gehen ja weltweit, werden die ja mitgenommen. Interviewer: Gibt es denn so Unterschiede zwischen den einzelnen Nationalitäten, was besonders geht? Also die Japaner zum Beispiel, was kaufen die gerne? Margarete M.: Die haben gern bunt. Ja, die haben gerne ein bisschen was Farbiges. Also bei denen würde das schon reichen, wenn die alle „Kuckuck“ rufen würden. Interviewer: Weiter entlang des Rheins im Tal der Loreley. Das neben dem quirligen und eher lauten Rüdesheim auch ein paar leise Seiten hat. Der Loreley-Felsen. Für die Schifffahrt ein gefährliches Hindernis, für die Touristen ein Muss und für die Deutschen ein Mythos. Eine sagenumwobene Schönheit mit goldenem langem Haar soll sich einst hier auf diesem Felsen mit einem goldenen Kamm gekämmt und damit die Männer in den Wahnsinn getrieben haben. Eine romantische Erklärung dafür, warum in der Vergangenheit gerade an diesem Felsen so viele Schiffe zerschellten. Seit alters her gilt dieser Abschnitt des Rheins für Boot und Bootsmann als gefährliche Passage. Daraus entstand der Mythos von der Rheintochter Loreley, der auch heute noch lebendig gehalten wird. Vanessa Seipel war 2004 bis 2006 die offiziell eingesetzte Repräsentantin der Loreley. Manchmal wirbt sie auch heute noch mit dem Lied der Loreley für die Schönheiten des Mittelrheintales, dem Weltkulturerbe zwischen Rüdesheim und Koblenz.