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Viren und der Mensch 03:38 min

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Transkript Viren und der Mensch

Bei einer Virusinfektion gelangen Viren in den Organismus und vermehren sich dann in den Körperzellen. Die Übertragung von Erkältungsviren kann auf verschiedenen Wegen stattfinden. Zum Beispiel durch “Tröpfcheninfektion“. Oder durch „Schmierinfektion“. Die Viren können dabei durch direkten Hautkontakt oder über Gegenstände, die ein erkrankte Person berührt hat, weitergegeben werden. Der Übertragungsweg ist immer abhängig von der Virusart. HI-Viren können zum Beispiel nicht durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen werden. Sondern nur durch den Kontakt mit Körperflüssigkeiten. Doch auch, wenn Viren in unseren Körper eingedrungen sind, müssen wir deshalb nicht unbedingt krank werden. Viele Infektionen bemerken wir gar nicht, weil unser Immunsystem sie abwehrt. Wie effektiv diese Abwehr funktioniert, hängt von der körperlichen Verfassung der Person ab und von der Aggressivität der Viren. Das Immunsystem nutzt verschiedene Methoden, um die angreifenden Viren abzuwehren. Spezialisierte Zellen des Immunsystems, die „Plasmazellen“, stellen Antikörper her. Diese Proteine binden an die Oberfläche der Viren und verhindern somit deren Eindringen in die Zellen. „Fresszellen“ sind für die Beseitigung zuständig. Wurden Zellen befallen, dann geben sie Stoffe an die Nachbarzellen ab, die dort bei einer Infektion die Virusvermehrung verlangsamen. Außerdem werden „Immunzellen“ angelockt, die Viren und befallene Zellen zerstören. Oft ist bei einer Virusinfektion keine Behandlung nötig. Mit kleineren Infekten, zum Beispiel Erkältungen, kommt unser Immunsystem meist gut zurecht. Bei einigen schwereren Viruserkrankungen, kann man heute Medikamente einsetzen, die das Eindringen der Viren in die Zellen verhindern oder die Virusvermehrung stoppen. Solche „Virusstatika“ gibt es zum Beispiel gegen Grippe, Herpes oder HIV. Antibiotika helfen übrigens nur gegen manche Bakterien, nicht gegen Viren. Trotzdem werden manchmal auch bei Virusinfektionen Antibiotika verschrieben, da es bei einem geschwächten Immunsystem auch leicht zu einer zusätzlichen Infektion mit Bakterien kommen kann. Bei manchen Virusinfektionen sind das Immunsystem und die Medizin machtlos. Das „Ebola-Virus“ vermehrt sich zum Beispiel rasend schnell und verursacht hohes Fieber und Blutungen im ganzen Körper. Die Erkrankten sterben meist nach wenigen Tagen.