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Malaria – Einzeller als Krankheitserreger

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Team Wissenswelt
Malaria – Einzeller als Krankheitserreger
lernst du in der 11. Klasse - 12. Klasse

Beschreibung Malaria – Einzeller als Krankheitserreger

Das Video beschreibt dir anschaulich den komplexen Lebenszyklus des Erregers der Malaria am Beispiel des Plasmodium vivax. Dabei wird auf den Wirtswechsel zwischen der Mücke und einem Wirbeltier eingegangen und dir die verschiedenen Entwicklungsstadien des Parasiten erklärt. So kannst du sehen, dass dieser Erreger unwahrscheinlich anpassungsfähig ist, weshalb die Entwicklung geeigneter Impfmittel bis heute noch nicht gelang. Dir werden schließlich Verhaltensweisen gezeigt, wie man sich vor dem Stich der Anopheles-Mücke, also des Überträgerinsekts, schützen kann.

Transkript Malaria – Einzeller als Krankheitserreger

Schon eine einzige Mücke kann in unseren sommerlichen Schlafzimmern äußerst lästig werden. Aber schlimmstenfalls hinterlässt ihr Stich eine juckende Rötung und eine kleine Schwellung. Doch ein Stich der weltweit in den Tropen vorkommenden Mücke der Gattung Anopheles kann zu einer tödlichen Krankheit führen: Der Malaria. Die Karte zeigt uns, dass das Malariarisiko auf dem afrikanischen Kontinent am höchsten ist. Die auch als Sumpf- oder Wechselfieber bezeichnete Infektionskrankheit, fordert laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation, jährlich circa 1000000 Menschenleben. Die Mücke ist jedoch nur der Überträger der Krankheit. Der eigentliche tödliche Parasit ist ein Einzeller das Plasmodium. Von ihm gibt es verschiedene Arten und dementsprechend gibt es unterschiedliche Arten von Malaria. Es handelt sich dabei um Sporentierchen, die erst im Gewebe und später im Blut von Wirbeltieren parasitieren. Es sind ausschließlich die weiblichen Anophelesmücken, welche verschiedene Plasmodium Arten auf Vögel, Reptilien und Säuger, bei Letzteren vor allem auf Primaten und Nagetiere übertragen. Alle Plasmodien haben einen sehr komplizierten Lebenszyklus der einen obligaten Wirtswechsel zwischen Insekten und Wirbeltieren verlangt. In den Insekten findet eine geschlechtliche und in den Wirbeltieren eine ungeschlechtliche Vermehrung statt. Wir sehen uns den Entwicklungszyklus des Malariaerregers Plasmodium Vivax genauer an. Wird ein Mensch von einer infizierten Anophelesmücke gestochen, so werden die in den Speicheldrüsen der Mücke befindlichen Sporozoiten in kurzer Zeit durch die Blutbahn in die Leber des Menschen transportiert. Sie dringen in einzelne Leberzellen ein, dort können sie über zwei bis drei Jahre als sogenannte Hypnozoit in einem sich nicht weiter entwickelnden Ruhezustand bleiben. In der Regel tritt jedoch sofort in den Leberzellen eine ungeschlechtliche Vermehrung ein. Diese wird als Leberschizogonie bezeichnet. Die dabei entstehenden Merozoiten bringen die Leberzellen zum Platzen. Befallen sofort neue Leberzellen oder geraten ins Blut. Dort dringen sie in die roten Blutkörperchen ein und beginnen sich als Trophozoit wiederum ungeschlechtlich zu vermehren. Die dabei entstandenen Merozoiten befallen weitere Blutkörperchen, vermehren sich dort wieder ungeschlechtlich oder werden Gasentenbildnern Gamonten genannt. Diese männlichen und weiblichen Gamonten dringen in die unter der Haut liegenden Blutgefäße ein und gelangen bei einem weiteren Stich in die Mücke. Im Darm des neuen Wirts entwickeln sich aus den weiblichen Gamonten der Blutkörperchen ein wenig veränderte weibliche Gameten heran. In den männlichen entstehen kleine längliche männliche Gameten, die wie Spermien fungieren. Aus der Verschmelzung der geschlechtlichen Gameten entsteht eine Zygote. Sie dringt als sogenannter Ookinet in die Darmwand der Mücke ein. Die sich in den Darmwandzellen entwickelnden Sporozoiten gelangen durch die Hämolymphe in die Speicheldrüsen der Mücke. Und somit kann ein neuer Entwicklungszyklus beginnen. Ein wirksamer Schutz vor Malaria ist schwierig. Die mit dem komplizierten Lebenszyklus verbundene Verwandlung der Plasmodien macht es dem Abwehrsystem des Menschen unmöglich rechtzeitig zu reagieren. Hat der Körper Antikörper gegen eine Form des Parasiten gebildet, hat dieser bereits seine Form wieder verändert. An dieser Anpassungsfähigkeit des Parasiten sind bisher alle Versuche gescheitert ein wirksames Impfmittel zu schaffen. Die Bekämpfung der Mücke durch Insektizide muss kritisch betrachtet werden. Denn es werden damit sicher auch andere Insekten getötet. Auch Versuche mit gentechnischen Methoden die Mücken so zu verändern, dass die Entwicklung der Plasmodien im Insekt gestoppt werden kann, sind erfolglos geblieben. Als einzig wirksamer Schutz bleibt das Moskitonetz, welches einen infizierenden Stich der Mücken verhindern kann.

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