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Die Erdbeere 05:07 min

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Transkript Die Erdbeere

Hallo. Ihr kennt den Namen dieser Frucht, die Erdbeere. So heißt unser Thema heute. Wir wollen klären, ob die Erdbeere wirklich eine Beere ist und welcher Pflanzenfamilie sie zugeordnet wird. Außerdem erfahrt ihr interessantes über die Pflanze. Von Walderdbeeren ernähren sich die Menschen schon lange. Nachweislich ist es durch Funde aus der Steinzeit belegt. Im 18. Jahrhundert kamen einige amerikanische Arten nach Europa. Aus diesen züchtete man die Gartenerdbeere in vielen Sorten. Erdbeerblätter sind in der Regel dreiteilig und sie entspringen dem Wurzelstock direkt aus der Erde. Sehen wir uns genauer die Blüten an. Zunächst können wir feststellen, dass es mehr als zehn Kelchblätter sind. Die Anzahl der Kronblätter lässt sich nicht genau festlegen, aber auf den ersten Blick scheinen es sechs zu sein. Wir vergrößern eine Erdbeerblüte. Jetzt können wir die Staubblätter erkennen. Es sind mehr als 20. Sie stehen kreisrund um die Stempel herum. Davon sind es auch sehr viele. Die Stempel, das sind die Fruchtblätter. Man kann von ihnen die Narben und Griffel erkennen. Sie sitzen auf einem kegelförmigen Blütenboden. Nach der Bestäubung und Befruchtung wird der Blütenboden fleischig und saftig. Das ist an dieser grünen, halbierten Erdbeere zu sehen. Außen sitzen die noch grünen, kugelförmigen Nüsschen auf. Die halbreife Erdbeere lässt die Nüsschen gut erkennen. Sie sind etwas eingesenkt. Hier eine reife Erdbeere. Die gelb-braunen Nüsschen sieht man bestens. Die Nüsschen sind die eigentlichen Früchte der Erdbeeren, denn sie gehen aus dem Fruchtknoten direkt hervor. Sie entstehen, wenn die Fruchtblätter vertrocknen und sich verfestigen. Sie umhüllen und schützen den Keimling. Präge dir das nachfolgende Bild einer aufgeschnittenen Erdbeere genau ein. Amseln und Rotkehlchen naschen gerne an Erdbeeren. Die Nüsschen scheiden sie am anderen Ort wieder aus. Mäuse, Igel, Fuchs und Dachs tun es bei Walderdbeeren auch. Ja, sogar Schnecken und Ameisen sind an der Verbreitung dieser Beere beteiligt. Erdbeeren setzen auf eine weitere Art der Fortpflanzung, nämlich die ungeschlechtliche. Diese nutzt der Mensch für sich. Aus dem Wurzelstock entspringen aus den Blattachseln Ausläufer, die an Stellen, an denen sie den Erdboden berühren, oberseits Blätter und unterseits Wurzeln bilden. Auf diese Weise kann eine Mutterpflanze eine Vielzahl genetisch identischer Tochterpflanzen bilden. Kleingärtner bezeichnen die Ausläufer abgewandelt als Ableger oder -senker. Bisher haben wir eine Menge erfahren. Unser Ziel haben wir aber noch nicht erreicht. Erdbeeren gehören zur Familie der Rosengewächse. Diese haben nämlich meistens fünf Kelchblätter und fünf Kronblätter und sie weisen eine Vielzahl von Staubblättern auf. Die Fruchtblätter sind oberständig. Das ist alles typisch für Rosengewächse. Es ist eine formen- und artenreiche Pflanzenfamilie. Man schätzt, dass es etwa 3000 Arten gibt, davon sind 36 heimisch in Deutschland. Nun zur Frucht. Die Erdbeere ist wie der Apfel eine Scheinfrucht. Man isst also eine Scheinbeere. Botanisch gesehen ist die Erdbeere aber gar keine Beere. Es ist besser, sie zunächst als Sammelfrucht zu kennzeichnen, weil sie viele Nüsschen trägt. Was wir so gern verzehren, das ist der verdickte Blütengrund. Der süß, saftig und weithin rot erkennbar, uns anlockte und letzten Endes aromatisch schmeckte. Ich sage euch Tschüss, bis zum nächsten Mal. Euer Octavus.

1 Kommentar
  1. Das Video hatt mir sehr geholfen 5 Sterne 🤩👍🏻

    Von David N., vor mehr als einem Jahr