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Fleischfressende Pflanzen 05:16 min

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Transkript Fleischfressende Pflanzen

Das Thema dieses Films sind die fleischfressenden Pflanzen. In der Fachsprache nennt man die außergewöhnlichen Gewächse Karnivoren. Mit listigen Tricks ködern sie ihre Beute. Einmal in der Falle gibt es für Insekten, Spinnen und andere Kleintiere kein Entkommen. Aber warum fressen Karnivoren überhaupt Fleisch? Was unterscheidet sie von anderen Pflanzen? Karnivoren wachsen vorwiegend in warm-gemäßigten Zonen sowie in tropischen Hochgebirgen an nährstoffarmen Stellen, wie etwa in Mooren, auf Sanduntergründen, an Wasserflächen oder auch auf Bäumen. Ihr Wurzelwerk ist sehr widerstandsfähig gegen die schwierigen Bodenverhältnisse. Jedoch ist es nur kärglich ausgebildet, da sich die fleischfressenden Pflanzen vornehmlich über ihre Fangblätter ernähren. Sie beziehen die lebensnotwendigen Mineralstoffe wie Stickstoff, Eisen oder Kalium aus ihrer tierischen Beute. Dennoch betreiben Karnivoren, wie alle Pflanzen, Photosynthese, allerdings nur beschränkt, da sich ihre Fangblätter im Vergleich zu normalen Laubblättern nur schlecht dazu eignen. Daher benötigen Karnivoren besonders viel Licht und Wasser, um über die Photosynthese zumindest ein wenig Energie zu gewinnen. Je nach Art setzen die fleischhungrigen Pflanzen unterschiedliche Fangmethoden ein. Schauen wir uns die drei häufigsten Fallentypen genauer an. Typ 1: Die Klappfalle. Sie zählt zu den bekanntesten, jedoch seltensten Fangarten und wird nur von der Wasserfalle und der Venusfalle genutzt. Die zwei Blatthälften der Venusfall verfügen an ihren Innenseiten über feine Fühlhaare. Sobald ein Insekt entweder eines dieser Härchen mehrfach berührt oder mehrere Haare innerhalb von 30 Sekunden streift, schließen sich die Blätter blitzschnell. Durch diese Reizeinschränkung klappt die Falle nur bei lohnenswerter Beute zu. Anschließend scheidet die Karnivore Verdauungssekrete aus und verdaut die tierische Beute innerhalb von ein bis etwa zwei Wochen. Übrig bleiben die unverdaulichen Reste. Typ 2: Die Klebefalle. Die bekanntesten Vertreter dieser Fangart sind die Sonnentaugewächse. Diese Pflanzen sondern über winzige Drüsen auf ihren Blätter oder aus den Spitzen ihrer Tentakeln einen duftendes Sekret ab, das Insekten anlockt. Diese bleiben auf den nach Tau aussehenden Tröpfchen kleben. Bei dem Versuch, sich wieder zu befreien, verschlechtert sich ihre missliche Lage noch. Das Insekt stirbt entweder vor Erschöpfung oder erstickt an der klebrigen Substanz. Derweil schüttet der Sonnentau Enzyme aus, die die Beute langsam zersetzen und die darin enthaltenen Nährstoffe freisetzen. Hierbei handelt es sich um eine passive Klebefalle. Manche Sonnentauarten fangen ihre Beute aber auch aktiv. Sie reagieren auf die Eiweiße und die Bewegungen der Insekten und führen selbsttätig ihre anderen Tentakeln zum Opfer hin, bis sich zum Schluss das Blatt ganz um die Beute wickelt. Typ 3: Die Fallgrubenfalle. Diese Fallenart findet sich bei den Kannenstrauchgewächsen oder den Schlauchpflanzen. Ihre Blätter bilden einen meist langen trichterförmigen Hohlraum. Darin befindet sich ein Nektar, der die Beute anlockt. Die Fliege setzt sich auf den Schlund der Pflanze und rutscht sogleich an ihrem glatten Rand hinunter in die mit Magensaft gefüllte Verdauungskammer. Die Beute kann weder die glatte, mit Wachs beschichtete Innenwand hochkriechen, noch – aufgrund der Schlauchform – hinausfliegen. Sie ertrinkt im sauren Magensaft und wird aufgelöst. Manche Kannenpflanzen können bis zu fünf Liter Verdauungsflüssigkeit fassen und sogar eine Maus verspeisen. Welche Fallenart auch zum Einsatz kommt, die tierischen Opfer haben selten eine Chance gegen die listigen grünen Räuber.

3 Kommentare
  1. super♥

    Von sarina ., vor fast 2 Jahren
  2. wow is das heftig
    foll fies aber auch gut erklärt....ich hätte mir aber nochmehr Erklärung und ein längeres video gemacht

    Von Jannis N., vor mehr als 2 Jahren
  3. Voll der gute Film!!! vielen Dank! : ))))

    Von Rapmonster, vor fast 3 Jahren