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Viele Gemüsepflanzen sind Kreuzblütler 07:20 min

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Transkript Viele Gemüsepflanzen sind Kreuzblütler

Hallo, wusstest du, dass viele Gemüsepflanzen zur Familie der Kreuzblütengewächse gehören? In diesem Video stelle ich dir einige Vertreter vor. Besonders im Frühjahr freut man sich auf dieses leckere Gemüse. Ihr kennt die Radieschen und vielleicht habt ihr sie schon in diesen Farbvarianten der verdickten Wurzel gesehen. Sie schmecken leicht gesalzen besonders gut und sie schmecken etwas scharf, weil beim Kauen Senföl frei wird. Natürlich gibt es auch Sorten, deren Wurzelverdickungen langgestreckt zylindrisch sind und nicht kugelrund. Letztes Jahr erntete ich nicht alle Radieschen. Einige blieben stehen. Aus ihnen wuchs eine Sprossachse hervor, die sich aufzweigte und Blütenknospen ansetzte. Die kugelige, verdickte Wurzel wurde dabei aufgezehrt. Die Blüten waren weiß mit violetten Blattadern, wie es die Fotos zeigen. Vier Kronblätter sieht man sofort. Um weiteres zu entdecken, muss man die Blüten zergliedern, was ich jetzt anhand des Modelles tue. Ich zählte vier Kelchblätter mit Stielchen, vier Kronblätter, zwei kurze und vier lange Staubblätter. Das Fruchtblatt, das eine Verwachsungsnaht aufweist, sitzt auf dem Blütengrund. Seht euch noch einen Moment das Legebild an. Die Früchte der Radieschen sind Schoten. Hier zeige ich euch, wie die Schote aus zwei verwachsenen Fruchtblättern hervorgeht. Die Samenanlagen sitzen an der Trennwand, dem Schot. Die Samen werden später freigegeben, wenn die Fruchtblätter abtrocknen und dabei unter Spannung geraten, bis sie schließlich abplatzen. Nun werden die Samen ausgestreut. Unsere Radieschen gehören zur Gattung der Rettiche. Hier sehen wir weiße Rettiche. Die variierenden Wildformen des Kohls finden wir vor allem im Mittelmeerraum. Das zweite Exemplar, was hier zu sehen ist eine Kohlform, die für die Züchtung von hellem Kohlrabi in Frage käme. Und da wachsen sie schon heran, die Kohlrabipflanzen mit blauvioletten Sprossverdickungen. Die Sprossknollen, also die Kohlrabiknollen sind gestauchte, verdickte Hauptsprossachsen. Das Dickenwachstum beginnt über dem zweiten oder dritten langgestielten Blatt. Den Weißkohl, den Rotkohl und den Wirsingkohl habt ihr schon erkannt. Sie unterscheiden sich im Farbstoffgehalt und der Wirsing hat krause Blätter. Kohl gehört einfach auf den Speiseplan. Das Gemüse ist vitamin-, mineralien- und ballaststoffreich und daher gesund. Doch was ist das hier, ganz links? Das sind Kohlrüben, auch Steckrüben oder Wruken genannt. Der Name Kohlrübe ist hier irreführend, denn sie gehört zu einer Unterart des Rapses. Sie müsste eigentlich Rapsrübe heißen. Steckrüben werden in Deutschland bis Dezember geerntet. In Notzeiten, wenn die Kartoffelernte schlecht ausfiel, waren Steckrüben die Nahrungsreserve für die ärmere Bevölkerung. Das war in Deutschland 1916 und im Hungerwinter 1946/47 so. Die Winter gingen als Kohlrübenwinter in die Geschichte ein. Bei Brokkoli ernten wir die ergrünten Anlagen, bevor sich die Einzelblüten zeigen. Ebenso verhält es sich beim Blumenkohl. Nur sind die weißen Blütenanlagen noch stärker verdichtet als beim Brokkoli. Der Chinakohl, wird auch Pekingkohl genannt, ist eine alte Kreuzung, die es in China seit dem fünften Jahrhundert gibt. Nach Europa kam die Pflanze aber erst Anfang des 20. Jahrhunderts. Der Kohl bildet ovalzylindrische, gelbgrüne Köpfe. Hier gibt es noch weitere Kohlsorten zu entdecken: den Spitzkohl, den Grünkohl und den Romanesco. Spitzkohl ähnelt dem Weißkohl. Er ist spitz geformt und die Blätter sind nicht ganz so dicht gewachsen. Beim Grünkohl verzehren wir die kräftig grüngefärbten Blätter. Mit ihm ist es wie mit dem Rosenkohl. Man sollte sie erst nach dem ersten Frost ernten, dann schmecken sie am besten. Die Röschen des Rosenkohls sitzen in den Blattachsen. Sie gehen aus Seitentrieben hervor, deren Sprossachse derart gestaucht ist, dass die Blättchen fast kugelförmig angeordnet werden. Kohlpflanzen können auch Zierpflanzen sein. Zierkohl gefällt durch seine bizarren Blätter und durch die verschiedenen Farben. Die Knoblauchsrauke will ich noch erwähnen. Sie blüht von April bis Juli. Das Lauchkraut, so heißt sie mit weiterem Namen, wurde bereits 6000 Jahre vor unserer Zeitrechnung zum Würzen verwendet. Die zerriebenen Blätter schmecken wie Knoblauch, nur riecht man nach dem Genuss nicht nach Knoblauch. Die weißen Blüten sind recht klein. So entstanden der Brokkoli, der Romanesco und der Blumenkohl. Vom Grünkohl und den Kopfkohlsorten verwerten wir die Blätter. Kohlrabis sind verdickte Hauptsprossachsen und die Röschen des Rosenkohls sind aus Seitensprossachsen mit Blättern hervorgegangen. Der Wildrettich ist die Ahnenform von Radieschen und Rettich, deren Wurzelverdickungen für unsere Ernährung in Frage kommen. Ich danke für eure Aufmerksamkeit und ich sage: Tschüss, bis zum nächsten Mal.

9 Kommentare
  1. 😉

    Von Weißer S., vor 7 Monaten
  2. wirklich gut erklärt!

    Von Nanettewinter, vor etwa einem Jahr
  3. super
    ich versteh es endlich

    Von Helena K., vor fast 2 Jahren
  4. sehr gut!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!;)

    Von rouven s., vor etwa 2 Jahren
  5. Vielen Dank für das Lob

    Von Roland Hesse, vor mehr als 2 Jahren
  1. deine Videos sind am besten erklärt!!!!!!!!!!!!!!:);)

    Von Noah L., vor mehr als 2 Jahren
  2. Suuuuuuper Video, toll erklärt.
    Nelly :-) ;-)

    Von Jonas Nelly b., vor fast 3 Jahren
  3. Wirklich sehr anschaulich erklärt!

    Von Ben95, vor mehr als 3 Jahren
  4. du redest viel zu langsam!!!!FEUERT IHN MAL!!!
    aber es war informatief

    Von Deleted User 250664, vor fast 5 Jahren
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