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Nacktsamer und Bedecktsamer

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Bio-Team
Nacktsamer und Bedecktsamer
lernst du in der 11. Klasse - 12. Klasse - 13. Klasse

Grundlagen zum Thema Nacktsamer und Bedecktsamer

Inhalt

Samenpflanzen – Biologie

Als Samenpflanzen bezeichnet man alle Pflanzen, die Samen ausbilden können.
Die wichtigsten Merkmale von Samenpflanzen sind die Samenanlagen sowie der Grundaufbau, den alle Samenpflanzen gemeinsam haben.

Eine Samenanlage enthält eine weibliche Keimzelle (Eizelle) der Pflanze. Wird die Eizelle durch eine männliche Keimzelle (Spermazelle) befruchtet, reift die Samenanlage zu einem Samen heran, aus dem eine neue Pflanze entstehen kann.

Jede Samenpflanze ist grundsätzlich aus Wurzel und Spross aufgebaut. Die Wurzel befindet sich in der Regel unter der Erde, der Spross über der Erde. Der Spross enthält eine Sprossachse (Stängel/Stamm) sowie Blätter und Blüten.

Unterscheidung von Samenpflanzen – Nacktsamer und Bedecktsamer

Grundsätzlich kann man die Samenpflanzen in Nacktsamer (Gymnospermen) und Bedecktsamer (Angiospermen) unterteilen.
Der Unterschied zwischen Nacktsamern und Bedecktsamern besteht vor allem in der „Verpackung“ der Samenanlagen: Bei Nacktsamern liegen die Samenanlagen frei, bei Bedecktsamern liegen sie im Inneren des Fruchtknotens. Dadurch ergeben sich Unterschiede bei der Befruchtung von Nackt- und Bedecktsamern.

Nacktsamer – Definition und Merkmale

Nacktsamer sind Samenpflanzen, bei denen die Samenanlagen frei auf der Fruchtschuppe liegen und nicht von einem Fruchtknoten umschlossen sind.
Alle Nacktsamer sind Holzgewächse und viele Arten besitzen Nadeln als Blätter. Die meisten Nacktsamer haben auf einer Pflanze sowohl rein männliche als auch rein weibliche Blütenstände.
Beispiele für Nacktsamer sind viele Nadelbäume wie Kiefern, Tannen und Pinien.

Nacktsamer – Biologie und Befruchtung

Auf den weiblichen Blüten liegen die Samenanlagen frei auf der Samenschuppe. Die männlichen Keimzellen findet man auf den männlichen Blütenständen im Pollen. Dieser wird über den Wind zu den Samenanlagen transportiert, die Pflanze wird bestäubt. Haben die Pollenkörner die Samenanlage erreicht, bildet sich vom Pollenkorn aus ein Pollenschlauch aus: Das ist eine Art Tunnel, durch den die Spermazellen durch die Samenanlage hindurch zur Eizelle wandern. Ist die Spermazelle schließlich bei der Eizelle angelangt, kommt es zur Befruchtung und der Samen entsteht.
Nach der Befruchtung verholzen die weiblichen Blütenstände (Zapfen). Wichtig ist, dass der Zapfen keine Frucht ist. Früchte können nur aus Fruchtknoten entstehen und kommen somit nur bei Bedecktsamern vor.

Bedecktsamer – Definition und Merkmale

Nun weißt du, was Nacktsamer sind – aber was sind Bedecktsamer? Auch Bedecktsamer sind Samenpflanzen. Hier liegt die Samenanlage jedoch nicht frei, sondern innerhalb des sogenannten Fruchtknotens vor. Im Gegensatz zu den Nacktsamern ist die Samenanlage hier also „bedeckt“.
Bedecktsamer bilden zunächst Blüten und später Früchte, die ihre Samen vollständig umschließen. Ein weiteres wichtiges Merkmal ist die „doppelte Befruchtung“ bei Bedecktsamern, die wir dir im Folgenden noch näher erklären.
Die Bedecktsamer sind eine sehr artenreiche Gruppe und sicherlich kennst du sehr viele Vertreter davon.
Beispiele für Bedecktsamer sind Kirschbäume, Apfelbäume oder Mohn.

Bedecktsamer – Biologie und Befruchtung

Bei Bedecktsamern liegen die weiblichen und männlichen Keimzellen meist beide auf einer Blüte in unterschiedlichen Blütenteilen.
Die Samenanlage mit Eizelle liegt gut versteckt im Fruchtknoten der Blüte. Die männlichen Keimzellen sind auch hier im Pollen zu finden.
Zunächst müssen die Pollenkörner die Narbe der Blüte erreichen (Bestäubung). Diesen Transport übernehmen häufig Insekten.

Von der Narbe aus wächst der Pollenschlauch aus dem Pollenkorn bis zur Samenanlage. Im Pollenschlauch bilden sich dann zwei Spermazellen. Die eine befruchtet die Eizelle, so entsteht der Embryo der Pflanze. Die zweite Spermazelle verschmilzt mit dem Embryosackkern – daraus entsteht ein Nährgewebe, das den Embryo später ernährt (Endosperm). Diesen Vorgang, bei dem zwei Spermazellen mit jeweils einer anderen Zelle verschmelzen, nennt man doppelte Befruchtung.
Nach der Befruchtung entwickelt sich aus der Samenanlage ein Samen (der sowohl Embryo als auch Endosperm enthält). Der Fruchtknoten wächst zu einer Frucht heran. Häufig werden Früchte von Tieren gefressen und so werden die Samen über teils weite Strecken verbreitet.

Aufbau der Blütenstände von Nackt- und Bedecktsamern

Bedecktsamer – einkeimblättrige und zweikeimblättrige Pflanzen

Bedecktsamer lassen sich noch weiter unterteilen: in einkeimblättrige und zweikeimblättrige Pflanzen. Keimblätter sind schon im Pflanzenembryo angelegt und sind die ersten Blätter, die bei einer Pflanze hervortreten. Je nachdem ob ein Bedecktsamer ein oder zwei solcher Keimblätter besitzt, hat er bestimmte Merkmale.

Einkeimblättrige Pflanzen Zweikeimblättrige Pflanzen
Anzahl Keimblätter 1 2
Wurzeln Hauptwurzel geht verloren und wird durch Nebenwurzeln ersetzt. Hauptwurzel bleibt erhalten und wird durch Nebenwurzeln ergänzt.
Blätter meist paralleladrig meist netzadrig
Blüten meist dreizählig meist vier- bis fünfzählig
Vertreter Maiglöckchen, Mais Nelken, Mohn, Rosen Vergleich einkeimblättrige und zweikeimblättrige Pflanzen

Zusammenfassung – Nacktsamer und Bedecktsamer

Alle Pflanzen, die Samen ausbilden können, nennt man Samenpflanzen. Die Samenpflanzen lassen sich in zwei Gruppen unterteilen: Nacktsamer und Bedecktsamer. Bei Nacktsamern liegt die Samenanlage frei auf der Fruchtschuppe, bei Bedecktsamern liegt die Samenanlage innerhalb eines Fruchtknotens und sie bilden Früchte aus. Unterschiede zwischen den beiden Gruppen gibt es auch bei der Befruchtung. Bedecktsamer lassen sich noch weiter in einkeimblättrige und zweikeimblättrige Pflanzen unterteilen. Auch zum Thema Nacktsamer und Bedecktsamer gibt es interaktive Aufgaben und ein Arbeitsblatt – du kannst dein neu erworbenes Wissen also direkt testen!

Transkript Nacktsamer und Bedecktsamer

Hallo! Heute wirst du mehr über die Ordnung der Samenpflanzen lernen. Samenpflanzen werden in zwei Gruppen eingeteilt. In die Nacktsamer und die Bedecktsamer. Was zeichnet Bedecktsamer aus? Woran erkennt man einen Bedecktsamer? Und was heißt einkeimblättrig beziehungsweise zweikeimblättrig? Welchen Vorteil haben Samenpflanzen gegenüber Gewächsen wie Moosen oder Farnen? Diese Fragen wollen wir hier klären. Die Vielfalt der Pflanzen auf der Erde ist sehr groß. Um sich einen gewissen Überblick zu verschaffen, kann man sie zunächst grob einteilen in Samenpflanzen und Pflanzen, die keine Samen ausbilden. Algen, Moose und Farne bilden keine Samen aus. Für die Fortpflanzung benötigen diese Pflanzen Wassertropfen, in denen die Geschlechtszellen zueinander finden. Bekannter werden dir sicher die Samenpflanzen erscheinen: Tulpen, Rosen, Erdbeeren, Gänseblümchen, Kiefern, Eichen, Weizen, Roggen und, und, und. Gemeinsam ist allen Samenpflanzen, dass sie natürlich Samen bilden. Auch der grobe Aufbau aller Samenpflanzen ist gleich. Unter der Erde steckt die Wurzel. Alles was über der Erde ist, ist der Spross. Die Sprossachse wird auch Stängel oder Stamm genannt. Außerdem bilden Samenpflanzen Blätter und Blüten aus. Samenpflanzen kann man in zwei Abteilungen einordnen: in Nacktsamer und Bedecktsamer. Nacktsamer hast du ganz bestimmt auch schon mal selbst gesehen. Zu ihnen zählen die meisten Nadelbäume. Bei Nacktsamern liegt die Samenanlage frei. Das heißt, der Samen liegt frei auf der Fruchtschuppe, die auch Samenschuppe genannt wird. Der männliche Blütenstand sieht so aus und befruchtet mit seinem Blütenstaub und der Hilfe des Windes die weiblichen Eizellen. Der weibliche Blütenstand, also die Samenanlage samt Samen, ist ein Zapfen, der mit der Befruchtung meist verholzt. Je eine Samenschuppen samt Samen und eine Deckschuppe bilden eine Einheit. Die Schuppen sind spiralig um eine Achse herum angeordnet. Der Zapfen ist keine Frucht, denn Früchte entstehen aus dem Fruchtknoten und Nacktsamer haben keinen Fruchtknoten ausgebildet. Nacktsamer sind beispielsweise die Kiefer, die Tanne oder die Pinie. Alle Nacktsamer sind Holzgewächse und besitzen meist Nadeln. Sie entwickelten sich erst nach den Moosen, Algen und Farnen. Ihr Vorteil gegenüber den samenlosen Pflanzen ist, dass die Fortpflanzung durch die geschlossene, robuste Einheit der Samen weniger von äußeren Witterungsverhältnissen abhängig ist. Denn ein Samen kann auch schlechte Umweltbedingungen überdauern, bevor er keimt. Erst nachdem es auf der Erde schon Moose und Farne sowie Nacktsamer gab, entwickelten sich die Bedecktsamer. Was zeichnet Bedecktsamer aus? Bei Bedecktsamern entwickeln sich die Samen im Inneren eines Fruchtknotens. Aus der Eizelle wächst nach der Bestäubung der Samen heran. Aus dem Fruchtknoten, der den Samen umgibt, reift häufig eine Frucht. Der Fruchtknoten bietet einen hervorragenden Schutz für die empfindlichen Samen. Dies ist ein klarer Vorteil gegenüber den Nacktsamern. Außerdem sind viele Bedecktsamer für die Bestäubung nicht auf den Wind angewiesen, der die Samen wahllos in der Gegend herumwirbelt. Viele Bedecktsamer werden durch Insekten bestäubt und diese tragen den Blütenstaub punktgenau von Blüte zu Blüte. Durch diese Strategie konnten sich die Bedecktsamer in der Evolutionsgeschichte schnell behaupten. Sicher kennst du einige Vertreter wie Kirschbäume, Lilien, Mohn oder Apfelbäume. Die Bedecktsamer lassen sich wiederum in zwei Klassen einteilen. In einkeimblättrige und zweikeimblättrige Pflanzen. Einkeimblättrige Pflanzen entwickeln ein Keimblatt aus dem Samen. Die Hauptwurzel stirbt bald ab und wird durch Nebenwurzeln ersetzt. Die Blätter der einkeimblättrigen Pflanzen sind meist paralleladrig. Die Blüten sind meist dreizählig. Beispiele sind etwa das Maiglöckchen oder der Mais. Zweikeimblättrige Pflanzen besitzen zwei Keimblätter. Die Hauptwurzel bleibt bestehen und wird durch Seitenwurzeln ergänzt. Die Blätter sind meist netzadrig, die Blüten sind meist vier- und fünfzählig. Beispiele sind Nelken, der Mohn oder die Rose. Nun weißt du Bescheid. Die große Gruppe der Samenpflanzen kann man in Nacktsamer und Bedecktsamer teilen. Bei Nacktsamern liegen die Samen frei auf den Samenschuppen. Es werden keine Früchte ausgebildet. Bei Bedecktsamern entwickelt sich der Samen im Inneren eines Fruchtknotens. Der Fruchtknoten entwickelt sich später häufig zur Frucht. Die Bedecktsamer werden noch in einkeimblättrige und zweikeimblättrige Bedecktsamer gegliedert. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

7 Kommentare

7 Kommentare
  1. Wir schreiben morgren eventuell einen Test, aber unser Biolehrer lässt uns meist nur einen Text lesen und wir sollen dann selber klarkommen. Dieses Video war sehr hilfreich.
    Vielen, vielen Dank.
    Machen sie weiter so!!!!!!!!!
    LG Jule. :)

    Von Jule K., vor mehr als 4 Jahren
  2. Die Nelke wurde zuerst als Lilie bezeichnet, bitte berichtigen.
    Zeigt doch mal ein paar Keimblätter... vielleicht eine Animation, wie sie aus der Erde kommen.
    Ansonsten ein schönes Video.

    Von Laurisilva, vor fast 5 Jahren
  3. tolles video - war sehr hilfreich (:

    Von Nicole Karcher, vor fast 5 Jahren
  4. Suuuuuuuper Video, echt toll gemacht. :-) ;-)
    LG Nelly

    Von Jonas Nelly b., vor mehr als 5 Jahren
  5. Samenpflanzen sind den Moosen & co nicht objektiv im Vorteil, sie haben allerdings einige neue ökologische Nischen eröffnet.

    Von Deleted User 381349, vor fast 6 Jahren
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Nacktsamer und Bedecktsamer Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Nacktsamer und Bedecktsamer kannst du es wiederholen und üben.
  • Nenne Beispiele für Nackt- und Bedecktsamer.

    Tipps

    Die größte Gruppe der Nacktsamer sind die sogenannten Nadelhölzer. Weißt du, welche der oben genannten Pflanzen Nadelbäume sind?

    Lösung

    Die Samenpflanzen lassen sich in zwei große Gruppen (genauer: Klassen) einteilen: die Nacktsamer und die Bedecktsamer.

    Zu den Nacktsamern gehören vor allem Nadelhölzer, also z.B. Tannen, Kiefern, Pinien, Eiben, Zypressen oder der Ginkgobaum.

    Bedecktsamer werden hin und wieder auch als Blütenpflanzen bezeichnet und stellen die größte Pflanzengruppe überhaupt dar. Beispiele für Bedecktsamer sind Süßgräser, zu denen auch die Getreidearten (Reis, Mais, Hirse) zählen, Nachtschattengewächse (wie die Kartoffel oder die Tomate), Obstbäume (wie der Apfel-, Birnen- oder Pflaumenbaum) sowie Petersilie, Rosen, Mohn und so weiter und so weiter.
    Du siehst schon, bedecktsamige Pflanzen sind weitaus bekannter als nacktsamige.

  • Fasse zusammen, was ein- und zweikeimblättrige Pflanzen voneinander unterscheidet.

    Tipps

    Bei den einkeimblättrigen Pflanzen verkümmert die Keimwurzel, bei den zweikeimblättrigen bleibt sie dagegen erhalten.

    Wenn du dir die Blätter des Maiglöckchens genau ansiehst, wirst du feststellen, dass die Blattadern parallel verlaufen.

    Hier siehst du die Blüte der Erdbeere sehr gut. Kannst du jetzt erkennen, wieso sie als fünfzählig beschrieben wird?

    Lösung

    Keimblätter sind die ersten Blätter einer keimenden Pflanze. Bei den Einkeimblättrigen finden wir also ein Blatt, bei den Zweikeimblättrigen zwei Keimblätter.

    Die beiden Gruppen unterscheiden sich aber noch in mehr als diesem Merkmal:

    • Die Keimwurzel stirbt bei den Einkeimblättrigen schnell ab, bei den Zweikeimblättrigen bleibt sie als Hauptwurzel bestehen.
    • Die Blattadern verlaufen bei einkeimblättrigen Pflanzen parallel, die Blätter der zweikeimblättrigen Pflanzen weisen in der Regel eine netzartige Nervatur auf.
    • Die Blüte der Einkeimblättrigen ist dreizählig, die der Zweikeimblättrigen vier- oder fünfzählig.

  • Vergleiche die Nackt- und die Bedecktsamer.

    Tipps

    Die Blüten der Nacktsamer sind eingeschlechtlich. Die jeweiligen Geschlechtsorgane finden sich also nicht an der gleichen Blüte bzw. dem gleichen Zapfen.

    Die Rose ist eines der vielen Beispiele für eine bedecktsamige Pflanze.

    Bedecktsamer besitzen einen Fruchtknoten. Daraus entwickelt sich eine Frucht, also z.B. ein Apfel oder eine Kirsche.

    Lösung

    Eine große Gruppe im Reich der Pflanzen bilden die Samenpflanzen. Die Abteilung der Samenpflanzen lässt sich in insgesamt vier Gruppen einteilen, wobei die ersten drei (Palmfarne, Ginkgopflanzen, Coniferopsida) zu den Nacktsamern zusammengefasst werden. Die vierte Gruppe bilden die Bedecktsamer.

    Bei nacktsamigen Pflanzen (Gymnospermae) wird die Samenanlage nicht in einem Fruchtknoten eingeschlossen, was den ursprünglichen Zustand darstellt. Die Blüten sind getrenntgeschlechtlich – auf einer Blüte bzw. in einem Zapfen befinden sich entweder die männlichen oder die weiblichen Anlagen. Der Pollen wird meist mithilfe des Windes vergebreitet, Insektenbestäubung konnte aber auch beobachtet werden.

    Bedecktsamige Pflanzen (Magnoliopsida, früher auch Angiospermen) werden auch als „Blütenpflanzen“ bezeichnet und bilden die größte und artenreichste Klasse innerhalb der Samenpflanzen. Die Samenanlagen befinden sich in einem Fruchtknoten. Die Bestäubung erfolgt zumeist durch Tiere, neben Insekten auch durch Vögel. Die Blüten sind meistens zweigeschlechtlich – sie enthalten also sowohl männliche (Staubblätter) als auch weibliche (Stempel) Anlagen. Die vorhandene Blütenhülle ist ein weiteres offensichtliches Unterscheidungsmerkmal zu den Nacktsamern.

  • Erläutere die Funktion eines Keimblattes.

    Tipps

    Hier ist der Keimling einer Feuerbohne gezeigt. Die Bohne ist ein Beispiel für eine zweikeimblättrige Pflanze. Kannst du erkennen, warum?

    Lösung

    Als Keimblatt wird das erste Blatt eines Keimlings bezeichnet. Während zweikeimblättrige Pflanzen zwei Keimblätter besitzen, ist bei einkeimblättrigen Pflanzen nur ein Keimblatt zu finden.

    Keimblätter haben die Funktion, die keimende Pflanze zu ernähren. Verläuft die Keimung oberhalb der Erdoberfläche, können sie über den Prozess der Fotosynthese Nährstoffe bereitstellen. Bei unterirdischer Keimung dienen sie meist als Speicherorgane.

    Übrigens finden sich bei Gewebetieren ebenfalls Keimblätter. Sie stellen die erste Differenzierung des Embryos dar, da aus den Keimblättern verschiedene Gewebe und Organe gebildet werden. Drei Keimblätter finden wir beispielsweise beim Menschen, zwei bei Nesseltieren.

  • Beschrifte den allgemeinen Aufbau einer Samenpflanze.

    Tipps

    Die Sprossachse wird auch als Stängel oder als Stamm bezeichnet – je nachdem, ob es sich um eine krautige Pflanze (siehe Abbildung oben) oder um einen Baum handelt.

    Lösung

    Der allgemeine Aufbau von Samenpflanzen umfasst die Wurzel, den Spross mit Sprossachse und Blättern sowie die Blüte(n). Die Sprossachse wird auch als Stängel oder Stamm bezeichnet. Das ist davon abhängig, ob es sich bei der betrachteten Pflanze um eine krautige Pflanze handelt oder um ein Gehölz.

  • Arbeite die Beschriftung einer Blüte heraus.

    Tipps

    Die Kronblätter der hier abgebildeten Kirschblüte sind rosa gefärbt.

    Lösung

    Blüten dienen der sexuellen Form der Fortpflanzung. Im Inneren der Blüte befindet sich das Fruchtblatt bzw. der Stempel. Er setzt sich aus dem Fruchtknoten (enthält die weiblichen Samenanlagen), dem Griffel und der Narbe zusammen. Über die Narbe und den Griffel erfolgt die Befruchtung. Der Pollen gelangt von den Staubblättern auf die Narbe. Über einen Pollenschlauch im Griffel findet die Befruchtung statt.

    Kelchblätter sind in der Regel grün gefärbt und dienen, zusammen mit den meist farbigen Kronblättern, dem Schutz der Knospe. Außerdem sollen die Farben der Kronblätter bestäubende Insekten anlocken, welche den Pollen von Blüte zu Blüte tragen.

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