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Geschlechtliche Fortpflanzung von Blütenpflanzen 03:23 min

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Transkript Geschlechtliche Fortpflanzung von Blütenpflanzen

Blütenpflanzen haben verschiedene Wege entwickelt, um sich fortzupflanzen. Der erste Weg ist die sexuelle Fortpflanzung, die sowohl männliche als auch weibliche Pflanzenteile erfordert und genetisch unterschiedliche Nachkommen hervorbringen kann. Die zweite Form ist die asexuelle Fortpflanzung, bei der sich die Pflanze selbst repliziert und der Nachwuchs ein Klon ist. Sexuelle Fortpflanzung benötigt Blüten und Samen. Der erste Abschnitt im Lebenszyklus jeder blühenden Pflanze ist der attraktivste: die Kelchblätter öffnen sich und die Blume blüht. Die Blume erzeugt winzige Pollenkörner – jedes trägt die männliche genetische Information und hat die Aufgabe, eine neue Blüte zu erreichen. Die Pflanze verlässt sich auf die Hilfe äußerer Kräfte, um dies zu schaffen. Einige Pflanzen, wie Gräser, werden vom Wind bestäubt. Sie erzeugen großen Mengen an Pollen, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, eine andere Blüte zu erreichen. Andere Blumen, wie Orchideen, besitzen große, bunt gefärbte Blütenblätter und süße Düfte, um Insekten anzuziehen, die den Blütenstaub zwischen den Blumen transportieren. Wenn die Pollenkörner die weiblichen Teile einer passenden Blüte erreichen, findet die Bestäubung statt. Der Pollenschlauch muss erst herunterwachsen und die darunter liegenden Samenanlagen befruchten, bevor die Befruchtung erfolgt und ein Samen gebildet werden kann. Und sobald sich Samen im Inneren der wachsenden Frucht gebildet haben, müssen sie den richtigen Platz zum Wachsen finden. Der Samen kann vom Wind verbreitet werden oder durch Wasser, oder durch Tiere transportiert werden, oder er wird von ihnen mit der Nahrung aufgenommen und wieder ausgeschieden. Um mit dem Wachsen beginnen zu können, brauchen alle Samen Wasser, Sauerstoff und die richtige Temperatur. Unter diesen Bedingungen tritt die Keimung ein. Der winzige Embryo im Inneren des Samens entwickelt eine Wurzel, gefolgt von einem Trieb. Die eigenen Nährstoffvorräte des Samens treiben dieses Wachstum an, bis die Blätter erscheinen und durch Fotosynthese beginnen, ihre eigenen Nährstoffe zu bilden. Und der Lebenszyklus der Pflanze beginnt von Neuem.

Geschlechtliche Fortpflanzung von Blütenpflanzen Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Geschlechtliche Fortpflanzung von Blütenpflanzen kannst du es wiederholen und üben.

  • Nenne Unterschiede zwischen sexueller und asexueller Fortpflanzung.

    Tipps

    Die asexuelle Fortpflanzung wird auch als ungeschlechtliche oder vegetative Vermehrung bezeichnet.

    Die sexuelle Fortpflanzung wird auch als geschlechtliche Fortpflanzung bezeichnet.

    Lösung

    Blütenpflanzen haben unterschiedliche Fortpflanzungsstrategien entwickelt. Es gibt die sexuelle (geschlechtliche) Fortpflanzung und die asexuelle (ungeschlechtliche) Fortpflanzung.

    Bei der sexuellen Fortpflanzung werden weibliche und männliche Pflanzenteile benötigt. Zu den männlichen Pflanzenteilen zählen die Pollen, die im Staubbeutel gebildet werden und zu den weiblichen Pflanzenteilen zählen die Eizellen in der Samenanlage. Die Nachkommen dieser Fortpflanzungsform weisen eine hohe genetische Variation auf.

    Bei der asexuellen Fortpflanzung repliziert sich die Pflanze selbst. Es entstehen Klone, welche nur eine geringe genetische Variation aufweisen. Diese Klone können zu eigenständigen Pflanzen heranwachsen. Ein Beispiel hierfür ist die Knolle der Kartoffel. Erntest du Kartoffelknollen und pflanzt sie wieder ein, wachsen Klone der Mutterpflanze.

  • Benenne Bestandteile der Blüte.

    Tipps

    Kelchblätter dienen dem Schutz der Blüte.

    Kronblätter locken Insekten an.

    Lösung

    Die Blüte dient der Pflanze zur Fortpflanzung. Wenn die Blüte noch geschlossen ist, wird sie von den außen liegenden Kelchblättern geschützt. Öffnet sich die Blüte, erscheinen oft sehr bunte Kronblätter. Diese locken durch ihre bunten Farben Insekten an. Die hier abgebildete Blüte besitzt männliche und weibliche Blütenorgane. Im Inneren der Blüte befinden sich Staubbeutel, die Pollen tragen. Der weibliche Teil der Blüte, der Stempel, liegt ebenfalls im Inneren der Blüte. Gut geschützt und auf dem Blütenboden befindet sich die Samenanlage mit den Eizellen.

  • Bestimme, welche Fachbegriffe mit den Sätzen beschrieben werden.

    Tipps

    Die Erdbeerpflanze bildet sogenannte Ableger. Das sind kleine Pflanzen, die genau das gleiche Erbgut haben wie die Mutterpflanze.

    Die Biene bestäubt gerade diese Blüte.

    Lösung

    Die sexuelle oder geschlechtliche Vermehrung von Blütenpflanzen besteht aus der Bestäubung und Befruchtung der Pflanze.

    Die Bestäubung ist der Vorgang, bei dem Pollen auf die Samenanlage oder Narbe der Fruchtblätter übertragen wird. Dies geschieht zum Beispiel, wenn ein Insekt Pollen an sich trägt und von einer Blüte zur anderen fliegt. Es überträgt dann Pollen auf verschiedene Blüten und bestäubt diese so.

    Die Befruchtung erfolgt nach der Bestäubung. Eine Samenzelle aus dem Pollen gelangt über den Pollenschlauch zur Eizelle und verschmilzt mit dieser.

    Die Pollenkörner beinhalten die männlichen genetischen Informationen.

    Nach der Befruchtung bildet sich ein Samen, der wieder keimen kann und eine neue Pflanze entwickelt sich.

    Die Blüte ist das wichtigste Organ für die Vermehrung von Blütenpflanzen, sie wird daher von Kelchblättern gut geschützt.

    Bildet eine Pflanze Ableger, wie zum Beispiel die Erdbeere, entstehen Klone der Mutterpflanze.

  • Bestimme die Bedeutung der Fachbegriffe zu den unterschiedlichen Blütenarten und Bestäubungsformen.

    Tipps

    Schneeglöckchen können sich selbst bestäuben. Sie besitzen weibliche und männliche Blütenorgane in einer Blüte.

    Einhäusige Pflanzen kann man sich vorstellen wie ein Doppelhaus, in dem links die Frau und rechts der Mann lebt.

    Zwittrige Blüten kann man auch als zweigeschlechtliche Blüten bezeichnen.

    Lösung

    Die sexuelle Vermehrung von Blütenpflanzen erfolgt über Bestäubung und Befruchtung.
    Der männliche Pollen wird in den Staubbeuteln und die weibliche Eizelle im Fruchtknoten gebildet.
    Man unterscheidet hierbei verschiedene Blütenarten und Bestäubungsformen:

    Zwittrige Blüten: Diese Blüten besitzen weibliche und männliche Blütenorgane in einer Blüte. Ein Beispiel hierfür ist die Apfelbaumblüte.

    Einhäusige Pflanzen: Das sind Pflanzen, bei denen sich die weiblichen und männlichen Blüten auf derselben Pflanze befinden. Die weiblichen und männlichen Blütenorgane befinden sich, im Gegensatz zu zwittrigen Blüten, in zwei unterschiedlichen Blüten, aber auf derselben Pflanze. Mais ist beispielsweise eine einhäusige Pflanze.

    Zweihäusige Pflanzen: Bei diesen Pflanzen befinden sich weibliche und männliche Blüten auf getrennten Pflanzen. Brennnessel ist hierfür ein Beispiel.

    Selbstbestäubung bedeutet, dass die Blüte einer Pflanze von ihrem eigenen Pollen bestäubt wird. Häufig ist diese Art der Bestäubung alternativ möglich, wenn keine Fremdbestäubung erfolgt. Manche Pflanzen sind aber auch reine Selbstbestäuber. Dazu gehört beispielsweise die Erdnuss.

    Bei der Fremdbestäubung wird der Pollen einer Blüte auf die Narbe einer anderen Blüte derselben oder anderen, artgleichen Pflanze übertragen. Die Pollen können dabei über Tiere, Wind oder Wasser zur anderen Blüte transportiert werden.

    Selbstbestäubung reduziert die genetische Variabilität, daher haben sich bei vielen Pflanzenarten Mechanismen entwickelt, die eine Selbstbestäubung der Blüten verhindern sollen.

  • Bestimme, wie einige Samen verbreitet werden.

    Tipps

    Das Eichhörnchen legt sich einen Wintervorrat an und verteilt verschiedene Samen überall in seinen Verstecken.

    Einige Bauern schützen ihre Kirschbäume mit Netzen vor den Amseln.

    Löwenzahn wird aufgrund seiner Blütensamen auch als Pusteblume bezeichnet.

    Lösung

    Unter der Verbreitung von Samen versteht man den Transport der Früchte und Samen an einen anderen Ort. Man unterscheidet verschiedene Formen der Samenausbreitung. Die Ausbreitung kann durch
    Tiere,
    Wind,
    Wasser oder durch Ausschleudern der Samen aus den Früchten erfolgen.

    Es gibt Samen, die sehr leicht sind und eine Flugeinrichtung haben. Hier erfolgt die Ausbreitung über den Wind. Beispiele hierfür sind die Samen des Löwenzahns oder auch des Ahorns.

    Andere Samen nutzen Tiere für die Verbreitung. Sie haben zum Beispiel Widerhaken, wie die Samen der Klette und bleiben so einige Zeit im Fell der Tiere haften, bis sie abfallen. Es gibt auch Samen, die von Tieren gefressen werden. Zum Beispiel die Kirsche, die gerne von Amseln gefressen wird. Die Amseln fressen die Kirschen mit Samen und scheiden die Samen an einem anderen Ort wieder aus, wo diese keimen können. Auch das Eichhörnchen sammelt Früchte, wie Eicheln und Haselnüsse ein, es versteckt sie und vergisst einige über den Winter. Im nächsten Frühjahr können diese Samen auskeimen.

    Einige Samen, wie die der Kokospalme oder der Seerose werden über das Wasser verbreitet und können schwimmen.

  • Beschreibe den Ablauf der Bestäubung durch Insekten und der anschließenden Befruchtung.

    Tipps

    Zuerst muss der Pollen auf die Pflanze übertragen werden.

    Die Eizelle liegt gut geschützt in der Samenanlage des Fruchtknotens.

    Lösung

    Die Bienen sind als Bestäuber sehr wichtig für uns alle. Sie bestäuben unzählige Pflanzen an nur einem Tag.

    Vor jeder Befruchtung muss die Pflanze zunächst bestäubt werden. Hier kommen sehr häufig Bienen und andere Insekten zum Einsatz. Die Biene fliegt die Blüte an und möchte an den süßen Nektar gelangen. Hierbei nimmt sie unbemerkt den Pollen von den Staubbeuteln auf. Sie fliegt dann zur nächsten Blüte. Dort wird der Pollen auf die Narbe der Blüte übertragen. Auch das passiert, ohne dass die Biene es merkt. Nun können die Samenzellen aus dem Pollen über den Pollenschlauch in die Samenanlage gelangen. Eine Samenzelle verschmilzt mit der Eizelle zu einer Zygote, aus der der Embyro entsteht. Die Befruchtung hat stattgefunden.