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Bestimmen von Pflanzen 08:10 min

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Transkript Bestimmen von Pflanzen

Hallo! Ich begrüße euch zum neuen Thema: Wie wir Pflanzen bestimmen. Schon immer hatte der Mensch ein Interesse, die Pflanzen in seinem Umfeld zu erkunden. Denn sie sind die Lebensgrundlagen jeglichen, tierischen Lebens und damit auch die, des Menschen. Bis heute ist die genaue Anzahl der Pflanzenarten nicht bekannt, denn jährlich werden schätzungsweise, in den noch nicht erforschten Gebieten, 2000 Pflanzenarten neu entdeckt, erstmals beschrieben, benannt und systematisch in das Pflanzenreich eingeordnet. So kommt es unter anderem, dass Bestimmungsbücher umfangreicher werden. Davon gibt es verschiedene Ausführungen. Diese beiden weisen Fotografien oder Abbildungen auf, die zum Vergleich geeignet sind. Man kann also sagen: „Ja, die Pflanze sieht so ähnlich aus. Sie müsste es demnach sein.“ Besser ist, zum Beispiel, das Bestimmungsbuch “Pflanzen der Heimat”. Es ist für den Biologieunterricht geeignet. Und es ist bereits systematisch aufgebaut. Das Buch “Die Flora”, das heißt: die Pflanzenwelt, von Deutschland kann nur von Personen mit botanischen Grundkenntnissen gelesen und genutzt werden. Mein Ziel ist es, euch zu zeigen, wie man Bestimmungsschlüssel anwenden kann, um den Artnamen eines unbekannten Exemplars herauszufinden. Beginnen wir mit dieser, uns noch unbekannten Pflanzen. Es ist eine Sprossenpflanze, die allerdings bereits abgeblüht ist. Seht genauer hin. Der Stängel ist rund. Und sie hatte vier weiße Blütenblätter. Die Früchte, die Schötchen, können wir sehen. Sie sind dreieckig, fast herzförmig. Und sie reißen zur Reifezeit auf und streuen die Samen aus. Gehen wir nun den Bestimmungsschlüssel durch. Punkt eins: Der Stängel ist rund, führt uns zum Punkt zwei. Der Stängel vierkantig, führt uns zu Punkt zehn. Das trifft nicht zu. Wir lesen also bei Punkt zwei weiter. Hier steht: Vier Blütenblätter, führt uns zum Punkt drei. Fünf Blütenblätter führt uns zu Punkt zwölf. Natürlich trifft nur Punkt drei zu. Bei drei steht: Die Früchte sind Schoten oder die Früchte sind Schötchen. Auch hier kann nur vier richtig sein. Bei Punkt vier müssen wir uns entscheiden, ob die Früchte rund, elliptisch oder dreieckig, herzförmig sind. Bei Letzterem gelangen wir zu Punkt fünf. Dort steht, die Früchte enthalten bis zu 24 Samen. Das trifft auch zu. Damit sind wir bei der Lösung angekommen. Die Pflanze heißt Capsella bursa-pastoris L.. Wir mussten uns immer für das richtige Merkmal, dessen Ziffer ich rot kennzeichne, entscheiden. Damit haben wir es geschafft, dass Gemeine Hirtentäschel zu bestimmen. Kommen wir zum nächsten Beispiel. Die weißblühenden Pflanzen haben viele schon gesehen. Wer weiß aber, wie sie heißt? Aus diesem Pflanzenbestand habe ich ein Exemplar ausgewählt, welches zeichnerisch dargestellt wurde. Es ist eine Sprosspflanze, denn sie ist in Wurzel und Sprossachsen gegliedert. Was jeder sehen kann. Als Landpflanze bildet sie Blüten aus, demnach auch Früchte und Samen. Wie wir sehen können. Die Blätter sind netzadrig. Parallele Blattnervatur ist nicht zu erkennen. Damit sind wir uns sicher, eine zweikeimblättrige Samenpflanze vor uns zu haben. Aber wir können das Gewächs immer noch nicht benennen. Jetzt hilft uns nur der Blütenstand weiter. Und wir vergrößern eine Einzelblüte. Wir können vier, weiße, kreuzgegenständige und bis zur Mitte geteilte Kronblätter und sechs Staubblätter sehen, wovon zwei kürzer, und vier länger sind. Ein oberständiger Stängel, der zweigeteilt sein könnte, sitzt in der Mitte. Das sind die Blütenmerkmale, die die Familie der Kreuzblütengewächse aufweist. Kreuzblütengewächse sind einjährige oder ausdauernde Kräuter mit zwittrigen Blüten, die in der Regel diese Blütenformel haben: K4, C4, A2+4 G(2). Lest bitte die Erklärung dazu. Die Früchte der Kreuzblütengewächse sind Schoten oder Schötchen, seltener Gliederschoten, Nüsse oder Beeren. Die Blätter sind wechselständig. Wir müssen den Bestimmungsschlüssel weiterverfolgen. Im Buch heißt es, die Früchte sind mindestens dreimal so lang, wie breit. Das trifft nicht zu. Es sind also keine Schoten ausgebildet. Weiter steht, die Früchte sind höchstens dreimal so lang, wie breit. Wir müssen jetzt weitersehen unter dem Stichpunkt „siehe Kreuzblütengewächse mit Schötchen“. Die fast elliptischen Schötchen helfen uns jetzt weiter. Wir müssen noch genauer hinsehen. Und wir entdecken mit der Lupe, dass die Pflanze graugrün erscheint, weil sie eine dichte Behaarung trägt. Diese ist auch auf den Schötchen vorhanden. Nehmen wir ein anderes, ein besseres, Bestimmungsbuch. Hier steht im Schlüssel: Weiße Blütenblätter, tief, zweispaltig, Stängel bis in die Blütenregion beblättert, grauhaarig, Pflanze 20-25cm hoch. Und es folgt ein Name: Berteroa. Damit haben wir den Gattungsnamen gefunden. Anschließend gibt es eine ergänzende Beschreibung. Man erfährt, dass die, auf dem sandigen, trockenen Boden vorkommende, Pflanze, aufgrund der überall vorhandenen Sternhaare, graugrün ist. Sie ist ein- bis zweijährig. Und sie blüht von Juni bis Oktober. Wir haben es geschafft. Wir konnten die Pflanze bestimmen. Botanisch heißt die Pflanze: Berteroa incana L. (DC.). Und mit deutschem Namen ist es die „Gemeine Graukresse“. Das Wort „gemein“ deutet nicht auf eine schlechte Charaktereigenschaft hin. Nein, es bedeutet, dass die Pflanze weit verbreitet ist. Berteroa ist der Gattungsname. Incana kennzeichnet die Art. Beide Namen weisen mitunter auf kennzeichnende Merkmale und Besonderheiten der Pflanze hin. „L“ ist das Kurzzeichen des Erstbenenners. Es war Carl von Linné. „DC“ ist das Kurzzeichen des Nachbestimmers. Ich glaube, wir haben jetzt verstanden. Bestimmungsschlüssel sind bereits wissenschaftlich, erstellte Kataloge, die die Einordnung der Spezies, also der Pflanze, anhand ihrer Merkmale, bis zur Art und Unterart ermöglichen. Zum Schluss sehen wir nochmals mit geschultem Blick zurück: Wir haben verstanden, dass vor allem die Blüte, die Früchte, die Blätter, und der Standort für die Pflanzenbestimmung wichtig sein können und genau betrachtet werden müssen. Wenn es euch gefallen hat, sage ich: „Tschüss! Und bis bald. Euer Octavius.

8 Kommentare
  1. Hallo Roland, welchen Bestimmungsschlüssel verwendest Du?

    Von B Richert, vor 7 Monaten
  2. 😀

    Von Diamondprincess, vor 9 Monaten
  3. Würde nicht so gut erklärt

    Von Deleted User 653971, vor etwa einem Jahr
  4. Sehr gut erklärt

    Von Claudia Hoefer, vor etwa einem Jahr
  5. toll das es so gute erfahrene lehrer wie sie gibt

    Von Eshunchristine, vor mehr als einem Jahr
  1. huan

    Von Eshunchristine, vor mehr als einem Jahr
  2. danke mir hat das virdio echt geholfen! : )

    Von Jean0904, vor mehr als einem Jahr
  3. 😴

    Von Hristogut, vor mehr als einem Jahr
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