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Nadelgehölze im Winter erkennen 10:52 min

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Transkript Nadelgehölze im Winter erkennen

Hallo. Alljährlich wird er in Geschichten, Liedern und Gedichten gefeiert. Der weihnachtlich geschmückte Tannenbaum. Doch ist der leuchtende und glitzernde Weihnachtsbaum wirklich immer eine Tanne? Sehr oft ist es der herausgeputzte Baum nicht. Damit ihr wisst, wie man den richtigen Weihnachtsbaum erkennt und benennt, ist das Video entstanden. Mein Ziel ist es euch zu zeigen, wie man anhand der Nadeln die verschiedenen Nadelgehölze erkennen und unterscheiden kann. Viele glauben, dass alle immergrüne Nadelgewächse Koniferen seien. Koniferen sind aber nadeltragende Gehölze, die Zapfen haben. Denn Konifere heißt übersetzt Zapfenträger. Auf die Gestalt der Bäume ist nicht immer verlass. Sie kann standortabhängig angepasst und verändert sein. Egal ob sie alt oder noch relativ jung sind, wie man es am Beispiel der gemeinen Kiefer sieht. Die Gestalt ist zur Bestimmung also ungeeignet. Nicht aber die Nadeln. Die nadelförmigen Blätter der Koniferen erscheinen zunächst einheitlicher als die Blätter unserer Laubbäume. Das ist ein Trugschluss, da die gleichförmigen Blätter auf den zweiten Blick unterschiedlich sind. Ihr werdet sehen, sie sind detaillierter als man glaubt. Wir erkunden jetzt die Feinheiten. Am einfachsten ist es bei der europäischen Lärche, einem heimischen sommergrünen Nadelbaum unserer Breiten. Zum Winter wird der Baum kahl. Hier sind Zweige und restliche Nadeln bereits vom ersten Schnee bedeckt. Erst ab Ende März treiben die ersten Blätter, die in Büscheln mit 15 und mehr Nadeln stehen und ein bis drei Zentimeter lang und dünner als ein Millimeter sind. Im Spätherbst werden die Blattrosetten abgeworfen und hinterlassen die rauen Blattblasen, wie sie hier am Zweig und der Skizze erkennbar sind. Als Weihnachtsbaum kommt die Lärche natürlich nicht in Frage. Die Fichte ist der häufigste Frostbaum in Deutschland. Bei gesunden Bäumen und sauberer Umwelt werden die Nadeln fünf Jahre alt. Hier sehen wir von einer Blaufichte die silberblauen einjährigen Nadeln und grüne Nadeln im zweiten Lebensjahr. Es gibt davon drei Arten: Die gemeine Fichte, im Bild ist die Blau- oder Stechfichte zu sehen und die Sitka-Fichte, die ich hier nur nenne. Bei der gemeinen Fichte sind die einzelnen Nadeln rund um den Zweig angeordnet. Stechend spitz und vierkantig sind sie und sie sind normalerweise zwei Zentimeter lang und einen Millimeter breit. Fichten nadeln am schnellsten. Das heißt, sie verlieren eher als Kiefern und Tannen ihre Nadeln in warmen, trockenen Räumen. Die älteren, entnadelten Langtriebe sind raspelartig rau. Die Waldkiefer oder Gemeine Kiefer, sie wird auch Föhre genannt, ist die häufigste Kiefernart. Die Nadeln stehen zu zwei bis fünf in einer kurzen, trockenen, häutigen Scheide. Sie erreichen fünf bis zehn Zentimeter Länge und sind hart und spitz. Die aus Nordamerika stammende, schnellwachsende Weymouthskiefer ist an den dekorativen, langen, weichen, dünnen Nadeln gut ausfindig zu machen. Die Nadeln stehen fast büschelartig zu fünft in den Kurztrieben. Die Bergkiefer wird ebenso Latschenkiefer genannt. Sie wächst in Strauchform und trägt ihre dunkelgrünen, stumpfen Nadeln paarweise am Zweig. Diese robuste Kiefernart wächst bis zur Baumgrenze in den Bergen. Erwähnen möchte ich noch die Schwarzkiefer. Sie ist ein Forst- und Zierbaum. Die steifen Nadeln stehen zu zweit zusammen. Sie sind schwarzgrün mit auffallend gelber Spitze und sind 8 bis 15 Zentimeter lang. Deutlich länger sind die Nadeln der Gelbkiefer, die ihre hier im Bild mit Zapfen sehen könnt. Die Gelbkiefer stammt aus Nordamerika. Die graugrünen Nadeln stehen zu dritt in einem Kurztrieb und sind mehr als 20 Zentimeter lang. Die Eibe ist die älteste Baumart in Europa. Sie wächst langsam und kann maximal etwa 15 Meter hoch werden. Forstwirtschaftlich hat sie keine Bedeutung mehr. Aber als harzloser Heckenbaum kann sie sogar geschnitten werden, was für Nadelgehölze ungewöhnlich ist. Die Eibennadeln sind zwei bis vier Zentimeter lang und etwa zwei Millimeter breit. Sie sind weich, biegsam und glänzen oberseits dunkelgrün. Unterseits sind sie hell olivgrün mit schwach heller Bestreifung und dunkler umrandet. Wenn die Nadeln einzeln stehen, über 18 Millimeter lang und in der ganzen Länge gleich breit sind, wird es sich wahrscheinlich um eine Douglasie handeln. Die Nadelblätter sind von oben gesehen satt grün bis blaugrün, weich und stumpf. Unterseits erkennen wir zwei weißliche Linien der dick gestielten Nadeln. Zerreibt man die Nadeln und sie duften nach Apfelsine, haben wir ein weiteres zutreffendes Merkmal gefunden. Und wenn die entnadelten Zweige fast glatt sind, ist es mit Sicherheit eine Douglasie. Fälschlicherweise wird sie auch Douglastanne, Douglasfichte oder Douglaskiefer genannt. Von der Tanne gibt es vier Arten, welche leicht am typischen Nadelgrund zu erkennen sind, Der ist nämlich, seht her, scheibenförmig. Die bis drei Zentimeter langen Nadeln stehen spiralig am Zweig, also ringsherum. Typisch für Tannennadeln sind die beiden weißen, silbrig glänzenden Längsstreifen an der Nadelunterseite. Wenn Sie mehr oder weniger gleich lang sind und deutlich gescheitelt, handelt es sich um die heimische Edel- oder Weißtanne. Gegenwärtig nimmt der Tannenbestand in Deutschland zu. Da sie nicht so durch Stürme und Borkenkäfer gefährdet sind wie die Fichten. Fällt die Scheitelung der Nadeln weg, kann es sich um eine edelwüchsige, schöne Nordmann-Tanne handeln. Die Tanne ist in Deutschland der gefragteste Weihnachtsbaum. Und sie wird regelrecht nur für die Weihnachtsfeierlichkeiten in Deutschland und Dänemark in Reih und Glied angebaut, damit sie leicht geschlagen werden kann. Früher wurde dafür kein Boden verschwendet. Im Dezember wurde der Wald ausgelichtet und die als brauchbare aussortierten Tannen, Fichten und Kiefern kamen preiswert zum Weihnachtsbaumverkauf. Inzwischen habt ihr gemerkt, dass ich auf die immergrünen Zypressengewächse mit ihren schuppenförmigen Blättern nicht eingegangen bin. Sie sollen hier nur erwähnt bleiben. Die Zusammenfassung erledigen wir gemeinsam. Lest bitte und überlegt schon, was passen könnte. Was gehört zueinander? Die Kiefer erkennt man sofort an den paarigen Nadeln. Sie sitzen am Kurztrieb in einer häutigen Scheide. Bei der Fichte ist es auch einfach. Denn die einzeln sitzenden Nadeln sind ganz kurz gestielt, vierkantig und stechend spitz. Muss ich sie hierherschieben. Und die Eibe kannst du leicht zuordnen. Sie hat dunkelgrün glänzende Nadeln, die weich und biegsam sind. Die Tanne zuzuordnen ist auch nicht schwer. Ihre Nadeln sitzen spiralig um den Zweig herum. Sie haben eine Haftscheibe und unterseits zwei weiß-silbrige Streifen. Jetzt brauchst du bloß noch die Douglasie einzuordnen mit ihren weichen, stumpfen Nadeln. Der Nadelsaft duftet nach Apfelsine und entnadelte Zweige sind fast glatt. Ich hoffe, ihr konntet dazu lernen und es hat euch einigermaßen Spaß gemacht alles zu beobachten. Ich sage Tschüss wie immer. Euer Octavus.