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Schmetterlingsblütengewächse 09:04 min

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Transkript Schmetterlingsblütengewächse

Hallo, heute stelle ich euch auf unserer Wanderung eine Pflanzenfamilie vor: die Familie der Schmetterlingsblütengewächse. Es handelt sich hierbei um Kräuter, Sträucher und Bäume. Die Familie der Schmetterlingsblütler, so kann man sie auch nennen, ist sehr arten- und formenreich. Hier sieht ihr die Blüten des Besenginsters, der ein kniehoher bis mannshoher Strauch ist. Seine Zweige sind vierkantig und grün. Und er blüht im Mai und im Juni. Besenginster meidet kalkhaltige Böden. Er wächst in Heiden an Autobahnen und in bodensauren Eichenwäldern. Bereits im Juni werden die Früchte, die behaarten Hülsen, ausgebildet, wie es auf dem zweiten Foto zu sehen ist. Sieh dir in Ruhe die Gestalt des Besenginsters auf der Zeichnung an. Der Goldregen blüht ebenfalls im Mai und im Juni. Seine Blüten schmücken mit goldgelben Trauben. Wir finden den Zierstrauch aufgrund seiner Blütenpracht zunehmend in Städten. Doch Vorsicht ist geboten. Aus diesen herrlichen Blüten gehen seitenhaarige Hülsen, die giftige Samen enthalten. Die Robinie oder Scheinakazie ist ein bis zu 25 Meter hoher Baum mit graubrauner, tief längsrissiger Rinde. Sie stammt aus Nordamerika und sie wurde wegen ihres harten und zähen Holzes eingebürgert und angebaut. Das Holz verwendet man für Sportgeräte. Die Blüten hängen in weißen Trauben. Hier sind sie noch nicht ganz aufgeblüht. Wenn sie sich entfalten, werden sie von Bienen besucht. Robinienhonig ist besonders lecker. Aus den Blüten gehen wiederum Hülsen hervor, die später ihre Samen ausstreuen. Die Blätter der Robinie sind typisch für Schmetterlingsblütler. Die Blattfläche ist in kleine Blättchen aufgegliedert. Wir sagen, das Blatt ist unpaarig gefiedert. Unpaarig, weil noch ein einzelnes, ein ständiges Blättchen zu sehen ist. Genauso unpaarig gefiedert, aber kleiner sind die Blätter vom amerikanischen Christusdorn, der Gleditschie. Links wird der kriechende Weißklee und rechts der Rotklee, oder Wiesenklee, zeichnerisch dargestellt. Beide Pflanzen sind ausdauernd. Die weißen und roten Blüten stehen in kugeligen Köpfchen und sie blühen von Mai beziehungsweise Juni bis in den September hinein. Wir finden beide Kleearten auf Wiesen, Weiden und den Weißklee sogar im Rasen. Früher wurde Klee recht häufig als Futterpflanze angebaut. Das hat seinen Grund. Die Pflanzen leben nämlich in Symbiose mit Stickstoffbakterien. Klee, Luzerne und Lupine als Schmetterlingsblütler haben deshalb große Bedeutung in einer nachhaltigen, ökologischen Landwirtschaft. Leider wurden die Schmetterlingsblütler oft durch Mais, der eine höhere Biomasse liefert, verdrängt. Hier seht ihr den Feld- oder Hasenklee. Es ist eine einjährige, bis 30 cm hohe Pflanze mit rötlich werdenden Blütenköpfchen, die an ein Hasenschwänzchen erinnern. Er kommt auf sandigen Äckern und sandigen Hügeln vor und zeigt einen kalkarmen Boden an. Man kann ihn auch auf dürrem Boden anbauen. Die schwarze Blatterbse bildet Blätter mit fünf bis sechs Paaren eiförmiger Blättchen aus, was gut zu sehen ist. Sie wächst flach über den Boden, weil sie keine Wickelranken hat, was eine Besonderheit für die Blatterbse ist. Seht euch die Hülsen an, dann wisst ihr, warum sie so genannt wird. Zur Ergänzung und zum Vergleich blenden wir noch die Früchte vom Erbsenstrauch ein, der keine Erbsen liefert, sondern ein Zierstrauch ist. Seine Hülsen ähneln denen der Erbsen. Doch kommen wir zu den Merkmalen der Schmetterlingsblütler im Überblick. Die meist fünf gelben Blüten des gemeinen Hornklees sitzen gedrängt in einer Dolde. So können sie uns leider nicht gleich alle Blütenbestandteile verraten. Glücklicherweise habe ich noch vom Ginster und von der Gartenwicke Fotoaufnahmen zergliederter Blüten. Wir sehen: Die Blüte besteht aus der Fahne, den beiden Flügeln, die mehr oder weniger frei sitzen, dem Blütenstiel mit dem Blütenkelch und dem Schiffchen, das von zwei Blütenblättern gebildet wird. Im Schiffchen befindet sich die Staubblattröhre, die das Fruchtblatt umschließt. Vom Fruchtblatt schaut der spiralig gewundene Griffel hervor. Treffen die Merkmale dieser Blüte auch für andere Blüten zu? Untersuchen wir die Blüte einer weiß blühenden Form der Gartenwicke. Besser ist der fünfzipfelige Blütenkelch erkennbar. Und man kann die Staubblätter etwas besser auszählen. Neun bilden die Röhre und oberseits ist das Zehnte über dem Fruchtblatt angeordnet. Die Blütenformel lautet: K(5) C5 A(10) oder A(9)+1 G1. Oberständig. Das heißt übersetzt: Fünf verwachsene Kelchblätter bilden den Blütenkelch. Es sind fünf Kronblätter vorhanden und der Staubblattkreis besteht aus neun verwachsenen Staubblättern, die eine Staubblattröhre bilden und einem freiem Staubblatt. Ein Fruchtblatt sitzt in der Mitte. Es ist oberständig. Zusammengefasst lesen wir: K(5) C5 A(10) G1. Oberständig. Hier ist eine Wickenhülse an der Öffnungsnaht aufgetrennt worden. Die Hülse ging aus nur einem Fruchtblatt hervor. Die noch grünen Samen werden bis zur Reife dunkelbraun bis schwarz. Ganz ähnlich ist die Hülse der Erbse aufgebaut. Erbsen sind Hülsenfrüchtler. Sie haben keine Schoten. Bohnen gehören ebenso zur Familie der Schmetterlingsblütengewächse. Hier seht ihr die Sorte Blauhilde, die nach dem Kochen genauso grün aussieht wie andere grüne Bohne. Der blaue zelluläre Farbstoff zerfällt beim Kochen. Doch nun das wichtigste in der Zusammenfassung: Wir konnten heute lernen, dass Schmetterlingsblütengewächse eine sehr artenreiche und formenreiche Pflanzenfamilie bilden. Es gehören Kräuter, Sträucher und Bäume dazu. Die Pflanzenfamilie kann in der Regel recht schnell über die paarig und unpaarig gefiederten Blätter ausfindig gemacht werden. Die Arten sind anhand ihrer typischen Blütenmerkmale eindeutig erkennbar. Ich danke für die Aufmerksamkeit und ich hoffe euer Interesse für die Pflanzenwelt gestärkt zu haben. Tschüss.

10 Kommentare
  1. sehr gut

    Von Wibkerohmer, vor etwa einem Jahr
  2. gut

    Von Wibkerohmer, vor etwa einem Jahr
  3. Sehr gutes Video

    Von Falkaoldenburg, vor etwa einem Jahr
  4. Schmetterlingsblütler bilden Hülsen, wie z.B. die Erbse, Bohne, Linse, Robinie und so weiter. Daher werden sie auch als Hülsenfrüchtler bezeichnet.

    Von Roland Hesse, vor fast 2 Jahren
  5. ssseeehhhrrr ggguuuttt

    Von jursch l., vor fast 2 Jahren
  1. wie ist die fruchtform von den schmetterlinsblütlern???????????

    Von jursch l., vor fast 2 Jahren
  2. Verdammt gutes Video, nur schade das fast niemand einen Kommentar gibt

    Von Kwortmann, vor fast 2 Jahren
  3. richtig gut (mein Lieblings tutor) (;

    Von rouven s., vor etwa 2 Jahren
  4. Sehr gutes Video, toll erklärt. :-) ;-)

    Von Jonas Nelly b., vor fast 3 Jahren
  5. Video lädt nicht...
    unbedingt beheben
    Ps: hängt nicht mit meinem Wlan oder PC zusammen.

    Von Eva Bohrmann, vor mehr als 4 Jahren
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