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Die Kartoffel 07:49 min

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Transkript Die Kartoffel

Hallo! Schön, dass ihr wieder dabei seid. Hier ist sie - die wundervolle Kartoffelknolle. Damit ist das Thema genannt. Ich will euch heute Ausführungen über die Geschichte, die Inhaltsstoffe und den Anbau der Kartoffel machen. Außerdem erfahrt ihr etwas über die Schädlinge und die Verwertung einiger Sorten. Vor fast 500 Jahren kannte man in Europa die Kartoffel nicht. Die Pflanze stammt nämlich aus den Anden in Südamerika. Dort baute ein Indianer die Kartoffeln als Nahrung an. 1525 drangen spanische Eroberer und Goldsucher in das Reich der Ureinwohner, den Inkas, ein. Sie entdeckten die Kartoffelknollen und nahmen sie als Reiseproviant und als Geschenk für den spanischen König mit. Aufgrund der schönen Blüten wurden die Wildformen der Kartoffelpflanzen zunächst als Zierpflanzen im botanischen Garten des Königs gehalten. Denn man beachtete die Knollen nicht so recht, da sie noch klein waren. Als der Papst erkrankte, sandte der spanische König Kartoffeln als heilende Früchte nach Rom. Weil die sonderbaren, braunen Knollen wie wertvolle Trüffel aussahen, nannte man sie „Tartuffeln“. Der Papst gab die Tartuffeln weiter und 1651 kamen sie schließlich in den Berliner Lustgarten des damaligen Fürsten. Inzwischen sind 200 Jahre vergangen. In den botanischen Gärten wurden von Jahr zu Jahr immer nur die größten Knollen zur ungeschlechtlichen Vermehrung ausgewählt. 1740 übernahm Friedrich II. von Preußen den Thron. Das Volk litt damals großen Hunger. Er verordnete den Anbau von Kartoffeln und verschenkte sogar Saatkartoffeln. In Mitteleuropa breitete sich dennoch der Anbau langsam aus, da einige Bauern aus Unkenntnis die giftigen Beerenfrüchte und nicht die Knollen verzehrten. Nach weiteren Getreidemissernten und dem Erlernen des Kartoffelanbaus und der Verwertung der Knollen wurde die tolle Knolle zum Grundnahrungsmittel. Das Bildnis von Vincent van Gogh heißt „Die Kartoffelesser“ und es gibt uns Einblick in jene Zeit. Die Kartoffel besitzt wertvolle Inhaltsstoffe. Hier einige durchschnittliche Werte: Zu 78 % besteht sie aus Wasser, das 1 % der Mineralien aufnimmt. Weiterhin sind 18 % Kohlenhydrate und 2 % Eiweiß enthalten. Etwa 100 g Kartoffelzellen enthalten 17 mg Vitamin C. 1 % fehlt noch, das entfällt auf die Schale. Sehen wir uns die ovale Kartoffelknolle genauer an. Hier ist der Nabel zu sehen. Gegenüberliegend sind die Augen. So heißen die Vertiefungen, die Bildungsgewebe für neue Sprosse haben. Die Bildungsgewebe, die wir seitlich an der Knolle finden, werden zu neuen Wurzeln austreiben. Natürlich ist die Knolle von einer hellbraunen Schale umgeben. Wenden wir uns dem Anbau der Kartoffel zu: Im April werden die Kartoffeln gelegt. Das heißt sie kommen im Abstand von zirka 50 cm in eine gezogene Furche, die zugedeckt und später angehäufelt wird. Die sich erwärmende Erde mit hinreichender Feuchte ist ideal für die Entwicklung der Pflanze aus den Knollen. Die Mutterknolle hat reichlich Stärke als Kohlenhydrat gespeichert und sie kann anfangs viele Baustoffe für die Sprosse liefern, die schnell aus der Erde schießen. Im Nu ist das Kraut da und die Mutterknolle schrumpft bis die Pflanze selbstständig geworden ist und voll ergrünt, blüht und Früchte ansetzt. Das Anhäufeln führt dazu, dass Triebe aus der Sprossachse in die Erde hineinschieben. An den Enden der Triebe bilden sich neue Knollen. Die Mutterknolle verbrauchte natürlich auch Reservestoffe für die Bildung der Wurzeln. Wir sehen, dass sie jetzt beginnt zu schrumpfen. Wir konnten sehen, dass die Sprossachsen, die im Dunkeln liegen seitlich austreiben. Demnach sind die entstandenen Knollen ihrer Herkunft nach Sprossknollen. Sehen wir uns den Bau des Blattes an. Wir sehen, dass das Blatt aufgefiedert ist. Wir sagen, es ist unpaarig gefiedert und es besitzt kleine Nebenblättchen. Die Blätter erzeugen photosynthetisch Glukose. Die Glukose wird in Stärke verwandelt und in der Sprossknolle gespeichert. Früher erntete man die Kartoffeln mit der Rodehacke und man musste sie lesen. Das heißt alle aufheben und in Körben einsammeln. Heute übernehmen diese Tätigkeiten Kartoffelvollerntemaschinen. Bevor die Ernte heranrückt, hat der Bauer viel zu tun. Die Felder müssen vom Unkraut und Kartoffelkäfern befreit werden. Eigentlich sind es die Larven des Kartoffelkäfers, die die Blätter fressen um heranzuwachsen. Seltener treten Schäden durch Drahtwürmer an den Knollen auf. Drahtwürmer heißen die Larven von Schnellkäfern. Am schlimmsten ist die Krautfäule. Normalerweise trocknet das Kartoffelkraut im Spätsommer oder Frühherbst je nach Kartoffelsorte ab. Hier sind durch die Erreger der Krautfäule alle oberirdischen Pflanzenteile vernichtet worden. Da lohnt sich kaum die Ernte. Sehen wir uns die Verwendung einiger Kartoffelsorten an: Adrette ist eine mittelfrühe Speisekartoffelsorte. Sie ist mehlig-kochend. Die Sorte Erntestolz können wir ebenfalls dazurechnen. Auch sie ist nach dem Kochen mehlig. Linda ist eine festkochende Sorte und daher für Eintöpfe sehr gut geeinigt. Die Sorte Europrima ist früh reif und sie findet für Chips und Püree Verwendung. Und die Sorte Markies solltet ihr euch merken. Die mittelspäte Sorte ist für die Erzeugung von Pommes geeinigt. Zum Schluss will ich noch die Sorte Tomba nennen. Es ist eine reine Stärkekartoffel, sie wird also für die Stärkegewinnung angebaut. Ich hoffe, es hat euch gefallen und ihr konntet etwas dazu lernen. Ich sage tschüss, bis zum nächsten Mal. Ciao!

4 Kommentare
  1. Vielen Dank an die Redaktion. Ich hatte noch als Kind das Glück, in den Herbstferien Kartoffeln lesen zu dürfen. Die Bäuerinnen kochten für uns leckere Kartoffelsuppe. Dabei lernte ich, was man im Video sah. Was in den Lehrbüchern der Länder und Bundesländer steht, kann ich heute nicht einschätzen, es ist auch nicht erheblich, denn Sofatutor bietet hier sehr gutes Lernmaterial.

    Von Roland Hesse, vor 9 Monaten
  2. Hallo Abeckhoff,
    kennen Sie schon unsere Themenseiten? Wir haben auch eine Seite zum Thema Gemüse. Dort finden sie mehrere Videos mit Übungen zur Kartoffel. Vielleicht hilft dies Ihrer Tochter besser weiter. https://www.sofatutor.com/sachunterricht/tiere-und-pflanzen/pflanzen-und-ihre-fruechte/gemuese
    Liebe Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor 9 Monaten
  3. Entspricht nicht den Inhalten des Unterrichts meiner Tochter.

    Von Abeckhoff, vor 9 Monaten
  4. ist sehr gut

    Von Hubertus L., vor fast 2 Jahren