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Krokusse 05:16 min

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Transkript Krokusse

Willkommen. Inzwischen sind seit unserer Schneeglöckchen-Exkursion mehr als zwei Wochen vergangen. Unser Thema lautet heute: Krokusse als Frühblüher. Wir finden sie vorwiegend in Ziergärten und im Rasen von Parkanlagen im zeitigen Frühjahr in großer Farbenfülle. Es gibt etwa 80 Arten, die der Untergattung Krokus in mehreren Untergruppen zugeordnet werden. Hinzukommen noch die Züchtungen, die uns als Krokus-Hybriden zur Zierde bekannt sind. Krokusse, die im Herbst blühen - hier im Bild links - sollte man nicht mit der Herbstzeitlosen, die den gleichen Blütenzeitraum hat, verwechseln, denn die Pflanze ist wegen des Colchizins stark giftig. Hier sehen wir den Austrieb im Frühjahr. Die kräftigen sattgrünen Blätter welken zum Sommer hin ab und im Herbst erscheinen die leicht violetten Blüten wie aus dem Nichts ohne Blätter aus der Erde. Die Blüten beider Arten ähneln sich sehr. Doch sehen wir uns die Blüte einer gezüchteten Krokusart an. Die Narbe des Fruchtblattes ist dreigeteilt und aufgefiedert. Die Hummel hat sich schon am klebrigen Nektar bedient und verlässt gerade mit Pollen beladen die Blüte. Es erfolgt eine Insektenbestäubung der zwittrigen Blüte. Bereits beim Zergliedern der Blüte einer Wildform fällt auf, dass alle Blätter - auch die grünen Laubblätter - zu einer Röhre verwachsen sind. Hier sind die sechs Blütenblätter, drei Staubblätter und scheinbar ein Fruchtblatt mit einem Stück des langen Griffels zu sehen. Ergänzen will ich noch, dass die Blütenblätter in zwei Kreisen angeordnet sind. Die drei inneren sind oft kleiner als die drei äußeren. Die gesamte Krokuspflanze kann durchaus mehr als 20 Zentimeter messen. Wir sehen die linealischen Blätter, eines der Hüllblätter und die Knolle, mit der sie über den Sommer, Herbst und Winter kommt. Krokusse haben also eine lange Entwicklungsruhe. Einen Stängel konnte ich nicht finden. Mikroskopiert man das weibliche Fortpflanzungsorgan, zum Beispiel den Griffel, bemerkt man, dass es aus drei verwachsenen Fruchtblättern besteht. Nach der Bestäubung und Befruchtung entsteht aus dem tiefsitzenden, schmalen Fruchtknoten eine dreifächrige Kapsel mit vielen Samen, die sich mit der Samenreife aus dem Boden erhebt. Beim Video “Das Schneeglöckchen” habe ich euch nicht vollends das Innere der Blüte zeigen können. Das holen wir nach. Wir sehen die drei Blütenblätter, drei Blütenblätter die eine Röhre bilden und die sechs röhrenbildenden Staubblätter, die ich einzeln oben ablegte. Der Griffel besteht aus drei verwachsenen Fruchtblättern. Auffallend ist, dass die Zahl drei oft erscheint. Vergleicht man die Überdauerungsorgane im Längsschnitt, sieht man deutlich die Unterschiede zwischen beiden Pflanzen. Der Krokus hat eine Knolle, das Schneeglöckchen eine Zwiebel. Das ist einer der Gründe, weshalb sie verschiedenen Pflanzenfamilien zuzuordnen sind. Krokusse gehören zur Familie der Schwertliliengewächse und das Schneeglöckchen zur Familie der Amaryllisgewächse. Zusammenfassend möchte ich sagen: Krokusse erfreuen uns in erster Linie als Zierpflanzen. Das Wort Krokus kommt aus dem Griechischen und bedeutet Faden. Es ist wohl damit die lang gestreckte Form der Fruchtblätter einiger Arten gemeint. Eine Krokusart, der im Herbst blühende Krokus Sativus, hat Bedeutung: die langen, aufgegliederten Griffel und Narben der Pflanzen werden gesammelt und zu feinem Safran aufgemahlen. Krokusse sind keine Heilpflanzen, sie sind eher schwach giftig. Die Pflanzenfresser lernen schnell, sie zu verschmähen. Letzten Endes können wir uns in Mitteleuropa an den herrlichen Blüten der Krokusse erfreuen und Feinschmeckern kommt Safran als Gewürz zugute. Ich hoffe, ich konnte wieder dein Interesse wecken und ich sage Tschüss bis zum nächsten Mal.

2 Kommentare
  1. Wp 000233

    Sehr schöner Vortrag, vor allem, dass Krokusse giftig sind.

    Von Juliane Viola D., vor mehr als 4 Jahren
  2. Default

    danke

    Von Deleted User 68375, vor etwa 5 Jahren