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Die Sonnenblume 06:42 min

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Transkript Die Sonnenblume

Hallo, herrlich, so ein Sonnenblumenfeld. Heute will ich euch Sonnenblumen vorstellen. Und wir finden heraus, in welche Pflanzenfamilie sie gehören. Auch erfahrt ihr, wie man Pflanzenöl ganz einfach nachweisen kann. Ich habe ein Pflanzenexemplar ausgewählt, um Wichtiges zeigen zu können. Die Sonnenblume erreichte eine Höhe von fast drei Metern. Wir sehen die behaarte Sprossachse, die fast herzförmigen Blätter, einige Blütenknospen und die Blütenscheibe. Es handelt sich hierbei um einen Blütenstand. Das heißt, in dieser Scheibe mit tieferem Boden sind viele Einzelblüten vereint. Bei heranreifenden Blütenständen bilden die Hüllblätter eine Art Korb. Doch wie kam die Sonnenblume zu ihrem Namen? Früher glaubte ich immer, dass dies auf die goldgelben Blütenblätter zurückgeht. Heute weiß ich, dass es vor allem damit zusammenhängt, dass die oberen Blätter und Knospen tagsüber dem Lauf der Sonne folgen. Sie wenden sich immer dem Licht zu, von Osten bis Westen. Noch bevor die Sonne untergegangen ist, beginnen sie sich wieder zurück zu drehen. Die Photosyntheseleistung soll dadurch um nahezu zehn Prozent gesteigert werden. Sehen wir uns den Blütenstand an. Er besteht aus circa 1000 bis maximal 2000 Einzelblüten. Die weithin leuchtenden gelben, heißen Zungenblüten. Sie bilden den Schauapparat, denn sie locken Insekten an, sind aber selbst unfruchtbar. Es soll bis zu 69 Lockblüten geben. Sie können von tiefrot, braun, sattgelb bis hellgelb gefärbt sein. Von einer solchen Zierform habe ich bereits einen Längsschnitt der Blüte gefertigt und fotografiert. Wir sehen den flachen, markigen Blütenboden, der die vielen Röhrenblüten und Zungenblüten aufnimmt. Die Blüten sind dicht gedrängt und sitzen wie auf einem Korbboden zusammen. Deshalb ordnet man die Sonnenblumen der Familie der Korbblütler, auch Korbblütengewächse genannt, zu. Die Röhrenblüten stehen in der Achse eines Spreublattes. Zwei Kelchblätter trägt der unterständige Fruchtknoten. Eine fünfzipfelige gelbbraune Blütenröhre wird von fünf verwachsenen Blütenblättern gebildet. Die fünf Staubblätter bilden ebenfalls eine Röhre, durch die der Stempel hindurchwächst. Zuerst wird der Pollen gebildet, der vom emporwachsenden Griffel herausgedrückt wird. Die Blüten reifen nacheinander von außen nach innen. Dann spreizen sich die beiden Narbenäste und im Fruchtknoten reift die Eizelle. Die Narbe des Fruchtblattes, auch als Stempel bekannt, kann dann vom Fremdpollen bestäubt werden. Die zwittrigen Röhrenblüten sind also vormännlich. Zuerst wird der Pollen gebildet. Nach der Bestäubung und Befruchtung entwickelt sich aus jeder Blüte ein Sonnenblumenkern. Das ist hier in den Schnittbildern gut zu sehen. Die unreifen Samen tragen noch die Blütenröhre, die aber bald abtrocknet. Nach dem Verblühen sehen die Fruchtstände interessant aus. Die Samen ergeben in ihrer Anordnung ein besonderes, spiraliges Muster. Ursprünglich stammt die Sonnenblume aus dem nördlichen Mexiko und dem südlichen Alaska. 1510 brachten die Spanier die ersten Pflanzen nach Madrid. Bis ins 18. Jahrhundert wurden die Sonnenblumen als Zierpflanzen gehalten. Sicherlich hast du schon einmal Sonnenblumensamen geknackt. Die schmecken lecker. Doch, was isst man dann hauptsächlich? Einen Inhaltsstoff kann man leicht nachweisen und zwar mit der Fettfleckprobe. Auf einem Löschblatt werden Samen zerquetscht. Es tritt eine Flüssigkeit aus, die ich umrande. Daneben setze ich einige Wassertropfen. Ich umrande die feuchte Stelle ebenfalls. Nun will ich das Ganze trocknen lassen. Damit es schneller geht, setze ich einen Ventilator ein. Was ist geschehen? Das Wasser verdunstete, die Linie ist noch da. Das Öl blieb. Es beginnt sogar, über die Umgrenzung hinauszuwandern. Wenn das Ergebnis so aussieht, haben wir ein fettes Öl nachgewiesen. Die Sonnenblume ist also eine Ölpflanze. Heute nimmt die Sonnenblume unter den Ölpflanzen auf ihren weltweiten Anbauflächen den dritten Platz nach der Sojabohne und dem Raps ein. Die Sonnenblume wird aber auch noch anders genutzt. Die grünen Pflanzenteile weiß der Landwirt als Grünfutter und für Silage zu schätzen. Die trockenen Pflanzenteile können zu Cellulose und Brennmaterial verarbeitet werden. So, ich hoffe, ihr konntet alles verstehen und wir sehen uns bald wieder. Tschüss.

8 Kommentare
  1. Tatjana ohne rahmen

    Hallo Rafaat Radwa,
    leider hat dieses Video noch kein Transkript. Wenn Transkripte bereits vorhanden sind, befinden sich diese direkt unter dem Video.
    Liebe Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor 5 Monaten
  2. Default

    hallo, haben sie transkript fuer sachunterricht videoes

    Von Raafat Radwa, vor 5 Monaten
  3. Himmelsscheibe nebra

    Hallo Nil, - gute, weiterführende Frage. Du beziehst dich sicherlich auf den hauptsächlichen, stofflichen Nutzen der Pflanze und die Fettfleckprobe, die ich zeigte. Nun, die Sonnenblume betreibt Fotosynthese. Dabei entsteht im Zellplasma Glucose, die Ausgangsstoff für die Bildung verschiedenartiger Fettsäuren und Glycerin und vieles mehr sein kann. Aus einem Molekül Glycerin und drei Fettsäuremolekülen entsteht ein großes Fettmolekül. Je nachdem wie es zusammengesetzt ist, haben wir es mit einem Öl(Sonnenblumenöl) oder festen Fett zutun(Kokosfett).

    Von Roland Hesse, vor 9 Monaten
  4. Default

    wie ist der Stoffwechsel der Sonnenblume ?

    Von Nil U., vor 9 Monaten
  5. Pd 12 file 002

    Ich finde das Video gut aber es war schwierig zum verstehen. Danke ;)

    Von Yaira y., vor 9 Monaten
  1. Einhorn

    interesant :) Vielleicht etwas kürzer könnte es sein

    Von Chrissipapou 1, vor 11 Monaten
  2. Default

    Danke :)

    Von Mikespreda, vor fast 2 Jahren
  3. Default

    Danke :)

    Von Genta H., vor etwa 5 Jahren
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