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Pflanzen verschiedener Standorte 04:27 min

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Transkript Pflanzen verschiedener Standorte

Hallo, mein Name ist Steffi. Ich möchte Euch heute zeigen, wie Pflanzen an verschiedene Standorte angepasst sind, die ihnen extreme Lebensbedingungen bieten. Betrachten wir dazu drei unterschiedliche Standorte. Den trockenen, den feuchten und zuletzt den salzigen Standort. Beschäftigen wir uns zunächst mit der Angepasstheit an einen trockenen Standort. Pflanzen die hier wachsen, nennt man Trockenpflanzen. Sie besitzen oftmals dicke, fleischige Laubblätter die ihnen als Wasserspeicher dienen. Ihr könnt dies sehen, bei der Fetthenne. Dieser wird auch Mauerpfeffer genannt. Die Blätter besitzen zudem häufig eine Wachsschicht. Oder, wie bei der Königskerze, einen dichten Haarfilz. Diese Merkmale dienen dazu, die Wasserverdunstung zu verringern. Die Wurzeln der Trockenpflanzen sind sehr tiefreichend, um an tiefliegende Wasserquellen zu gelangen. An dem extremen Standort der Wüste, zeigen Kakteen weitere Anpassungsmerkmale. Hier wurden die Laubblätter zu Dornen umgewandelt. Somit wurde die Blattoberfläche noch weiter verringert. Dies hat den Vorteil, dass die Wasserverdunstung sinkt. Zudem sind sie in der Lage, in der grünen Sprossachse die oft säulen- oder kugelförmig ist, Wasser zu speichern, um dieses in besonders trockenen Zeiten zu nutzen. Kommen wir nun zu dem feuchten Standort. Pflanzen die hier wachsen nennt man Feuchtpflanzen. Diese wachsen dort wo Wasser reichlich vorhanden ist. Wie zum Beispiel am Ufer von Bächen. Sie benötigen keinen Verdunstungsschutz. Sondern müssen dafür sorgen, dass der Wasserdampf abgegeben wird. Diesen Vorgang nennt man auch Transpiration. Wie erreichen sie das? Zum Einen bilden sie großflächige, weiche und dünne Blätter, um möglichst viel Wasser zu verdunsten und zum Anderen wurzeln sie nur sehr flach. Als Beispiel wäre die Sumpfdotterblume zu nennen. Dann gibt es noch die sogenannten Schwimmpflanzen. Wie zum Beispiel die Seerose. Sie besitzen Schwimmblätter die mit Luftkammern gefüllt sind. Zudem haben sie seitenförmige Blattstiele, die als Luftkanäle dienen. Diese transportieren Sauerstoff zu den Wurzeln und dem Spross. Die Wurzeln der Schwimmpflanzen dienen nun nur noch der Verankerung im Gewässerboden und nicht mehr der Wasseraufnahme. Zuletzt betrachten wir einen salzigen Standort. Wie beispielsweise das Wattenmeer. Hier wachsen Salzpflanzen. Dazu zählt auch der Queller. Wir wissen, dass zu viel Salz Pflanzen schädigen kann. Also möchte der Queller so wenig Salzwasser aufnehmen wie möglich. Seine Blätter sind klein, fleischig und dick, damit die Wasserverdunstung gering bleibt. Das gespeicherte Wasser in den Blättern hilft ihm, das Salz aus dem Meerwasser zu verdünnen. Diese Anpassung erinnert uns an die Trockenpflanzen. Fassen wir zusammen: Die Pflanzen sind sichtbar an verschiedene Standorte angepasst. Bei trockenen Standorten ist die Transpiration verringert. Die Pflanzen haben daher im Laufe der Evolution einen Verdunstungsschutz entwickelt und können Wasser speichern. Bei feuchten Standorten liegt eine erhöhte Transpiration vor. Hier ist ein Verdunstungsschutz nicht mehr nötig. Im Gegenteil, die Anatomie der Blätter sorgt für eine hohe Wasserdampfabgabe. Bei salzigen Standorten ist die Transpiration verringert. Und die Pflanzen besitzen, wie auch die Trockenpflanzen, einen Verdunstungsschutz. Tschüss. Und bis bald.

1 Kommentar
  1. Nennen Sie mir bitte Hydrophyten, die keine Verdunstungsschutzeinrichtungen haben.

    Von Roland Hesse, vor fast 7 Jahren