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Merkmale zum Bestimmen von Pflanzenfamilien 07:44 min

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Transkript Merkmale zum Bestimmen von Pflanzenfamilien

Hallo, mein Name ist Steffi. Wenn Du das Wort Familie hörst, denkst Du sicher an Vater, Mutter und Kind. Es gibt aber auch in der Pflanzenwelt Pflanzenfamilien. Diese werden zum Beispiel anhand ihrer charakteristischen Blütenformen eingeteilt. In diesem Video möchte ich Dir verschiedene Merkmale zum Bestimmen von Pflanzenfamilien zeigen. Du lernst also die Blütenformen der Rosengewächse, Lippenblütler, Schmetterlingsblütler, Korbblütler und Kreuzblütler kennen. Auch Blattformen einheimischer Bäume werde ich Dir zeigen. Bevor wir anfangen, möchte ich Dir nochmal kurz den Aufbau einer Blüte zeigen: Blüten können zwar sehr unterschiedlich aussehen, trotzdem verfügen sie oftmals über gemeinsame bauliche Merkmale. Da wären die Sprossachse, das Kelchblatt und Kronblatt sowie die Staubblätter, der Fruchtknoten, der Griffel mit der Narbe. Starten wir mit den Blütenformen und schauen uns zuerst die Rosengewächse an. In diese Pflanzenfamilie gehören natürlich Rosen, aber auch viele Obstsorten wie der Apfel. An der Apfelblüte kann ich Dir die Blütenform am besten erklären. Sie besteht aus fünf Kelch- und fünf zartrosafarbenen Kronblättern. In der Mitte befinden sich viele Staubblätter. So ähnlich sehen auch die Blüten der anderen Rosengewächse aus. Die Lippenblütler haben eine ganz andere Blütenform. Die Blüten der Lippenblütler bestehen aus fünf Kelchblättern, die im Laufe der Evolution miteinander verwachsen sind sowie aus fünf Kronblättern. Auch Staubblätter sind zu finden. Die Blüte sieht aus wie eine Lippe und es wird daher unterschieden zwischen Oberlippe und Unterlippe. Zu den Lippenblütlern zählen die Taubnessel und Kräuter wie der Salbei. Die Schmetterlingsblütler haben eine Blütenform, die an einen Schmetterling erinnert. Die Blüte besteht aus fünf verwachsenen Kelchblättern und fünf Kronblättern sowie zahlreiche Staubblätter. Das Auffällige ist das nach oben gerichtete Blütenblatt, welches auch als Fahne bezeichnet wird. Seitlich befinden sich die Kronblätter, die als Flügel bezeichnet werden. Die beiden vorderen Kronblätter werden als Schiffchen bezeichnet. Zu den Schmetterlingsblütlern gehören die Hülsenfrüchte, wie zum Beispiel die Erbse. Kommen wir jetzt zu den Korbblütlern. Die Sonnenblume gehört in diese Familie. Du kennst sicherlich die große Blüte der Sonnenblume. Es ist jedoch keine einzelne Blüte, sondern ein Blütenstand. In diesem sind ganz viele Einzelblüten. Schauen wir uns zunächst die Blütenformel an. Die Blüten besitzen wenig bis gar keine Kelchblätter und Kronblätter sind zu einer Röhre verwachsen. Innen liegen die Staubblätter. Die vielen Einzelblüten sitzen in einem grünen Hüllkelch, dem sogenannten Körbchen, ganz dicht beieinander. Diese Blüten bilden den Rand. Man nennt sie auch Zungenblüte. Und in der Mitte der Blütenscheibe sind viele kleine Röhrenblüten, die so aussehen. Auch Margeriten oder Gänseblümchen haben eine solche Blütenform. Zu den Kreuzblütlern zählt zum Beispiel der Raps. Die Blütenform dieser Pflanzenfamilie erinnert an ein Kreuz. Die Blüte besteht aus vier Kelchblättern und vier Kronblättern sowie aus sechs Staubblättern. Du siehst also: Es gibt sehr viele verschiedene Blütenformen. Wir schauen uns nun ein Beispiel an, die rote und die weiße Taubnessel. Das sind beides unterschiedliche Arten. Zur Erinnerung: Zu einer Art zählt man Lebewesen, die sich untereinander fortpflanzen können. Die beiden Taubnesseln können sich untereinander nicht fortpflanzen. Daher sind sie zwei unterschiedliche Arten. Dennoch haben sie Gemeinsamkeiten, wie zum Beispiel die Blütenform. Um dies zu verdeutlichen, zählen sie beide zur gleichen Gattung. Eine Gattung kann aus mehreren Arten bestehen. Neben der Blütenform gibt es noch weitere Pflanzenmerkmale, die auf eine Verwandtschaft hindeuten, wie die Blattform. Daher schauen wir uns nun die Blattform einheimischer Bäume an. Es gibt Blätter, die sind eiförmig. Die sehen so aus. Du kannst sie zum Beispiel bei der Buche oder der Birke finden. Eine weitere Blattform ist herzförmig. Die Blätter erinnern aufgrund ihrer Form an ein Herz. Die Linde hat solche Blätter. An den Weiden findest Du diese Blattform. Sie ist sehr lang und man nennt sie „lanzettlich“. Diese verschiedenen Merkmale helfen Dir, in der Natur Pflanzenarten zu bestimmen. Versuchen wir das mal. Schau Dir mal diese Pflanze an: Welche Blütenform sehen wir hier? Richtig, dies ist eine Blüte der Rosengewächse. Und nun kennst Du einige Arten, die diese Blütenform besitzen und kannst daher leichter diese Pflanzenart bestimmen. Hierbei handelt es sich um die Blüte einer Birne. Aber auch da musst Du aufpassen! Mitglieder einer Pflanzenfamilie können sich auch stark untereinander unterscheiden. Daher reicht oftmals ein Merkmal zur Bestimmung nicht aus. Erst wenn mehrere Merkmale übereinstimmen, kannst Du Dir sicher sein. Tschüss und bis bald!

6 Kommentare
  1. Default

    Das Video war hilfreich.

    Von Lehnermi, vor 4 Monaten
  2. Tatjana ohne rahmen

    Hallo Rike Ensslin,
    doch, bei den Schmetterlingsblütlern sind die Kelchblätter miteinander verwachsen. Nur die unteren zwei Kronblätter, welche das Schiffchen bilden, sind miteinander verwachsen. Ein kleiner Tipp: Mit Hilfe der Blütenformel kann der Blütenaufbau schnell nachschlagen werden.
    Beste Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor 6 Monaten
  3. Einhorn

    ok aber etwas langweilig

    Von Chrissipapou 1, vor 8 Monaten
  4. Default

    Bei den Schmetterlingsblütlern sind die fünf Kronblätter verwachsen und nicht die Kelchblätter.

    Von Rike Ensslin, vor 9 Monaten
  5. Default

    gute erklärung :)

    Von A Kutschke, vor mehr als einem Jahr
  1. Img 6787

    richtig gut erklärt ! Danke :)

    Von Nelly 1, vor mehr als 3 Jahren
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