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Sprossachse – Dickenwachstum 05:00 min

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Transkript Sprossachse – Dickenwachstum

Hallo, mein Name ist Steffi. Heute möchte ich dir das sekundäre Dickenwachstum der Sprossachse erklären. Wir schauen uns dazu den Querschnitt eines Baumstammes genauer an. Dabei lernst du die Jahresringe kennen, sowie das Kambium, die Borke und vieles mehr. Zunächst einmal: Was bedeutet eigentlich Dickenwachstum der Sprossachse? Alle Gehölze, wie Bäume und Sträucher, haben eine verholzte Sprossachse. Ihre Sprossachsen, also der Stamm, die Äste und Zweige nehmen durch Dickenwachstum an Umfang zu. Sie werden also im Verlauf der Zeit immer dicker. Die Pflanzen wachsen also nicht nur in die Höhe, sondern auch in die Breite. Aber wie funktioniert das genau? Das zeige ich dir jetzt. Für das Dickenwachstum ist das Bildungsgewebe innerhalb des Stamms verantwortlich. Dieses befindet sich genau hier und wird auch als Kambium bezeichnet. Stellen wir uns vor, dass dies nun unser Kambium ist. Es bildet neue Zellen und kann diese nach innen und außen abgeben. Die nach innen gebildeten Zellen sind Gefäßzellen. Sie werden auch Holzzellen genannt. Ihre Aufgabe ist der Transport von Wasser und Mineralstoffen von der Wurzel in die Blätter. Man bezeichnet dieses innere Leitgewebe auch als Xylem. Die nach außen gebildeten Zellen heißen Siebröhrenzellen. Ihre Aufgabe ist der Transport von organischen Stoffen wie Traubenzucker aus den Blättern in die Wurzeln. Man bezeichnet dieses äußere Leitgewebe auch als Phloem. Zudem bildet das Kambium nach außen noch das Festigungsgewebe zur Stabilität des Stamms. Die Siebröhrenzellen und das Festigungsgewebe zusammen werden als Bast bezeichnet. Nun weißt du, welche Zellen das Kambium bildet. Doch wo genau liegt das Kambium und welche Schichten gibt es im Baumstamm noch? Das schauen wir uns nun an. Die Schicht ganz außen am Stamm ist die Borke. Nach innen folgt der Bastteil. Borke und Bastteil zusammen bilden die Rinde. Dann folgt das Kambium und der Holzteil mit den Jahresringen, von denen du sicher schon einmal etwas gehört hast. In der Mitte befindet sich das Mark. Und wie genau entstehen nun die Jahresringe? Das zeige ich dir jetzt. Betrachten wir nochmal das Kambium vereinfacht als Kreis. Im Frühjahr werden nach innen große Zellen gebildet, weil der Baum in der Wachstumsperiode viel Wasser braucht. Dieses Holz ist auch sehr hell. Zum Herbst hin werden die gebildeten Zellen immer kleiner, bis schließlich das Wachstum über den Winter ganz eingestellt wird. Im nächsten Frühjahr werden wieder große Zellen gebildet, die direkt an die kleinen Zellen aus dem Vorjahr anschließen. Und zum Herbst werden die Zellen wieder immer kleiner. Du siehst also: Ein Jahresring entsteht an der Stelle, wo das Wachstum kurz eingestellt wird. Dieser Baum wäre zwei Jahre alt. In der Natur sieht das dann so aus. Fassen wir nochmal zusammen: Durch das sekundäre Dickenwachstum nehmen die Sprossachsen von Bäumen und anderen Pflanzen an Umfang zu. Es liegt zwischen Rinde und dem Holzteil. Zur Erinnerung: Das Kambium liegt also genau hier. Nach innen bildet das Kambium die Gefäßzellen – nach außen die Siebröhrenzellen. Tschüss und bis bald.

1 Kommentar
  1. schlechte Erklärung ! nichts verstanden !

    Von Hannahlouisa, vor mehr als einem Jahr

Sprossachse – Dickenwachstum Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Sprossachse – Dickenwachstum kannst du es wiederholen und üben.

  • Definiere, was ein Kambium ist.

    Tipps

    Achte auf die Funktion des Kambiums, um herauszufinden, wie dieses Gewebe bezeichnet wird.

    Lösung

    Das Kambium ist ein Bildungsgewebe und für das sekundäre Dickenwachstum verantwortlich. Es befindet sich zwischen Holzteil und Rinde und gibt Gefäßzellen nach innen und Siebröhrenzellen sowie Festigungsgewebe nach außen ab.

    Auf dem Bild siehst du nochmal ein Leitbündel mit Siebröhren, Kambium und Gefäßzellen (oben nach unten).

  • Benenne die Schichten des Baumstammes.

    Tipps

    Finde zunächst das Kambium und orientiere dich von dort aus.

    Lösung

    Die äußerste Schicht eines Baumstamms ist die Borke. Unter der Borke liegt der Bast. Bast und Borke bilden die Rinde. Unter der Rinde befindet sich das Kambium, an welches der Holzteil anschließt. Im Zentrum des Holzteils befindet sich das Mark.

  • Nenne die Funktionen der verschiedenen Strukturen.

    Tipps

    Der Name und die Struktur geben oft Aufschluss über die Funktionen.

    Lösung
    1. Das Kambium ist ein Bildungsgewebe, welches nach innen Gefäßzellen und nach außen Siebzellen und Festigungsgewebe abgibt.
    2. Die Gefäßzellen transportieren Wasser aus den Wurzeln in die übrigen Pflanzenorgane.
    3. Die Siebzellen transportieren von der Pflanze hergestellte organische Stoffe aus den Blättern in die übrigen Pflanzenorgane.
    4. Das Festigungsgewebe gibt der Pflanze Stabilität und Halt.
  • Erkläre, was man an dem Querschnitt eines Baumstammes erkennen kann.

    Tipps

    Überlege dir, wo das Kambium liegt und in welche Richtung es sich teilt.

    Lösung
    1. Hier siehst du das Holz, was am neuesten ist. Das Kambium liegt zwischen Rinde und Holzteil, deshalb ist das neuste Holz immer außen.
    2. Hier ist Holz abgebildet, welches im Sommer entstanden ist. Die Zellen teilen sich im Sommer weniger und sind kleiner, daher erscheint das Holt dunkler.
    3. Innen ist das Holz, was als erstes entstanden ist.
    4./5. Hier siehst du Frühlingsholz. Es entsteht während der Zeit in dem der Baum viel wächst. Es entstehen zahlreiche große Zellen, wodurch das Holz heller erscheint. Ist der Ring dünner, dann waren die Bedingungen nicht ideal und der Baum konnte nicht so gut wachsen. Ist der Ring breit, dann herrschten gute Wachstumsbedingungen.
  • Erkläre, warum einkeimblättrige Pflanzen kein sekundäres Dickenwachstum besitzen.

    Tipps

    Erinnere dich an die Unterschiede von ein- und zweikeimblättrigen Sprossquerschnitten.

    Lösung

    Tatsächlich besitzen einkeimblättrige Pflanzen keinen Kambiumring. Daher können auch keine Zellen nach außen und innen abgegeben werden, sodass kein sekundäres Dickenwachstum stattfindet.

  • Berechne den Durchmesser (d) des Baumstammes.

    Tipps

    Berechne zunächst den Radius und dann den Durchmesser.

    Den Durchmesser erhältst du, indem du den Radius mal 2 rechnest.

    Der erste Jahresring besitzt einen Radius von 4 mm. Im zweiten Jahr kommen wieder 4 mm Radius dazu. Der Radius des Stammes beträgt jetzt insgesamt 8 mm. Sein Durchmesser ist 16 mm oder 1,6 cm.

    Lösung

    Um den ungefähren Durchmesser zu berechnen, multiplizierst du die Breite der Jahresringe mit der Anzahl der Jahre : 120 x 4 = 480. Nun hast du den Radius.

    Um den Durchmesser zu berechnen, nimmst du diesen Wert zweimal: 480 x 2 = 960. Nun musst du das Ergebnis noch in cm umrechnen. Da 10 mm => 1 cm ist, musst du das Ergebnis durch 10 dividieren: 960 : 10 = 96 . Das Ergebnis lautet also 96 cm.