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Bestimmen von Lebewesen – heimische Bäume und wirbellose Tiere

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Die Autor*innen
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Roland Hesse
Bestimmen von Lebewesen – heimische Bäume und wirbellose Tiere
lernst du in der 5. Klasse - 6. Klasse - 7. Klasse - 8. Klasse

Grundlagen zum Thema Bestimmen von Lebewesen – heimische Bäume und wirbellose Tiere

Das Bestimmen von Lebewesen kannst du dir wie eine Wanderung vorstellen. Auf deinem Weg begegnen dir dann zahlreiche Weggabelungen, bei denen du dich richtig entscheiden musst, um den richtigen Weg zu finden. Genauso ist es bei einem Bestimmungsschlüssel. Er gibt dir meist zwei Entscheidungsmöglichkeiten vor. Wie du einen Bestimmungsschlüssel richtig einsetzt, wird dir in diesem Video am Beispiel von einheimischen Wirbellosen und Bäumen vorgeführt. Den Bestimmungsschlüssel brauchst du nicht zu lesen, das macht der Tutor für den Zuschauer. Auf diese Weise kannst du alle Bestimmungswege mit verfolgen und deine Artenkenntnis erweitern. Das Video soll zeigen wie das Bestimmen geht, einen originalen Bestimmungsschlüssel und den Umgang damit will und wird es nicht ersetzen können. Da ist dein Forscherdrang gefragt.

Transkript Bestimmen von Lebewesen – heimische Bäume und wirbellose Tiere

Hallo. Unser Thema heißt: Bestimmen von Lebewesen. Heute sehen wir uns Beispiele aus der heimischen Tier- und Pflanzenwelt an, die wir in die richtige Gruppe einordnen und benennen wollen. Man wendet dazu einen Bestimmungsschlüssel an, der uns hilft, schnell und richtig die systematische Gruppe des Lebewesens zu finden. Ein Bestimmungsschlüssel ist eine Abfolge von Merkmalen mit mindestens zwei möglichen Entscheidungen. Ich gebe Dir dann den Namen des Tieres an. Die Tiere, die wir bestimmen wollen, seht Ihr jetzt. Präge sie Dir ein. Es sind durchweg Wirbellose. Los geht es – Punkt für Punkt. Wir wandern den Bestimmungsweg entlang. 1: Der Körper ist radiärsymmetrisch. Das trifft hier in unserem Fall nur für einen Vertreter zu. Radiärsymmetrisch bedeutet, dass ich mehrere Symmetrieachsen durch den kreisrunden Körper hindurchlegen kann. Die Skizze zeigt es Euch. Ich komme da nur auf einen Vertreter. Es ist ein Vertreter der Hohltiere, nämlich die Ohrenqualle. 1: Der Körper ist zweiseitig symmetrisch oder nicht symmetrisch. Hier sehe ich am Beispiel dieses Käfers, dass ich nur eine Symmetrieachse mittig hindurchlegen kann. Dies trifft für alle weiteren Vertreter zu. 2: Der Körper ist ohne Skelett mit Kalkabscheidungen. Es handelt sich um Schalen oder Gehäuse. Der Weg führt mich zum Punkt 3. 2: Der Körper weist meist ein Außenskelett auf und die Lebewesen haben gegliederte Beine. Man gelangt zum Punkt 4. Ich kann jetzt also schon recht viele Lebewesen aussondern. So – Das ist jetzt erledigt. Wir können jetzt weiter bei Punkt 3: Der Körper ist ohne Skelett, gleichmäßig gegliedert und es handelt sich um Feuchtluft- oder Wassertiere. Der Bestimmungsschlüssel führt uns zum Ringelwurm, nämlich dem Blutegel, den wir hier vorfanden. 3: Der Körper ist meist mit einem Gehäuse ausgestattet oder er weist zwei Kalkschalen auf. Wir gelangen zur Gruppe der Weichtiere. Die Vertreter, die ich hier als Beispiele auflegte, waren die Weinbergschnecke und die Flussperlmuschel. Punkt 4: Der Körper ist mit fünf oder mehr Beinpaaren ausgestattet. Wir gelangen zu Punkt 5. 4: Der Körper ist mit vier oder weniger Beinpaaren ausgestattet. Man gelangt zum Punkt 6. So – Punkt 5: Der Körper ist lang, deutlich viergliedrig mit mehr als neun Beinpaaren und mit Fühlern ausgestattet. Es handelt sich um Landtiere. Da passen jetzt die Tausendfüßer hin. Nämlich es handelt sich um unseren Steinläufer und einen Schnurfüßer. 5: Der Körper ist mit fünf oder mehr Beinpaaren gekennzeichnet. Die Lebewesen haben zwei Paar Fühler. Es handelt sich um Wassertiere meistens mit einem Panzer. Natürlich handelt es sich hierbei um die Gruppe der Krebstiere. Als Vertreter seht Ihr hier den Flusskrebs. Punkt 6: Kopf und Brust sind verwachsen mit vier Beinpaaren, keine Fühler, meist ein dicker Hinterleib zu erkennen. Wir gelangen zur Gruppe der Spinnentiere. Als Vertreter habe ich den Weberknecht ausgewählt, der hier zu sehen ist. 6: Der Körper ist in Kopf, Brust und Hinterleib gegliedert. Die Lebewesen haben drei Beinpaare, ein Paar Fühler, sind meistens beflügelt. Wir gelangen zur Gruppe der Insekten. Als Beispiele seht Ihr hier eine Fliege und einen Borkenkäfer. Damit hätten wir jetzt die Wirbellosen bestimmt. Wenden wir uns der Bestimmung von Pflanzen zu. Kannst Du die bei uns heimischen Bäume anhand der Blätter erkennen und benennen? Nein? Das ist kein Problem, wenn wir auch hier einen Bestimmungsschlüssel anwenden. Ein Hinweis soll aber noch gegeben sein: Man muss die Blattform immer vom Stiel aus bewerten. Auf geht es. Seht Euch die vielen Blätter erst mal in Ruhe an. Wir beginnen jetzt mit dem Bestimmungsschlüssel. 1: Die Blätter sind einfach. Das führt uns zum Punkt 3. 1: Die Blätter sind zusammengesetzt. 2: Die Blätter sind gefingert, wie Ihr es hier sehen könnt. Der Vertreter ist die Rosskastanie. 2: Die Blätter sind gefiedert. Ganz klar handelt es sich hierbei um das Blatt einer Esche. 3: Die Blätter sind gelappt. Wir kommen zum Punkt 4. 3: Die Blätter sind nicht gelappt. Man muss dann bei den Punkten 7 und 10 weiterlesen. 4: Die Blätter sind handförmig gelappt. Wir gelangen zu 5. 4: Die Blätter sind gebuchtet. Man gelangt zu 6. 5: Die Blattlappen sind stumpf. Als Unterpunkt: Die Blätter sind kleiner als 5 cm. Es handelt sich hierbei um den Feldahorn. Wenn die Blätter größer als 5 cm sind, kann es sich um den Bergahorn handeln. 5: Die Blattlappen sind spitz. Dann handelt es sich natürlich um den Spitzahorn. Punkt 6: Die Blätter sind kurz gestielt. Erstaunlicherweise handelt es sich hierbei um die Stieleiche. 6: Die Blätter sind langstielig. Dann ist es ein Blatt von der Traubeneiche gewesen. 7: Die Blätter sind eiförmig oder anders geformt. Man gelangt zum Punkt 9. 7: Die Blätter sind dreieckig oder herzförmig. Man gelangt zu 8. Es geht weiter bei 8: Die Blätter sind dreieckig und klein. Es handelt sich um das Blatt einer Birke. 8: Die Blätter sind herzförmig. Das kann in dem Fall nur das Blatt der Linde sein. Sind die Blätter schwach herzförmig und langgestielt, handelt es sich um Blätter der Schwarzpappel, die ich hier zum Bestimmen ausgewählt habe. 9: Die Blätter sind spitz eiförmig. Dann handelt es sich um das Blatt einer Buche. 9: Die Blätter sind eiförmig zugespitzt mit gesägtem Blattrand. In unserem Fall kann es nur das Blatt der Feldulme sein. 10: Die Blätter sind langgestreckt und linealisch. Das trifft für die Weide, in dem Fall für die Trauerweide zu. 10: Die Blätter sind verkehrt eiförmig – oder nahezu kreisrund. In unserem Fall ist es das Blatt einer Erle. So – Wir haben es schon geschafft. War doch eigentlich gar nicht so schwierig. Blicken wir jetzt zurück: Du hast heute erfahren, was ein Bestimmungsschlüssel ist. Zu einem bestimmten Merkmal eines Lebewesens werden immer zwei Dinge abgefragt: Du muss Dich also immer zwischen wenigstens zwei Möglichkeiten entscheiden, um weiter zu kommen. Da wo Du mit „ja“ antworten konntest, geht es weiter, bis du letztlich zum Namen des Lebewesens gelangst. Solche Bestimmungsschlüssel findet man in der Bestimmungsliteratur. Ich sage Euch Tschüss, bis zum nächsten Mal.

11 Kommentare

11 Kommentare
  1. gut erklärt

    Von Robert, vor 4 Monaten
  2. Hallo,
    mithilfe eines Bestimmungsschlüssels kannst du anhand von unterschiedlichen Merkmalen die systematische Gruppe des Lebewesens und den Artnamen bestimmen. Der Bestimmungsschlüssel im Video ist folgendermaßen aufgebaut:
    1 - radiärsymmetrischer Körper -> Ohrenqualle
    1* - zweiseitig symmetrischer oder nicht symmetrischer Körper -> 2
    Wenn du die systematische Gruppe des Lebewesens bestimmen willst, musst du dich also erstmal für ein Merkmal entscheiden. Ist das Lebewesen radiärsymmetrisch aufgebaut, liegt dir die Ohrenqualle vor, da nur dieser wirbellose Vertreter dieses Merkmal aufweist. Wenn 1* zutrifft, musst du weiter zum Merkmal 2 und dich da für ein Merkmal entscheiden. Es werden wieder mindestens zwei Möglichkeiten vorgegeben.
    2 - Körper ohne Skelett und Kalkabscheidungen
    2* - Körper mit Außenskelett und gegliederte Beine
    Nach diesem Prinzip funktioniert ein Bestimmungsschlüssel. Ich hoffe, das hilft dir weiter.
    Viele Grüße aus der Redaktion

    Von Itslearning Nutzer 2535 901813, vor etwa einem Jahr
  3. Hallo Sivaram Ps,
    es tut uns leid, dass dir dieses Video nicht weiterhelfen konnte. Schau doch mal auf diese Übersichtsseite:
    https://www.sofatutor.com/biologie/biologie-eine-naturwissenschaft/methoden-der-biologie/bestimmungsschluessel
    Hier findest du viele nützliche Infos und weitere Videos rund um das Thema Bestimmen von Lebewesen.
    Ich hoffe, das hilft dir weiter.
    Viele Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor etwa 3 Jahren
  4. Irgendwie hat ich es gar nicht verstanden

    Von Diamondprincess, vor etwa 3 Jahren
  5. Das war hilfreich aber ich habe es nicht so gut mit 1 ,1* ,2 , 2* u.s.w

    Von Happy Cat, vor fast 4 Jahren
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Bestimmen von Lebewesen – heimische Bäume und wirbellose Tiere Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Bestimmen von Lebewesen – heimische Bäume und wirbellose Tiere kannst du es wiederholen und üben.
  • Gib wieder, was ein Bestimmungsschlüssel ist.

    Tipps

    Beim Bestimmen mit dem Bestimmungsschlüssel betrachtest du die äußeren Merkmale des Lebewesens ganz genau.

    Lösung

    Mit Hilfe eines Bestimmungsschlüssels kannst du die systematischen Gruppen und den Namen von Lebewesen herausfinden. Dabei betrachtest du immer ein bestimmtes Merkmal. Auf dem Bestimmungsweg musst du dich jeweils zwischen wenigstens zwei Möglichkeiten entscheiden und gelangst dadurch schließlich zum Namen des Lebewesens.

  • Beschreibe die Blattformen.

    Tipps

    Ist ein Blatt gefingert, so sieht es aus wie eine Hand mit Fingern.

    Welches Blatt sieht aus wie ein Herz?

    Lösung

    Viele Pflanzen lassen sich anhand der Blattform gut bestimmen. Das Blatt der Buche ist spitz-eiförmig, das der Eiche gelappt. Das Lindenblatt ist herzförmig und das Blatt der Kastanie ist gefingert.

  • Bestimme wichtige Merkmale der verschiedenen Wirbellosen.

    Tipps

    Achte genau auf die äußeren Merkmale!

    Lösung

    Ringelwürmer wie der Regenwurm haben kein Skelett. Ihr Körper ist gleichmäßig gegliedert.

    Die Weinbergschnecke ist ein Weichtier. Sie besitzt ein Gehäuse.

    Wenn der Körper gegliedert ist und mehr als acht Beinpaare besitzt, wie hier beim Steinläufer, so hast du einen Tausendfüßer vor dir.

    Ein Spinnentier wie die Kreuzspinne erkennt du an den vier Beinpaaren und dem grob in zwei Teile gegliederten Körper. Bei manchen Spinnentieren wie den Weberknechten ist der Vorderleib (Kopf und Brust) zusätzlich mit dem Hinterleib verwachsen.

  • Entscheide, welche Begriffe aus dem Bestimmungsschlüssel zum dargestellten Blatt passen.

    Tipps

    Obwohl die Blätter einige Ähnlichkeiten aufweisen, sind sie auf den zweiten Blick doch recht unterschiedlich. Versuche, die Unterschiede mit den richtigen Fachbegriffen zu beschreiben.

    Lösung

    Die Blätter des Spitzahorns sind einfach, gelappt und haben spitze Blattlappen.

    Die Blätter der Rosskastanie sind dagegen zusammengesetzt und gefingert.

  • Zeige auf, wie man den Namen einer Pflanze wissenschaftlich bestimmen kann.

    Tipps

    Überlege, welche Methode die Merkmale am genauesten berücksichtigt.

    Nur eine Antwort entspricht einer wissenschaftlichen Methode.

    Lösung

    Obwohl du die Namen vieler Lebewesen herausfinden kannst, indem du Bilder mit den Lebewesen vergleichst, erhältst du die besten Ergebnisse, wenn du mit einem Bestimmungsschlüssel arbeitest. Ein Bestimmungsschlüssel berücksichtigt nämlich auch die kleinen, aber entscheidenden Unterschiede zwischen einzelnen Lebewesen.

  • Entscheide, welches Tier durch den Bestimmungsschlüssel bestimmt wurde.

    Tipps

    Vergleiche die äußeren Merkmale mit den Angaben. Nur ein Tier vereint alle genannten Merkmale.

    Lösung

    Die Krabbe ist das gesuchte Tier. Krabben gehören zu den Krebstieren.

    • Der Körper hat fünf oder mehr Beinpaare. Bei der Krabbe tragen die zwei vorderen Beinpaare die Scheren.
    • Die Krabbe hat zwei Paar Fühler.
    • Sie hat einen Panzer.

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