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Bestimmen von Lebewesen – heimische Bäume und wirbellose Tiere 09:07 min

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Transkript Bestimmen von Lebewesen – heimische Bäume und wirbellose Tiere

Hallo. Unser Thema heißt: Bestimmen von Lebewesen. Heute sehen wir uns Beispiele aus der heimischen Tier- und Pflanzenwelt an, die wir in die richtige Gruppe einordnen und benennen wollen. Man wendet dazu einen Bestimmungsschlüssel an, der uns hilft, schnell und richtig die systematische Gruppe des Lebewesens zu finden. Ein Bestimmungsschlüssel ist eine Abfolge von Merkmalen mit mindestens zwei möglichen Entscheidungen. Ich gebe Dir dann den Namen des Tieres an. Die Tiere, die wir bestimmen wollen, seht Ihr jetzt. Präge sie Dir ein. Es sind durchweg Wirbellose. Los geht es – Punkt für Punkt. Wir wandern den Bestimmungsweg entlang. 1: Der Körper ist radiärsymmetrisch. Das trifft hier in unserem Fall nur für einen Vertreter zu. Radiärsymmetrisch bedeutet, dass ich mehrere Symmetrieachsen durch den kreisrunden Körper hindurchlegen kann. Die Skizze zeigt es Euch. Ich komme da nur auf einen Vertreter. Es ist ein Vertreter der Hohltiere, nämlich die Ohrenqualle. 1: Der Körper ist zweiseitig symmetrisch oder nicht symmetrisch. Hier sehe ich am Beispiel dieses Käfers, dass ich nur eine Symmetrieachse mittig hindurchlegen kann. Dies trifft für alle weiteren Vertreter zu. 2: Der Körper ist ohne Skelett mit Kalkabscheidungen. Es handelt sich um Schalen oder Gehäuse. Der Weg führt mich zum Punkt 3. 2: Der Körper weist meist ein Außenskelett auf und die Lebewesen haben gegliederte Beine. Man gelangt zum Punkt 4. Ich kann jetzt also schon recht viele Lebewesen aussondern. So – Das ist jetzt erledigt. Wir können jetzt weiter bei Punkt 3: Der Körper ist ohne Skelett, gleichmäßig gegliedert und es handelt sich um Feuchtluft- oder Wassertiere. Der Bestimmungsschlüssel führt uns zum Ringelwurm, nämlich dem Blutegel, den wir hier vorfanden. 3: Der Körper ist meist mit einem Gehäuse ausgestattet oder er weist zwei Kalkschalen auf. Wir gelangen zur Gruppe der Weichtiere. Die Vertreter, die ich hier als Beispiele auflegte, waren die Weinbergschnecke und die Flussperlmuschel. Punkt 4: Der Körper ist mit fünf oder mehr Beinpaaren ausgestattet. Wir gelangen zu Punkt 5. 4: Der Körper ist mit vier oder weniger Beinpaaren ausgestattet. Man gelangt zum Punkt 6. So – Punkt 5: Der Körper ist lang, deutlich viergliedrig mit mehr als neun Beinpaaren und mit Fühlern ausgestattet. Es handelt sich um Landtiere. Da passen jetzt die Tausendfüßer hin. Nämlich es handelt sich um unseren Steinläufer und einen Schnurfüßer. 5: Der Körper ist mit fünf oder mehr Beinpaaren gekennzeichnet. Die Lebewesen haben zwei Paar Fühler. Es handelt sich um Wassertiere meistens mit einem Panzer. Natürlich handelt es sich hierbei um die Gruppe der Krebstiere. Als Vertreter seht Ihr hier den Flusskrebs. Punkt 6: Kopf und Brust sind verwachsen mit vier Beinpaaren, keine Fühler, meist ein dicker Hinterleib zu erkennen. Wir gelangen zur Gruppe der Spinnentiere. Als Vertreter habe ich den Weberknecht ausgewählt, der hier zu sehen ist. 6: Der Körper ist in Kopf, Brust und Hinterleib gegliedert. Die Lebewesen haben drei Beinpaare, ein Paar Fühler, sind meistens beflügelt. Wir gelangen zur Gruppe der Insekten. Als Beispiele seht Ihr hier eine Fliege und einen Borkenkäfer. Damit hätten wir jetzt die Wirbellosen bestimmt. Wenden wir uns der Bestimmung von Pflanzen zu. Kannst Du die bei uns heimischen Bäume anhand der Blätter erkennen und benennen? Nein? Das ist kein Problem, wenn wir auch hier einen Bestimmungsschlüssel anwenden. Ein Hinweis soll aber noch gegeben sein: Man muss die Blattform immer vom Stiel aus bewerten. Auf geht es. Seht Euch die vielen Blätter erst mal in Ruhe an. Wir beginnen jetzt mit dem Bestimmungsschlüssel. 1: Die Blätter sind einfach. Das führt uns zum Punkt 3. 1: Die Blätter sind zusammengesetzt. 2: Die Blätter sind gefingert, wie Ihr es hier sehen könnt. Der Vertreter ist die Rosskastanie. 2: Die Blätter sind gefiedert. Ganz klar handelt es sich hierbei um das Blatt einer Esche. 3: Die Blätter sind gelappt. Wir kommen zum Punkt 4. 3: Die Blätter sind nicht gelappt. Man muss dann bei den Punkten 7 und 10 weiterlesen. 4: Die Blätter sind handförmig gelappt. Wir gelangen zu 5. 4: Die Blätter sind gebuchtet. Man gelangt zu 6. 5: Die Blattlappen sind stumpf. Als Unterpunkt: Die Blätter sind kleiner als 5 cm. Es handelt sich hierbei um den Feldahorn. Wenn die Blätter größer als 5 cm sind, kann es sich um den Bergahorn handeln. 5: Die Blattlappen sind spitz. Dann handelt es sich natürlich um den Spitzahorn. Punkt 6: Die Blätter sind kurz gestielt. Erstaunlicherweise handelt es sich hierbei um die Stieleiche. 6: Die Blätter sind langstielig. Dann ist es ein Blatt von der Traubeneiche gewesen. 7: Die Blätter sind eiförmig oder anders geformt. Man gelangt zum Punkt 9. 7: Die Blätter sind dreieckig oder herzförmig. Man gelangt zu 8. Es geht weiter bei 8: Die Blätter sind dreieckig und klein. Es handelt sich um das Blatt einer Birke. 8: Die Blätter sind herzförmig. Das kann in dem Fall nur das Blatt der Linde sein. Sind die Blätter schwach herzförmig und langgestielt, handelt es sich um Blätter der Schwarzpappel, die ich hier zum Bestimmen ausgewählt habe. 9: Die Blätter sind spitz eiförmig. Dann handelt es sich um das Blatt einer Buche. 9: Die Blätter sind eiförmig zugespitzt mit gesägtem Blattrand. In unserem Fall kann es nur das Blatt der Feldulme sein. 10: Die Blätter sind langgestreckt und linealisch. Das trifft für die Weide, in dem Fall für die Trauerweide zu. 10: Die Blätter sind verkehrt eiförmig – oder nahezu kreisrund. In unserem Fall ist es das Blatt einer Erle. So – Wir haben es schon geschafft. War doch eigentlich gar nicht so schwierig. Blicken wir jetzt zurück: Du hast heute erfahren, was ein Bestimmungsschlüssel ist. Zu einem bestimmten Merkmal eines Lebewesens werden immer zwei Dinge abgefragt: Du muss Dich also immer zwischen wenigstens zwei Möglichkeiten entscheiden, um weiter zu kommen. Da wo Du mit „ja“ antworten konntest, geht es weiter, bis du letztlich zum Namen des Lebewesens gelangst. Solche Bestimmungsschlüssel findet man in der Bestimmungsliteratur. Ich sage Euch Tschüss, bis zum nächsten Mal.

9 Kommentare
  1. Hallo Sivaram Ps,
    es tut uns leid, dass dir dieses Video nicht weiterhelfen konnte. Schau doch mal auf diese Übersichtsseite:
    https://www.sofatutor.com/biologie/biologie-eine-naturwissenschaft/methoden-der-biologie/bestimmungsschluessel
    Hier findest du viele nützliche Infos und weitere Videos rund um das Thema Bestimmen von Lebewesen.
    Ich hoffe, das hilft dir weiter.
    Viele Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor 11 Monaten
  2. Irgendwie hat ich es gar nicht verstanden

    Von Diamondprincess, vor 11 Monaten
  3. Das war hilfreich aber ich habe es nicht so gut mit 1 ,1* ,2 , 2* u.s.w

    Von Happy Cat, vor fast 2 Jahren
  4. ich finde das Video super es hat mir sehr geholfen

    Von Alma-Victoria L., vor etwa 2 Jahren
  5. Hallo,
    mithilfe eines Bestimmungsschlüssels kannst du anhand von unterschiedlichen Merkmalen die systematische Gruppe des Lebewesens und den Artnamen bestimmen. Der Bestimmungsschlüssel im Video ist folgendermaßen aufgebaut:
    1 - radiärsymmetrischer Körper -> Ohrenqualle
    1* - zweiseitig symmetrischer oder nicht symmetrischer Körper -> 2
    Wenn du die systematische Gruppe des Lebewesens bestimmen willst, musst du dich also erstmal für ein Merkmal entscheiden. Ist das Lebewesen radiärsymmetrisch aufgebaut, liegt dir die Ohrenqualle vor, da nur dieser wirbellose Vertreter dieses Merkmal aufweist. Wenn 1* zutrifft, musst du weiter zum Merkmal 2 und dich da für ein Merkmal entscheiden. Es werden wieder mindestens zwei Möglichkeiten vorgegeben.
    2 - Körper ohne Skelett und Kalkabscheidungen
    2* - Körper mit Außenskelett und gegliederte Beine
    Nach diesem Prinzip funktioniert ein Bestimmungsschlüssel. Ich hoffe, das hilft dir weiter.
    Viele Grüße aus der Redaktion

    Von Serpil Kilic, vor mehr als 2 Jahren
  1. also was ist überhaupt 1 was ist 1* und warum Sterne ?
    XD

    Von Hocus Pocus Abfuckmodus, vor mehr als 2 Jahren
  2. Das war ein bisschen komplex da man nicht wusste wieso 1 1* 2 2* ist usw. ...

    Von Hocus Pocus Abfuckmodus, vor mehr als 2 Jahren
  3. daraus kann man was gutes lernen danke :-)

    Von Roman Ionkin, vor etwa 5 Jahren
  4. danke:)

    Von Jbernhardt, vor etwa 5 Jahren
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