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Ritter – Angriff und Verteidigung

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Team Wissenswelt
Ritter – Angriff und Verteidigung
lernst du in der 3. Klasse - 4. Klasse

Grundlagen zum Thema Ritter – Angriff und Verteidigung

Inhalt

Angriff und Verteidigung einer Burg – einfach erklärt

Weißt du, wo im 11. bis 16. Jahrhundert viele Ritter und ihre Familien lebten?
Richtig, sie lebten auf Burgen. In dieser Zeit, dem Mittelalter, gab es viele Angriffe auf eine Burg und die Menschen mussten ihre Burg verteidigen.

In der Tabelle werden dir ein paar wichtige Begriffe erklärt:

Mittelalter Die Zeit zwischen den Jahren 500 bis 1500 nach Christus wurde Mittelalter genannt.
Burg Um sich vor Angriffen zu schützen, bauten Ritter Burgen.
Burgmauer Die Lage der Burg und die Burgmauer waren die beiden wichtigsten Mittel zur Verteidigung der Burg.

Was glaubst du: Wie wurden die Burgen verteidigt? Was schützte in der Regel jede Burg? Kanonen und Schusswaffen gab es übrigens erst am Ende der Ritterzeit.

Bevor du mehr über die Verteidigung einer Burg im Mittelalter erfährst, wechsle einmal die Seite: Jetzt bist du die Angreiferin oder der Angreifer. Welche Möglichkeiten gab es, eine Burg zu erobern? Wildes Geschrei reichte bei hohen Burgmauern wohl nicht ganz aus.

Lass uns schauen, wie die Burgen vor Feinden geschützt wurden und wie man trotz der Verteidigung eine Ritterburg im Mittelalter durch einen Angriff erobern konnte. Hier kannst du dich zuvor noch über das Leben auf der Burg schlaumachen.

Wie wurden die Burgen vor Feinden geschützt?

Die Zeit des Mittelalters war nicht so sicher wie heute. Es gab keine Polizei und oft auch nicht genug zu essen. Deshalb wurden Menschen überfallen und angegriffen. Um sich vor solchen Angriffen schützen zu können, wurden Burgen gebaut.

Welche Teile der Burg dienten zur Verteidigung?

  • Jede Burg war umringt von einer hohen Burgmauer.
  • Feinde konnten sie nicht so einfach hochklettern, um anzugreifen. Denn oben rund um die Mauer war ein Gang eingebaut. Dort standen die Ritter und die anderen Kämpferinnen und Kämpfer. Sie verteidigten die Ritterburg. Diesen Gang nennt man Wehrgang.
  • Von hier oben wurden Steinblöcke und manchmal auch kochendes Wasser oder heißer Sand auf die Angreifenden geschüttet.
  • Zinnen sind gemauerte Aufsätze oben auf der Burgmauer. Die Verteidigenden standen auf dem Wehrgang und konnten sich dahinter vor Geschossen der Angreifenden schützen.
  • Durch sogenannte Schießscharten, eine schmale rechteckige Öffnung in der Burgmauer, schossen die Bogenschützen auf die Angreifenden.

Ganz wichtig für die Verteidigung gegen Feinde war außerdem die Lage der Burg. Viele Burgen wurden auf einem Berg oder Hügel gebaut, um die Angreifenden rechtzeitig zu entdecken. War kein Hügel in der Nähe wurde ein Wassergraben um die Burg angelegt. Wie tief ist solch ein Wasser- oder Burggraben gewesen? Die Tiefe war sehr unterschiedlich. Die Angreifenden sollten auf jeden Fall nicht einfach zu Fuß durchkommen.

Welche Möglichkeiten gab es, eine Burg zu erobern?

Jetzt, wo du weißt, wie eine Burg aufgebaut war und wie die Bewohnerinnen und Bewohner ihre Burg verteidigten, ist es spannend zu sehen, wie die Angreifenden versuchten, die Burg zu erobern.

Womit wurde eine Burg angegriffen?

  • Sogenannte Belagerungstürme wurden ganz dicht an die Burgmauer herangeschoben. Auf diese konnten die Angreifenden hochklettern und direkt auf die Verteidigenden schießen.
  • Ein Rammbock wurde eingesetzt, um die Holztore oder die Zugbrücke der Burg zu zerstören. Rammböcke waren Baumstämme mit einer riesigen Eisenspitze, die von mehreren Angreifenden gegen das Tor oder die Brücke mit viel Kraft gerammt wurden.
  • Katapulte waren zu dieser Zeit auch sehr beliebt: Das waren Wurfmaschinen aus Holz, mit denen Steine über die Burgmauer geschleudert werden konnten.

Katapult.svg

  • Auch Leitern wurden eingesetzt, um die Burgmauer zu erklimmen.
  • Neben diesen großen Geräten nutzten die Angreifenden und natürlich auch die Verteidigenden Handwaffen wie Pfeil und Bogen sowie Armbrust (ähnlich wie ein Bogen).

Warum wurden Burgen belagert?

Man konnte eine Burg auch ohne direkten Angriff erobern. Wie war das möglich? Die Erobernden versuchten, die Burg von dem äußeren Leben abzuschneiden. Sowas nannte man eine Belagerung: Niemand konnte mehr aus der Burg raus.

So wurden die Versorgungswege abgeschnitten. Das heißt, die Burgbewohnenden konnten nicht mehr mit Nahrung versorgt werden. Gingen ihre Vorräte zu Ende, mussten sie sich ergeben und die Erobernden konnten die Burg einnehmen.

Wie wurden Bauern und der Rest der Bevölkerung angegriffen?

Rund um die Burg lebten meist viele Bäuerinnen und Bauern sowie Handwerkerinnen und Handwerker und ihre Familien. Bei großen Burgen flüchteten bei einem Angriff viele aus den umliegenden Dörfern auf die Burg. Kleine Burgen konnten die Bevölkerung nicht aufnehmen und die Menschen mussten sich selbst verteidigen.

Übrigens erwähnen wir in dieser Übersicht meist nur Ritter und Bogenschützen. Die Frauen auf der Burg im Mittelalter hatten meist andere Tätigkeiten und waren selten an Angriffen und nur teilweise an der Verteidigung beteiligt.

Transkript Ritter – Angriff und Verteidigung

Häufig versuchten Feinde, fremde Burgen durch Belagerung zu erobern. Eine Belagerung dauerte mehrere Monate. Die Angreifer versuchten, über die Mauern der Burg zu klettern, die Versorgungswege der Burg wurden abgeschnitten, um die Bewohner auszuhungern und so zur Übergabe zu zwingen. Beim direkten Angriff benutzten die Feinde Belagerungstürme. Diese wurden ganz dicht zu der Burgmauer geschoben, sodass man von ihnen aus die Burgbewohner beschießen konnte oder es kam ein Rammbock zum Einsatz. Dies war ein riesiger Baumstamm mit einer Riesenspitze. Er wurde gegen die Zugbrücke, das Tor oder die Mauer gerammt. Zum Einsatz kam auch eine Wurfmaschine, ein Katapult. Mit ihm wurden Steine über die Burgmauern geschleudert. Armbrüste, Pfeil und Bogen sowie Leitern gehörten ebenfalls zu ihrer Ausrüstung. Die Ringmauer war die Hauptverteidigungsanlage der Burg. Auf ihr befand sich ein Wehrgang mit den Zinnen, die auch Brustwehr genannt wurden. Die Zinnen boten den Verteidigern Deckung. Sie warfen von oben Steinblöcke herunter oder sie schütteten kochendes Wasser, erhitztes Öl oder heißen Sand auf die Angreifer nieder. Vor rund 500 Jahren verloren die Ritter an Bedeutung, denn in einer Schlacht waren sie gegen die dann schon erfundenen Kanonen machtlos. Ihre mittelalterliche Verteidigungskunst musste den Feuerwaffen weichen. Viele Burgen lagen in Trümmern und zerfielen nach und nach. Erst in unserer Zeit interessieren sich die Menschen wieder für die Burgen des Mittelalters. An einigen Orten wurden die seit Jahren mit Büschen und Wildkräutern zugewucherten Burgen freigelegt und wieder aufgebaut.

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Ritter – Angriff und Verteidigung Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Ritter – Angriff und Verteidigung kannst du es wiederholen und üben.
  • Welche Belagerungswaffen wurden im Mittelalter eingesetzt? Nenne sie.

    Tipps

    Feuerwaffen wurden erst nach dem Mittelalter erfunden.

    Beispiele für Feuerwaffen sind die Kanone oder das Gewehr.

    Belagerungswaffen wurden benutzt, um die Mauer zu überwinden oder aus der Ferne anzugreifen.

    Lösung

    Burgen wurden im Mittelalter oft belagert. Die Angreifer stellten sich rund um die Burg auf. Auf diese Weise waren alle Wege abgeschnitten und niemand konnte hinein oder hinaus. Die Burgbewohner versteckten sich in ihrer Burg und versuchten so lange auszuhalten, bis die Angreifer die Belagerung aufgaben. Je nachdem wie viele Vorräte die Burgbewohner hatten, konnten sie kurze oder lange Zeit durchhalten.
    Schwerter wurden im Mittelalter nur für den Nahkampf genutzt.

  • Wie versuchten Angreifer eine Burg einzunehmen? Beschreibe.

    Tipps

    In der Burg lagerten Lebensmittel und Getränke im Vorratskeller.

    Eine Burg einnehmen bedeutet das Gleiche wie die Bewohner der Burg besiegen.

    Wenn man sagt die Burg aushungern meint man damit, die Burgbewohner verhungern zu lassen.

    Lösung

    Eine Belagerung dauerte oft mehrere Monate. Für Angreifer und für Verteidiger war es eine Zeit des Wartens und der Angst.
    Die Burgbewohner mussten ihre Vorräte aufbrauchen, weil keine neuen Lebensmittel in der Burg ankamen. Sie teilten sich ihr Essen gut ein und konnten meistens lange durchhalten.
    Es war besonders wichtig, dass die Bewohner genug Trinkwasser hatten. Dafür gab es in vielen Burgen einen Brunnen. Daraus holten die Bewohner Wasser und tranken es. Ohne Wasser hätten sie sehr schnell aufgeben müssen.

  • Welche Waffen wurden im Mittelalter eingesetzt? Nenne.

    Tipps

    Eine Armbrust verschießt Bolzen, die schneller fliegen als ein Pfeil.

    Bolzen sehen so ähnlich aus wie kurze Pfeile und können aus Holz oder Metall hergestellt werden.

    Mit dem Schutzschild wurden gegnerische Angriffe abgewehrt.

    Lösung

    Im Mittelalter wurden viele neue Waffen entwickelt und verbessert.

    • Pfeil und Bogen kannten die Menschen schon sehr lange.
    • Die Metallbearbeitung und Gewinnung von Eisen machte es möglich, starke Schwerter und Schilde zu schmieden.
    • Die Streitaxt war günstiger herzustellen als ein Schwert. Allerdings waren die Äxte auch sehr schwer.
    • Eine neue Erfindung war die Armbrust. Sie hatte viel mehr Kraft als der Bogen. Es dauerte aber länger, einen neuen Bolzen zu laden.

  • Wozu dienten die Belagerungswaffen? Ordne zu.

    Tipps

    Mit dem Katapult konnte man große Dinge weit weg schleudern.

    Lösung

    Belagerungswaffen brauchten die Angreifer, um in die Burg einzudringen. Mit den Belagerungswaffen konnten sie die Burgbewohner auch aus der Entfernung schwächen.

    • Mit dem Rammbock konnte ein Loch ins das Tor gerammt werden. Das dauerte aber meistens sehr lange. Die Angreifer waren in dieser Zeit von oben wenig geschützt. Die Verteidiger konnten Steine und heißes Wasser auf sie schütten.
    • Belagerungstürme wurden meistens gebaut, wenn die Angreifer an der Burg angekommen waren. Das dauerte lange und man brauchte viel Holz.
    • Leitern waren dagegen recht schnell gebaut und leichter zu bewegen. Die Angreifer waren damit aber sehr ungeschützt, wenn sie versuchten über die Burgmauer zu klettern.
    • Mit riesigen Katapulten konnten Steine aus sicherer Entfernung in die Burg hineingeschleudert werden und richteten große Zerstörungen an.

  • Wie verteidigten sich die Bewohner einer Burg? Beschreibe.

    Tipps

    Heute können wir Eiswürfel ganz einfach im Gefrierfach herstellen.
    Gefrierschränke gab es im Mittelalter aber noch nicht.

    Die Burg war für die Bewohner ein sicherer Ort. Hier war man geschützt und konnte auf dem Markt Essen kaufen. Daher verteidigten sie die Burg, so lange sie konnten.

    Lösung

    Eine große Mauer, die rund um die Burg stand, schützte die Burg. Diese Mauer wird Ringmauer genannt. Sie schützte das Innere der Burg vor feindlichen Angriffen. Auf der Ringmauer wurde Wache gehalten und man konnte den Feind von dort aus bekämpfen. Weil es sehr aufwendig und teuer war, Pfeile herzustellen, nahmen die Verteidiger viele andere Dinge, die die Angreifer abwehren konnten. Sie warfen mit Steinen und schütteten heißes Wasser oder Öl auf die Angreifer.

  • Welche Folgen hatte der Einsatz von Kanonen für die Burgbewohner? Erkläre.

    Tipps

    Kanonen wurden erst am Ende des Mittelalters als Waffen eingesetzt.

    Wenn eine Burg mit Kanonen angegriffen wurde, hatten die Burgbewohner keine Chance.

    Lösung

    Mit dem Einsatz von Kanonen änderte sich für die Burgbewohner vieles.
    Bisher konnten sie sich bei einem Angriff in ihrer Burg verschanzen und waren hinter der hohen Burgmauer sicher. Sie warteten, bis die Angreifer wieder abzogen.
    Von Kanonen ging eine große Gefahr für die Burgen aus. Denn mit Kanonen konnten die Angreifer die Burgmauer zerstören und so ungehindert in die Burg kommen.

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