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China - Wirtschaftsweltmacht auf Bewährung 03:08 min

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Transkript China - Wirtschaftsweltmacht auf Bewährung

Interviewer: China strotzt nur so vor Kraft. Während Europa und Amerika mit den Folgen der Wirtschaftskrise kämpfen, hat China Japan als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt abgelöst. Die Wirtschaft der Volksrepublik wächst weiter zweistellig. Auch politisch lässt Peking die Muskeln spielen. In Südostasien macht es alte Gebietsansprüche geltend, auf internationalem Parkett bietet es den USA die Stirn. Vom Streit um die künstliche Abwertung seiner Währung bis zum Klimaschutz, das Reich der Mitte stellt selbstbewusst seine eigenen Ansprüche voran. Einmischungen von außen verbittet sich die kommunistische Führung. Die Verleihung des Friedensnobelpreises an den Menschenrechtsaktivisten Liu Xiaobo empfindet Peking als Affront. Der Preisträger wird weggesperrt, sein Stuhl bei der Preisverleihung bleibt leer. Experten sehen in Chinas Auftreten als Herausforderung für die internationale Gemeinschaft. Chan Hing-Lin: Chinas Verhältnis zu anderen Staaten trübt sich ein. Viele Länder sehen durch Chinas Aufstieg ihre eigene Wirtschaft oder sogar die globale Stabilität bedroht.Interviewer: Vor allem die USA und Europa werfen der Volksrepublik vor, ihre Währung Yuan künstlich niedrig zuhalten, um ihren Außenhandel zu stärken. Exporte etwa von US-Waren nach China werden dagegen erschwert. Seine Wirtschaft hat China mit einem gigantischen Konjunkturprogramm und staatlichen Milliardenkrediten gegen die Folgen der globalen Krise gewappnet. Allerdings hat die Bevölkerung dadurch mit steigenden Preisen zu kämpfen. Brian Jackson: Die Inflation ist zuletzt ziemlich schnell gestiegen. Das liegt auch daran, dass Peking nicht entschlossen gegengesteuert hat. Vor einem halben Jahr war die Regierung noch besorgt wegen der Wachstumsperspektiven, deshalb hat sie mit regulierenden Schritten gezögert. Das muss sie jetzt nachholen. Wir erwarten im nächsten halben Jahr einen deutlichen Anstieg des Zinsniveaus.Interviewer: Im Immobiliensektor droht die Spekulationsblase zu platzen. Bei mehr als vier Prozent Inflationsrate werden auch die Nahrungsmittel teurer. Das betrifft vor allem Leute mit niedrigerem Einkommen. Deshalb ist eine Kontrolle der Preise wichtig. Und Leute mit niedrigem Einkommen sind nicht gerade in der Minderheit. Eine Reihe von Maßnahmen soll nun die Preisspirale stoppen und die Ängste im Volk zerstreuen. Chan Hing-Lin: Wenn die Menschen das Gefühl haben, dass die Inflation im kommenden Jahr weiter steigt, dann werden sie nach höheren Gehältern verlangen. Dann gerät alles außer Kontrolle. Also tut die Regierung alles, um den Eindruck zu vermitteln, dass die Preise im Rahmen bleiben.Interviewer: Mit einer strengeren Geldpolitik wird sich zeigen, ob China auch 2011 seinen Status als wirtschaftliche Weltmacht halten kann.