30 Tage kostenlos testen: Mehr Spaß am Lernen.
30 Tage kostenlos testen

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

30 Tage kostenlos testen

Friedrich Schiller 03:44 min

Textversion des Videos

Transkript Friedrich Schiller

Am 10.November 1759 wird in Marbach nahe Stuttgart Johann Christoph Friedrich Schiller geboren. Er wächst als siebtes von elf Kindern eines Militärarztes auf. Schon in der Dorfschule erhält er von seinem Pastor Lateinunterricht, aber der Wunsch, Pfarrer zu werden, bleibt durch die Einberufung in die Militärschule unerfüllt. Schiller verlässt sie 1780 als Regimentsmedikus. Nur heimlich kann der Wissbegierige während des Medizinstudiums die verbotene Literatur von Leibniz, Voltaire, Rousseau, Goethe, Shakespeare und des Sturm und Drangs lesen. Aus der Atmosphäre des inneren Widerstandes gegen Willkür und Zwang entsteht in den Jahren 1777 bis 1780 Schillers erstes Schauspiel „Die Räuber“, die Geschichte des jungen Karl Moor, der sich aus Verzweiflung über die korrupte Gesellschaft an die Spitze einer Räuberbande stellt. Obwohl der Autor des erfolgreichen Stücks anonym zu bleiben versucht, entdeckt man ihn bald. Schiller flüchtet vor Repressalien ins benachbarte Herzogtum Mannheim, bis er schließlich im Haus der Frau von Wolzogen in Thüringen Aufnahme findet. Es entstehen in rascher Folge zwei Dramen: „Die Verschwörung des Fiesco zu Genua“ und „Kabale und Liebe“, worin Schiller seiner Liebschaft mit Charlotte von Wolzogen gedenkt. Seine Werke finden großen Anklang und Schiller wird als Theaterdichter nach Mannheim berufen. 1785 zieht sich der Dichter nach Dresden zurück und beschäftigt sich intensiv mit Philosophie und Geschichte. Er schreibt die „Geschichte des Abfalls der vereinigten Niederlande von der spanischen Regierung“. Auch das Schauspiel „Don Karlos“ entsteht. Schiller zieht nach Weimar und heiratet 1790 Charlotte von Lengefeld, die ihm zwei Töchter und drei Söhne schenken wird. Die Schaffung der finanziellen Voraussetzungen für die Ehe verdankt er Goethe, der ihm zu einem Lehrstuhl für Geschichte an der Universität von Jena verhilft. Während der Beschäftigung mit dem dreißigjährigen Krieg wird die Idee zur “Wallenstein-Trilogie” geboren. Aber schon bald muss Schiller wegen einer schweren Lungenkrankheit die Universität wieder verlassen. Sein Leiden und die materielle Not halten ihn aber nicht von der Schriftstellerei ab. Er widmet sich fast nur mehr der Dramatik. In zweijähriger Arbeit entsteht die “Wallenstein-Trilogie”, dann folgen die Dramen „Maria Stuart“, „Die Jungfrau von Orléans“, „Die Braut von Messina“ und „Wilhelm Tell“. Während der Arbeit am Drama “Demetrius” stirbt Schiller am 9.Mai 1805, erst 45 Jahre alt. In einem seiner letzten Briefe an den Philosophen Humboldt heißt es: „Nach allem sind wir Idealisten. Und wir müssten uns schämen, gesagt zu haben, dass uns die materielle Welt formt. Während sie dagegen von uns geformt ist.“ Höchstes Lob kommt Schiller auch vom Dichterfürsten Goethe. In den Gesprächen mit Eckermann beschreibt dieser Schillers Streben so: „Die Idee der Freiheit hat in den Werken Schillers verschiedene Formen angenommen. In der Jugend war es die physische Freiheit, später die geistige, die von der Geburt einer höheren Menschlichkeit träumen lässt, nach der es keine Konflikte mehr gibt und der Mensch von der Kunst erzogen wird.“

4 Kommentare
  1. Default

    Hallo,
    könnte ich bitte Quellenangaben zu dem Video erhalten?
    Danke!

    Von Minawafa, vor etwa einem Jahr
  2. Vreni

    Hallo,
    bevor Schiller seinen Durchbruch als Dichter und Schriftsteller erlebte, durchlief er eine medizinische Ausbildung. Danach war er für eine Weile als Arzt beim Militär (=Regimentsmedikus) tätig. Ich hoffe, das hilft dir weiter!
    Viele Grüße aus der Redaktion

    Von Vreni S., vor fast 2 Jahren
  3. Default

    was ist ein regimentsmedikus?

    Von Mosers Home, vor fast 2 Jahren
  4. Default

    ok

    Von Jaspreetsingh, vor mehr als 2 Jahren