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Klassisches Drama – die Dramen von Goethe und Schiller

Das klassische Drama, inspiriert von der Antike, wird in der Weimarer Klassik neu belebt. In Weimar schufen Goethe, Schiller und andere Dichter Meisterwerke, die nach Schönheit und Harmonie streben. Erfahrt mehr über die Merkmale und Werke dieser bedeutenden Epoche! Interessiert? Das und vieles mehr findet ihr im folgenden Text!

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Die Autor*innen
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Leo Stahl
Klassisches Drama – die Dramen von Goethe und Schiller
lernst du in der 9. Klasse - 10. Klasse - 11. Klasse

Klassisches Drama – die Dramen von Goethe und Schiller Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Klassisches Drama – die Dramen von Goethe und Schiller kannst du es wiederholen und üben.
  • Beschreibe, was Dramen der Klassik auszeichnet.

    Tipps

    Die Vorbilder der Weimarer Klassik waren Autoren der Antike wie Aischylos, Sophokles, Euripides oder Aristoteles.

    Lösung

    Die Autoren der Weimarer Klassik orientierten sich an der römischen und griechischen Antike und an Dichtern und Denkern wie Aischylos, Sophokles, Euripides oder Aristoteles.

    Das klassische Drama hat eine geschlossene Form, das heißt, es wird die Einheit von Ort und Zeit eingehalten und es gilt die Ständeklausel. Die Ständeklausel ist ein dramenpoetisches Prinzip, nach dem in Tragödien nur Personen von hohem Rang tragende Rollen spielen sollen und Komödien eher von bürgerlichen Personen handeln. Begründet wurde das Prinzip damit, dass es dem Leben der Bürgerlichen an Größe und Bedeutung und somit an Fallhöhe für eine Darstellung in einer Tragödie fehle. Des Weiteren sind klassische Dramen oftmals in einer einfachen, klaren Sprache verfasst. Dafür wurde häufig der Blankvers, ein fünfhebiger Jambus, genutzt. Vorbild für die sprachliche Gestaltung war die englische Dichtung. Ein weiteres Merkmal des klassischen Dramas ist die Gestaltung des menschlichen Ideals nach dem Vorbild der griechischen Antike.

  • Beschreibe den Aufbau eines klassischen Dramas.

    Tipps

    Die Handlung eines klassischen Dramas entwickelt sich meistens kontinuierlich auf einen bestimmten Schluss hin. Dabei ist das Stück oftmals symmetrisch aufgebaut.

    Lösung

    Gustav Freytag (1816-1895) beschrieb in der „Technik des Dramas“ (1863) die Dramentheorie des geschlossenen Dramas nach Aristoteles und Friedrich Schiller. Er beschreibt darin einen pyramidalen Aufbau des klassischen Dramas mit folgenden Elementen:

    • 1. Einführung
    • 2. Steigerung
    • 3. Höhepunkt
    • 4. Verzögerung
    • 5. Katastrophe/Auflösung
    Ein Drama ist geschlossen, wenn die Einheit von
    • Zeit, Ort und Handlung
    eingehalten wird und wenn die
    • Ständeklausel
    vorherrscht.

  • Erkläre den Aufbau eines klassischen Dramas anhand Schillers „Maria Stuart“.

    Tipps

    Das klassische Drama hat fünf aufeinander aufbauende Akte, die jeweils eine klare Funktion haben.

    Lösung

    Bei einem klassischen Drama handelt es sich um eine geschlossene Form des Dramas. Gustav Freytag erstellte eine Klassifizierung des klassischen Dramas in Form einer Pyramide:

    • 1. Akt: Exposition: Einführung in Ort, Zeit, Person, Handlung und Andeutung des Konfliktes.
    • 2. Akt: Steigende Handlung: Handlungsfäden werden verknüpft, Intrigen werden gesponnen, Entwicklung des Geschehens.
    • 3. Akt: Höhepunkt: Höhepunkt des Konflikts, Held steht vor der entscheidenden Auseinandersetzung, es findet ein Umschlag zur dramatischen Wende statt.
    • 4. Akt: Fallende Handlung: Frage kommt auf, ob der Held doch noch einmal gerettet wird.
    • 5. Akt: Katastrophe: Lösung des Konflikts, bzw. in der Tragödie der Untergang des Helden.

  • Entscheide anhand der Sprache, ob es sich um ein klassisches Drama handelt.

    Tipps

    Im klassischen Drama wird zumeist der Blankvers benutzt.

    Der Blankvers ist ein fünfhebiger Jambus.

    Lösung

    Der Blankvers wurde als rein, klar und schnörkellos angesehen und daher bevorzugt im klassischen Drama eingesetzt. Er kommt aus der englischen Literatur und geht auf Shakespeare zurück. Er wurde von Wieland erstmals in der deutschen Literatur verwendet. Durch das Fehlen der Reime hat der Blankvers den Vorteil, dass er an das normale Sprechen angelehnt ist und die Gestaltung der Sprache im Drama freier ist.

    Von den oberen Beispielen sind die Texte 1 und 5 aus Schillers „Maria Stuart“ und haben einen Blankvers. Der Text 4 ist aus Goethes „Iphigenie auf Tauris“ und ebenfalls in einem Blankvers verfasst.

    Die Texte 2 und 3 stammen von Lessing. Bei dem zweiten Text handelt es sich um „Emilia Galotti“, ein bürgerliches Trauerspiel, welches nicht in Blankversen geschrieben wurde. Der dritte Text stammt aus „Minna von Barnhelm“ und wird als Lustspiel bezeichnet. Die sprachliche Gestaltung entspricht hier ebenfalls nicht dem Blankvers.

    Quellen:

    • Text 1 und Text 5: Schiller, Friedrich: „Maria Stuart“. URL: http://gutenberg.spiegel.de/buch/maria-stuart-3304/1 [Zugriff: 08.02.16]
    • Text 2: Lessing, Gotthold Ephraim: „Emilia Galotti“. URL: http://gutenberg.spiegel.de/buch/emilia-galotti-1174/3 [Zugriff: 08.02.16]
    • Text 3: Lessing, Gotthold Ephraim: „Minna von Barnhelm“. URL: http://gutenberg.spiegel.de/buch/minna-von-barnhelm-1172/1 [Zugriff: 08.02.16]
    • Text 4: Goethe, Johann Wolfgang von: „Iphigenie auf Tauris“. URL: http://gutenberg.spiegel.de/buch/iphigenie-auf-tauris-3620/2 [Zugriff: 08.02.16]

  • Gib an, wen man als Viergestirn der Weimarer Klassik bezeichnete.

    Tipps

    Als Beginn der Weimarer Klassik gilt das Jahr 1786. Das Ende wird im Jahre 1805 gesehen.

    Lösung

    Zum Viergestirn der Weimarer Klassik gehören:

    • Christoph Martin Wieland (1733-1813)
    • Friedrich Schiller (1759-1805)
    • Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
    • Johann Gottfried Herder (1744-1803)
    Zu den Autoren der Romantik (1798-1835) gehören:
    • Ludwik Tieck (1773-1853)
    • Friedrich Wilhelm Joseph Schelling (1775-1854)
    • Clemens Brentano (1778-1842)
    Zu den Autoren der Aufklärung werden unter anderem
    • Christian Fürchtegott Geller (1715-1769)
    • Gottholt Ephraim Lessing (1729-1781)
    gezählt.

  • Ermittle anhand der folgenden Angaben, welche Dramen klassisch sind.

    Tipps

    Ein klassisches Drama hat eine geschlossene Dramenform.

    Lösung

    In klassischen Dramen herrschen die drei aristotelischen Einheiten vor. Es gibt eine Einheit

    • der Zeit
    • des Ortes und
    • der Handlung.
    Auch wird oftmals die Ständeklausel eingehalten, das heißt, in Tragödien treten nur Figuren von hohem Rang, in Komödien Figuren von niederem Rang auf.

    Zu den klassischen Dramen gehören die Beispiele 2 und 4. Beides sind Dramen von Johann Wolfgang von Goethe. Bei Beispiel Nummer 2 handelt es sich um „Torquato Tasso“ und bei Beispiel Nummer 4 um „Iphigenie auf Tauris“. Beide Dramen spielen jeweils an einem Ort und die Dauer des Stücks beträgt wenige Stunden. Damit besteht eine Einheit von Ort und Zeit, im Gegensatz zu den Beispielen 1, 3 und 5. Diese drei Stücke gehören nicht zu den klassischen Dramen. Auch die Ständeklausel wird bei Goethes Dramen eingehalten, nicht wie bei den Beispielen 1, 3 und 5.

    Beispiel 1 ist aus Gerhart Hauptmanns „Die Weber“. Hierbei handelt es sich um ein Drama des Naturalismus. Beispiel 2 stammt aus Bertolt Brechts „Der gute Mensch von Sezuan“. Dabei handelt es sich um ein episches Drama. Beispiel 3 ist aus Friedrich Schillers „Die Räuber“. Dabei handelt es sich um ein Drama aus dem Sturm und Drang.

    Quellen:

    • Hauptmann, Gerhart: „Die Weber“. URL: http://www.germanistika.upol.cz/uploads/media/Hauptmann_Die_Weber.pdf [Zugriff: 12.02.16]
    • Goethe, Johann Wolfgang von: „Torquato Tasso“. URL: http://gutenberg.spiegel.de/buch/torquato-tasso-3617/1 [Zugriff: 12.02.16]
    • Brecht, Bertolt: „Der gute Mensch von Sezuan“. Aus: Bertolt Brecht. Werke 2. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, 1997. S. 191-295.
    • Goethe, Johann Wolfgang von: „Iphigenie auf Tauris“. URL: http://gutenberg.spiegel.de/buch/iphigenie-auf-tauris-3620/1 [Zugriff: 12.02.16]
    • Schiller, Friedrich: „Die Räuber“. URL: http://gutenberg.spiegel.de/buch/-3339/1 [Zugriff: 12.02.16]