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Nichtaristotelisches Drama

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Deutsch-Team
Nichtaristotelisches Drama
lernst du in der 11. Klasse - 12. Klasse

Nichtaristotelisches Drama Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Nichtaristotelisches Drama kannst du es wiederholen und üben.
  • Beschreibe das postepische Theater.

    Tipps

    Elfriede Jelinek ist eine Vertreterin des postepischen Theaters. Was sind die Besonderheiten ihrer Stücke?

    Ein Synonym ist Postdramatik. Post bedeutet nach. Hilft dir das bei der Lösung der Aufgabe?

    Lösung

    Das postepische oder auch postdramatische Theater bildete sich in den 1970er Jahren heraus.

    • Es gibt gar keine Figuren mehr in den Dramen.
    • Die Dramen bestehen aus reinem Fließtext.
    • Diese beiden Fakten unterstützen, was im Vordergrund stehen soll: die Sprache.
    • Eine wichtige Vertreterin ist Elfriede Jelinek. Schau dir doch zum Beispiel einmal „Kein Licht” an und versuche, die Merkmale auszumachen.
  • Definiere das epische Theater nach Bertolt Brecht.

    Tipps

    Als Zuschauer soll man sich laut Brecht nicht mit den Figuren identifizieren. Wie kann man das noch ausdrücken?

    Lösung

    Zu Beginn des 20. Jahrhunderts revolutionierte Bertolt Brecht des Theater.

    Sein episches Theater kann so beschrieben werden:

    • Der Zuschauer soll nicht mehr durch das Anschauen des Stücks seinen Geist reinigen oder sich in die Figur hineinversetzen, wie es noch beim aristotelischen Drama vorgesehen war. Stattdessen sollte er durch das Stück immer wieder zum Nachdenken und Reflektieren angeregt werden.
    • Auch die Schauspieler sollten eine kritische Distanz zu ihren dargestellten Figuren wahren.
    • Außerdem soll der Schauspieler seine politische Sicht verkörpern und nicht nur eine Rolle.
    • Für Brecht war die Illusion etwas, das nichts im Theater zu suchen hat. Dem Zuschauer sollte immer bewusst sein, dass er sich im Theater befindet.
    Berühmte Stücke Brechts sind zum Beispiel „Der gute Mensch von Sezuan”, „Die Dreigroschenoper” oder „Die heilige Johanna der Schlachthöfe”.

  • Ermittle die Wirkung des epischen Theaters nach Bertolt Brecht.

    Tipps

    Der so genannte Verfremdungseffekt, durch den vertraute Gegenstände absurd verändert werden, soll beim Zuschauer Verblüffung hervorrufen.

    Lösung

    Bertolt Brecht hatte klare Vorstellungen davon, wie sein episches Theater umgesetzt werden sollte. Auch eine bestimmte Wirkung intendierte er.

    • Durch den Verfremdungseffekt, auch V-Effekt genannt, und das damit hervorgerufene Staunen wird eine Erkenntnis für den Zuschauer ermöglicht.
    • Ohne Einfühlung ist nicht ein Miterleben, sondern die Auseinandersetzung mit dem Stück möglich. Die Einfühlung wird oft durch gleichnishafte Charaktere der Stücke verhindert.
    • Zum V-Effekt gehören auch die Beleuchtung, Plakate und andere Objekte der Bühnengestaltung, die dem Zuschauer zeigen sollen, dass er sich im Theater befindet.
    • Auch wenn diese Dinge surreal wirken, war Brecht Realismus wichtig. Die Wirklichkeit sollte schließlich hinterfragt und musste deshalb zuerst erkannt werden.
  • Ermittle die Dramenformen der Textausschnitte.

    Tipps

    Überlege noch einmal, für welche Dramenform der Fließtext typisch ist.

    Lösung

    1. Der erste Ausschnitt aus dem Drama „Das Schweigen” besteht aus reinem Fließtext. Das ist typisch für das postdramatische Theater, besonders bei Elfriede Jelinek. In ihren Dramen gibt es keine Figuren und die Sprache steht eindeutig im Vordergrund. Die österreichische Schriftstellerin erhielt bereits den Nobelpreis für Literatur.
    2. Das zweite Beispiel ist ein Dialog aus Becketts absurdem Theaterstück „Warten auf Godot“. Wladimir und Estragon treffen sich jeden Tag, um auf Godot zu warten. Sie wissen allerdings nicht, wer Godot ist und ob er jemals kommen wird. Absurde Dramen bestehen oft aus grotesk-komischen und irrealen Szenen, die eine sinnlose Welt darstellen sollen. Die Dialoge dienen nicht dem Verständnis, sondern einem banalen, ziellosen Reden.
    3. Beim letzten Beispiel handelt es sich um episches Theater. Der Prolog wird sozusagen „episiert”: Der Zuschauer wird bewusst darauf hingewiesen, dass er sich im Theater befindet. Jegliche Illusion soll aufgehoben werden.
    Quellen:
    • Jelinek, Elfriede: Das Schweigen. URL: http://www.elfriedejelinek.com/ [abgerufen am 28.07.2015].
    • Beckett, Samuel: Warten auf Godot. Paris 1952.
    • Brecht, Bertolt: Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui. edition suhrkamp. Berlin 1957.

  • Beschreibe die wichtigsten Merkmale des aristotelischen Dramas.

    Tipps

    Die Bestandteile des aristotelischen Dramas sind Einleitung, Steigerung, Höhepunkt, retardierendes Moment und Katastrophe. In wie viele Akte kann das verpackt werden?

    Lösung

    Lange Zeit war es üblich, sich an die Regeln des aristotelischen Dramas zu halten. Aristoteles lebte von 385-322 v. Chr. und war ein griechischer Philosoph. Laut Aristoteles gab es grundsätzliche Kriterien, die ein Theaterstück erfüllen musste:

    • Es gibt eine Ständeklausel, die besagt, dass nur Figuren mit einer hohen gesellschaftlichen Stellung in Tragödien mitspielen durften. Genauer gesagt bedeutet das, dass die Hauptfiguren meist Könige oder Götter waren. Die Bürger konnten als Figuren nur in Komödien auftreten.
    • Außerdem schrieb Aristoteles eine Einheit von Ort, Zeit und Handlung vor, entsprechend musste das Stück an einem einzigen Handlungsort stattfinden, einen zusammenhängenden, kurzen Zeitraum umfassen und durfte keine Nebenhandlungen haben. Hinzu kam eine meist begrenzte Anzahl an Figuren.
    • Formal ist beim aristotelischen Drama die Versform üblich.
    • Weiterhin bestehen Dramen meist aus fünf Akten.

  • Nenne typische Merkmale des epischen Theaters, die in Brechts „Die Dreigroschenoper” auftauchen.

    Tipps

    Überlege noch einmal, welche Mittel dem V-Effekt zugeordnet werden können.

    Auch wenn du den Text nicht kennst, kannst du anhand der Beschreibungen erkennen, welche Handlungen und Darstellungsmittel den Zuschauern bewusst machen sollen, dass sie im Theater sind.

    Schaue dir die Videos zu „Die Dreigroschenoper“ auf unserer Plattform an.

    Lösung

    „Die Dreigroschenoper”, die erfolgreichste deutsche Theateraufführung bis 1933, folgt Bertolt Brechts eigener Definition des epischen Theaters. Es geht um konkurrierende Bettlergruppen in Form einer Firma und einer Mafia im Londoner Stadtteil Soho:

    • Das Stück bildet die Wirklichkeit ab: Es geht um die Armut von Bettlern in London. Im Gegensatz zum aristotelischen Drama sind hier nicht Könige oder Götter die Hauptfiguren.
    • Mit Kommentaren und Liedern wird der Verfremdungseffekt umgesetzt. Dieser ist typisch für Brechts Stücke. So zum Beispiel der Morgenchoral des Peachum oder der Anstatt-Dass-Song. Dieser ist auch auf Tafeln angekündigt.
    • Mit diesem soll dem Zuschauer bewusst gemacht werden, dass er sich im Theater befindet. Es soll keine Illusion aufkommen.
    Quelle: Brecht, Bertolt: Die Dreigroschenoper (1928), edition suhrkamp. Berlin 1955.

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