Über 1,6 Millionen Schüler*innen nutzen sofatutor!
  • 93%

    haben mit sofatutor ihre Noten in mindestens einem Fach verbessert

  • 94%

    verstehen den Schulstoff mit sofatutor besser

  • 92%

    können sich mit sofatutor besser auf Schularbeiten vorbereiten

Bernhard Schlink – Leben und Werk

Du willst ganz einfach ein neues Thema lernen
in nur 12 Minuten?
Du willst ganz einfach ein neues
Thema lernen in nur 12 Minuten?
  • Das Mädchen lernt 5 Minuten mit dem Computer 5 Minuten verstehen

    Unsere Videos erklären Ihrem Kind Themen anschaulich und verständlich.

    92%
    der Schüler*innen hilft sofatutor beim selbstständigen Lernen.
  • Das Mädchen übt 5 Minuten auf dem Tablet 5 Minuten üben

    Mit Übungen und Lernspielen festigt Ihr Kind das neue Wissen spielerisch.

    93%
    der Schüler*innen haben ihre Noten in mindestens einem Fach verbessert.
  • Das Mädchen stellt fragen und nutzt dafür ein Tablet 2 Minuten Fragen stellen

    Hat Ihr Kind Fragen, kann es diese im Chat oder in der Fragenbox stellen.

    94%
    der Schüler*innen hilft sofatutor beim Verstehen von Unterrichtsinhalten.
Bewertung

Ø 4.2 / 5 Bewertungen
Die Autor*innen
Avatar
Deutsch-Team
Bernhard Schlink – Leben und Werk
lernst du in der 9. Klasse - 10. Klasse

Bernhard Schlink – Leben und Werk Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Bernhard Schlink – Leben und Werk kannst du es wiederholen und üben.
  • Nenne einige der im Video genannten Themen, die in Schlinks Werken immer wieder auftauchen.

    Tipps

    Schlinks Geburtsjahr, seine Berufung und das Land, in dem er lebt, haben alle seine Interessen und Hauptthemen geformt.

    Lösung

    Wenn man sich die Werke von Bernhard Schlink anschaut, sieht man, dass sie alle um bestimmte Themen kreisen. Das ist einerseits seinem Geburtsjahr geschuldet: Obwohl Schlink der 68er-Generation angehört, ging er nicht auf die Straße. Vielmehr versuchte er durch sein Schreiben und seine Arbeit, das Vermächtnis des nationalsozialistischen Deutschlands aufzuarbeiten und die Täter/-innen moralisch an den Pranger zu stellen. Dazu gehören also Vergangenheitsbewältigung und Geschichte im Allgemeinen.

    Eng damit verbunden sind - auch dank seines Berufs als Jurist - die Motive um Schuld und Sühne und Verfehlungen. Sein tägliches Leben mit Gerichtsurteilen und das ständig durchscheinende juristische Denken Schlinks finden sich in allen Facetten in seinen Büchern.

  • Gib die Stationen und Daten von Schlinks Leben wieder.

    Tipps

    Die meisten seiner Romane schrieb Schlink in seiner Zeit als Verfassungsrichter.

    Lösung

    Im Leben von Bernhard Schlink sind Beruf und Schreiben eng miteinander verknüpft, obwohl sie sehr verschieden sind: Sein Beruf ist die Juristerei, sein Hobby das Schreiben. Und doch beeinflussen sich beide gegenseitig: Seine Romane behandeln meist juristische, politische und ethische Fragen, die er in spannende Erzählstränge verwebt.

    Aufgewachsen ist er in einer fast schon untypischen Akademikerfamilie: Bruder, Vater und Großvater sind Professoren in unterschiedlichsten Fachbereichen. Er geht an die besten Universitäten Deutschlands und wird schließlich Verfassungsrichter in NRW. In dieser Zeit fängt er an, seine Romane zu schreiben: Zuerst mit einem Freund „Selbs Justiz" und ein paar Jahre später sein Meisterwerk „Der Vorleser", das verfilmt wird, etliche Preise gewinnt und seinesgleichen sucht.

  • Fasse die berühmtesten Romane Schlinks kurz zusammen.

    Tipps

    Achte auf die Nebendetails in den Zusammenfassungen, die auf den Titel hinweisen könnten. Um wen geht es? Gibt es mehrere Protagonist/-innen? Was ist das Thema?

    Lösung

    Schlinks Romane behandeln alle juristische und politische Themen - häufig verflochten mit Liebesgeschichten und psychologischen Erzählungen. Sein größter Roman - „Der Vorleser" - erzählt beispielsweise die Geschichte des angehenden Juristen Michael, der sich in die sehr viel ältere Hanna verliebt, später jedoch einen Prozess mitverfolgt, in dem sie aufgrund ihrer NS-Vergangenheit verurteilt wird. Ins Gefängnis schickt er ihr von sich aufgenommene Tonbänder.

    Seine dreiteilige Episode über die Geschichten des Privatdetektivs Selb wurden allesamt zu Bestsellern. In „Selbs Betrug" soll er eine angeblich Entführte ausfindig machen, die jedoch eigentlich gesucht wird, weil sie unter Verdacht des Terrorismus' steht.

    In dem Werk „Liebesfluchten" sind mehrere Erzählungen versammelt. Sie drehen sich alle um vergangene oder aktuelle Liebesbeziehungen, die jedoch so problematisch sind, dass ihre männlichen Protagonisten sie nicht oder nur unbefriedigend lösen können. So stammt aus diesem Buch auch die Geschichte „Der Andere", die später verfilmt und hoch gepriesen wurde.

  • Bestimme anhand des folgenden Ausschnitts den charakteristischen Stil von Schlink.

    Tipps

    Seinen Stil können wir als eher nüchtern bezeichnen: kein Pathos, keine Ornamentik, wenig Metaphern.

    Lösung

    Nicht nur Thematik, verflochtene Handlungsstränge und sich aufbauende Spannungsbögen zeichnen Bernhard Schlink als Krimi-Autor von Weltklasse aus: Auch seine Sprache ist dem Genre angepasst und dem Thema geschuldet, dabei aber trotzdem formschön und einzigartig.

    Die Komplexität beim Erzählen von Tathergängen, Verbrechen oder detailgetreuen Fällen ist groß genug, als dass Kriminalromane einer ornamentalen, ausschmückenden Sprache bedürften. Schlink setzt den Anspruch an formschöne Sprache innerhalb dieses Rahmens um: Er erzählt geradlinig, klar, beinahe nüchtern, gibt knappe und präzise Beschreibungen und verzichtet auf ausschweifendes Fabulieren. Diese Merkmale stammen sicherlich auch aus seiner juristischen Praxis. Eine eher romantische, ornamentalische, pathetische oder metaphorische Sprache erzeugt eine Zweideutigkeit, die sich ein Kriminologe nicht leisten darf.

    Dabei greift Schlink auf Traditionen der deutschen Erzählkultur, vor allem auf den modernen Realismus, zurück. Als scharf beobachtender Erzähler schafft er es, eine Grenze zwischen Gut und Böse zu ziehen, die sich in anderen, subjektiveren Darstellungen nicht festlegen ließe. Der Blick des Richters ist in der Manier von Schlink objektiv und ständig auf der Suche nach der verborgenen Wahrheit.

    Quelle: Schlink, Bernhard 1995: Der Vorleser. S. 149.

  • Beschreibe die Vorgehensweise bei Kriminalromanen im Unterschied zu anderen Literaturgattungen.

    Tipps

    Einen guten Krimi zeichnet vor allem die Spannung aus, die er erzeugt. Er handelt meist von kriminellen Machenschaften: Etwas Böses wird nach und nach aufgedeckt.

    Lösung

    Heutzutage ist das Genre des Kriminalromans eines der am meistgelesenen. Sowohl Verbrecher/-innen als auch Aufklärer/-innen, wie Anwält/-innen, Detektiv/-innen oder Polizei, haben sich in ihren Methoden weiterentwickelt und modernisiert. Verbrechen gibt es heute wie früher: Sie sind immer noch hochaktuell und stets spannend. Was sich an Verbrechen allerdings wenig geändert hat, das ist die Art, wie man von ihnen erzählt.

    Da die Spannung beim Krimi das wichtigste ist, geht es grundsätzlich darum, immer nur eine bestimmte Menge an Informationen zu geben, den/die Leser/-in zu verwirren oder ihn/sie auch mal auf die falsche Fährte zu locken. Zuerst wird der Fall entfaltet, nach und nach in seinen Kontext eingebettet, mit gesellschaftlichen Diskursen und zeitgenössischen Themen verbunden; erst am Ende löst man den Fall auf.

    Darin unterscheidet sich der Kriminalroman häufig von anderen Genres. In diesen geht es meist darum, ein Thema möglichst erfahrbar zu machen: Man soll es nacherleben können. Dabei hilft eine groß angelegte und in die Tiefe gehende Beschreibung. Spannung ist zwar ein Teil, steht aber nicht im Vordergrund.

  • Erläutere, was postmodernes Erzählen bedeutet.

    Tipps

    Mit der Postmoderne wird die Einheit des Romans in all seinen Kategorien zerstört: Dem/der Erzähler/-in ist nicht mehr zu trauen, die Geschichte ist häufig nicht logisch oder chronologisch aufgebaut, die Trennung zwischen Fiktion und Wirklichkeit verschwimmt.

    Lösung

    Die Postmoderne ist ein schwieriger und weitreichender Begriff. Das Wort beschreibt eine Epoche oder Geisteshaltung nach der Moderne. Doch hier fangen bereits die Schwierigkeiten an: Was genau ist modern?

    Viele meinen, dass die Moderne sich auf den allgemeinen Gültigkeitsanspruch von philosophischen oder religiösen Ideologien beruft. Anders ausgedrückt: In der Moderne herrscht die Überzeugung, es gebe eine Wahrheit. In der Postmoderne löst sich dieser Glaube auf: Einzelne Perspektiven auf die Welt sollen gleichberechtigt ihre Geltung erfahren. So stehen sich Systeme gegenüber, die in ihrem Bereich gültig, jedoch nicht verallgemeinerbar sind.

    In der Konsequenz heißt das: Autoritäten verlieren ihren unbedingten Machtanspruch; das individuelle, besondere Wesen erhält einen neuen Stellenwert.

    Diese Gedankengänge zeigen sich in allen Künsten: Der/die Autor/-in und der/die Erzähler/-in müssen ihre Macht offen legen; sie zeigen die Fiktion der Geschichte; der/die Leser/-in als Rezipient/-in trägt die Verantwortung für die Interpretation; das Werk ermöglicht es dem/der Leser/-in, seine/ihre eigene Bedeutung zu finden: es bleibt daher offen, uneindeutig und erhebt keinen Anspruch auf Objektivität.

    Nicht alle diese Merkmale finden sich in Schlinks Texten. Er bleibt jedoch auch als Autor noch Jurist und verwebt so fiktionale und reale Welt und verknüpft angeblich objektive Sachliteratur mit der literarischen Welt der Fiktionen.

30 Tage kostenlos testen
Mit Spaß Noten verbessern
und vollen Zugriff erhalten auf

8.347

sofaheld-Level

6.601

vorgefertigte
Vokabeln

7.943

Lernvideos

37.093

Übungen

34.339

Arbeitsblätter

24h

Hilfe von Lehrer*
innen

laufender Yeti

Inhalte für alle Fächer und Klassenstufen.
Von Expert*innen erstellt und angepasst an die Lehrpläne der Bundesländer.

30 Tage kostenlos testen

Testphase jederzeit online beenden