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Hans Christian Andersen 03:58 min

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Transkript Hans Christian Andersen

Am 2.April 1805 kommt in Odense in Dänemark Hans Christian Andersen zur Welt, dessen faszinierende Erzählungen und Fabeln Weltruhm erlangen werden. Sein Vater, ein armer Schuhmacher, stirbt früh und die Mutter muss den Lebensunterhalt damit verdienen, dass sie für andere Leute wäscht. Dieser Umstand dient Andersen später als Vorlage für „Die Geschichte einer Mutter“. Hans Christian ist von eher hässlichem Äußeren und außerdem nervös und eigenwillig. Er geht nicht gern zur Schule und verbringt seine Zeit am liebsten in der Natur mit Lesen. Eines Tages prophezeit ihm eine alte Frau, dass seine Heimatstadt Odense einmal ihm zu Ehren in festlichem Lichterglanz erstrahlen werde. Diese Vorhersage geht 1867 tatsächlich in Erfüllung, als Andersen zum Ehrenbürger ernannt wird. Dass er schon in seiner Jugend fest davon überzeugt ist, zu Höherem geboren zu sein, schlägt sich auch in der Erzählung vom hässlichen Entlein nieder. Die Geschichte ist, wie seine meisten, autobiographischer Natur. Andersens außerordentliches Beobachtungs- und Erlebnisvermögen verschafft ihm immer neue Inspirationen. Trotz zahlreicher Sorgen und Enttäuschungen bewahrt sich der Dichter zeitlebens den Glauben an die Schönheit des irdischen Daseins. Mit 14 Jahren geht Hans Christian Andersen allein nach Kopenhagen, dessen heutiges Wahrzeichen, die kleine Meerjungfrau, aus einem seiner Märchen stammt. Er versucht ein Engagement als Schauspieler zu bekommen, aber seine sonderbaren Probevorführungen bringen ihm nur kleine Statistenrollen an der königlichen Oper ein. Dort trifft Andersen seinen zukünftigen Gönner Jonas Collin, der ihm zu einem Schulabschluss verhilft. Im Hause Collins verliebt sich Andersen in dessen Tochter Luise. Sie erwidert seine Liebe zwar nicht, wird aber seine beste Freundin. Er versucht sich mit geringem Erfolg als Dramatiker und findet erst mit seinen Reisebeschreibungen, die mit selbstgefertigten Skizzen und Scherenschnitten illustriert sind, Anklang. Andersen ist für seine Zeit ein Vielbereister, der noch dazu alle Eindrücke minutiös festhält. Allein Wien besucht er sechs Mal. Als der Schriftsteller 1835 eher zufällig ein kleines Heft mit Kindermärchen veröffentlicht, entdecken Kenner das wahre Talent Andersens. In den nächsten Jahren erlebt der überraschte Autor den Siegeszug seiner Märchen, die ihn zu einem der berühmtesten Dichter Europas machen. Überall bitten ihn die Menschen um Lesungen, so auch in Wien, wo Andersen anlässlich einer Gesellschaft auch den späteren Kaisern Franz Josef und Maximilian vorliest. Hier erlebt er auch eine Aufführung von Raimunds Stück „Der Diamant des Geisterkönigs“, welche ihn so begeistert, dass er eine dänische Nachdichtung verfasst. Seine größte Leistung bleiben aber die Märchen und Erzählungen für Kinder. Hans Christian Andersen arbeitet bis ins hohe Alter. Als er 1875 mit 70 Jahren stirbt, tut er es mit dem Bewusstsein, den Menschen etwas Wertvolles geschenkt zu haben.

3 Kommentare
  1. Dsc 0758

    cool

    Von Marie G., vor etwa einem Jahr
  2. Default

    Tol

    Von Maurice Neumeyer, vor mehr als einem Jahr
  3. Default

    toll

    Von Wile Davila, vor fast 2 Jahren

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