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Der Rattenfänger von Hameln (Gebrüder Grimm) 05:07 min

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Textversion des Videos

Transkript Der Rattenfänger von Hameln (Gebrüder Grimm)

Hallo, ich bin Martina und in diesem Video beschäftigen wir uns mit kleinen Nagetieren. Naja, genauer gesagt geht es um eine Sage, nämlich um die Heimatsage: "Der Rattenfänger von Hameln". Ich werde dir zuerst den Inhalt vorstellen und dann sehen wir uns die Entstehung dieser Heimatsage an. Nun mach es dir bequem und folge aufmerksam der spannenden Heimatsage über den Rattenfänger von Hameln. Der Sage nach kam im Jahr 1284 ein seltsamer Mann in die Stadt Hameln. Er trug sehr bunte Kleider und gab sich als Rattenfänger aus, d.h., er bot den Bewohnern der Stadt an, sie gegen Bezahlung von ihren Ratten zu befreien. Tatsächlich gab es damals in Hameln eine große Rattenplage und deshalb stimmten die Bürger dem Angebot zu. Der Rattenfänger holte daraufhin seine Flöte raus und begann darauf zu spielen. Es kamen Ratten und Mäuse aus allen Häusern hervor und sammelten sich um den sonderbaren Rattenfänger. Als sich keine Maus und keine Ratte mehr in den Häusern der Stadt versteckte, ging er aus der Stadt hinaus, geradewegs in den nahegelegenen Fluss die Weser. Die Tiere folgten ihm und ertranken sofort. Die Bürger freuten sich, dass sie nun ihre Ratten los waren, aber sie weigerten sich dennoch, dem Mann seinen versprochenen Lohn zu geben. Dieser wurde daraufhin zornig und verließ die Stadt. Am 26. Juni desselben Jahres kehrte er jedoch als Jäger gekleidet mit einem seltsamen roten Hut auf dem Kopf zurück und spielte wieder auf seiner Flöte. Diesmal kamen nicht die Mäuse und Ratten, sondern alle Kinder der Stadt angelaufen. Und er führte sie hinaus in die Berge, wo er mit ihnen verschwand. Nur zwei Kinder kehrten zurück, aber das eine war blind und konnte den Ort nicht zeigen, wo der Mann sie hingeführt hatte und das andere konnte weder reden noch hören und konnte deshalb nicht erzählen, was passiert war. Ein drittes Kind kehrte ebenfalls um, weil es sein Hemd vergessen hatte und entging so dem Unglück. Insgesamt sind an diesem Tag 130 Kinder der Stadt Hameln verschwunden. Es wurde berichtet, dass sie in einer Höhle in Siebenbürgen in Rumänien wieder aufgetaucht sind. Puh, das ist ja fast schon ein bisschen gruselig. Woher stammen denn solche Geschichten? Und was sind denn überhaupt Sagen? Sagen sind, so wie auch Märchen oder Legenden, in erster Linie mündliche Überlieferungen. Sie stammen aus einer Zeit, als es noch keinen Fernseher, keinen Computer und keine Bücher in jedem Haushalt gab. Die Familienmitglieder setzten sich deshalb abends zusammen und die Älteren erzählten Geschichten, die sich angeblich so zugetragen haben sollen. Diese Geschichten erzählten oft von fantastischen Ereignissen, in denen aber reale Figuren und auch reale Orte vorkamen, so dass die Fantasiegeschichten auch immer ein bisschen real erschienen. Es gibt verschiedene Arten von Sagen, auf die ich jetzt aber nicht weiter eingehen will, aber überlege doch mal, warum der Rattenfänger von Hameln als Heimatsage bezeichnet wird? Genau, Heimatsagen sind nämlich Sagen, die aus einer bestimmten Region stammen, welche in der Sage auch namentlich genannt wird. Wichtig für die Heimatsage ist also der Ort der Handlung. Aber wie kam es nun zur Entstehung dieser speziellen Heimatsage? Nun, ursprünglich waren es zwei Sagen, nämlich die “Kinderauszugssage” und die “Rattenvertreibungssage”. Glaubst du, dass man Ratten mit einer Flöte aus der Stadt locken kann? Entscheide selber, ob du diesen Teil der Sage glauben möchtest. Es gibt aber keinen wissenschaftlichen Nachweis darüber, dass es damals Flöten gab, auf die Ratten reagiert haben, und es gibt auch keine Nachweise dafür, dass dieser Rattenfänger wirklich existiert hat. Was den Kinderauszug angeht, waren die Kinder eher junge Menschen, die angeworben wurden, sich in Siedlungen im Osten, nämlich im heutigen Brandenburg oder Uckermark, niederzulassen. Irgendwann wurden diese beiden Sagen zu einer Sage zusammengefasst und von Generation zu Generation weitererzählt. Die Gebrüder Grimm haben sie schließlich in der Form, in der ich sie dir erzählt habe, aufgeschrieben. So, wir sind jetzt am Ende des Videos angekommen. Aber vielleicht hast du ja Lust, noch mehr Sagen oder Legenden zu lesen? Ich verabschiede mich jedenfalls und hoffe, dass dir das Video gefallen hat. Bis zum nächsten Mal, Martina.

16 Kommentare
  1. Danke für dein Video hat mich sehr gefallen

    Von Amilak 14, vor 7 Monaten
  2. Gut erklärt

    Von Irrker, vor mehr als einem Jahr
  3. hat mir seeeehhhhhhhhrr ggggggeoooollllllleeeeehhhhhhgffc jz

    Von Rinchendolma, vor mehr als einem Jahr
  4. gutes video

    Von Rinchendolma, vor mehr als einem Jahr
  5. spaß erst klassich danke dir

    Von Leon M. K., vor mehr als 2 Jahren
  1. nicht sehr gut

    Von Leon M. K., vor mehr als 2 Jahren
  2. Danke :-)

    Von Maxima2224, vor mehr als 3 Jahren
  3. sehr schön gemacht ich finde das märchen auch ein bischen spannend toll martina

    soooooooooooo coooooooooooooool!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Von Claudia Borchers, vor mehr als 3 Jahren
  4. Vielen Dank für euer Feedback, wir freuen uns zu hören, dass euch das Video gefällt.

    Beste Grüße
    Eure Deutschredaktion

    Von René Perfölz, vor mehr als 4 Jahren
  5. Interesant

    Von Esmira72, vor fast 5 Jahren
  6. spannend.*

    Von Abdel O., vor etwa 5 Jahren
  7. schön und sehr spammend!:)

    Von Abdel O., vor etwa 5 Jahren
  8. ok,danke ich hab alles verstanden und es is super erklärt.

    Von Lilli k., vor mehr als 5 Jahren
  9. Hilfreich

    Von Borzova S, vor mehr als 5 Jahren
  10. Cool:-)))))))))))

    Von Familiedamme@Mac.Com, vor etwa 6 Jahren
  11. Toll gemacht:-))))))

    Von Kirsten Berger, vor mehr als 6 Jahren
Mehr Kommentare

Der Rattenfänger von Hameln (Gebrüder Grimm) Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Der Rattenfänger von Hameln (Gebrüder Grimm) kannst du es wiederholen und üben.

  • Benenne das Jahr, in dem die Sage spielt.

    Tipps

    Der Rattenfänger besuchte im gesuchten Jahr zwei Mal die Stadt Hameln.

    Lösung

    Der Rattenfänger kam laut Sage 1284 zwei Mal in die Stadt Hameln. Beim ersten Mal vertrieb er die Ratten aus der Stadt und beim zweiten Mal nahm er die Kinder mit. Dieses Jahr halten Historiker auch für wahrscheinlich als Datum, an dem die „Kinder der Stadt“ auszogen, um den Osten des Landes zu besiedeln.

  • Benenne die Merkmale einer Sage.

    Tipps

    Sagen haben im Gegensatz zu Märchen oftmals einen historischen Kern.

    Lösung

    Sagen sind mündlich überlieferte, kurze Geschichten, die keinen namentlich bekannten Verfasser haben. In Sagen passieren, genau wie in Märchen, phantastische Ereignisse. Allerdings kommen in Sagen reale Figuren vor, sie spielen an realen Orten und oft enthalten sie Zeitangaben.

    • Ein Moral, die oftmals am Ende des Textes ausdrücklich geschrieben steht, kommt in Fabeln vor.
    • Märchen spielen an erfundenen Orten mit erfundenen Figuren. Auch enthalten Märchen keine Zeitangabe.
  • Fasse zusammen, in welcher Reihenfolge sich die Ereignisse in der Sage abspielen.

    Tipps

    Nachdem die Bürger dem Rattenfänger sein Geld verweigerten, kehrte er als Jäger verkleidet zurück.

    Lösung

    Die verlorenen 130 Kinder aus Hameln waren wahrscheinlich auswanderungswillige Hamelner, die von Adeligen zur Besiedelung des Ostens angeworben wurden. Es soll sich demnach nicht nur Kinder, sondern „Kinder der Stadt“, also die Bürger der Stadt Hameln, gehandelt haben.

    Brüder Grimm: Der Rattenfänger von Hameln. URL: http://www.hameln.de/tourismus/rattenfaenger/rattenfaengersage/rattenfaengersage-brueder-grimm.htm [Zugriff am 21.05.16]

  • Benenne die Unterschiede zwischen Märchen und Sagen.

    Tipps

    Die Sage „Der Rattenfänger von Hameln“ spielt im Jahre 1284 in Hameln.

    Lösung

    (Volks-)Märchen und Sagen sind anonym und wurden mündlich überliefert. Sie entstammen oft demselben Stoffbereich und Figuren wie Elfen oder Feen kommen in ihnen vor. Auch haben Sagen und Märchen oft ähnliche Motive, die ihnen zu Grunde liegen. Allerdings lassen sich Märchen und Sagen auch gut voneinander abgrenzen. Sagen:

    • haben einen Bezug zur Realität,
    • nennen einen genauen Ort,
    • enthalten reale Figuren und
    • nennen eine genaue Zeit.
    Märchen:
    • sind ausgedacht,
    • enthalten erdachte Figuren,
    • nennen keinen genauen Ort und
    • keine genaue Zeit.

  • Erläutere, warum es mehrere Versionen von der Sage „Der Rattenfänger von Hameln“gibt.

    Tipps

    Die Gebrüder Grimm sammelten Volksmärchen und Sagen und schrieben sie auf.

    Lösung

    Von Volksmärchen und Sagen existieren oft verschiedene Versionen. Dadurch, dass Märchen und Sagen mündliche weitergegeben wurden und erst später beispielsweise durch Märchensammler wie die Brüder Grimm verschriftlicht wurden, gibt es in verschiedenen Landesteilen oft andere Fassungen ein und derselben Geschichte.

    Die Brüder Grimm veröffentlichten 1812 ihren ersten Band mit 86 Märchen und 1815 den zweiten mit 70 Märchen.

  • Analysiere, um welche Art von Sage es sich handelt.

    Tipps

    Eine Heldensage konzentriert sich auf die Geschichte eines historischen Herrschers oder Herrscherfamilien. Die Politik und Kriege dieser Persönlichkeiten stehen im Vordergrund.

    Lösung

    Es gibt verschiedene Arten von Sagen:

    • Bei der Heldensage steht die Geschichte eines historischen Herrschers oder einer ganzen Familie im Vordergrund. Die Politik und Kriege dieser Personen stehen im Vordergrund.
    • Bei der Volkssage ist der Ort der Handlung oft im Alltag angesiedelt. Es kommen Naturgeister wie Zwerge oder Feen darin vor.
    • Bei der Heimatsage steht der Ort der Handlung im Vordergrund.
    Quelle: Der tausendjährige Rosenstrauch. URL: http://www.udoklinger.de/Deutsch/Sagen/S6.htm [Zugriff am 21.06.16]