30 Tage kostenlos testen:
Mehr Spaß am Lernen.

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

Rotkäppchen (Gebrüder Grimm) 08:50 min

Textversion des Videos

Transkript Rotkäppchen (Gebrüder Grimm)

Hallo, ich bin Martina und heute wird es märchenhaft. Hauptfigur des Videos ist ein kleines Mädchen, das immer eine rote Kappe trägt. Weißt du, um wen es geht? Na klar, um das Rotkäppchen. Wir sehen uns zunächst einmal die Handlung an und danach die einzelnen Figuren und überlegen, was sie im Märchen symbolisieren. Zum Schluss überlegen wir uns, ob die Figuren vielleicht sogar Gegensätze wie Gut und Böse symbolisieren und sich sozusagen wie in einem Konflikt gegenüberstehen. Und da du für das Video keine Vorkenntnisse brauchst, geht’s auch gleich los. Mit welchen Worten fangen denn die meisten Märchen an? Genau, mit „Es war einmal…“. Es war einmal ein kleines Mädchen, dass alle Menschen sehr gerne mochten. Ganz besonders seine Großmutter. Und deshalb schenkte diese dem Mädchen eine Kappe aus rotem Samt. Da das Mädchen von nun an immer ihre rote Kappe trug, nannte man sie bald „das Rotkäppchen“. Eines Tages bat die Mutter das Rotkäppchen eine Flasche Wein und einen Kuchen zur kranken Großmutter zu bringen. Sie ermahnte das Kind, bloß nicht vom rechten Weg abzukommen und schnell zu Großmutters Haus zu gehen. Das Rotkäppchen versprach es und machte sich auf den Weg. Die Großmutter wohnte aber weit draußen im Wald. Und als das Rotkäppchen das Dorf verlassen hatte und in den Wald kam, begegnete ihr der Wolf. Das Rotkäppchen kannte den Wolf nicht und wusste deshalb auch nicht, was für ein gefährliches Tier er war. Sie grüßte ihn freundlich und der Wolf fragte: „Wohin gehst du denn so früh, Rotkäppchen?“ „Zur Großmutter“, antwortete das Rotkäppchen, „sie ist krank und ich bringe ihr Wein und Kuchen.“ „Wo wohnt denn deine Großmutter?“, fragte der listige Wolf. „Noch tiefer im Wald bei den großen Eichenbäumen. Da steht ihr Haus.“ Dem Wolf lief schon das Wasser im Maul zusammen bei der Vorstellung, wie er das Rotkäppchen und die Großmutter fressen würde, aber er brauchte eine List, um das Rotkäppchen noch ein Weilchen aufzuhalten. „Rotkäppchen, sieh doch mal die schönen Blumen. Warum pflückst du nicht ein paar für deine Großmutter?“ Rotkäppchen gefiel die Idee. Die Großmutter würde sich bestimmt über ein paar Blumen freuen. Und so verließ das Rotkäppchen den rechten Weg und kam immer, immer tiefer in den dunklen Wald. Der Wolf lief in der Zwischenzeit schnell zum Haus der Großmutter und klopfte. „Wer ist draußen?“, fragte die Großmutter. „Ich bin es, Großmutter, dein Rotkäppchen. Mach schnell die Tür auf. Ich habe Wein und Kuchen für dich.“ Die Großmutter erkannte die Falle nicht und ließ den Wolf herein. Kaum hatte sie die Tür geöffnet, verschlang der Wolf sie mit Haut und Haar. Anschließend zog er sich ihre Kleider an und setzte sich ihre Haube auf und legte sich in das Bett der Großmutter. Rotkäppchen hatte inzwischen einen großen Strauß Blumen gepflückt und lief zum Haus der Großmutter. Es wunderte sich, dass die Tür aufstand. Und als es die Großmutter rief, kam keine Antwort. Rotkäppchen trat an das Bett der Großmutter, die ihre Haube tief ins Gesicht gezogen hatte. „Großmutter“, sagte das Rotkäppchen, „was hast du für große Ohren?“ „Damit ich dich besser hören kann.“ „Aber Großmutter, was hast du für große Augen?“ „Damit ich dich besser sehen kann.“ „Großmutter, was hast du für große Hände?“ „Damit ich dich besser packen kann.“ „Aber Großmutter, was hast du für ein entsetzlich großes Maul?“ „Damit ich dich besser fressen kann.“ Und es kam, wie es kommen musste. Der Wolf machte einen Satz aus dem Bett und verschlang gierig das Rotkäppchen. Satt und zufrieden legte er sich wieder ins Bett und fing laut an zu schnarchen. Der Jäger ging gerade am Haus vorbei und wunderte sich über das laute Schnarchen. Er wusste, dass Rotkäppchens Großmutter krank war, aber das Schnarchen kam ihm komisch vor. Er trat ins Haus und entdeckte den Wolf im Bett der Großmutter. Er wollte ihn sofort erschießen, aber da fiel ihm ein, dass der Wolf ja vielleicht die Großmutter gefressen hatte. Er nahm also eine Schere und schnitt dem schlafenden Wolf den Bauch auf. Nach ein paar Schnitten sah er das rote Käppchen und schon sprang das Rotkäppchen aus dem Bauch des Wolfes. Und nach ihr kam, ebenfalls noch lebendig, die Großmutter. Das Rotkäppchen sammelte Steine, die sie dem Wolf in den Bauch legten. Als der Wolf aufwachte, wollte er zum Brunnen trinken. Aber die Steine in seinem Bauch waren so schwer, dass sie ihn in den Brunnen zogen und er ertrank. Die Großmutter aß den Kuchen und trank den Wein und das Rotkäppchen versprach, nie wieder vom rechten Weg abzukommen. Und so endet das Märchen vom Rotkäppchen. Zum Schluss ist ja nochmal alles gut gegangen. Hat das vielleicht mit der Figurenkonstellation und dem, was die Figuren symbolisieren, zu tun? Überlege doch mal, wer in dem Märchen das Gute, wer das Böse, wer den Beschützer und wer die Erziehung zum Guten symbolisiert? Denkst du auch, dass das Rotkäppchen das Gute symbolisiert? Und dann ist der Wolf das Böse, der das Rotkäppchen verführt und seine Rolle wechselt. Wer rettet das Rotkäppchen und die Großmutter? Genau, der Jäger. Er symbolisiert also den Beschützer, der zur Rettung des Guten kommt. Und die Mutter und die Großmutter symbolisieren die Erziehung zum Guten. Die Mutter ermahnt am Anfang das Rotkäppchen, nicht vom rechten Weg abzukommen, damit ihm nichts passiert. Ist das vielleicht sogar der Grundkonflikt des Märchens? Die Mutter ermahnt das Rotkäppchen nicht vom rechten Weg abzukommen, aber der Wolf verführt das Mädchen, die Mahnung der Mutter zu vergessen und stattdessen immer tiefer in den Wald zu laufen. Es kommt also zu einem Konflikt zwischen dem Guten, symbolisiert durch das Rotkäppchen und dem Bösen, symbolisiert durch den Wolf. Der rechte Weg hingegen ist wie eine schützende Kraft. Wenn das Rotkäppchen auf dem rechten Weg bleibt, entgeht es der Gefahr. Aber der Wolf lockt sie ab vom rechten Weg und frisst das Mädchen und seine Großmutter. Das Böse hat zunächst gesiegt, aber zum Glück kommt der Jäger und rettet die beiden. Das Märchen hat also noch mal einen guten Ausgang. Aber es ist dennoch ein Warn- und Schreckmärchen. Rotkäppchens Fehlverhalten steht stellvertretend für menschliches Fehlverhalten. Wer den rechten Weg, also die stützende Kraft verlässt und sich vom Bösen verführen lässt, der begibt sich in Gefahr. Aber wer nicht durch und durch böse ist, der bekommt zum Glück auch eine zweite Chance. So, wie das Rotkäppchen. Und wenn es nicht gestorben ist, so lebt es noch heute. Und wir sind jetzt am Ende des Videos angekommen. Ich hoffe, es hat dir gefallen. Bis zum nächsten Mal, Martina!

10 Kommentare
  1. Default

    cool die bilder

    Von Melina05, vor 9 Monaten
  2. Default

    SUUUUUUUPPPPPPPPPPEEEEEEEEERRRRRR!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!GEIL

    Von H.Dietzel, vor 11 Monaten
  3. Default

    ddiiiieeeesseeesss märchen kennt jedes kkkiiind

    Von J L Wohlgefahrt, vor mehr als einem Jahr
  4. Default

    "...und komm nicht vom rechten Weg ab!" Sicher kennst du die Worte der Mutter aus dem Märchen "Rotkäppchen". Das Rotkäppchen hört aber nicht auf seine Mutter und lässt sich vom Wolf in den Wald locken. Es kommt so zu einem Konflikt zwischem dem bösen Wolf und dem guten Rotkäppchen. Das Märchen zeigt den typischen Grundkonflikt aus dem Guten und dem Bösen, aber am Ende geht doch noch alles gut aus. Viel Spaß beim Anschauen!

    Von Oliver66, vor fast 2 Jahren
  5. Default

    das war ein sehr schönens Video /(^_^)\

    Von Harpsealbaby, vor fast 2 Jahren
  1. Default

    Danke :-) für das Video ((())) :-) :-) :-)

    Von Maxima2224, vor mehr als 2 Jahren
  2. Rene redaktion

    Vielen Dank für eure Kommentare. Wir freuen uns zu hören, dass euch das Video gefällt. Viel Glück bei dem Referat.

    Beste Grüße
    Die Deutschredaktion

    Von René Perfölz, vor mehr als 3 Jahren
  3. Chrysanthemum

    Super gemacht!
    Ich halte ein Referat über Märchen in der Romantik und habe analyse von Rotkäppchen reingebracht ! :D
    herzlichen dank, ich mir sicher es wird super

    Von Olgashupichenko, vor mehr als 3 Jahren
  4. Default

    Schön

    Von Familiedamme@Mac.Com, vor etwa 4 Jahren
  5. Default

    und wenn SIE nicht gestorben sind ...

    Von Cemile, vor etwa 4 Jahren
Mehr Kommentare