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Rotkäppchen (Gebrüder Grimm) 08:50 min

Textversion des Videos

Transkript Rotkäppchen (Gebrüder Grimm)

Hallo, ich bin Martina und heute wird es märchenhaft. Hauptfigur des Videos ist ein kleines Mädchen, das immer eine rote Kappe trägt. Weißt du, um wen es geht? Na klar, um das Rotkäppchen. Wir sehen uns zunächst einmal die Handlung an und danach die einzelnen Figuren und überlegen, was sie im Märchen symbolisieren. Zum Schluss überlegen wir uns, ob die Figuren vielleicht sogar Gegensätze wie Gut und Böse symbolisieren und sich sozusagen wie in einem Konflikt gegenüberstehen. Und da du für das Video keine Vorkenntnisse brauchst, geht’s auch gleich los. Mit welchen Worten fangen denn die meisten Märchen an? Genau, mit „Es war einmal…“. Es war einmal ein kleines Mädchen, dass alle Menschen sehr gerne mochten. Ganz besonders seine Großmutter. Und deshalb schenkte diese dem Mädchen eine Kappe aus rotem Samt. Da das Mädchen von nun an immer ihre rote Kappe trug, nannte man sie bald „das Rotkäppchen“. Eines Tages bat die Mutter das Rotkäppchen eine Flasche Wein und einen Kuchen zur kranken Großmutter zu bringen. Sie ermahnte das Kind, bloß nicht vom rechten Weg abzukommen und schnell zu Großmutters Haus zu gehen. Das Rotkäppchen versprach es und machte sich auf den Weg. Die Großmutter wohnte aber weit draußen im Wald. Und als das Rotkäppchen das Dorf verlassen hatte und in den Wald kam, begegnete ihr der Wolf. Das Rotkäppchen kannte den Wolf nicht und wusste deshalb auch nicht, was für ein gefährliches Tier er war. Sie grüßte ihn freundlich und der Wolf fragte: „Wohin gehst du denn so früh, Rotkäppchen?“ „Zur Großmutter“, antwortete das Rotkäppchen, „sie ist krank und ich bringe ihr Wein und Kuchen.“ „Wo wohnt denn deine Großmutter?“, fragte der listige Wolf. „Noch tiefer im Wald bei den großen Eichenbäumen. Da steht ihr Haus.“ Dem Wolf lief schon das Wasser im Maul zusammen bei der Vorstellung, wie er das Rotkäppchen und die Großmutter fressen würde, aber er brauchte eine List, um das Rotkäppchen noch ein Weilchen aufzuhalten. „Rotkäppchen, sieh doch mal die schönen Blumen. Warum pflückst du nicht ein paar für deine Großmutter?“ Rotkäppchen gefiel die Idee. Die Großmutter würde sich bestimmt über ein paar Blumen freuen. Und so verließ das Rotkäppchen den rechten Weg und kam immer, immer tiefer in den dunklen Wald. Der Wolf lief in der Zwischenzeit schnell zum Haus der Großmutter und klopfte. „Wer ist draußen?“, fragte die Großmutter. „Ich bin es, Großmutter, dein Rotkäppchen. Mach schnell die Tür auf. Ich habe Wein und Kuchen für dich.“ Die Großmutter erkannte die Falle nicht und ließ den Wolf herein. Kaum hatte sie die Tür geöffnet, verschlang der Wolf sie mit Haut und Haar. Anschließend zog er sich ihre Kleider an und setzte sich ihre Haube auf und legte sich in das Bett der Großmutter. Rotkäppchen hatte inzwischen einen großen Strauß Blumen gepflückt und lief zum Haus der Großmutter. Es wunderte sich, dass die Tür aufstand. Und als es die Großmutter rief, kam keine Antwort. Rotkäppchen trat an das Bett der Großmutter, die ihre Haube tief ins Gesicht gezogen hatte. „Großmutter“, sagte das Rotkäppchen, „was hast du für große Ohren?“ „Damit ich dich besser hören kann.“ „Aber Großmutter, was hast du für große Augen?“ „Damit ich dich besser sehen kann.“ „Großmutter, was hast du für große Hände?“ „Damit ich dich besser packen kann.“ „Aber Großmutter, was hast du für ein entsetzlich großes Maul?“ „Damit ich dich besser fressen kann.“ Und es kam, wie es kommen musste. Der Wolf machte einen Satz aus dem Bett und verschlang gierig das Rotkäppchen. Satt und zufrieden legte er sich wieder ins Bett und fing laut an zu schnarchen. Der Jäger ging gerade am Haus vorbei und wunderte sich über das laute Schnarchen. Er wusste, dass Rotkäppchens Großmutter krank war, aber das Schnarchen kam ihm komisch vor. Er trat ins Haus und entdeckte den Wolf im Bett der Großmutter. Er wollte ihn sofort erschießen, aber da fiel ihm ein, dass der Wolf ja vielleicht die Großmutter gefressen hatte. Er nahm also eine Schere und schnitt dem schlafenden Wolf den Bauch auf. Nach ein paar Schnitten sah er das rote Käppchen und schon sprang das Rotkäppchen aus dem Bauch des Wolfes. Und nach ihr kam, ebenfalls noch lebendig, die Großmutter. Das Rotkäppchen sammelte Steine, die sie dem Wolf in den Bauch legten. Als der Wolf aufwachte, wollte er zum Brunnen trinken. Aber die Steine in seinem Bauch waren so schwer, dass sie ihn in den Brunnen zogen und er ertrank. Die Großmutter aß den Kuchen und trank den Wein und das Rotkäppchen versprach, nie wieder vom rechten Weg abzukommen. Und so endet das Märchen vom Rotkäppchen. Zum Schluss ist ja nochmal alles gut gegangen. Hat das vielleicht mit der Figurenkonstellation und dem, was die Figuren symbolisieren, zu tun? Überlege doch mal, wer in dem Märchen das Gute, wer das Böse, wer den Beschützer und wer die Erziehung zum Guten symbolisiert? Denkst du auch, dass das Rotkäppchen das Gute symbolisiert? Und dann ist der Wolf das Böse, der das Rotkäppchen verführt und seine Rolle wechselt. Wer rettet das Rotkäppchen und die Großmutter? Genau, der Jäger. Er symbolisiert also den Beschützer, der zur Rettung des Guten kommt. Und die Mutter und die Großmutter symbolisieren die Erziehung zum Guten. Die Mutter ermahnt am Anfang das Rotkäppchen, nicht vom rechten Weg abzukommen, damit ihm nichts passiert. Ist das vielleicht sogar der Grundkonflikt des Märchens? Die Mutter ermahnt das Rotkäppchen nicht vom rechten Weg abzukommen, aber der Wolf verführt das Mädchen, die Mahnung der Mutter zu vergessen und stattdessen immer tiefer in den Wald zu laufen. Es kommt also zu einem Konflikt zwischen dem Guten, symbolisiert durch das Rotkäppchen und dem Bösen, symbolisiert durch den Wolf. Der rechte Weg hingegen ist wie eine schützende Kraft. Wenn das Rotkäppchen auf dem rechten Weg bleibt, entgeht es der Gefahr. Aber der Wolf lockt sie ab vom rechten Weg und frisst das Mädchen und seine Großmutter. Das Böse hat zunächst gesiegt, aber zum Glück kommt der Jäger und rettet die beiden. Das Märchen hat also noch mal einen guten Ausgang. Aber es ist dennoch ein Warn- und Schreckmärchen. Rotkäppchens Fehlverhalten steht stellvertretend für menschliches Fehlverhalten. Wer den rechten Weg, also die stützende Kraft verlässt und sich vom Bösen verführen lässt, der begibt sich in Gefahr. Aber wer nicht durch und durch böse ist, der bekommt zum Glück auch eine zweite Chance. So, wie das Rotkäppchen. Und wenn es nicht gestorben ist, so lebt es noch heute. Und wir sind jetzt am Ende des Videos angekommen. Ich hoffe, es hat dir gefallen. Bis zum nächsten Mal, Martina!

10 Kommentare
  1. cool die bilder

    Von Melina05, vor fast 2 Jahren
  2. SUUUUUUUPPPPPPPPPPEEEEEEEEERRRRRR!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!GEIL

    Von Jessyca B., vor fast 2 Jahren
  3. ddiiiieeeesseeesss märchen kennt jedes kkkiiind

    Von J L Wohlgefahrt, vor mehr als 2 Jahren
  4. "...und komm nicht vom rechten Weg ab!" Sicher kennst du die Worte der Mutter aus dem Märchen "Rotkäppchen". Das Rotkäppchen hört aber nicht auf seine Mutter und lässt sich vom Wolf in den Wald locken. Es kommt so zu einem Konflikt zwischem dem bösen Wolf und dem guten Rotkäppchen. Das Märchen zeigt den typischen Grundkonflikt aus dem Guten und dem Bösen, aber am Ende geht doch noch alles gut aus. Viel Spaß beim Anschauen!

    Von Oliver66, vor fast 3 Jahren
  5. das war ein sehr schönens Video /(^_^)\

    Von Harpsealbaby, vor fast 3 Jahren
  1. Danke :-) für das Video ((())) :-) :-) :-)

    Von Maxima2224, vor mehr als 3 Jahren
  2. Vielen Dank für eure Kommentare. Wir freuen uns zu hören, dass euch das Video gefällt. Viel Glück bei dem Referat.

    Beste Grüße
    Die Deutschredaktion

    Von René Perfölz, vor mehr als 4 Jahren
  3. Super gemacht!
    Ich halte ein Referat über Märchen in der Romantik und habe analyse von Rotkäppchen reingebracht ! :D
    herzlichen dank, ich mir sicher es wird super

    Von Olgashupichenko, vor mehr als 4 Jahren
  4. Schön

    Von Familiedamme@Mac.Com, vor etwa 5 Jahren
  5. und wenn SIE nicht gestorben sind ...

    Von Cemile, vor etwa 5 Jahren
Mehr Kommentare

Rotkäppchen (Gebrüder Grimm) Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Rotkäppchen (Gebrüder Grimm) kannst du es wiederholen und üben.

  • Gib wieder, welche Fragen Rotkäppchen dem Wolf stellt.

    Tipps

    Am Ende frisst der Wolf das Rotkäppchen.

    Lösung

    Nachdem das Rotkäppchen an das Bett der Großmutter getreten ist, fragt es den verkleideten Wolf:

    • Großmutter, was hast du für große Ohren!
    • Großmutter, was hast du für große Augen!
    • Großmutter, was hast du für große Hände!
    • Großmutter, was hast du für ein entsetzlich großes Maul!
    Mit Hilfe der Fragen und der Antworten des Wolfes findet eine Steigerung der Spannung statt. Es entsteht eine bedrohliche Situation, die schließlich mit dem Verschlingen des Rotkäppchens endet.

    Quellen: Gebrüder Grimm: Rotkäppchen. URL: http://www.grimmstories.com/de/grimm_maerchen/rotkaeppchen [03.03.16]

  • Gib an, welche Figuren bei „Rotkäppchen“ vorkommen.

    Tipps

    Wen soll das Mädchen mit der roten Kappe besuchen?

    Das Märchen spielt nicht in einem Schloss oder einer Burg.

    Lösung

    Die Figuren, die in Rotkäppchen vorkommen, sind:

    • Rotkäppchen
    • Jäger
    • Mutter
    • Großmutter
    • Wolf
    Ein Frosch spielt beispiesweise in dem Märchen „Der Forschköning“ eine zentrale Rolle, eine Prinzessin in „Die Prinzessin auf der Erbse“, eine gute Fee in „Dornröschen“, ein Vater in „Aschenputtel“ und ein Kater in „Der gestiefelte Kater“.

  • Entscheide, welche Charaktereigenschaften der Wolf symbolisiert.

    Tipps

    Wie verhält sich der Wolf bei Rotkäppchen?

    Lösung

    Tiere stehen in Märchen oft für bestimme menschliche Charaktereigenschaften. Neben dem Bösen, das der Wolf bei Rotkäppchen symbolisiert, ist er auch

    • listig, da er Rotkäppchen mit einem Trick vom Weg abbringt
    • gierig, da er neben Rotkäppchen auch die Großmutter fressen will und
    • rücksichtlos, da er keine Hemmungen hat Rotkäppchen und die Großmutter zu überfallen.
  • Erkläre, was die einzelnen Figuren bei „Rotkäppchen“ symbolisieren.

    Tipps

    Der Wolf und das Rotkäppchen symbolisieren Gegensätze.

    Lösung

    Die Figuren in Märchen sind oftmals typisch und einfach strukturiert und haben keinen komplexen oder vielschichtigen Charakter.

    Bei „Rotkäppchen“ sind die Charaktere folgendermaßen angelegt:

    • Rotkäppchen ist das Gute,
    • der Wolf ist das Böse,
    • der Jäger ist der Beschützer und
    • die Mutter sowie die Großmutter symbolisieren die Erziehung zum Guten

  • Bestimme den Handlungsablauf des Märchens „Rotkäppchen“.

    Tipps

    Der Wolf überredet das Mädchen Blumen zu pflücken. Danach läuft er zur Großmutter, um seine List durchzuführen.

    Lösung

    Es gibt bei bei Rotkäppchen noch ein wenig bekanntes Ende, das da heißt:

    „Es wird auch erzählt, daß einmal, als Rotkäppchen der alten Großmutter wieder Gebackenes brachte, ein anderer Wolf ihm zugesprochen und es vom Wege habe ableiten wollen. Rotkäppchen aber hütete sich und ging gerade fort seines Wegs und sagte der Großmutter, daß es dem Wolf begegnet wäre, der ihm guten Tag gewünscht, aber so bös aus den Augen geguckt hätte: „Wenn's nicht auf offner Straße gewesen wäre, er hätte mich gefressen.“ „Komm“, sagte die Großmutter, „wir wollen die Türe verschließen, daß er nicht herein kann.“ Bald darnach klopfte der Wolf an und rief: „Mach auf, Großmutter, ich bin das Rotkäppchen, ich bring dir Gebackenes.“ Sie schwiegen aber still und machten die Türe nicht auf: da schlich der Graukopf etlichemal um das Haus, sprang endlich aufs Dach und wollte warten, bis Rotkäppchen abends nach Haus ginge, dann wollte er ihm nachschleichen und wollt's in der Dunkelheit fressen. Aber die Großmutter merkte, was er im Sinn hatte. Nun stand vor dem Haus ein großer Steintrog, da sprach sie zu dem Kind: „Nimm den Eimer, Rotkäppchen, gestern hab ich Würste gekocht, da trag das Wasser, worin sie gekocht sind, in den Trog.“ Rotkäppchen trug so lange, bis der große, große Trog ganz voll war. Da stieg der Geruch von den Würsten dem Wolf in die Nase, er schnupperte und guckte hinab, endlich machte er den Hals so lang, daß er sich nicht mehr halten konnte und anfing zu rutschen: so rutschte er vom Dach herab, gerade in den großen Trog hinein, und ertrank. Rotkäppchen aber ging fröhlich nach Haus, und tat ihm niemand etwas zuleid.“

    Darin zeigt Rotkäppchen, dass sie aus der ersten Begegnung mit dem Wolf gelernt hat und sich nie wieder vom rechten Weg abbringen lässt.

    Quelle: Brüder Grimm: Rotkäppchen. URL: http://gutenberg.spiegel.de/buch/-6248/140 [Zugriff: 20.05.16]

  • Bestimme die Texte, die einen typischen Märchenanfang haben.

    Tipps

    Volksmärchen, wie die der Brüder Grimm, haben oft einen formelhaften Anfang.

    Lösung

    Märchen beginnen und enden oftmals formelhaft. Ein sehr typischer Beginn eines Märchens ist:

    • Es war einmal...
    Mit diesen Worten beginnen beispielsweise Märchen wie
    • „Rotkäppchen“ (Text 4) oder
    • „Rapunzel“ (Text 1).
    Die Texte 2,3 und 5 sind ebenfalls Märchen. Sie haben allerdings keinen typischen, formelhaften Anfang.

    Es gibt auch typische Schlussworte, die häufig in Märchen auftauchen wie beispielsweise

    • „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.“
    Bei Rotkäppchen werden diese Schlussworte allerdings inhaltlich übertragen und lauten:

    • „Da waren alle drei vergnügt. Der Jäger zog dem Wolf den Pelz ab und ging damit heim, die Großmutter aß den Kuchen und trank den Wein, den Rotkäppchen gebracht hatte, und erholte sich wieder; Rotkäppchen aber dachte: Du willst dein Lebtag nicht wieder allein vom Wege ab in den Wald laufen, wenn dir's die Mutter verboten hat.“
    Quellen:
    • Text 1: Gebrüder Grimm: Rapunzel. URL: http://www.grimmstories.com/de/grimm_maerchen/ [Zugriff am 03.03.16]
    • Text 2: Andersen, Hans Christian: Das hässliche junge Entlein. URL: http://www.maerchen.org/andersen/das-haessliche-junge-entlein.htm [Zugriff am 03.03.16]
    • Text 3: Andersen, Hans Christian: Der Sandmann. URL: http://www.maerchen.org/andersen/der-sandmann.htm [Zugriff am 03.03.16]
    • Text 4: Gebrüder Grimm: Rotkäppchen. URL: http://www.grimmstories.com/de/grimm_maerchen/rotkaeppchen [Zugriff am 03.03.16]
    • Text 5: Andersen, Hans Christian: Der Springer. URL: http://www.maerchen.org/andersen/der-springer.htm [Zugriff am 03.03.16]