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Der Lebensraum der Pinguine 05:48 min

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Transkript Der Lebensraum der Pinguine

Pinguine gehören zu der Klasse der Vögel. Doch aus einem ursprünglich flugfähigen Vogel hat sich im Laufe der Evolution einer entwickelt, dessen Körperbau sich dem Leben im Wasser angepasst hat. Die kurzen, weit hinten am Körper ansetzenden Beine bedingen ihren aufrechten, watschelnden Gang. Die kurzen Flügel der Pinguine erinnern mehr an Paddel und sind nicht in der Lage, den schweren Körper in die Luft zu erheben. Pinguine haben einen großen, kräftigen Schnabel, den sie sowohl zum Nahrungserwerb als auch als Waffe nutzen. Das schwarz-weiße Federkleid ist ihr Erkennungsmerkmal, doch jede Pinguinart zeigt eine andere Musterung. Die in der Antarktis lebenden Arten haben auch gelbe und orange Federn im Kopf-Hals-Bereich. Die Lebensräume der Pinguine sind nur südlich des Äquators zu finden. Man unterscheidet sechs Gattungen. Die Zahl der Arten schwankt in der Literatur zwischen 15 und 22. Manche Systematiker unterscheiden noch verschiedene Unterarten, einige kommen durch DNA-Sequenzierung zu neuen Ergebnissen. Es gilt, weitere Erkenntnisse abzuwarten. In der polaren Zone, ganz im Süden in der Antarktis, ist es am kältesten. Hier lebt die Gattung der Großpinguine, wie der Königspinguin und der bis zu einem Meter große Kaiserpinguin. Etwas weiter nördlich ist der Eselspinguin auf vielen Inseln rund um die Antarktis beheimatet. Er ist ein Vertreter der Gattung Pygoscelis. Der Felsenpinguin gehört, neben sechs weiteren Arten, zu der artenreichsten Gattung, den Schopfpinguinen. Der Humboldtpinguin wird zu der Gattung der Brillenpinguine gezählt. Er lebt in Südamerika am Rand der trockenen Atacama-Wüste in Chile. Dort wird es bis zu 35 Grad warm. Die einzige Art in der Gattung Megadyptes ist der Gelbaugenpinguin. Der kleinste Pinguin, der Zwergpinguin, ist nur 30 Zentimeter groß. Er lebt in der gemäßigten Klimazone und brütet an der Südküste Australiens und im Süden von Neuseeland. Doch in welcher Klimazone Pinguine auch an Land gehen, sie leben immer in der Nähe einer kalten Meeresströmung, denn dort finden sie am meisten Nahrung. Da Pinguine nur zur Brutzeit an Land sind und ihre Kolonien sich meist an abgelegenen Orten befinden, sind ihre Feinde begrenzt. Ausgewilderte Säugetiere stellen eine Gefahr dar, wie beim Galapagospinguin, dessen auf zwei Inseln beschränkte Brutkolonien durch streunende Hunde dezimiert wurden. Ihr größter Feind ist der Mensch. Noch im 18. Jahrhundert wurden Millionen Pinguine geschlachtet, weil man Interesse an ihrem Fett hatte. Heute macht manchen Pinguinarten der Klimawechsel zu schaffen, für den der Mensch beträchtlich mitverantwortlich ist. Darüber hinaus leiden Brillenpinguine und Magellanpinguine besonders unter Ölverschmutzung durch, nahe ihrer Kolonien verlaufender, Schifffahrts- und insbesondere Tankerrouten. Eine weitaus größere Gefahr droht in der Brutzeit aus der Luft. Die Angreifer sind verschiedene Möwenarten, die es allerdings nicht auf die Altvögel, sondern auf die Eier sowie die Jungvögel abgesehen haben. Diese Möwe ist mitten in der Brutkolonie gelandet und wartet bei ihrem Marsch zwischen den Nestern auf eine günstige Gelegenheit. Doch sie hält deutlich Abstand von den Bewachern der Nester, um nicht in Reichweite von Schnabel oder Flügel zu geraten. Besonders vor der Großen Raubmöwe, der Antarktischen Skua, gilt es, sich in Acht zu nehmen. Die meisten Gefahren drohen den Pinguinen im Wasser. Auf der Jagd nach Fischen sind die Nahrungskonkurrenten zugleich ihre größten Feinde. Bei Ohrenrobben, wie Seelöwen und Seebären, oder Seeleoparden stehen auch Pinguine auf der Speisekarte. Auch den größten Robben, den See-Elefanten, sollten sie möglichst nicht zu nahekommen. Die häufig in Küstennähe jagenden Schwertwale zählen zu den ärgsten Feinden. In den tieferen Gewässern der offenen See sind es vor allem Haie, die einen Pinguin nicht verschmähen. Diesen großen Jägern stehen Pinguine machtlos gegenüber.

1 Kommentar
  1. cooooooooooooooool danke ich liebe das Team Wissenschaft!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Von Roman Ionkin, vor mehr als 4 Jahren