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Der Kranich - ein Zugvogel 08:01 min

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Transkript Der Kranich - ein Zugvogel

Kraniche sind mit einem 1,3 Meter Körperhöhe etwa so groß wie ein 8-jähriges Kind und damit die größten heimischen Vögel. Trotz ihrer Größe wiegen ausgewachsene Vögel nur 6-7 Kg. Vogelknochen sind ausgesprochen leicht gebaut. Der Kranich ist nicht nur die größte- er ist mit seinen posaunenden Rufen- auch die lauteste heimische Vogelart. Ihr Stimmvolumen verdanken ausgewachsene Vögel ihrer ungewöhnlich langen Luftröhre, die in Windungen gelegt das Brustbein durchzieht. Jungvögel dagegen geben nur ein leises Fiepen von sich. Von ihrem grau-braun gefärbten Gefieder heben sich deutlich der schwarz-weiß gezeichnete Kopf und Hals ab. Auffällig ist ihr leuchten rote, federlose Kopfplatte. Zur Eleganz der langweiligen Vögel trägt die sogenannte Schleppe bei. Wuschig verlängerte Schwungfeder der Armschwingen, die die kurze Schwanz überdecken. Aufgestellt lassen sie Kraniche noch majestätischer erscheinen. In der Nähe der rastendenen Kraniche steht ein anderer grauer Vogel. Ein Graureiher. Er ist wesentlich kleiner und schlichter gefärbt. Man bezeichnet ihn auch als Fischreiher, da er überwiegend von Fischen lebt. Er macht aber auch Jagd auf Frösche und kleine Säugetiere wie Mäuse. Entlang der Wagenitz bei Lübeck kann man einen Vogel begegnen, der aus der Entfernung ebenfalls an einen Kranich erinnert, dem Nandu. Die Heimat der Nandus ist Südamerika. Wie aber kamen die flugunfähigen Laufvögel in den Norden Deutschlands? Es sind Nachfahren von sieben Tieren, denen im Jahr 2000 die Flucht aus einer Nandufarm gelang. Sie haben wider erwarten überlebt. Und nicht nur das, sie vermehren sich auch erfolgreich. heute leben etwa 100 Nandus in freier Wildbahn. mit dem Kranich teilen Nandu und Reiher nur zeitweise den Lebensraum. Aber in welchen Landschaften hält sich der Kranich im Laufe des Jahres eigentlich auf? Kraniche brüten bei uns hauptsächlich in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Niedersachsen und Schleswig Holstein. Einzelne Paare auch wieder in Bayern. Die großen Vögeln ziehen ihren Nachwuchs in schwer zugänglichen Mooren, Bruchwäldern oder Sümpfen auf. Was zieht die Vögel dorthin? In Norddeutschland scheinen Erlenbrüche für Kraniche besonders attraktiv zu sein. In diesen sumpfigen Wäldern brüten mehr als die Hälfte aller Paare. Mit ihren abgestorbenen und umgestürzten Bäumen, verschlungenen Ästen und dunkle Tümpeln erinnern Brüche eher an Urwälder. Sie stehen gewisser mit den Füßen im Wasser. Zu den wenigen Baumarten, die mit dem hier herrschenden hohen Grundwasser zurechtkommen, gehört die Schwarzerle. In diese amphibische Welt hat sich ein Kranichpaar zurückgezogen, um zu brüten. Ihre zwei Eier liegen auf einem unscheinbaren Nest aus Zweigen und Pflanzenstücken am Fuße einer Erle. Das Licht- und Schattenspiel der Bruchwälder bietet den Altkranichen eine gute Tarnung. Aufgrund ihres grau braunen Gefieders sind die Tiere trotz ihrer Größe aus der Entfernung schwer zu entdecken. Wie ein Burggraben schützt zudem der Waldtümpel das Kranichnest. Doch wer kann den großen Vögeln überhaupt gefährlich werden? Unser Kranichpaar teil sich seinen Brutplatz mit ganz unterschiedlichen Tierarten. Ein Buntspecht sucht im morschen Holz nach Insektenlarve. Erlenbrüche sind reich an Totholz. Abgestorbene Bäume bieten zahlreichen Tierarten Nahrung und Unterschlupf. Währender Brutzeit der Kraniche im März hört man aus vielen Tümpeln viele blubbernde Geräusche. Es sind die Paarungsrufe der Moorfroschmännchen. Moorfrösche leben, entgegen ihres Namens, nicht nur in Mooren. Man findet sie auch hier im Bruchwald. Nur während der Laichzeit färben sich viele Männchen leuchtend himmelblau. Der Zweck der Färbung ist bislang ungeklärt. Frosch und Specht sind harmlos, doch Kraniche suchen sich ihren Nistplatz nicht ohne Grund in Tümpeln mit hohem Wasserstand. Irgendetwas scheint unseren Kranich zu stören. Er zieht sich in den Wald zurück. Was hat ihn beunruhigt. Neben Füchsen und Rabenvögeln haben es Wildschweine auf das Gelege der Kraniche abgesehen. Auch sie verbringen den Tag gern im Schutz der schwer zugänglichen Brüche. Wildschweine sind Allesfresse, die den Boden nach Wurzel und Kleintieren durchwühlen. Zwischen den typisch gestreiften Wildschweinjungen, fällt ein hell gepunktetes Junges auf. Vor langer Zeit trägt man Hausschweine zur Mast in die Wälder. Es kam dabei zu Kreuzung zwischen Wild und Hausschweinen. Das Ferkel ist ein Nachfahre dieser Verbindung. Dank seiner Lage ist das Nest unseres Paares selbst vor Wildschweinen einigermaßen sicher. In der Brutzeit von Mitte März bis Ende April oft kalt und Regner. Jede Störung am Nest ist dann ein Risiko. Entfernen sich die Kraniche zu lange vom Gelege, drohen die Eier auszukühlen. Nicht das launische Wetter ist entscheidend für den Bruterfolg, sondern wie häufig und wie lange die Vögel vom Nest vertrieben werden. Wetter oder Wildschweine haben keinen merklichen Einfluss auf den Bestand des Kranichs. Es muss also andere Gründe geben.

3 Kommentare
  1. echt super
    da lernt man echt viel

    Von Isabelladauer, vor 11 Monaten
  2. ICH FINDE EUCH COOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOL WEITER SO :-)

    Von Teker75 1, vor fast 2 Jahren
  3. really cool diese Videos finde ich am besten weiter so

    Von Roman Ionkin, vor etwa 4 Jahren