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Vögel, die fliegen, schwimmen und tauchen 06:35 min

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Transkript Vögel, die fliegen, schwimmen und tauchen

Hallo! Ein Mensch kann sich an Land ganz gut fortbewegen - die meisten können auch schwimmen. Ein Pinguin-Vogel kann hervorragend schwimmen. Auch an Land ist er schnell und ausdauernd unterwegs. Er kann aber nicht fliegen.

Es gibt aber auch Tiere, die sich sowohl im Wasser, oft auch unter Wasser, als auch in der Luft und an Land fortbewegen können. Die meisten Schwimm- und Tauchvögel gehören dazu. In diesem Video wollen wir uns die Lebensweise und Merkmale einiger dieser Schwimm- und Tauchvögel am Beispiel der Stockente näher ansehen, bevor wir einen Blick auf weitere Vertreter werfen.

Merkmale am Beispiel Stockente - Schwimmen

Auf unseren Gewässern ist die Stockente der häufigste Schwimmvogel. Das Männchen heißt Erpel und ist sehr auffällig gezeichnet. Das Weibchen ist braun und schmucklos. Stockenten sind hervorragend an das Leben im Wasser angepasst. Wenn sie auf der Wasseroberfläche schwimmen liegt ihr Körper kahnförmig auf dem Wasser. Bei der Vorwärtsbewegung entsteht so wenig Wasserwiderstand.

Für den Antrieb sorgen die Schwimmfüße. Zwischen den Zehen befinden sich Schwimmhäute. Indem sie die Zehen spreizen, entsteht eine große Fläche und die Ente kann sich im Wasser vorwärtsdrücken. Wenn der Fuß wieder nach vorne bewegt wird, liegen die Zehen dicht aneinander. Auf diese Weise setzen sie dem Wasser wenig Widerstand entgegen.

Der Grund, warum Stockenten nicht untergehen, liegt in ihrem speziellen Gefieder. Zwischen den weichen Daunenfedern befinden sich viele Luftblasen. Auf diesen schwimmen die Enten wie ein Luftkissenboot. Aber damit sich die Federn nicht mit Wasser vollsaugen, braucht es die Deckfedern. Die liegen darüber und sind gut eingefettet. Das Fett weist das Wasser ab. Auf diese Weise können sich die Federn nicht mit Wasser vollsaugen.

Das notwendige Fett kommt von der Bürzeldrüse an der Schwanzwurzel. Mit dem Schnabel verteilt es die Ente regelmäßig über die Deckfedern. Die Fettschicht auf den Deckfedern, das Luftpolster und die körpereigene Fettschicht sind zusammen außerdem die perfekte Wärmeisolierung, um im kalten Wasser die Körpertemperatur konstant halten zu können.

Merkmale am Beispiel Stockente - Ernährung, Fortpflanzung

Manchmal sieht man von Stockenten nur das Hinterteil aus dem Wasser ragen. Dann gründeln sie. Im seichten Wasser des Ufers schnappen sie nach Wasserpflanzen oder durchwühlen den Schlamm. Wenn sie ihren Schnabel schließen, können sie das aufgenommene Wasser durch die feinen Rillen ihrer Kauleiste wieder herauspressen. Das funktioniert wie ein Sieb - darum nennt man so einen Schnabel auch Seihschnabel. Hängen bleiben Würmer, Insektenlarven, Wasserpflanzen und Laich von Fischen und Fröschen. Und das wird dann einfach hinuntergeschluckt.

Stockenten legen im Frühling etwa zehn Eier in ein Bodennest. Da das Weibchen unauffällig und braun ist, kann es beim Brüten nur schwer von Greifvögeln und anderen Feinden entdeckt werden. Nach vier Wochen schlüpfen die Küken. Sie sind Nestflüchter, die sofort schwimmen können. Das Weibchen kümmert sich allerdings noch einige Wochen um den Nachwuchs bis er auch fliegen kann.

Weitere Wasservögel

Es gibt auch Wasservögel, die nicht nur gründeln, sondern richtig tauchen - man nennt sie Tauchvögel. Der Haubentaucher kann sich mit seinen kräftigen Beinen einige Meter in die Tiefe stoßen, um unter Wasser etwa Fische zu fangen. Ein Tauchgang von einer Minute ist für den wendigen Haubentaucher durchaus möglich. An Land wirkt er dafür weniger elegant. Durch seine weit hinten am Körper sitzenden Beine fällt ihm die Fortbewegung nicht leicht. Oft schwankt er erheblich.

Noch tiefer als der Haubentaucher taucht der Kormoran. Seine Federn verlieren beim Tauchen fast den gesamten Luftpolster. So kann er bis zu 16 Meter tief tauchen und dabei Fische jagen. Der Nachteil dabei ist, dass sein Gefieder nach dem Tauchgang vollkommen durchnässt ist. Also muss der Kormoran es anschließend in der Sonne trocknen lassen, um nicht zu stark auszukühlen.

Nicht tauchen, aber sehr tief gründeln kann der Höckerschwan. Das liegt natürlich an seinem langen Hals. Beim Gründeln kann er den See- und Flussgrund bis in eine Tiefe von 1,5m erreichen, um dort z.B. Wasserpflanzen abzurupfen. Weitere Schwimmvögel sind beispielsweise die Blässralle, die Tafelente, die Reiherente, die Graugans und die Teichralle.

Zusammenfassung

Schwimm- und Tauchvögel zeichnen sich durch ihre Schwimmfüße aus. Die eingefetteten Deckfedern weisen Wasser ab. Die feinen Luftblasen in den Daunenfedern wirken wie ein Luftkissen, auf dem sie schwimmen können. Dieses Luftpolster hat auch wärmeisolierende Funktion.

Schwimmenten gründeln, z.B. Stockenten, Tauchenten, z.B. Tafelenten, tauchen. Auch an Land können sich Schwimm- und Tauchvögel fortbewegen. Die meisten können auch fliegen. Eine Ausnahme ist etwa der Pinguin. Seine recht kleinen Flügel tragen ihn nicht in der Luft. Tschüss!

10 Kommentare
  1. hallo ich habe viel dazu gelernt und habe in bio bei der LK eine 2 gehabt hatte früher eine 3

    Von Janine S., vor 8 Monaten
  2. Cooles Video👍 Hab etwas dazu gelernt

    Von Jana Simon, vor mehr als einem Jahr
  3. Hallo,
    das freut uns wirklich sehr! Vielen Dank!!
    Viele Grüße aus der Redaktion

    Von Serpil Kilic, vor mehr als 2 Jahren
  4. Ich bin Biologielehrer von Klasse 5 - 10 einer regionalen Schule. Ich muss sagen, dass eure Kurzvideos ganz fest in meinen Unterricht eingebettet werden, da sie sehr informativ sind, einfach erklärt werden und dadurch von den SuS sehr gut verstanden werden. Das gilt für alle Klassenstufen.
    Danke für diese Möglichkeit den Unterricht zu optimieren!!!

    Von Skypit, vor mehr als 2 Jahren
  5. Das war ein cooles Video und ich habe jetzt etwas neues hinzugelernt.

    Von Davinia P., vor mehr als 3 Jahren
  1. SEHR GUT!!!!!LOB!!!!! ^^

    Von Richard Meyer1, vor fast 4 Jahren
  2. sehr gut erklert!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Von Max&Niklas, vor mehr als 4 Jahren
  3. Finde ich sehr gut

    Von Kobra 34, vor mehr als 4 Jahren
  4. Hallo Idaluzies,
    du hast Recht, vergleicht man den Pinguin mit anderen Vögeln, zum Beispiel mit einem Haushuhn, ist er tatsächlich kein besonders schneller Läufer. In Gefahrensituationen kann der Pinguin jedoch eine Geschwindigkeit von 8m/s erreichen. Solche Geschwindigkeit erreicht der Pinguin durch den zusätzlichen Einsatz seiner Flossen, mit denen er sich abstützt und vorwärts schiebt.

    Von Anna-Maria Z., vor fast 5 Jahren
  5. Hallo Sofatutorteam!
    In Ihrem Video wurde gesagt, dass sich Pinguine an Land schnell fortbewegen können.
    Das hat mich sehr gewundert. Denn aus meiner Erfahrung denke ich, dass Pinguine an Land sehr langsam watscheln.Stimmt das?

    Liebe Grüße idaluzies

    Von Idaluzies, vor fast 5 Jahren
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Vögel, die fliegen, schwimmen und tauchen Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Vögel, die fliegen, schwimmen und tauchen kannst du es wiederholen und üben.

  • Nenne die Nahrung der Stockente.

    Tipps

    Enten können nur Dinge essen, die sie auf einmal hinunterschlucken können.

    Lösung

    Stockenten nehmen ihre Nahrung vom Grund von Gewässern auf, indem sie gründeln, also mit ihrem Schnabel den Gewässergrund durchsuchen. Dort finden sich vor allem Wasserpflanzen und kleine Larven, Würmer und Laich von Fischen und Fröschen.

  • Beschreibe die Anpassungen der Stockente an das Leben im Wasser.

    Tipps

    Es braucht viel mehr Kraft sich durch Wasser als durch Luft zu bewegen. Um diesen Widerstand im Wasser gering zu halten, ist es gut, möglichst wenig Fläche in die Richtung der Bewegung zu haben.

    Luft ist leichter als Wasser, deshalb schwimmt eine Luftmatratze so gut auf der Wasseroberfläche - genau wie Enten.

    Eine nasse Daunendecke wärmt nicht. Im Inneren einer Butter wird nichts nass.

    Schwimmflossen machen unsere Füße größer, damit wir mehr Wasser von uns wegstoßen können und so schneller schwimmen.

    Lösung

    Enten schwimmen an der Wasseroberfläche, um durch Gründeln nach Nahrung zu suchen. Daher sind sie Schwimm- und keine Tauchvögel. Sie sind flach und breit, so drücken sie beim Schwimmen nur wenig Wasser zur Seite. Ihr spezielles Gefieder ist mit Luft gefüllt und sorgt dafür, dass sie besonders weit oben schwimmen. Ihre Füße sind der Antrieb und sind breit, wenn sie Wasser nach hinten drücken, und schmal, wenn sie den Fuß wieder nach vorne ziehen.

  • Stelle dar, welche Wassertiefe die Wasservögel im Verhältnis erreichen.

    Tipps

    Schwimmvögeln tauchen nur mit dem Oberkörper unter, ihre Tauchtiefe wird durch die Länge von Hals und Brust bestimmt.

    Große Tauchvögel sind schwerer, wodurch sie, bei gleicher Form, schneller absinken. Ein Antriebsschlag ihrer größeren Füße bringt sie außerdem schneller voran.

    Lösung

    Die Stockente ist ein Schwimmvogel, taucht also nur so tief unter Wasser, wie ihre Hals- und Brustlänge es erlauben. Der Höckerschwan macht das Gleiche, ist aber viel größer und hat einen sehr langen Hals, daher kommt er tiefer als die Ente. Der Haubentaucher ist ein Tauchvogel, jagt also unter Wasser Fische. Der Kormoran macht das Gleiche, ist aber größer und damit, bei gleicher Körperform, schwerer. So kann er tiefer abtauchen. Außerdem hat er größere Füße und mehr Kraft, weshalb er sich schneller in die Tiefe stoßen kann, bevor ihm die Luft ausgeht. Außerdem hat der Kormoran die Besonderheit, dass sein Gefieder Wasser aufnehmen kann. Dadurch kann er quasi alle Luft aus seinem Gefieder drücken, sodass er kaum noch störenden Auftrieb hat. So kann er besonders einfach und tief tauchen. Nachteil: Sein Gefieder wird komplett nass und er muss danach trocknen.

  • Ermittle, welche Beschreibung zu welcher Federart passt.

    Tipps

    Schwung bekommt der Vogel meist durch das Flattern.

    Bei einem Schiff sitzt die Steuerung hinten.

    Lösung

    Ein Vogel trägt am Körper eine Daunendecke, um nicht auszukühlen. Um die Daunenfedern herum braucht er noch eine festere Decke, damit seine Daunen nicht nass werden. Dies übernehmen die Deckfedern. Wenn man einen Vogel beobachtet, sieht man, wie er kurz vor dem Landen seine Schwanzfedern spreizt, damit er in der Luft abbremsen kann. Um Schwung, also Tempo oder Höhe zu bekommen, braucht der Vogel seine Flügel. Diese sind mit Schwungfedern ausgestattet.

  • Bestimme, ob es sich um Männchen oder Weibchen handelt.

    Tipps

    Vergleiche dieses Bild des Gänsesägers mit den Stockenten. Ähnelt es eher dem Weibchen oder dem Männchen?

    Männliche Tafelenten fallen durch ihre roten Augen besonders auf.

    Lösung

    Bei diesen Enten ist das Männchen immer auffälliger als das Weibchen. Bei den Tafelenten fallen vor allem der leuchtend weiße Bauch und die roten Augen des Männchens ins Auge. So ähnlich ist es bei der Reiherente, bei welcher der starke Schwarz-Weiß-Kontrast die Aufmerksamkeit auf das Männchen zieht. Auch das Gänsesägermännchen strahlt uns weiß entgegen, wobei auch eine leichte Grünnote, ähnlich dem Stockentenmännchen, am Kopf erkennbar ist.

  • Vergleiche die Küken von Nestflüchtern mit denen von Nesthockern.

    Tipps

    Nestflüchter müssen sofort loslaufen und Gefahren erkennen können.

    Nesthocker benötigen in ihrem Nest oder Höhle zunächst keine schützende Oberfläche, Wärme und Schutz werden von den Eltern bereitgestellt.

    Lösung

    Nesthocker kommen auf die Welt und verhalten sich noch eine Weile, als wären sie noch im Körper der Mutter oder dem Ei. Sie sind kaum beweglich und verbringen die Zeit, bis sie ihre körperlichen Fähigkeiten entwickeln, im Nest bzw. der Höhle. Häufig sind sie zunächst sogar blind und nackt. Nestflüchter dagegen, sind in ihren Fähigkeiten den Eltern schon recht ähnlich. Sie sind lediglich durch ihre Größe und mangelnde Erfahrung eingeschränkt oder haben spezifische Fähigkeiten, wie das Fliegen, noch nicht erlernt, weshalb sich häufig die Eltern oder die Mutter noch eine Weile um sie kümmern.