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Haie – Körperbau und Lebensraum 05:37 min

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Transkript Haie – Körperbau und Lebensraum

Kein anderer Fisch in unseren Meeren löst mehr Ängste bei uns Menschen aus als der Hai. Diese zu den Knorpelfischen zählenden Wirbeltiere leben seit über 400 Millionen Jahren in den Weltmeeren. In dieser Zeit sind viele ausgestorben, aber trotzdem unterscheidet man heute noch etwa 500 verschiedene Haiarten. Egal, ob es sich um eine kleine Art, wie diesen Stierkopfhai, oder um einen Grauen Riffhai handelt, wir erkennen ihn sofort als Hai, auch wenn wir sonst keine anderen Fischarten zu unterscheiden wissen. Welche Merkmale sind es, an denen wir den Hai sofort als solchen erkennen und die ihn zum vollendeten Jäger an der Spitze der Nahrungspyramide machen? Als perfekte Jäger haben Haie einen stromlinienförmigen Körper. Ihr auffallend großes Maul ist unterständig, das heißt auf der Unterseite des Kopfes angebracht. Sie haben im Gegensatz zu anderen Fischen keine Kiemendeckel, sondern meist fünf Kiemenspalten. Andere Arten haben sogar sechs oder sieben davon. Freiwasserhaie können ihre Kiemenspalten nicht aktiv bewegen, um das Wasser zu den Kiemen zu pumpen. Um die Kiemen mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen, sind sie gezwungen, ständig zu schwimmen, auch im Schlaf. Vor allem Bodenhaie wie der Ammenhai oder die kleinen Stierkopfhaie können die Kiemenspalten bewegen. Der starre Aufbau einer Haiflosse unterscheidet sich von denen aus Knochenstrahlen und dazwischen befindlichen Häuten gebildeten Flossen der Knochenfische. Sie haben mindestens eine Rückenflosse, paarige Brust- und Bauchflossen, eine Afterflosse und eine in der Form auffällig Schwanzflosse, deren oberer Teil großflächiger ist als der untere. Man spricht von einer heterocerken Schwanzflosse. Die schmale Form der Schwanzflosse gepaart mit einer äußerst kräftigen Muskulatur in der Schwanzflossenwurzel sind verantwortlich für die Geschwindigkeit. Im Gegensatz zu den meisten Knochenfischen haben Haie keine Schleimschicht auf der Haut. Ihre Haut ist mit winzigen Zähnen besetzt und rau wie Schmirgelpapier. Form und Anordnung der Zähnchen senken den Reibungswiderstand im Wasser. Diese Zähne auf der Haut bestehen wie die im Maul aus Dentinen und Zahnschmelz. Die großen dreieckigen Zähne des Gebisses sind in mehreren Reihen angeordnet und verlorengegangen Zähne wachsen nach. Ein besser an die Lebensweise angepasstes Raubtiergebiss ist kaum vorstellbar. Haie sind mit hochsensiblen Sinnesorganen ausgestattet. Ihr Geruchssinn übertrifft den vieler landlebender Tiere bei Weitem. So ist ein Hai in der Lage, unter 25 Millionen Wassertropfen einen Blutstropfen wahrzunehmen. Mit seinem Innenohr kann er niederfrequente Signale anderer Lebewesen im Wasser aus einer Entfernung von über einem Kilometer wahrnehmen. Mit seinem Seitenlinienorgan besitzt er einen Ferntastsinn, der jede Druckveränderung in einem Bereich von 100 Metern wahrnimmt und ihm ein dreidimensionales Bild seiner Umgebung vermittelt. Seine Augen sind bei schwachem Licht empfindlicher als die einer Katze. Darüber hinaus kann der Hai mit einem Organ im Kopfbereich, den "Lorenzinischen Ampullen" schwachelektrische Impulse anderer Lebewesen im Abstand von einem Meter wahrnehmen. Die Leber der Haie ist im Vergleich zu anderen Wirbeltieren stärkt vergrößert und enthält sehr viel Öl. Das erhöht den Auftrieb im Wasser, denn Haie besitzen keine Schwimmblase, wie wir sie von Knochenfischen kennen. Alle Teile des Skeletts bestehen beim Hai nicht aus Knochen, sondern Knorpel. Dies verringert vor allem das Gewicht dieses Fisches, was entscheidend zur Schnelligkeit des Jägers beiträgt. Mit circa 60 Kilometern pro Stunde gehört er nach den Thunfischen zu den schnellsten Schwimmern im Wasser. Haie sind nicht nur Langstreckenschwimmer, sondern auch Tiefseetaucher. Sie leben in tropischen Meeren, aber sind auch in dem vier Grad Celsius kalten Gewässern vor Alaska anzutreffen. Bei dieser Temperatur würde Herzstillstand beim Menschen in Kürze zum Tod führen. Der Weiße Hai kann eine um 20 Grad Celsius höhere Temperatur im Körper gegenüber der Umgebung erhalten. Dies geschieht mit einem komplexen Wärmetauscher vor den Kiemen.

15 Kommentare
  1. super, super lieb von euch danke für diese tolle nachricht

    Von Teker75 1, vor etwa einem Jahr
  2. Hallo Teker75 1,
    danke für deinen Vorschlag. Leider können wir momentan keine Videos auf Anfrage produzieren. Wir werden unser Angebot an Videos und Übungen jedoch immer mehr erweitern und dann wird es hoffentlich bald ein Video geben, das deine Idee enthält. Wir behalten deinen Vorschlag auf jeden Fall im Hinterkopf!
    Viel Spaß weiterhin beim Schauen unserer Videos!
    Liebe Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor mehr als einem Jahr
  3. danke auch für die antwort

    Von Teker75 1, vor mehr als einem Jahr
  4. könntet ihr bitte ein Video über den megalodon zeigen, danke LG

    Von Teker75 1, vor mehr als einem Jahr
  5. Hallo Teker 75,
    es freut uns, dass dir das Video gefällt! Danke für den Hinweis. Wir bestücken die Videos nach und nach mit interaktiven Übungen. Natürlich streben wir eine möglichst hohe Abdeckung an. Liebe Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor fast 2 Jahren
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