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Greifvögel 05:52 min

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Transkript Greifvögel

Greifvögel

Hallo! Das ist ein Mäusebussard, das ein Wanderfalke und das ein Steinadler. Was haben diese drei Vögel gemeinsam? Sowohl Mäusebussard, als auch Wanderfalke und Steinadler sind Greifvögel. Aber was haben alle Greifvögel gemein? In diesem Video wollen wir uns die Merkmale und die Lebensweise von Greifvögeln näher ansehen.

Greifvögel sind die großen Jäger der Lüfte. Sie jagen tagsüber. Mit ihren scharfen Augen können sie ihre Beute aus zum Teil sehr hoher Distanz ausmachen. Mit ihren kräftigen Beinen und den gekrümmten, scharfen Krallen packen sie ihre Beute und töten sie. Die Greiffüße werden auch Fänge genannt. Weiteres gemeinsames Merkmal aller Greifvögel ist der Hakenschnabel, der zum zerreißen der fleischlichen Nahrung dient. Unverdauliche Reste werden wieder ausgespeit. Alle Greifvögel sind übrigens Nesthocker. Das heißt, dass sich die Elterntiere nach dem Schlüpfen ausgiebig um ihren Nachwuchs kümmern muss, bevor dieser selbstständig ist und das Nest verlassen kann.

Wir wollen uns die Lebensweise von Greifvögeln am Beispiel des Mäusebussards näher ansehen. Bei uns gehört der Mäusebussard zu den am häufigsten vorkommenden Greifvögeln. Bei schönem Wetter zieht er seine majestätischen Kreise über Feldern und offenen Wiesen, er ist auf der Suche nach... nach Mäusen natürlich. Denn Mäuse sind die Hauptnahrung des Mäusebussards. Aber auch kleinere Vögel, Frösche, Hasen oder Maulwürfe stehen auf seinem Speiseplan.

Zum energiesparenden Fliegen nutzt der Mäusebussards thermische Winde. Im Segelflug steigt er mit der warmen Luft über den Feldern nach oben. Hat er eine Maus erspäht, geht er manchmal in den Rüttelflug über, um in der Luft auf der Stellen stehenzubleiben. Dabei schlägt er heftig mit den Flügeln und stellt den Körper halb aufrecht. Er visiert sein Ziel an und lässt sich dann kopfüber nach unten fallen. Es folgt der Sturzflug in die Tiefe. Erst kurz bevor der Mäusebussard den Boden - und damit das Ziel - erreicht, spreizt er seine Flügel und bremst damit seinen Fall. Mit den Beinen voran stürzt er direkt auf sein Ziel zu. Mit Hilfe seiner seiner scharfen Krallen greift und tötet er dann seine Beute.

Der Mäusebussard frisst jedoch nicht an Ort und Stelle, sondern fliegt zu einem festen Sitz in seinem Revier, dem Kröpfplatz. Dort reißt er mit seinem scharfen Schnabel Stück für Stück aus seiner Beute und verschluckt sie. Die aggressiven Verdauungssäfte zersetzen das Fleisch - und sogar die Knochen. Unverdauliches wie Federn oder Haare würgt der Bussard später, in kleinen kompakten Ballen, wieder hoch. Man nennt diese Ballen Gewölle.

Das Nest von Greifvögeln wird auch Horst genannt. Der Mäusebussard baut es hoch oben auf Bäumen. Das Weibchen legt bis zu drei Eier, die anschließend ausgebrütet werden. Nach ca. einem Monat schlüpfen die kleinen Nesthocker. Mit ihrem weiß-grauen Daunenkleid sehen sie noch ganz anders aus als ihre Eltern. Sechs bis sieben Wochen werden sie nun fürsorglich gefüttert, ehe sie ihren ersten Flug antreten.

Natürlich gibt es noch andere Greifvögel wie Adler, Falke, Habicht, Milan und Sperber. Der Wanderfalke schlägt seine Beute im Flug, vorallem Tauben, Rabenvögel und Drosseln haben es ihm angetan. Der Wanderfalke brütet in steilen Felswänden und wenn er sich im Sturzflug auf seine Beute stürzt, erreicht er Geschwindigkeiten von über 300 km/h! Damit ist der Wanderfalke das schnellste Tier der Welt.

Leider ist er stark vom Aussterben bedroht. Sein Artverwandter, der Turmfalke, gehört andererseits zu den häufigsten Greifvögeln Europas. Der Steinadler ist einer der mächtigsten Greifvögel. Sein Revier liegt in den hohen Bergen der Alpen, sein Brutplatz in senkrechten Felswänden. Seine Beutetiere sind Schneehühner, Murmeltiere und Reptilien; aber auch Aas wird nicht verschmäht. Weil der Steinadler lange Jahre stark bejagt wurde, ist auch er vom Aussterben bedroht.

Greifvögel sind die großen Jäger der Lüfte. Typisch sind ihr hervorragender Sehsinn, ihre spitzen Krallen und ihr scharfer Hakenschnabel. Jede Greifvogelart hat übrigens beim Flug ihre unverwechselbare Silhouette. Wenn du an klaren Tagen in den Himmel über weiten Feldern und Wiesen schaust und diese Silhouette siehst, dann handelt es sich um einen Mäusebussard...

Tschüss und bis zum nächsten Mal!

6 Kommentare
  1. Gutes Video, gute Übung! :):):)

    Von Jakob v., vor 10 Monaten
  2. Ich liebe es zu lernen und bei den Übungen spaß zu haben seit meiner Kindheit liebe ich alles was mit Tieren zu tun hat ;-) meine Eltern sagen ich seihe klug und intelligent doch ich bin der größte Tollpatsch und ob ich klug bin weiß ich nicht selber :-( aber sofatutor ist eine app bei der ich sooooooooo viel spaß habe beim lernen eine 5 Sterne Bewertung ist immer dabei die Übungen machen spaß und ich bin echt erstaunt weiter so :-)

    Von Teker75 1, vor mehr als einem Jahr
  3. von 3 auf 1 echt super ;-)

    Von Happylein2007, vor mehr als einem Jahr
  4. voll geil!!
    !!!!!!!!!!!!!!!!!

    Von Victoria B., vor mehr als einem Jahr
  5. nicht immer so viel übungen
    sonst super

    Von jursch l., vor mehr als 2 Jahren
  1. danke

    Von Christoph Spinner, vor fast 3 Jahren
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Greifvögel Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Greifvögel kannst du es wiederholen und üben.

  • Benenne die dargestellten Greifvögel.

    Tipps

    Als einziger Vertreter der Greifvögel, die hier dargestellt sind, trägt der Sperber bläuliche Federn.

    Lösung

    Hier zu sehen sind der Mäusebussard, der Wanderfalke, der Steinadler, der Habicht und der Sperber. Schau dir die Gemeinsamkeiten und Unterschiede noch einmal genau an, dann kannst du vielleicht bei deinem nächsten Spaziergang auch schon einen Greifvogel sehen und ihn benennen.

  • Benenne zentrale Begriffe der Vogelkunde.

    Tipps

    Ein Nesthocker ist ein Junges, das viel Zuwendung der Eltern benötigt.

    Lösung

    Die Füße der Greifvögel werden auch Fänge genannt. Mit den scharfen Krallen können die Greifvögel ihre Beute greifen und töten. Die Beute wird dann zum Kröpfplatz gebracht, einem ruhigen Ort, an dem die Beute verspeist wird. Unverdauliche Bestandteile der Nahrung wie Federn oder Fell werden als Gewölle von den Vögeln wieder ausgespuckt. Das Nest der Greifvögel wird auch Horst genannt. Die Jungen der Greifvögel sind Nesthocker. Das bedeutet, dass die Jungen sehr viel Zuwendung der Eltern benötigen, bis sie schließlich das Nest verlassen und selbständig sind.

  • Beschreibe den Jagdvorgang des Mäusebussards.

    Tipps

    Bevor der Mäusebussard ein Beutetier erspäht, befindet er sich im Segelflug und hält so Ausschau.

    Lösung

    Der Mäusebussard gehört bei uns zu den Greifvögeln, die am häufigsten vorkommen. Im Segelflug hält der Mäusebussard Ausschau nach Mäusen und anderen Beutetieren. Er kreist über ein Feld, bis er eine Maus erspäht hat. Wenn er eine Maus gesehen hat, befindet er sich manchmal im Rüttelflug. Dadurch ist es ihm möglich, auf der Stelle zu fliegen. Die Beute wird dann anvisiert und der Bussard lässt sich im Sturzflug kopfüber nach unten fallen. Erst kurz vor dem Boden werden die Flügel gespreizt, um den Sturz abzufangen. Die Beute wird mit den spitzen Krallen gegriffen und getötet. Der Mäusebussard frisst die Maus allerdings nicht vor Ort. Er bringt sie zu seinem Kröpfplatz, wo er sie frisst.

  • Vergleiche verschiedene Schnabelformen miteinander.

    Tipps

    Ein Greifvogel muss mit seinem Hakenschnabel Fleisch aus seiner Beute herausreißen können.

    Lösung

    Du siehst hier einige Schnabelformen, die jeweils die Nahrung der Vögel widerspiegelt. Der Fleischfresser ist ein Greifvogel, er muss mit seinem Schnabel Fleisch zerteilen können. Der Fischfresser trägt mit seinem spitzen Schnabel ein sehr gutes Werkzeug für die Jagd nach kleinen Fischen, Schnecken oder Ähnlichem. Der Körnerfresser besitzt einen Kegelschnabel, mit dessen Hilfe es ihm möglich ist, harte Körner zu zerkleinern. Die Pflanzenfresser, wie zum Beispiel die Ente, trägt einen flachen, breiten Schnabel, womit es ihr möglich ist, Pflanzen aus dem Boden zu reißen.

  • Nenne Besonderheiten der Verdauung der Vögel.

    Tipps

    Die Kloake dient als Ausgang für alle Ausscheidungen.

    Lösung

    Vögel tragen keine Zähne, sondern einen Schnabel. Dieser Hornschnabel kann unterschiedlich, je nach Lebensweise geformt sein, und ist über zwei Gelenke mit dem Schädel verbunden. Bei Vögeln findet man außerdem einen Osopharynx, eine verbundene Mund- und Schlundhöhle. Der Kropf ist eine muskuläre Ausbuchtung, die zur Nahrungsspeicherung, aber auch zur Vorverdauung genutzt werden kann. Der Magen der Vögel gliedert sich in drei Abschnitte. Das Charakteristische des Darmsystems der Vögel sind die 2 Blinddärme. Die Kloake dient als Ausgang für alle Ausscheidungen.

  • Beschreibe den Prozess der Fortpflanzung der Greifvögel.

    Tipps

    Als Brautgeschenk bekommt das Weibchen der Turmfalken eine Maus.

    Lösung

    Bevor er zur Brut kommt, veranstalten die Vögel beeindruckende Balzflüge. Dabei wirbt das Männchen durch eine auffällige Flugweise und teils laute Rufe um die Gunst des Weibchens. Als Hochzeitsgeschenk bekommt das Weibchen meist Nahrung. Zum Beispiel eine Maus. Ist das Weibchen von der Qualität des Männchens überzeugt, so findet die Paarung im Horst statt. Später legt das Weibchen seine Eier ab und bebrütet diese.