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Tiere im Wald 05:16 min

Textversion des Videos

Transkript Tiere im Wald

Hallo! Bestimmt warst du schon einmal in einem Wald. Hast du dich dabei vielleicht in Ruhe auf den Waldboden gesetzt, die Augen geschlossen und den Geräuschen des Waldes gelauscht? Hast Vogelzwitschern gehört? Oder das Knacken im Unterholz, wenn sich kleine und größere Tiere durch den Wald bewegen? Der Wald bietet für viele Tiere ein Zuhause. Hast du gewusst, dass Uhus ihren Kopf fast einmal ganz herum drehen können? Oder, dass die Ameisen sogar eine Königin haben? In diesem Video wirst du mehr darüber erfahren, denn wir wollen uns ein paar Waldbewohner genauer ansehen.

Ein sehr majestätischer Waldbewohner ist der Uhu. Der Uhu heißt Uhu, weil... klar, weil sein Ruf wie „Uhu!“ klingt. Der Uhu gehört zur Familie der Eulen. Er bevorzugt Wälder mit Felswänden, die ihm gute Aussicht und einen sicheren Rastplatz garantieren. Das Gefieder des europäischen Uhus ist braun gefleckt, sein Kopf ist groß und an den Ohren sitzen die typischen Federbüschel. Die Flügelspannweite der Uhus ist enorm: Weibliche Uhus messen von Flügelspitze zu Flügelspitze bis zu 180cm. Das ist so lang, wie ein erwachsener Mensch groß ist! Der Uhu ist gut getarnt und scheu und versteckt sich unter Tags fast unauffindbar in seinem Revier. Erst abends beginnt für ihn die Jagdzeit. Mit seinen großen Augen kann er auch in der Dämmerung noch perfekt sehen - Mäuse, Kaninchen, aber auch Vögel sind vor dem Uhu dann nicht sicher. Der Uhu ist also nachtaktiv. Seinen Kopf kann er um 270 Grad drehen - das ist fast eine ganze Umdrehung! So kann der Uhu auch sehen, was hinter seinem Rücken vor sich geht. Doch auch kleine Tiere leben im Wald. Wie zum Beispiel der Hirschkäfer. Ganz so klein ist dieser Waldbewohner aber auch nicht. Denn ein Hirschkäfer kann bis zu 9 cm groß werden! Damit ist er sogar der größte Käfer Europas. Die Männchen haben zwei große Zangen, mit denen sie andere Männchen angreifen, wenn sie um ein Weibchen kämpfen. Das erinnert an den Kampf von Hirschen. Daher auch der Name. Bevor der Hirschkäfer allerdings seine stattliche Größe erreicht, lebt er 4-8 Jahre lang unter der Erde - und zwar als Engerling. Nachdem er sich verpuppt hat, wird der Engerling endlich zum Käfer. Als solcher lebt er dann nur noch wenige Wochen weiter, dann stirbt er. Der Hirschkäfer ist selten geworden in Deutschland und gehört zu den stark bedrohten Arten. Richtig große Waldbewohner sind die Rehe. Rehe sind sehr scheu und verstecken sich tagsüber gut. Erst in der Abenddämmerung kommen sie aus ihren Verstecken und suchen nach Nahrung: zum Beispiel Kräuter, Blätter, Wald- und Feldfrüchte. Das Männchen ist der Rehbock und trägt ein kleines Geweih. Das Weibchen heißt Geiß. Ein Jungtier heißt Kitz. Sie haben weiße Punkte auf dem Fell, um im Unterholz besser getarnt zu sein. Rehe sehen zwar nicht gut, aber sie hören und riechen ausgezeichnet. Schon auf 100 Meter Entfernung können sie Menschen wittern und verstecken sich - darum bekommt man sie so selten zu Gesicht! Hoch oben in den Bäumen leben Eichhörnchen, sie sind die Akrobaten der Wälder. Bei ihre waghalsigen Sprüngen von Baum zu Baum dient ihr buschiger Schwanz als Steuer . Und bei ihren blitzschnellen Klettereien nutzen die Eichhörnchen ihn zum balancieren. Die kleinen Nager sind nicht wählerisch. Sie fressen beispielsweise: Samen, Nüsse, Beeren, Knospen und Pilze – aber auch Insekten, Eier und sogar Jungvögel. Allerdings haben sie auch Feinde – vor allem vor Greifvögeln wie Habicht, Bussard und Uhu müssen sie sich in Acht nehmen. Eichhörnchen halten keinen Winterschlaf, nur Winterruhe. Das heißt, dass sie auch im Winter Nahrung suchen müssen. Oft greifen sie dann auf Nüsse zurück, die sie im Herbst im Boden vergraben haben. Durch ihr hervorragendes Riechorgan finden sie die Verstecke sogar dann noch, wenn eine dicke Schneedecke sie bedeckt. Das waren nur einige wenige Waldbewohner - der Wald ist das Zuhause von vielen weiteren Tieren. Wenn du wieder einmal in den Wald gehst, dann lausche doch einmal ganz ruhig den Geräuschen des Waldes. Vielleicht wirst du sogar den einen oder anderen scheuen Waldbewohner beobachten können. Sei dabei ganz vorsichtig - den Wald schützen heißt, den Lebensraum der Tiere zu erhalten! Tschüss und bis zum nächsten Mal!

Tiere im Wald Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Tiere im Wald kannst du es wiederholen und üben.

  • Welche Beschreibung passt zu welchem Tier? Erkläre.

    Tipps

    Insekten, wie zum Beispiel Käfer, verpuppen sich.

    Lösung

    Der Wald ist für viele verschiedene Tiere ein Lebensraum.

    Dort leben zum Beispiel viele verschiedene Vögel - so auch Eulen, wie der Uhu. Der Uhu kann seinen Kopf um 270 Grad drehen und hat sehr gute Augen. Mit denen sieht er auch nachts alles. Das ist auch gut so, denn der Uhu ist nachtaktiv. Nachts, wenn wir schlafen, sucht der Uhu sich seine Beute. Erkennen kannst du ihn an den typischen Fellbüscheln an seinem Kopf.

    Auch Insekten leben im Wald. Der Hirschkäfer lebt erst als Engerling im Waldboden. Nach der Verpuppung lebt er nur noch wenige Wochen als Käfer. Das männliche Tier trägt zwei große Zangen am Kopf. Du findest ihn nur noch sehr selten im Wald.

    Das Reh sieht man mit etwas Glück auch im Wald. Es ist sehr scheu und versteckt sich tagsüber. Der Rehbock trägt ein Geweih. Das Rehkitz hat weiße Punkte auf dem Fell und kann sich so gut im Gehölz verstecken.

    Außerdem leben Nagetiere im Wald. Das Eichhörnchen hast du vielleicht schon einmal gesehen. Die kleinen Tierchen haben einen großen buschigen Schwanz. Dieser hilft ihnen beim Steuern, wenn sie von Baum zu Baum springen, und auch beim Balancieren. Die Eichhörnchen halten keinen Winterschlaf, du kannst ihnen also auch in der kalten Jahreszeit begegnen.

  • Wie werden diese Tiere genannt? Benenne sie.

    Tipps

    Eine Käferlarve wird als Engerling bezeichnet.

    Das Jungtier der Rehe trägt weiße Punkte auf dem Fell.

    Lösung

    Das junge Reh wird als Rehkitz bezeichnet. Du erkennst es an den weißen Punkten auf seinem Fell. Das weibliche Reh wird als Geiß bezeichnet. Das männliche Tier wird als Rehbock bezeichnet und trägt ein Geweih.

    Der Hirschkäfer lebt erst als Engerling im Boden. So bezeichnet man Käferlarven. Nach der Verpuppung wird er zum Käfer und trägt seine großen Zangen auf dem Kopf.

  • Was weißt du über die Tiere des Waldes? Beschreibe sie.

    Tipps

    Das Eichhörnchen sucht auch im Winter nach Nahrung.

    Einige Tiere kann man tagsüber nicht beobachten.

    Lösung

    Die Akrobaten der Wälder sind Eichhörnchen. Mit ihrem buschigen Schwanz können sie sehr gut springen und balancieren. Eichhörnchen ernähren sich von Nüssen und Insekten. Sie halten Winterruhe. Das bedeutet, sie suchen auch im Winter nach Nahrung. Sie können sehr gut riechen und auch unter einer Schneedecke etwas Essbares finden.

    Das Reh ist sehr scheu und wird abends aktiv. Die Rehböcke tragen ein kleines Geweih auf dem Kopf. Das weibliche Reh wird als Geiß bezeichnet. Das Jungtier nennt man Kitz. Rehe können sehr gut riechen und hören.

    Der Hirschkäfer lebt zunächst einige Jahre als Engerling im Boden. Nach der Verpuppung wird er zum Käfer. Er ist sehr selten geworden in den Wäldern und gehört zu den bedrohten Arten.

    Der Uhu gehört zu den Eulen. Er hat eine große Flügelspanne und kann seinen Kopf um 270 Grad drehen. Er geht nachts auf Jagd nach Mäusen und anderen Kleintieren. Man bezeichnet ihn auch als nachtaktiv.

  • Was ist der Unterschied zwischen Winterschlaf und Winterruhe? Erkläre.

    Tipps

    Das Eichhörnchen sucht auch im Winter nach Nüssen. Meistens hat es die im Herbst bereits versteckt.

    Lösung

    Einige Tiere verschlafen die kalte Jahreszeit. Sie ziehen sich in ihr Versteck zurück und bleiben dort den ganzen Winter. Sie fressen in dieser Zeit nichts. Ab und zu wachen sie kurz auf und ändern ihre Schlafposition. In der gesamten Zeit ist ihr Herzschlag sehr langsam und auch ihre Körpertemperatur ist stark abgesunken.

    Es gibt aber auch Tiere, die Winterruhe halten. Ein großer Unterschied zum Winterschlaf ist, dass diese Tiere richtig aufwachen und auf Nahrungssuche gehen. Sie müssen also auch im Winter fressen. Das Eichhörnchen sucht dann meistens seine Vorräte, die es im Herbst versteckt hat.

  • Was fressen diese Tiere hauptsächlich? Bestimme.

    Tipps

    Das Eichhörnchen ernährt sich sowohl pflanzlich als auch tierisch.

    Das Reh findet seine Nahrung am Boden.

    Lösung

    Die Eichhörnchen ernähren sich von Nüssen, Pilzen und Samen. Aber auch Insekten, Jungvögel und Vogeleier gehören zu ihrer Beute.

    In der Nacht geht der Uhu auf die Jagd. Zu seiner Beute zählen Mäuse, Kaninchen und auch kleine Vögel. Der Uhu ernährt sich nicht von Pflanzen.

    Die Rehe ernähren sich nur pflanzlich. Auf ihrem Speiseplan stehen Kräuter, Wald- und Feldfrüchte sowie verschiedene Blätter.

  • Welches Tier stellt sich hier vor? Höre genau hin.

    Tipps

    Beim Wildschwein kann man die langen Eckzähne gut sehen.

    Lösung

    Der Wald bietet einer Vielzahl von unterschiedlichen Tieren einen Lebensraum. So leben im Wald Füchse, Hasen, Wildschweine, Rehe, verschiedene Insekten und Vögel.

    Die Wildschweine ernähren sich vegetarisch von Wurzeln und Früchten, aber auch von Insekten. Sie nennt man daher auch Allesfresser. Mit ihrer kurzen Rüsselschnauze wühlen sie in der Erde herum und suchen dort nach Nahrung.

    Auch Hasen kannst du im Wald finden. Sie ernähren sich rein vegetarisch von Gräsern. Sie knabbern auch gern etwas Rinde. Die Rehe ernähren sich auch nur von Blättern, Früchten und Gräsern.

    Anders ist dies bei Eichhörnchen. Ihnen schmecken neben Nüssen auch Insekten und Jungvögel. Sie können sehr gut klettern und hüpfen von Baum zu Baum.