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Stockwerke des Waldes 05:01 min

Textversion des Videos

Transkript Stockwerke des Waldes

Hallo! Dieses Video beschäftigt sich mit den Stockwerken des Waldes. Warum hat ein Wald überhaupt Stockwerke? Hat der Wald dann auch einen Keller? Gibt es auch Wälder, wo Stockwerke fehlen? Das alles erfährst du in diesem Video.

Tatsächlich wird ein Wald in Stockwerke eingeteilt - ganz ähnlich wie ein Haus. In jedem Stockwerk leben andere Tiere und wachsen andere Pflanzen. Die Stockwerke des Waldes werden vom Sonnenlicht bestimmt. In lichten Wäldern sind alle Stockwerke ausgeprägt. Wenn die Baumkronen allerdings sehr dicht sind, erreicht nur wenig Licht den Waldboden. In diesem Fall sind die unteren Etagen nicht sehr stark entwickelt. Die unterste Schicht darf in keinem Wald fehlen. Es ist sozusagen der Keller des Waldes. Unter der Erde liegen die Wurzeln der Pflanzen und Bäume. Sie reichen oft bis 10 Meter tief in die Erde und breiten sich nach allen Seiten aus. Über die Wurzeln holt sich der Baum das Wasser und die Nährstoffe, die er zum Wachsen braucht. Außerdem geben die Wurzeln Bäumen und Sträuchern Halt, damit sie im Sturm nicht so leicht entwurzelt werden können. In der Wurzelschicht leben auch viele Tiere: Mäuse und Dachse graben dort ihre Stollen, Regenwürmer und Tausendfüßler sind auch dort zuhause. Eine Etage über dem Keller liegt das Erdgeschoss - die Bodenschicht. Dazu gehört alles, was nicht höher ist als Moose, Flechten und Pilze. Abgefallene Blätter und Nadeln bedecken den Boden und werden von Kleinstlebewesen zu Humus zersetzt. In der Bodenschicht tummeln sich auch viele Tiere: Käfer, Asseln und Schnecken sind dort genauso zuhause wie Eidechsen und Salamander. Auch Mäuse und Igel finden dort alles, was sie zum Leben brauchen.

Im ersten Stock über der Bodenschicht befindet sich die Krautschicht. Zu dieser Etage gehört alles, was nicht höher als ca. einen Meter wächst. In dieser Schicht findet man Gräser, Farne, Kräuter und Blütenpflanzen. Tiere, die sich dort aufhalten sind z.B. Schmetterlinge, Raupen, Bienen, Wespen und und und. Nachts blinken in diesem Bereich die Glühwürmchen. In Nadelwäldern oder in dichten Buchenwäldern dringt nur wenig Licht zur Krautschicht durch. In diesem Fall ist die Krautschicht nicht sehr stark ausgeprägt.

Auch die nächste Etage, die Strauchschicht, kann in dichten Wäldern fehlen oder nur sehr dürftig entwickelt sein. An den Waldrändern gibt es diese Schicht immer; sie bildet den Übergang zu Wiesen und Feldern. Alles, was nicht höher als ca. 4 Meter wächst, gehört zur Strauchschicht. Das sind Sträucher wie Haselnuss oder Holunder. Vögel bauen dort ihre Nester und Rehe finden dort Unterschlupf. Die Beeren der Sträucher sind eine wichtige Nahrungsquelle für viele Tiere.

Jetzt fehlt nur noch das Dachgeschoß. Das Dach des Waldes bildet die Baumschicht. Bis zu 40 Meter hoch können heimische Bäume sein. Tanne, Fichte und Kiefer sind typische Nadelbäume - Buchen, Eichen und Ahorn sind heimische Laubbäume. Vogelarten, die in dieser Höhe wohnen, sind z.B. Eulen, Spechte und Raubvögel. Eichhörnchen springen dort mühelos von Ast zu Ast. Aber auch Baummarder bevorzugen die höheren Waldetagen. Natürlich leben auch Käfer in solchen Höhen. Der Borkenkäfer legt seine Eier unter die Rinde der Bäume - gibt es zu viele Borkenkäfer ist das eine Gefahr für den Wald. Bäume können absterben, wenn zu viele Käferlarven ihren Stämme zerfressen.

Der Wald besteht also aus mehreren Etagen - vom Keller bis zum Dachgeschoss. Je nachdem, wie viel Sonnenlicht auf den Waldboden dringt, sind die unteren Stockwerke mehr oder weniger ausgeprägt. Jede Schicht beheimatet ihre eigenen Tierarten. Wenn du in den Wald gehst, kannst du die Schichten des Waldes selbst entdecken! Findest du die Tiere und Pflanzen, die in diesem Video vorgestellt wurden? Tschüss und bis zum nächsten Mal!

Stockwerke des Waldes Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Stockwerke des Waldes kannst du es wiederholen und üben.

  • In welchen Waldschichten leben die folgenden Tiere? Bestimme sie.

    Tipps

    Die Eule sitzt gerne hoch oben im Baum und beobachtet alles.

    Lösung

    Du kannst den Wald in verschiedene Stockwerke einteilen - genauso, wie du das von einem Haus kennst. In jedem Stockwerk leben unterschiedliche Tiere.

    • Die Wurzelschicht ist sozusagen der Keller des Waldes. Hier findest du die Bauten von Mäusen und Dachsen, aber auch andere Lebewesen, wie zum Beispiel Regenwürmer.
    • In der Bodenschicht leben Asseln, Käfer, Schnecken und auch Mäuse.
    • Im nächsten Stockwerk, der Krautschicht, halten sich Schmetterlinge und Bienen auf.
    • Die Rehe finden Unterschlupf in der Strauchschicht.
    • Das Dachgeschoss des Waldes bildet die Baumschicht. Hier kannst du Vögel beobachten, wie den Specht und die Eule. Auch das Eichhörnchen hält sich gerne in dieser Schicht auf und springt von Baum zu Baum.

  • Wie lauten die Schichten des Waldes? Benenne Sie.

    Tipps

    Die Wurzeln der Pflanzen befinden sich im Keller des Waldes.

    Lösung

    Der Wald lässt sich wie ein Haus in verschiedene Etagen einteilen.

    • Der Keller des Hauses bildet die Wurzelschicht.
    • Die erste Etage bildet die Bodenschicht.
    • Die Krautschicht ist die 2. Etage.
    • Dann folgt die Strauchschicht.
    • Das Dachgeschoss wird von der Baumschicht gebildet.
    Diese verschiedenen Stockwerke bilden sich durch die unterschiedlichen Wuchshöhen der Pflanzen.

  • Welche Waldschicht wird hier beschrieben? Erkenne sie.

    Tipps

    Die Bienen finden in der Krautschicht viele blühende Pflanzen.

    Über die Wurzeln nehmen Pflanzen Nährstoffe und Wasser aus dem Boden auf.

    Lösung

    Der Wald besitzt verschiedene Stockwerke. In allen Stockwerken wachsen Pflanzen.

    1. Im Boden findest du die Wurzeln der Pflanzen. Aus der Wurzelschicht nehmen sie über die Wurzeln Wasser und Nährstoffe auf. Die Wurzeln geben den Pflanzen auch Halt, sodass sie bei starkem Wind nicht so leicht umstürzen.
    2. In der Bodenschicht wachsen Moose und Pilze. Diese Schicht befindet sich nah am Boden und heißt daher auch so.
    3. In der Krautschicht wachsen schon Pflanzen, die bis zu einem Meter hoch werden. Dazu gehören Gräser, Farne und auch Blütenpflanzen.
    4. Die Strauchschicht wird durch Pflanzen gebildet, die bis zu 4 Meter hoch wachsen. Dazu zählen Sträucher, wie der Holunder, oder auch die Haselnuss.
    5. Das Dachgeschoss des Waldes bildet die Baumschicht. Bäume können bis zu 40 Meter hoch werden und bilden mit ihren Blättern ein Dach über dem Wald.
  • Warum blüht der Wald gerade im Frühjahr so üppig? Erkläre.

    Tipps

    Im Frühjahr gelangt noch viel Sonnenlicht bis an die untersten Schichten im Wald.

    Lösung

    Wenn du den Wald beschreiben müsstest, würdest du ihn vielleicht als dunkel und ein wenig gruselig beschreiben. Doch im Frühjahr ist der Wald richtig hell und freundlich. Es blühen in dieser Zeit viele Frühblüher. Zu den Frühblühern zählen das Buschwindröschen und auch das Scharbockskraut. Diese Pflanzen blühen sehr früh im Jahr, wenn andere Sträucher und Bäume noch gar keine Blätter tragen.

    Dies ist ein Trick von ihnen. Denn wenn im Sommer alle Bäume Blätter tragen, dann gelangt nur noch wenig Sonnenlicht bis in die Krautschicht. Aus diesem Grund beeilen sich die Frühblüher mit ihrer Entwicklung und blühen, wenn noch viel Licht bis an die Krautschicht gelangt.

  • Welche Tiere leben in diesen Waldschichten? Bestimme.

    Tipps

    Der Marder klettert gerne in Bäume.

    Lösung

    Im Erdgeschoss des Waldes, der Bodenschicht, ist jede Menge los. Du kannst dort Salamander entdecken und auch Spinnen, Igel und Asseln.

    Im 1. Stock des Waldes, der Krautschicht, befinden sich viele Blütenpflanzen. Aus diesem Grund tummeln sich hier viele Bienen und Schmetterlinge. Auch der Feldhase und Fuchs finden in dieser Schicht Nahrung und Unterschlupf.

    Ganz oben, im Dachgeschoss, finden wir gute Kletterer, wie das Eichhörnchen und den Baummarder.

  • Welche Aussagen über die Bodenschicht stimmen? Entscheide dich.

    Tipps

    Regenwürmer sind gern gesehen im Boden. Sie bilden feine Röhrensysteme und durchlüften so den Boden.

    Lösung

    Die Bodenschicht im Wald wird von Moosen, Flechten und Pilze gebildet. Auch herabgefallene Blätter und Nadeln befinden sich dort. Diese werden von Kleinstlebewesen zu Humus zersetzt. Dieser ist ein wichtiger Dünger für die Waldpflanzen.

    Die Regenwürmer zersetzen aber nicht nur abgestorbenes Pflanzenmaterial, sondern lockern auch den Boden. Sie fressen sich durch den Boden und sorgen dafür, dass er schön locker ist.