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Gräser und Nutzpflanzen

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Gräser und Nutzpflanzen
lernst du in der 3. Klasse - 4. Klasse

Grundlagen zum Thema Gräser und Nutzpflanzen

Inhalt

Welche Gräser sind Nutzpflanzen?

Aus ihnen können wir Brot backen, aus ihnen lassen sich meterhohe Baugerüste herstellen und viele Tiere fressen es gerne frisch oder getrocknet. Was soll das sein? In dieser Übersicht geht es um Gräser als Nutzpflanzen.

Aber was sind Nutzpflanzen und wozu dienen diese Nutzpflanzen? Welche Nutzpflanzen gibt es im Garten und welche Gräser nutzen wir für uns? Beispiele für Gräser, die wir als Nutzpflanzen gebrauchen, sowie viele Informationen rund um Nutzpflanzen und Gräser erhältst du in diesem Video und Lerntext.

Was versteht man unter einer Nutzpflanze? – Definition

Welche Nutzpflanzen gibt es? Um diese Frage zu klären, muss man wissen, was Nutzpflanzen sind. Ganz einfach gesagt sind das Pflanzen, die der Mensch für sich und für die Tierhaltung gebraucht. Also zum Beispiel alle Gemüse- und Obstsorten, die wir essen, Ölpflanzen wie der Raps oder der Rohstoff Holz der Bäume, aus denen wir Möbel bauen oder Papier herstellen, und eben auch viele Gräser. Nun kennst du einige Beispiele für Nutzpflanzen.

Was sind Gräser? – Definition

Als Gras werden krautige Pflanzen mit unscheinbaren Blüten und langen, schmalen Blättern bezeichnet. Weitere Merkmale der Gräser sind ihr runder Halm oder Stängel, der bei manchen Sorten mehrere Meter hoch werden kann, sowie das weitverbreitete Vorkommen der Gräser. Gräser wachsen nämlich fast überall auf der Erde. Sie kommen in unseren Breiten genauso vor wie in den Tropen, in Wüsten und auf hohen Bergen. Sogar in der kalten Arktis kann sich das Gras im Sommer durch die Eisdecke schieben.

Gräser als Nutzpflanzen

Und welche Gräser nutzen wir nun? Im asiatischen Raum wird Bambus, ein sehr hohes und stabiles Gras, tatsächlich auch zum Bauen von Gerüsten genutzt. Aus diesem besonderen Gras lassen sich aber auch viele Alltagsgegenstände wie Zahnbürsten, Schneidebretter oder Rankhilfen für den Garten herstellen.
In Deutschland nutzen wir insbesondere das Getreide für uns. Die verschiedenen Getreidearten, wie Roggen, Weizen oder Dinkel, gehören zu den Gräsern und wachsen bei uns auf vielen Feldern. Das Korn aus den Ähren des Getreides nutzen wir gemahlen zu Mehl für Brot und Gebäck, die getrockneten Halme als Stroh für unsere Tiere.

Wie so ein Getreide, zum Beispiel der Weizen, aufgebaut ist und wozu man ihn nutzen kann, siehst du in der folgenden Abbildung:

Nutzpflanzen Gräser Weizen

Beispiele für Gräser, die als Nutzpflanzen genutzt werden, findest du in der Tabelle:

Gras Beispiele für die Nutzung
Getreide, z. B. Weizen oder Roggen als Mehl für Brot und Gebäck;
getrocknete Halme als Stroh für Tiere
Wiesengräser frisch und getrocknet (Heu) als Futtermittel für Tiere
Hirse als Brei, Fladen, Vogelfutter
Bambus als Holzersatz, Rankhilfen, Zäune, Alltagsgegenstände und Dekorationsartikel

Dein erlerntes Wissen kannst du nun mit den Übungen und Arbeitsblättern zum Thema Gräser und Nutzpflanzen ausprobieren und überprüfen.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Gräser und Nutzpflanzen

Welche Nutzpflanzen wachsen in Deutschland?
Wie ist die artgerechte Haltung von Nutzpflanzen?

Transkript Gräser und Nutzpflanzen

Gräser und Nutzpflanzen. Stell euch vor, eine Pflanze, der Bambus, kann 40 Meter hoch werden. Das ist ungefähr so hoch wie ein Hochhaus. Und glaubt ihr es oder nicht? Der Bambus, der in Asien wächst, ist mit dem Getreide, das auf unseren Feldern wächst, verwandt. Ja, beide Pflanzen sind Gräser. Gräser wachsen fast überall auf der Welt, aber können total unterschiedlich aussehen. Sie wachsen im Garten, am Strand, im Gebirge, in der Wüste. Sogar in der Arktis gibt es Gras, das durch den Schnee hindurch wächst. Nicht alle, aber einige Gräser können wir Menschen nutzen. Diese Pflanzen nennen wir Nutzpflanzen. Das ist der Stängel, man nennt ihn auch Halm. Die Halme der Bambuspflanze sind hohl und rund. Sie werden wegen ihrer Länge und Stabilität zum Beispiel zum Bau von Häusern genutzt. Gras, das bei uns wächst und das wird nutzen können ist zum Beispiel das Getreide. Es ist viel kleiner als der Bambus. Der Weizen z.B. ist eine der am meisten angebauten Getreidepflanzen. Er wird maximal einen Meter groß. Auch seine Halme nutzen wird. Getrocknet wird daraus Stroh. Stroh ist zum Beispiel Tierfutter, aber aus Stroh werden auch Hüte oder Körbe hergestellt. Aber das wichtigste beim Weizen befindet sich hier, in der sogenannten Ähre. So nennt man den obersten Teil der Pflanze. Dort befinden sich die Getreidekörner. Aus über 30 Körnern kann so eine Weizenähre bestehen. Aus diesen Körnern werden Lebensmittel wie zum Beispiel Brot hergestellt. Sie werden aber auch an Tiere verfüttert, die uns Milch geben oder deren Fleisch wir essen. Viele Gräser sind überall auf der Welt für uns Menschen von großem Nutzen.

Gräser und Nutzpflanzen Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Gräser und Nutzpflanzen kannst du es wiederholen und üben.
  • Wie ist eine Getreidepflanze aufgebaut? Beschrifte.

    Tipps

    Wird Weizen getrocknet, entsteht daraus Stroh.

    Alle Gräser besitzen Wurzeln. Mit ihnen bekommen sie die nötigen Nährstoffe aus dem Boden.

    Lösung

    Alle Pflanzen, die zur Familie der Gräser gehören, haben ein gemeinsames Merkmal. Sie besitzen einen Halm. Du findest ihn sowohl beim Bambus, als auch beim Weizen. Er bildet dort den langen Stängel. Meistens kannst du am Halm ein längliches Blatt entdecken. Am unteren Ende des Halms sitzen die Wurzeln. Sie versorgen die Pflanze mit Nährstoffen und stabilisieren sie.

    Am oberen Ende befindet sich die Ähre. In ihr sitzen die Getreidekörner in einer Zweierreihe, dicht nebeneinander gedrängt. Nicht alle Getreidepflanzen besitzen eine Ähre. Der Weizen und der Roggen jedoch schon.

  • Wofür wird Weizen genutzt? Bestimme.

    Tipps

    Mehl wird aus Weizen gemahlen. Überlege, welche Produkte daraus hergestellt werden.

    Weizen wird auch zum Füttern von Tieren verwendet. Welches dieser Produkte ist Tierfutter?

    Auf einem Bild siehst du einen Teller mit Spaghetti.

    Lösung

    Der Weizen ist eine der am meisten angebauten Getreidepflanzen in Deutschland. Aus den Getreidekörnern werden viele Lebensmittel hergestellt.

    Werden die Getreidekörner gemahlen, entsteht daraus Mehl. Dieses wird zum Beispiel zum Backen von Kuchen und Brot verwendet. Aber auch Spaghetti bestehen neben Eiern aus Hartweizengrieß. Dieser ist ebenfalls aus Weizen und du kannst ihn dir ähnlich wie Mehl vorstellen. Er ist jedoch nicht ganz so fein, da noch kleine Kügelchen zu erkennen sind.

    Wird der Weizen getrocknet, entsteht daraus Stroh. Auch aus Stroh lassen sich einige Produkte herstellen. So können Strohhüte für den Sommer oder Körbe zum Einkaufen geflochten werden. Eine große Menge des Strohs wird aber auch zum Füttern von Tieren genutzt.

  • Wie unterscheiden sich die Gräser Weizen und Bambus? Gib an.

    Tipps

    Überlege, welche Pflanze kleiner ist.

    Welche Pflanze ist so stabil, dass sie zum Häuserbau genutzt werden kann?

    Lösung

    Die Pfanzenfamilie der Gräser ist sehr groß und besonders. Gräser können überall auf der Welt wachsen: im heimischen Garten, im Gebirge, in der Antarktis oder in der Wüste. So kommt es, dass auch der Bambus und der Weizen trotz großer Unterschiede miteinander verwandt sind.

    Der Bambus wächst überwiegend in Asien und kann bis zu 40 m hoch werden. Im Inneren ist der Bambushalm hohl und rund – das macht ihn sehr stabil. Weil er so stabil ist, wird er in Asien häufig zum Bauen von Häusern verwendet.

    Der Weizen hingegen ist eher klein. Er wird höchstens 1 m groß. Neben anderen Ländern, wird er vor allem in Deutschland angebaut. Wenn seine Körner zu Mehl verarbeitet sind, wird daraus unter anderem Brot hergestellt. Wird der Weizen getrocknet, entsteht daraus Stroh. Dies wird zum Beispiel zur Fütterung von Tieren oder zur Herstellung von Strohprodukten, wie z. B. Körben, genutzt.

  • Was weißt du über die Graspflanze Reis? Beschreibe.

    Tipps

    Eine Rispe beschreibt die Art, wie die Reiskörner an der Reispflanze hängen.

    Etwa die Hälfte der Menschen auf der Welt essen Reis als Grundnahrungsmittel. Das bedeutet, dass sie sehr oft Reis essen, viele sogar täglich.

    Lösung

    Die Reispflanze ist, wie der Weizen oder der Bambus, ein Gras und eine Nutzpflanze. Bestimmt hast du schon einmal ein Gericht mit Reis gegessen. Aber wusstest du, dass es in vielen Familien in Asien täglich auf den Teller kommt? Für die Hälfte der Menschen auf unserer Erde ist Reis ein Grundnahrungsmittel. Bei uns in Deutschland sind das Brot und Kartoffeln, denn sie sind besonders nahrhaft und sättigend.

    Die Reispflanze wächst am besten in feuchten und warmen Klimazonen. Das trifft vor allem auf asiatische Länder zu. Beim Anbau fluten die Reisbauern die Reisfelder mit Wasser. Anschießend werden die Reissamen ausgesät. Aus ihnen wachsen 50 bis 160 cm hohe Reispflanzen. An den Rispen entwickeln sich die Reiskörner. Sie werden nach der Ernte als Reis verkauft oder zu weiteren Produkten, wie Reisnudeln, Reiswaffeln oder Reismilch verarbeitet.

  • Was weißt du über Graspflanzen? Entscheide.

    Tipps

    Gräser werden auch als Graspflanzen bezeichnet.

    Das ist eine Haferpflanze.

    Lösung

    Denkt man an Gräser, fallen einem sofort grüne Wiesen ein. Aber die Familie der Gräser ist viel größer als man glaubt, denn sie wachsen fast überall auf der Welt. So gibt es beispielsweise Gräser, die in der eisigen Antarktis oder in der trockenen Wüste überleben und wachsen können.

    Zu den Gräsern gehören auch unsere heimischen Getreidesorten, wie der Weizen oder Roggen. Der Bambus aus Asien ist ebenso eine Graspflanze und daher mit dem Weizen verwandt. Er kann bis zu 40 Meter hoch werden und wird aufgrund seiner Stabilität gerne für den Bau von Häusern verwendet.

    Viel zu häufig werden Graspflanzen unterschätzt: Bambus, Weizen und viele weitere Gräser werden von Menschen angebaut, weil wir sie für die Herstellung von Lebensmitteln und Alltagsprodukten verwenden. Sie dienen dem Menschen als Nutzpflanzen und sind damit häufig überlebenswichtig.

  • Welche weiteren Getreidesorten kennst du? Bestimme.

    Tipps

    Die Roggenpflanze erkennst du gut an ihrer gräulichen Färbung.

    Vergleiche die Längen der Grannen (die Fäden an den Ähren). Die Pflanze mit den längsten Grannen ist die Gerste.

    Der Hafer und die Hirse besitzen beide Rispen. Die Hirse besitzt zusätzlich lange grüne Blätter.

    Lösung

    In Deutschland werden viele Getreidesorten als Nutzpflanzen angebaut. Dabei haben die einzelnen Sorten besondere Merkmale, die das Auseinanderhalten erleichtern:

    Der Roggen und die Gerste sehen sich auf den ersten Blick sehr ähnlich. Beide besitzen Ähren und Grannen. Als Grannen werden die langen Fäden an den Ähren bezeichnet. Schaust du aber genau hin, erkennst du, dass die Grannen der Gerste sehr viel länger sind. Außerdem besitzen die Körner des Roggens eine gräuliche Färbung.

    Die Hirse und der Hafer besitzen beide Rispen. Unterscheiden lassen sie sich anhand der langen, grünen Blätter. Das ist ein besonderes Merkmal der Hirse. Außerdem besitzt diese runde Körner, die dicht zusammen wachsen. Der Hafer entwickelt lange, dünne Körner, die einzeln an kleinen Ästchen hängen.

    Der Mais ist durch die goldgelbe Färbung der Körner leicht zu erkennen. Sie wachsen in einem Kolben, dicht zusammengedrängt. Umschlossen wird der Kolben von grünen Blättern.

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