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F. Scott Fitzgerald 04:05 min

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Transkript F. Scott Fitzgerald

Am 24. September 1896 kommt in St. Paul im U.S. Bundesstaat Minnesota Francis Scott Key Fitzgerald zur Welt. Er wird einer der führenden Schriftsteller der sogenannten Verlorenen Generation und als Autor von Romanen wie Der Große Gatsby oder Der Letzte Tycoon weltberühmt. Als er zwei Jahre alt ist übersiedelt die Familie nach Buffalo und später nach Syracuse. Erst 1908 kommt Scott wieder nach St. Paul zurück. Sein Leben lang bleibt Fitzgerald ein Kind des amerikanischen Alltags, fähig selbst die banalsten Situationen in etwas authentisches, lebendiges und flüchtige Momente in dauerhafte Eindrücke zu verwandeln. Während der Militärzeit lernt er die damals 18-Jährige Zelda kennen. Nach Ableistung des Wehrdienstes arbeitet Fitzgerald bei einer Werbeagentur, und beginnt in den Nächten Erzählungen zu schreiben für die sich aber kein Verleger findet. Er gibt seine Stellung auf und zieht sich zurück um seinen ersten Roman zu schreiben. This Side of Paradise wird 1920 veröffentlicht. Im selben Jahr heiratet der Schriftsteller seine Freundin Zelda in der St. Patrick's Cathedral in New York. Das Glück des ersten Ehejahres wird durch die Geburt einer Tochter gekrönt. 1922 erscheint Fitzgeralds Roman Tails of the Jazz Age, eine erste humorvoll-zynische Auseinandersetzung mit der amerikanischen Gegenwart. Fitzgerald der bislang mit seiner Familie die Idylle des Landlebens genossen hat, beschließt den endgültigen Umzug nach New York. "Ich war," schreibt er später," wie jener Dick Wittington der, aus der Provinz gekommen, stehen bleibt, um die dressierten Bären an zu gaffen.". Mit Zelda führt der junge Erfolgsautor ein rasendes, zügelloses Leben in der High Society der wilden 20er Jahre. In nur sechs Monaten schreibt Fitzgerald elf Erzählungen und verdient eine Menge Geld. Das Paar fährt nach Europa und macht an allen Zielen des Jetsets Station. Rom, Capri, Paris, Côte d'Azur. 1925 erscheint der berühmte Roman Der Große Gatsby. Fitzgerald macht die Bekanntschaft von Ernest Hemingway. Tausend Feste, keine Arbeit notiert er in sein Tagebuch. In der hektischen Betriebsamkeit des modernen Lebens findet Fitzgerald immer weniger Zeit zum Schreiben. Er geht nach Hollywood und findet als Ideenlieferant für die großen Filmgesellschaften Beschäftigung. Die Manie seiner Frau Zelda für den Tanz nimmt krankhafte Formen an und Fitzgerald entschließt sich als Therapie eine zweite Europareise mit ihr zu unternehmen. Dabei ist seine eigene jugendliche Euphorie längst der Trunksucht und dem gesundheitlichen wie finanziellen Niedergang gewichten. Der Schriftsteller findet aber die Kraft, selbst die schweren, persönlichen Krisen literarisch wertvoll um zu setzen. Nachdem er Zelda in einer Schweizer Heilanstalt behandeln hat lassen, kehrt Fitzgerald nach Hollywood zurück und unterschreibt einen Autorenvertrag für Metro Goldwyn Meyer. In der Zeit von 1926 bis '34 entstehen 49 Kurzgeschichten. Die gleiche Zahl bringt Hemingway in einem berühmten Band heraus. Fitzgeralds Roman Zärtlich ist die Nacht behandelt, wie die meisten anderen auch, die Korruption der Unschuld. Zahllose Versuche ein neues Leben zu beginnen scheitern. Eine ganze Generation von Amerikanern erkennt sich in diesem existenziellen Leitmotiv von Fitzgerald wieder. Als Zelda endgültig in eine geschlossene Anstalt gebracht werden muss, ergibt sich der unglückliche Schriftsteller immer mehr dem Alkohol. Francis Scott Fitzgerald stirbt im Dezember 1940 während der Arbeit an dem Roman Der letzte Tycoon.