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Samen von Pflanzen 05:47 min

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Transkript Samen von Pflanzen

Hallo. Was glaubst du? Wie lange kann zum Beispiel der Samen einer Kartoffelpflanze überleben? Ganze zwei Jahre, gar 20 Jahre oder sogar 200 Jahre? In diesem Video geht es um Samen von Pflanzen. Du wirst erfahren was Samen überhaupt sind, wie sie aufgebaut sind, welche Arten es gibt und wie sich einkeimblättrige Pflanzen von zweikeimblättrigen unterscheiden. Beginnen wir mit der Frage, was sich hinter dem Begriff Samen verbirgt. Im Grunde ist es das Jugendstadium bei Samenpflanzen. Wie bei Säugetieren wird der Begriff Embryo verwendet. Ein Samen ist also ein vorübergehend ruhender Embryo mit umhüllenden Geweben, der der Verbreitung, Überdauerung und Vermehrung von Samenpflanzen dient. Sind die Bedingungen schlecht, kann der Embryo durch den guten Schutz lange Zeit überdauern. So übersteht er viel mehr Hitze, Kälte, Trockenheit und Feuchtigkeit als ausgekeimte Pflanzen. Schauen wir uns den Aufbau mal genauer an. Wie du schon weißt, besteht der Samen aus einem Embryo, der schützenden Samenschale und dem Nährgewebe. Der Embryo wiederum hat ein oder zwei Keimblätter, eine Keimwurzel und einen Keimstängel. An dessen Spitze sitzen bereits die Blattanlagen mit denen er später Fotosynthese betreibt. Das Nährgewebe aus Stärke, Eiweiß und Fett nährt ihn bis es soweit ist. Erst wenn du einen Samen, zum Beispiel eine Feuerbohne, ins Wasser legst, beginnt er zu quellen. Wasser dringt ein, sodass er anschwillt und die harte Samenschale sich ablöst. Die Keimwurzel schiebt sich durch die Keimpore ins Erdreich. Seitenwurzeln werden ausgebildet und der Keimstängel durchbricht die Erde. Diesen Vorgang nennt man "Keimung". Im Querschnitt einer Blüte erkennst du die Samenanlage. Nach der Befruchtung wird aus der Eizelle ein Embryo. Gemeinsam mit dem Fruchtblatt heißt sie Frucht. Die Früchte dienen insgesamt der Verbreitung des Samen. Natürlich unterscheiden sich diese Samen bei Pflanzen. Es gibt verschiedene Arten. Je nach Nährgewebe gliedert man sie zum Beispiel in Stärkereiche wie Hirse und Hafer, Ölhaltige wie Sonnenblumenkerne und Leinsamen und eiweißreiche Samen. Hierzu zählen Bohnen. Je nach Aufbau teilt man Samenpflanzen als Nackt- und Bedecktsamer ein. Bei Nacktsamern wie Ginko oder Kiefer liegen die Samenanlagen frei. Sie haben keine Früchte. Bei Bedecktsamern sind die Samenanlagen vom Fruchtknoten eingeschlossen. Dieser besteht aus Fruchtblättern und wird später zur Frucht. Hierzu zählen Blütenpflanzen wie Erdbeeren, Apfelbäume, Rosen und alles was du sonst noch kennst. All diese Pflanzen kannst du nochmal in Einkeimblättrige und Zweikeimblättrige unterteilen. Wie der Name schon sagt besitzen Einkeimblättrige nur ein Keimblatt, Zweikeimblättrige hingegen zwei. Schneidest du die Sprossachse einer einkeimblättrigen Pflanze auf, wird dir auffallen, dass die versorgenden Leitbündel über den gesamten Querschnitt unregelmäßig verteilt sind. Die Blätter sind paralleladrig und es gibt nur Nebenwurzeln. Bei Zweikeimblättrigen sind die Leitbündel in einem regelmäßigen Kreis angeordnet. Für mehr Stabilität sorgt das Kambium zwischen Siebteil und Gefäßteil. Bei Zweikeimblättrigen sind die Leitbündel in einem regelmäßigen Kreis in der Sprossachse angeordnet. Buddelst du eine Pflanze aus, wird dir auffallen, dass sie nur eine Hauptwurzel besitzt und viele kleine Seitenwurzeln. Die Blätter sind netzadrig. Fassen wir noch einmal zusammen: Samen sind vorübergehend ruhende Embryos der Samenpflanzen mit umhüllenden Geweben. Sie haben eine Samenschale und Nährgewebe. Dieses kann sehr ölhaltig, eiweißreich oder kohlenhydratreich sein. Ein Samen entsteht nach der Befruchtung einer Eizelle, die sich in der Samenanlage einer Blüte befindet. Es gibt Nacktsamer und Bedecktsamer, die sich wiederum in einkeimblättrige und zweikeimblättrige Pflanzen unterteilen lassen. Einkeimblättrige haben nur ein Keimblatt, unregelmäßig verteilte Leitbündel, paralleladrige Blätter und nur Nebenwurzeln. Zweikeimblättrige haben zwei Keimblätter, im Kreis angeordnete Leitbündel, netzadrige Blätter und eine Hauptwurzel mit Seitenwurzeln. Und was ist jetzt mit unserer Kartoffelpflanze? Tatsächlich können die Samen bis zu 200 Jahre überdauern und dann auskeimen. Samen anderer Pflanzenarten schaffen sogar 600 Jahre oder mehr. Ich hoffe, du hast viel gelernt. Bis zum nächsten Mal!

5 Kommentare
  1. Voll toll

    Von A Opas, vor 6 Monaten
  2. Ist doch egal

    Von A Opas, vor 6 Monaten
  3. na klar ist das für 5.Klässler !!!Also bitte

    Von Maria Ellenrieder, vor 7 Monaten
  4. aber trotzdem tollllllll

    Von Jannis N., vor mehr als 2 Jahren
  5. für 5 klässler ist das nicht:-I

    Von Jannis N., vor mehr als 2 Jahren

Samen von Pflanzen Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Samen von Pflanzen kannst du es wiederholen und üben.

  • Beschrifte den Samen.

    Tipps

    Der größte Teil des Samens wird vom Nährgewebe eingenommen.

    Die Samenschale umschließt und schützt den Embryo.

    Lösung

    Der Samen besteht aus der Samenschale, dem Nährgewebe und dem Embryo. Der Embryo enthält die Keimwurzel, den Keimstängel und die Blattanlage mit einem bzw. zwei Keimblättern.

  • Gib an, wie lange der Samen einer Kartoffelpflanze haltbar ist.

    Tipps

    Samen einer Kartoffelpflanze überdauern etwa zwei Menschenleben!

    Lösung

    Der Samen einer Kartoffelpflanze kann bis zu 200 Jahre überdauern. Daran erkennst du, dass der Embryo im Samen gut vor äußeren Einwirkungen wie Kälte oder Trockenheit geschützt ist.

  • Benenne Merkmale einkeimblättriger und zweikeimblättriger Pflanzen.

    Tipps

    Überlege dir, wie der Verlauf der Blattadern aussieht: parallel oder wie ein Netz?

    Lösung

    Merkmale einkeimblättriger Pflanzen

    • ein Keimblatt
    • unregelmäßige Leitbündel
    • paralleladrige Blätter
    Merkmale zweikeimblättriger Pflanzen
    • zwei Keimblätter
    • regelmäßig angeordnete Leitbündel
    • netzadrige Blätter

  • Arbeite heraus, wie sich Pflanzen durch Samen verbreiten.

    Tipps

    Die Samen des Löwenzahns haben kleine Fallschirme.

    Viele Samen, die mithilfe fressender Tiere verbreitet werden, bilden bunte Lockfrüchte, wie z.B. die Kirsche.

    Lösung

    Löwenzahn oder Ahorn nutzen zur Verbreitung ihrer Samen den Wind. Die Samen von Kirschen werden von Tieren verbreitet, die diese Früchte fressen. Eicheln werden oft von Eichhörnchen in Verstecke gebracht und dadurch verbreitet. Kletten bleiben mit ihren Widerhaken im Fell von vorbeilaufenden Tieren hängen. Später fallen sie dann wieder ab und werden dadurch weit verbreitet. Der Storchenschnabel schleudert seine Früchte selbst an eine etwas weiter entfernte Stelle. Dies wird auch als Selbstverbreitung bezeichnet.

  • Erkläre, was Samen sind und welche Eigenschaften sie haben.

    Tipps

    Überlege dir, ob eine ausgekeimte Pflanze oder ein Samenkorn besser mit schwierigen Umweltbedingungen wie z.B. Trockenheit zurechtkommt.

    Lösung

    Das Jugendstadium bei Samenpflanzen ist der Samen. Daher spricht man auch vom Embryo. Der Samen dient der Verbreitung, Überdauern und Vermehrung einer Pflanze. Der Embryo befindet sich gut geschützt in der Samenschale und kann daher schwierigen Umweltbedingungen wie Kälte, Hitze oder Trockenheit standhalten.

  • Untersuche den Vorgang der Keimung.

    Tipps

    Bevor die Wurzeln und Stängel durch die Samenschale gelangen, muss sich die harte Samenschale ablösen.

    Die Wurzeln bilden sich vor dem Stängel aus.

    Lösung

    Zunächst bringt Wasser den Samen zum Quellen. Das Wasser dringt in den Samen ein und die harte Samenschale löst sich ab. Nun dringt die Keimwurzel durch die Keimpore ins Erdreich ein und Seitenwurzeln werden gebildet. Schließlich durchbricht der Keimstängel die Erde.