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Früchte der Samenpflanzen - Arten und Bau 11:37 min

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Transkript Früchte der Samenpflanzen - Arten und Bau

Hallo! Wie ihr wisst, ist eine Frucht die Blüte im Zustand der Samenreife. Heute will ich euch einige ausgewählte Früchte der Samenpflanzen, deren Arten und Bau vorstellen. Ihr lernt dabei mehrere botanische Begriffe kennen, die die Einordnung der Beispiele erleichtern. Beginnen wir mit den Einzelfrüchten. Dazu wiederholen wir den Aufbau des Fruchtblattes. Es umschließt die Samenanlage, die von der Samenschale umhüllt ist. Und hier sehen wir die befruchtete Eizelle eingebettet in einem Nährgewebe. An der Fruchtbildung sind die drei Schichten des Fruchtblattes – es heißt Karpell – beteiligt: das Exokarp, Mesokarp und Endokarp. Alle ergeben das Perikarp. Das Exokarp wird zur Kirschschale, das Mesokarp zum Fruchtfleisch und das Endokarp zum verholzten Stein. Die Kirsche ist deshalb eine „Steinfrucht“, genau wie die Pflaume, der Pfirsich und die Aprikose, die einen Steinkern haben. Im Stein befindet sich der Samen mit dem pflanzlichen Embryo. Da der Samen mit der Frucht umschlossen bleibt, sprechen wir von „Schließfrüchten“. Genauso ist es bei der Walnuss. Die grüne Schale umschließt bis zur Reife die verholzte Nussschale. Sie entsteht aus dem inneren Endokarp. So gesehen ist die Walnuss keine Nuss, sie ist eine Steinfrucht genau wie die Mandel. Die Haselnuss ist eine echte Nuss. Die gesamte Fruchtknotenwand wandelt sich zu einer trockenen, harten Schale und innen ist meistens nur ein Samen. Diese Pflanze kennt ihr ja. Die Sonnenblume bildet Kerne, die den Nüssen zugeordnet werden. Eicheln, Bucheckern und Maronen – so heißen Esskastanien – gehören auch dazu. Bei der Pusteblume, dem gemeinen Löwenzahn, sind die Früchte recht klein. Man spricht deshalb unter anderem von „Nüsschen“. Der Blütenkelch wird zum Pappus umgebildet. Das ist der kleine Fallschirm, den wir kennen. Er trägt das Nüsschen im Wind davon. Frucht- und Samenschale sind fest miteinander verwachsen. Stichwort Beere. Die Definition ist ganz einfach. Früchte, bei denen Teile des Fruchtknotens saftig und fleischig bleiben, heißen „Beeren“. Im Inneren befinden sich die Samen. Hier seht ihr eine quergeschnittene Tomate und eine Kiwi. Außen das Exokarp, die Schale, im Inneren die Safthaare, das Mesokarp, das wir verzehren. Das Endokarp ist abgegrenzt. Wir sehen die dunklen Samen, die kreisförmig darum sitzen. Schneiden wir Gurke und Melone auf. Wir entdecken den gleichen Grundbauplan. Schale, essbares Fleisch und die Samen, die unbewusst mit dem Ernährungsverhalten der Tiere und Menschen verbreitet werden. Schale, essbares Fleisch und die Samen. Wer hätte das gedacht, dass Gurke, Melone und Kürbis Beeren sind? Gleiches stellen wir bei Orange, Zitrone und Pampelmuse fest. Sonst stimmt es aber, dass Johannisbeeren und Stachelbeeren echte Beeren sind. Kommen wir zu den Öffnungsfrüchten, deren Merkmal ist, dass das einzige Fruchtblatt bei der Reife trockenhäutig wird. Die Hülsen der Schmetterlingsblütler gehören dazu, wie wir es bei der Sojabohne und dem Lederhülsenbaum sehen. Das Fruchtblatt öffnet sich dann an der Rücken- und Bauchnaht und rollt sich mitunter spiralig ein. Hier sehen wir eine geöffnete Hülse einer Stangenbohne. Hülsenfrüchtler sind Erbsen, Bohnen, Linsen, Klee, Wicke und Lupine. Und man lasse sich nicht täuschen: Auch die Erdnuss ist eine Hülsenfrucht. Raps und Ackersenf sowie unsere Kohlsorten bilden „Schoten“ als Früchte aus. Sie entstehen aus zwei Fruchtblättern, die eine Scheidewand ausbilden, an der die Samen stehen. Sind die Schoten höchstens dreimal so lang wie breit, spricht man von „Schötchen“, wie zum Beispiel beim Hirtentäschelkraut. Im Herbst öffnen sich die Kapseln der Rosskastanie spaltförmig und entlassen ihre Samen. Sie werden einfach ausgestreut. Kapseln sind demnach „Streufrüchte“. Tulpen und Schwertlilien haben ebenfalls Kapseln. Wandspaltig reißen die drei Fruchtblätter an den Verwachsungsnähten auf und die Samen fallen dann heraus. Wir sprechen in diesem Fall von „Spaltkapseln“. Rechts ist die Kapsel eines Wolfsmilchgewächses, bei der die Fruchtblätter spaltartig an den Scheidewänden aufspringen, zu sehen. Von dieser Pflanze habt ihr vielleicht schon gehört: der gemeine Stechapfel. Seine Kapseln streuen mehrere Hundert nierenförmige Samen aus. Eine andere Kapselform ist die „Porenkapsel“. Typisch dafür ist der Mohn. Sobald die Samen reif sind, hebt sich der Deckel und kleine Öffnungen entstehen. Die feinen Samen werden durch Bewegungen und mit dem Wind ausgestreut. Die Stockrose und die Zierform einer Malve sind Vertreter der Familie der Malvengewächse. Ihre Früchte sind ringförmig und segmentiert. Völlig abgetrocknet zerfallen sie in die einzelnen Samen. Die Früchte des Dills und des Kerbels zerfallen in zwei Teile. Ich zeichne sie daneben, damit man ihren Aufbau besser versteht. Früchte, die wie eben beschrieben zerfallen, sind „Spalt- oder Bruchfrüchte‟. Die Spaltfrüchte das Ahorns sind beflügelt. Sie brechen letzten Endes leicht auseinander und fliegen an einen anderen Standort. Erdbeeren tragen Nüsschen. Hier sind die kleinen gelben Nüsschen eingesenkt im verdickten, roten Blütenboden der Sammelnussfrucht zu sehen. Die Brombeere kennt ihr. Völlig ausgereift sind die Früchte fast schwarz. Beim Zerkauen merkt man, dass sich darin kleine Steinchen befinden. Die Brombeere ist nämlich eine Sammelfrucht aus vielen einzelnen Steinfrüchten. Bei der verwandten Himbeere ist es ebenso. Hagebutten, die Früchte von Rosen, sind auch Sammelfrüchte, mit Nüsschen im Inneren. Apfel Zierapfel, Quitte, Birne und Vogelbeere täuschen uns. Wir glauben, es mit echten Früchten zu tun zu haben. Dem ist nicht ganz so. Man kann sie zwar den Sammelfrüchten zuordnen, muss aber einschränkend hinzufügen, dass das Kerngehäuse von Äpfeln und Birnen die eigentliche Frucht ist, die wir aber verschmähen. Beim Apfel und der Birne essen wir nur den vergrößerten Blütenboden, der die pergamentartigen Fruchtblätter umwuchs. Die rot leuchtenden Vogelbeeren der Eberesche – sie wird aufgrund der von Vögeln begehrten Früchte auch Vogelbeerbaum genannt – sind auch aus dem Blütenboden entstanden und nicht aus den Fruchtblättern. Deshalb handelt es sich wie bei den Vorgängern um Scheinfrüchte. Für heute will ich enden. Wir lernten heute diese Fachbegriffe kennen: Zu den Einzelfrüchten gehören Schließ- und Öffnungsfrüchte. Zu ersteren stellte ich euch Steinfrüchte, Beeren, Nüsse und Nüsschen vor. Öffnungsfrüchte sind Hülsen und Schoten sowie Spalt- und Porenkapseln. Von den Sammelfrüchten konntet ihr Sammelsteinfrüchte, Sammelnussfrüchte und Apfelfrüchte als Scheinfrüchte kennenlernen. Ich sage: Tschüss, bis zum nächsten Mal!

5 Kommentare
  1. *Voll gut*( & die Aussprache ist gut)

    Von A Opas, vor 5 Monaten
  2. (:

    Von A Opas, vor 5 Monaten
  3. Wenn man genau hinhört haben sie eine lustige Aussprache. :-)

    Von Svenja Hoffmann, vor 11 Monaten
  4. Hallo,
    wir arbeiten daran, jedes Video mit mehreren Übungen zu auszustatten. Dieses Video wird bald auch dazu gehören :)
    LG

    Von Serpil Kilic, vor mehr als 3 Jahren
  5. Das sind aber wenige Fragen zur Übung!!!

    Von Luffi125, vor mehr als 3 Jahren