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Belege der Evolution

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Team Realfilm
Belege der Evolution
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Grundlagen zum Thema Belege der Evolution

Inhalt

Belege für die Evolution – Biologie

Die Entwicklung des Lebens beruht auf der Evolution. Von Generation zu Generation verändern sich die genetischen Eigenschaften aller Lebewesen, sodass sich diese immer weiter entwickeln.
Einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler Englands war Charles Darwin. Mitte des 19 Jahrhunderts veränderte Darwin grundlegend das bis dahin angenommen Bild der Natur. Durch Darwins Gedanken zur Entstehung der Arten und durch seine Evolutionstheorie konnte er zeigen, dass sich alle Lebewesen erst über viele Millionen Jahre entwickelt haben. Damit widerlegte Darwin das religiöse Bild des Menschen und leitete eine Zeitenwende ein. Darwin vereinfachte die Welt der Natur und begann, sie zu kategorisieren.

In diesem Lerntext erfährst du etwas über die Evolutionsbeweise.

Ist die Evolutionstheorie bewiesen?

Ja! Die aktuell geltende Evolutionstheorie, die sogenannte synthetische Evolutionstheorie, ist mehrfach bewiesen. Mittlerweile gibt es aus allen Bereichen der Biologie Belege für die Evolution. Aber wie kann man die Evolutionstheorie belegen? Diese Frage haben sich bereits viele Menschen vor dir gefragt. Zunächst muss überlegt werden, was denn Belege für die Evolution sind.

Was sind Belege für die Evolution?

Grundsätzlich kann man die Beweise für die Richtigkeit der Evolutionstheorie in drei Gebiete unterteilen. Man unterscheidet die Fossilien, die Ähnlichkeit zwischen Arten und die beobachtbaren biologischen Anpassungen. Diese drei Möglichkeiten werden wir uns etwas genauer anschauen.

Welche Informationen können Fossilien liefern?

Fossilien sind Belege aus dem Bereich der Paläontologie und somit Belege der Evolution aus vergangenen Erdzeitaltern. Die meisten Fossilien entstehen aus Überresten von Lebewesen, also von Pflanzen oder Tieren – aber auch Eier, Kot oder Fußspuren können zu Fossilien werden. Diese Belege beziehen sich auf versteinerte Zellen, Mehrzeller und natürlich auch auf komplexere Lebensformen wie Fische, Amphibien, Reptilien und Säugetiere.

Aber welche Informationen lassen sich anhand von Fossilien über den Prozess der Evolution gewinnen? Man bestimmt das Alter des Steins und kann so das Fossil einem bestimmten Erdzeitalter zuordnen. So wurde auch bewiesen, dass die Entstehung der Säugetiere viel später als die der Einzeller gewesen sein muss. Zudem zeigen Fossilien Übergangsstufen zwischen urzeitlichen und gegenwärtigen Arten. Diese Tiere werden auch als Brückentiere oder Mosaikformen bezeichnet. Bekannte Brückentiere sind zum Beispiel viele Arten der Quastenflosser (einige Arten werden außerdem als sogenannte lebende Fossilien bezeichnet) oder der Archäopteryx. Betrachtet man den Archäopteryx, kann man die Verbindung zwischen dem urzeitlichen Dinosaurier und den gegenwärtigen Vögeln erkennen. Als Brückentier besitzt der Archäopteryx die sowohl für Dinosaurier typischen Zähne als auch die für Vögel typischen Federn. Damit lassen sich Rückschlüsse zum Ablauf der Evolution der Vögel ziehen.

Diese Beobachtungen unterstützen die Theorie, dass alle Lebewesen von dem gleichen Vorfahren abstammen und sich im Laufe der Evolution voneinander weg entwickelten.

Ähnlichkeit zwischen Arten als Belege der Evolution

Viele Arten besitzen einen ähnlichen Körperbau. Die Körperteile besitzen jedoch oft unterschiedliche Funktionen. Beispielsweise ist der Knochenaufbau der Vordergliedmaßen von Hasen, Walen, Vögeln und Eidechsen sehr ähnlich. Allerdings unterscheiden sie sich deutlich in ihrem Aussehen. Die Ähnlichkeit zwischen Arten kann man auch durch sogenannte homologe Organe erkennen. Diese anatomischen Beweise sind zusätzliche Belege für die Evolution. Grundsätzlich werden die Unterschiede der Morphologie und Anatomie sowie des Verhaltens für Belege der Evolution herangezogen.

Die größte Ähnlichkeit zwischen den Arten ist in ihren Genen zu finden. Der genetische Code zeigt die Ähnlichkeit zwischen verschiedenen Arten. Zum Beispiel stimmt der genetische Code des Menschen zu 99 % mit dem eines Schimpansen überein. Die genetischen Unterschiede deuten auf einen gemeinsamen Stammbaum hin und lassen Rückschlüsse auf die Abstammung des Menschen und damit auch die Evolution des Menschen zu. Anhand solcher Informationen lassen sich auch Stammbäume erstellen. Diese Belege für die Evolution beruhen auf der Molekularbiologie.

Beobachtbare Anpassungen als Belege für die Evolution

Arten passen sich dauerhaft an. Diese Veränderungen sichern das Überleben der Arten bei sich verändernden Umweltbedingungen. Die Anpassung ist auch direkt mit der Selektion verbunden. Die Theorie dazu nennt sich Selektionstheorie.
Ein sehr bekanntes Beispiel für die beobachtbare Anpassung ist die Färbung der Birkenspanner. Der Birkenspanner ist ein Falter, der sich zu Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert an die veränderten Umweltbedingungen angepasst hat. Die Farbe der Flügel änderte sich von hell zu dunkel. Da die dunkel gefärbten Falter an den nun durch die Industrialisierung verrußten Birkenstämmen besser getarnt waren, konnte sich diese Farbvariante durchsetzen.

In der folgenden Abbildung kannst du dir noch einmal die drei Beweise für die Evolutionstheorie anschauen.

Belege für die Evolution und warum zählen Fossilien heute zu den wichtigsten Belegen für die Evolution?

Weitere Belege für die Evolution

Die Belege für die Evolution sind genauso vielfältig wie die Evolution selbst.
In Verbindung mit Fossilien stehen auch die biogeografischen Belege für die Evolution. Wie du sicherlich weißt, haben sich die Kontinente im Laufe der Erdgeschichte immer wieder verändert. Die unterschiedlichen Fundregionen von gleichen Fossilien zeigen die Verteilung der Lebewesen auf der Erde und geben gleichzeitig Aufschluss über die kontinentalen Veränderungen.

Zusätzlich dienen Atavismen als Belege für die Evolution. Atavismen beziehen sich auf Organe oder Körpermerkmale, die sich im Laufe der Evolution bei verschiedenen Lebewesen zurückgebildet haben. Diese Merkmale sind meist noch in den Genen der Lebewesen vorhanden, werden aber durch regulatorische Prozesse unterdrückt. Im direkten Bezug zu den Atavismen stehen die rudimentären Organe.

Weitere Belege für die Evolution sind in der Entwicklungsbiologie zu finden. Hierzu wird auch die Embryologie für Belege der Evolution betrachtet. Zudem gelten die Tierzucht und die Pflanzenzucht sowie der Parasitismus als Belge für die Evolution.

Belege für die Evolution – Zusammenfassung

Nun hast du einen kurzen Überblick über die Evolutionsbeweise bekommen. Du weißt, warum Fossilien heute zu den wichtigsten Belegen für die Evolution zählen und was die Wissenschaftler anhand von Fossilien über das Zeitalter der Dinosaurier herausfinden können.

  • Evolution ist die Grundlage der Entwicklung des Lebens.
  • Charles Darwin begründete Mitte des 19 Jahrhunderts die Evolutionstheorie und veränderte das bis dahin vorherrschende Bild der Natur grundlegend.
  • Belege für die Evolution gibt es in allen Bereichen der Biologie. Die drei grundlegende Beweise für die Evolutionstheorie beziehen sich auf die Fossilien, die Ähnlichkeit zwischen Arten und die beobachtbaren Anpassungen.

Zusammenfassend kannst du dir in der nachfolgenden Tabelle die drei grundlegenden Beweise für die Evolution ansehen.

Evolutionsbeweise Beschreibung
Fossilien Fossilien unterstützen die Theorie, dass alle Lebewesen von dem gleichen Vorfahren abstammen und sich im Laufe der Evolution voneinander weg entwickelt haben.
Ähnlichkeit zwischen Arten Die Ähnlichkeit zwischen Arten kann man an der Anatomie, Morphologie, am Verhalten und an der Genetik erkennen.
Beobachtbare Anpassungen Lebewesen können sich an veränderte Umweltbedingungen anpassen. Die Evolution kann so direkt beobachtet werden.

Jetzt kannst auch du die Belege für die Evolution einfach erklären. Damit du dein Wissen gleich überprüfen kannst, stehen die Übungen und ein Arbeitsblatt zu den Belegen der Evolution zur Verfügung. Viel Spaß!

Transkript Belege der Evolution

Als Darwin seine Theorie der Evolution durch natürliche Auslese vorlegte, war das eine Revolution. Wie alle großartigen Ideen war sie von bestechender Einfachheit. Sie vereinte die Welt der Natur und verlieh ihr Sinn. In den letzten 150 Jahren seit damals, haben alle Bereiche der Biologie Belege für die Theorie der Evolution durch natürliche Auslese beigesteuert, wobei sich drei sehr unterschiedliche Arten von Beweisen ausmachen lassen. Fossile Funde belegen eine Fortentwicklung innerhalb geologischer Zeiträume von einfachen Zellen über Mehrzeller bis hin zu komplexeren Lebensformen. Fische, Amphibien, Reptilien und Säugetiere tauchen in dieser Reihenfolge auf und zeigen damit den Prozess der Evolution. Fossilien zeigen uns auch viele Beispiele früherer Übergangsstufen, die sogenannten Brückentiere zwischen urzeitlichen und gegenwärtigen Arten. Auffallende Ähnlichkeiten zwischen heute lebenden Arten unterstützen ebenfalls die Theorie einer gemeinsamen Abstammung. Viele Arten teilen einen ähnlichen Aufbau, allerdings mit unterschiedlichen Funktionen. Die Vordergliedmaßen von Fröschen, Eidechsen, Vögeln und Hasen unterscheiden sich voneinander, besitzen aber die gleichen Knochen. Die größte Übereinstimmung findet sich im genetischen Code. DNA-Sequenzen sind bei verschiedenen Arten erstaunlich ähnlich. Und ganz entscheidend ist, dass genetische Unterschiede auf einen sich verzweigenden Stammbaum hindeuten, der sich auf einen gemeinsamen Vorfahren zurückführen lässt. Gene enthalten überwältigende Beweise für die Evolution. Aber man kann Evolution auch live beobachten. Arten passen sich an und entwickeln sich als Reaktion auf Umwelteinflüsse, ganz gleich ob sie natürlich oder vom Menschen verursacht sind. So hat zum Beispiel der Birkenspanner im 19. Jahrhundert seine Färbung von hell zu dunkel geändert. Diese Tarnung erlaubte es ihm, besser an Bäumen zu überleben, die durch industrielle Verschmutzung dunkel gefärbt worden waren. Jede Beobachtung in der Biologie wird durch die Evolutionstheorie vereint. Diese Theorie untermauert jeden Aspekt des Lebens.

1 Kommentar

1 Kommentar
  1. Super!
    Sehr spannend gemacht!
    Danke :)

    Von Hazel , vor 10 Monaten

Belege der Evolution Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Belege der Evolution kannst du es wiederholen und üben.
  • Nenne Belege für die Evolution.

    Tipps

    Drei Antworten sind korrekt.

    Lösung

    Als Darwin seine Theorie der Evolution durch natürliche Selektion vorlegte, war das eine Revolution. In den letzten 150 Jahren seit damals, haben alle Bereiche der Biologie Belege für die Theorie der Evolution durch natürliche Selektion beigesteuert, wobei sich drei sehr unterschiedliche Arten von Beweisen ausmachen lassen:

    • Fossilien
    • Ähnlichkeiten zwischen Arten
    • Beobachtbare Anpassungen

  • Beschreibe die Anpassung des Birkenspanners als Reaktion auf einen Umwelteinfluss.

    Tipps

    Zwei Begriffe bleiben übrig.

    Die Bilder bei den Texten helfen dir. Überlege, welche Farbe eine bessere Tarnung darstellt.

    Lösung

    Der Birkenspanner ist ein prominentes Beispiel für die natürliche Selektion.

    Durch eine zufällige Mutation, die die Bildung des Farbstoffs Melanin bewirkt, waren die dunkel gefärbten Birkenspanner lange Zeit im Nachteil und seltener anzutreffen als die weißen Birkenspanner. Durch die Veränderung der Umweltbedingungen veränderten sich auch die Lebensbedingungen der Birkenspanner. Jetzt waren die dunklen Birkenspanner besser angepasst und konnten sich häufiger fortpflanzen als die weißen Birkenspanner. Da Mutationen spontan und zufällig entstehen, hat der helle Birkenspanner nicht die Möglichkeit, sich dunkel zu verfärben.

  • Charakterisiere die dargestellten Brückentiere.

    Tipps
    Lösung

    Der Archaeopteryx ist bereits ausgestorben. Der Urvogel ist das erste Brückentier, das gefunden wurde, und zeigt Merkmale der Reptilien und Vögel. Damit gilt er als ein Beleg dafür, dass Vögel aus Reptilien entstanden sind.

    Auch der Ichthyostega zählt zu den fossilen Brückentieren und weist sowohl Merkmale der Wirbeltierklasse der Fische als auch welche der Amphibien auf.

    Das Schnabeltier lebt im Gegensatz zu den anderen aufgezählten Brückentieren noch heute und zählt somit zu den rezenten Brückentieren. Es weist Merkmale von Reptilien, Säugetieren und auch Vögeln auf, zählt aber zu den Säugetieren, weil es seine Jungen säugt.

  • Entscheide, ob das Merkmal analog oder homolog ist.

    Tipps

    Merkmale, die sich unabhängig voneinander entwickeln, nennt man analoge Merkmale.

    Lösung

    Ähnliche Merkmale, die sich aufgrund ähnlicher Umweltbedingungen entwickeln, werden analoge Merkmale genannt. Dazu gehören z. B. die Stromlinienform oder die Grabbeine von Maulwurf und Maulwurfsgrille.

    Homologe Merkmale haben einen gemeinsamen Ursprung.
    Der Vergleich des Aufbaus der Vordergliedmaßen verschiedener Wirbeltiere ist in der Biologie das Paradebeispiel für Homologie. Homologie liegt dann vor, wenn die grundsätzlichen Übereinstimmungen im Aufbau von Strukturen evolutionären Ursprungs sind.

  • Stelle die stammesgeschichtliche Entwicklung der Wirbeltierklassen dar.

    Tipps

    Frösche gehören zu den Amphibien.

    Lösung

    Alle genannten Gruppen gehören zu den Wirbeltieren, welche alle eine Wirbelsäule besitzen.

    Im Laufe der Evolution gingen aus den Fischen, die ersten Landwirbeltiere hervor, die zu den Amphibien gehörten.

    Später entstanden die Reptilien und danach die Vögel und Säugetiere.

  • Erläutere die molekularen Methoden zur Erstellung eines Stammbaums.

    Tipps

    Veränderungen in der DNA treten mit etwa der gleichen Häufigkeit auf.

    Eine Veränderung des Erbguts (DNA) wird auch Mutation genannt.

    Vier der Aussagen sind korrekt.

    Lösung

    Im Laufe der Evolution ändert sich das Erbgut der Lebewesen ständig durch zufällige Mutationen. Daher sprechen ähnliche DNA- und Proteinsequenzen für einen hohen Verwandtschaftsgrad. Auch Aussagen über den Zeitpunkt der Abspaltung einer Gruppe in einem Stammbaum sind möglich:
    Die Veränderungen in der DNA, also die Mutationen, treten ungefähr mit der gleichen Häufigkeit auf. Dadurch kann man sagen, wann die Abspaltung einer Gruppe geschah und wann der letzte gemeinsame Vorfahre gelebt hat.

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