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Belege der Evolution 03:22 min

Textversion des Videos

Transkript Belege der Evolution

Als Darwin seine Theorie der Evolution durch natürliche Auslese vorlegte, war das eine Revolution. Wie alle großartigen Ideen war sie von bestechender Einfachheit. Sie vereinte die Welt der Natur und verlieh ihr Sinn. In den letzten 150 Jahren seit damals, haben alle Bereiche der Biologie Belege für die Theorie der Evolution durch natürliche Auslese beigesteuert, wobei sich drei sehr unterschiedliche Arten von Beweisen ausmachen lassen. Fossile Funde belegen eine Fortentwicklung innerhalb geologischer Zeiträume von einfachen Zellen über Mehrzeller bis hin zu komplexeren Lebensformen. Fische, Amphibien, Reptilien und Säugetiere tauchen in dieser Reihenfolge auf und zeigen damit den Prozess der Evolution. Fossilien zeigen uns auch viele Beispiele früherer Übergangsstufen, die sogenannten Brückentiere zwischen urzeitlichen und gegenwärtigen Arten. Auffallende Ähnlichkeiten zwischen heute lebenden Arten unterstützen ebenfalls die Theorie einer gemeinsamen Abstammung. Viele Arten teilen einen ähnlichen Aufbau, allerdings mit unterschiedlichen Funktionen. Die Vordergliedmaßen von Fröschen, Eidechsen, Vögeln und Hasen unterscheiden sich voneinander, besitzen aber die gleichen Knochen. Die größte Übereinstimmung findet sich im genetischen Code. DNA-Sequenzen sind bei verschiedenen Arten erstaunlich ähnlich. Und ganz entscheidend ist, dass genetische Unterschiede auf einen sich verzweigenden Stammbaum hindeuten, der sich auf einen gemeinsamen Vorfahren zurückführen lässt. Gene enthalten überwältigende Beweise für die Evolution. Aber man kann Evolution auch live beobachten. Arten passen sich an und entwickeln sich als Reaktion auf Umwelteinflüsse, ganz gleich ob sie natürlich oder vom Menschen verursacht sind. So hat zum Beispiel der Birkenspanner im 19. Jahrhundert seine Färbung von hell zu dunkel geändert. Diese Tarnung erlaubte es ihm, besser an Bäumen zu überleben, die durch industrielle Verschmutzung dunkel gefärbt worden waren. Jede Beobachtung in der Biologie wird durch die Evolutionstheorie vereint. Diese Theorie untermauert jeden Aspekt des Lebens.

Belege der Evolution Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Belege der Evolution kannst du es wiederholen und üben.

  • Nenne Belege für die Evolution.

    Tipps

    Drei Antworten sind korrekt.

    Lösung

    Als Darwin seine Theorie der Evolution durch natürliche Selektion vorlegte, war das eine Revolution. In den letzten 150 Jahren seit damals, haben alle Bereiche der Biologie Belege für die Theorie der Evolution durch natürliche Selektion beigesteuert, wobei sich drei sehr unterschiedliche Arten von Beweisen ausmachen lassen:

    • Fossilien
    • Ähnlichkeiten zwischen Arten
    • Beobachtbare Anpassungen

  • Beschreibe die Anpassung des Birkenspanners als Reaktion auf einen Umwelteinfluss.

    Tipps

    Zwei Begriffe bleiben übrig.

    Die Bilder bei den Texten helfen dir. Überlege, welche Farbe eine bessere Tarnung darstellt.

    Lösung

    Der Birkenspanner ist ein prominentes Beispiel für die natürliche Selektion.

    Durch eine zufällige Mutation, die die Bildung des Farbstoffs Melanin bewirkt, waren die dunkel gefärbten Birkenspanner lange Zeit im Nachteil und seltener anzutreffen als die weißen Birkenspanner. Durch die Veränderung der Umweltbedingungen veränderten sich auch die Lebensbedingungen der Birkenspanner. Jetzt waren die dunklen Birkenspanner besser angepasst und konnten sich häufiger fortpflanzen als die weißen Birkenspanner. Da Mutationen spontan und zufällig entstehen, hat der helle Birkenspanner nicht die Möglichkeit, sich dunkel zu verfärben.

  • Charakterisiere die dargestellten Brückentiere.

    Tipps
    Lösung

    Der Archaeopteryx ist bereits ausgestorben. Der Urvogel ist das erste Brückentier, das gefunden wurde, und zeigt Merkmale der Reptilien und Vögel. Damit gilt er als ein Beleg dafür, dass Vögel aus Reptilien entstanden sind.

    Auch der Ichthyostega zählt zu den fossilen Brückentieren und weist sowohl Merkmale der Wirbeltierklasse der Fische als auch welche der Amphibien auf.

    Das Schnabeltier lebt im Gegensatz zu den anderen aufgezählten Brückentieren noch heute und zählt somit zu den rezenten Brückentieren. Es weist Merkmale von Reptilien, Säugetieren und auch Vögeln auf, zählt aber zu den Säugetieren, weil es seine Jungen säugt.

  • Entscheide, ob das Merkmal analog oder homolog ist.

    Tipps

    Merkmale, die sich unabhängig voneinander entwickeln, nennt man analoge Merkmale.

    Lösung

    Ähnliche Merkmale, die sich aufgrund ähnlicher Umweltbedingungen entwickeln, werden analoge Merkmale genannt. Dazu gehören z. B. die Stromlinienform oder die Grabbeine von Maulwurf und Maulwurfsgrille.

    Homologe Merkmale haben einen gemeinsamen Ursprung.
    Der Vergleich des Aufbaus der Vordergliedmaßen verschiedener Wirbeltiere ist in der Biologie das Paradebeispiel für Homologie. Homologie liegt dann vor, wenn die grundsätzlichen Übereinstimmungen im Aufbau von Strukturen evolutionären Ursprungs sind.

  • Stelle die stammesgeschichtliche Entwicklung der Wirbeltierklassen dar.

    Tipps

    Frösche gehören zu den Amphibien.

    Lösung

    Alle genannten Gruppen gehören zu den Wirbeltieren, welche alle eine Wirbelsäule besitzen.

    Im Laufe der Evolution gingen aus den Fischen, die ersten Landwirbeltiere hervor, die zu den Amphibien gehörten.

    Später entstanden die Reptilien und danach die Vögel und Säugetiere.

  • Erläutere die molekularen Methoden zur Erstellung eines Stammbaums.

    Tipps

    Veränderungen in der DNA treten mit etwa der gleichen Häufigkeit auf.

    Eine Veränderung des Erbguts (DNA) wird auch Mutation genannt.

    Vier der Aussagen sind korrekt.

    Lösung

    Im Laufe der Evolution ändert sich das Erbgut der Lebewesen ständig durch zufällige Mutationen. Daher sprechen ähnliche DNA- und Proteinsequenzen für einen hohen Verwandtschaftsgrad. Auch Aussagen über den Zeitpunkt der Abspaltung einer Gruppe in einem Stammbaum sind möglich:
    Die Veränderungen in der DNA, also die Mutationen, treten ungefähr mit der gleichen Häufigkeit auf. Dadurch kann man sagen, wann die Abspaltung einer Gruppe geschah und wann der letzte gemeinsame Vorfahre gelebt hat.