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Lebende Fossilien

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Bio-Team
Lebende Fossilien
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Grundlagen zum Thema Lebende Fossilien

Inhalt

Lebende Fossilien – Biologie

Bestimmt kennst du Fossilien als versteinerte Überreste und Spuren von Pflanzen und Tieren aus längst vergangener Zeit. Aber wusstest du schon, dass es auch lebende Fossilien gibt, die auch noch in der heutigen Zeit existieren? Der Unterschied ist, dass die lebenden Fossilien allerdings nichts mit den versteinerten Überresten und Spuren zu tun haben, an die man bei Fossilien zunächst denkt.

Was versteht man unter einem lebenden Fossil? Wie sind lebende Fossilien aufgebaut? Wie sind sie entstanden und wo kommen sie her? In diesem Text erhältst du Antworten auf diese und viele weitere Fragen, wie z. B. welches Tier zu den lebenden Fossilien gehört und warum lebende Fossilien existieren.

Was ist ein lebendes Fossil?

Etwas als lebendes Fossil zu bezeichnen, ist eigentlich ein Widerspruch, da ein Fossil gar nicht leben kann. Lebende Fossilien sind per Definition Tiere und Pflanzen, die sich in ihrer Gestalt in einem sehr langen Zeitraum kaum verändert bzw. weiterentwickelt haben. Sie werden auch als Dauerformen bezeichnet.

Vorteile lebender Fossilien

In ihrem Körperbau unterscheiden sich lebende Fossilien also kaum von ihren Vorfahren. So spiegeln sie die Merkmale aus lange zurückliegenden Evolutionsstadien wider und wurden scheinbar konserviert. Durch lebende Fossilien kann man z. B. im Hinblick auf das Aussehen, auf die Lebensweise oder auch den Lebensraum der bereits verstorbenen Vorfahren Rückschlüsse ziehen.

Vorkommen lebender Fossilien

Lebende Fossilien findet man in isolierten Lebensräumen, in denen sich die Umweltbedingungen auch über viele Millionen Jahre kaum verändert haben. Bestimmte Anpassungen im Körperbau oder der Lebensweise an die damalige Zeit sind auch heute noch sinnvoll und sind daher erhalten geblieben. Zu den isolierten Lebensräumen zählen Inseln, die tropischen Regenwälder, aber auch die Tiefsee.

Beispiele für lebende Fossilien im Tierreich

Ein Beispiel für ein lebendes Fossil stellen die Quastenflosser dar. Durch ihre an Brust und Bauch befindlichen Flossen können sie sich am Meeresboden fortbewegen und sich an ihre Beute schleichen. Quastenflosser haben sich seit über 100 Millionen Jahren nicht verändert. Heutzutage findet man sie in den Gewässern Indonesiens.

Ein weiteres Beispiel sind die Brückenechsen. Auch sie sind lebende Fossilien, da sich unter anderem der Bauplan ihres Körpers seit ca. 140 Millionen Jahren kaum verändert hat. Das ist auch einer der Gründe dafür, weshalb Brückenechsen beliebte Forschungsobjekte der Evolutionsbiologie sind. Heute befindet sich ihr Lebensraum noch auf einigen Inseln vor der Küste Neuseelands.

Auch Pfeilschwanzkrebse, die seit 200 Millionen Jahren auf der Erde leben, zählen zu den lebenden Fossilien. Heute kommen sie nur noch in den Gewässern Amerikas und Südostasiens vor. Das Besondere an den Pfeilschwanzkrebsen ist, dass sie blaues Blut besitzen.

Wusstest du, dass auch Schildkröten und Krokodile lebende Fossilien sind? Auch sie unterscheiden sich von ihren Vorfahren vor Millionen Jahren kaum.

Abbildung von den lebenden Fossilien Pfeilschwanzkrebs, Quastenflosser und Brückenechse

Beispiele für lebende Fossilien im Pflanzenreich

Wie bereits erwähnt gibt es auch unter den Pflanzen einige lebende Fossilien. Vielleicht hast du ja schon einmal vom Ginkgo gehört. Diese Baumart gibt es seit 170 Millionen Jahren. Ginkgos sind im Südwesten Chinas beheimatet. Mittlerweile sind sie weltweit verbreitet. Ihre Blätter sind flächig wie Laubblätter ausgebildet, dennoch sind sie weder den Laub- noch Nadelbäumen zuzuordnen. Näher verwandt sind sie eher mit den Nadelbäumen, beide zählen zu den Nacktsamern – ein Hinweis auf die Ursprünglichkeit der Pflanze. Wusstest du, dass der Ginkgo eine Heilpflanze ist? Ihm wird nachgesagt, dass er das Gedächtnis positiv beeinflussen kann.

Auch Mammutbäume sind lebende Fossilien. Größtenteils findet man diese zwar in Nordamerika, aber auch in deutschen Parks sind sie ab und zu anzutreffen. Mammutbäume sind perfekt an ihre Umwelt angepasst. Eine besondere Fähigkeit ist, dass sie Waldbrände überleben können, doch viel wichtiger ist, dass sie diese sogar brauchen. Das liegt daran, dass sich ihre Zapfen erst nach der Einwirkung von Hitze, wie z. B. durch ein Feuer, öffnen. Erst dann werden nämlich die Samen freigegeben.

Lebende Fossilien – Zusammenfassung

Fassen wir noch einmal die wichtigsten Fakten zu lebenden Fossilien zusammen:

  • Lebende Fossilien sind urtümliche Lebewesen, die es noch heute auf der Erde gibt.
  • Lebende Fossilien gibt es sowohl in der Tier- als auch in der Pflanzenwelt.
  • Vergleicht man lebende Fossilien mit ihren Vorfahren, so wird man kaum Unterschiede feststellen können.
  • Man findet sie in isolierten Lebensräumen, in denen über viele Millionen Jahre hinweg die Umweltbedingungen gleich geblieben sind.
  • Mit ihren sehr ursprünglichen Merkmalen sind sie auch noch heute perfekt an ihren Lebensraum angepasst.

In diesem Video wird auf einfache Weise erklärt, was lebende Fossilien sind. Du wirst sehen, dass sich lebende Fossilien im Vergleich zu ihren evolutiven Vorfahren kaum in Körperbau und ihrer Lebensweise verändert haben und in ihren isolierten Lebensräumen bis heute überleben konnten. Außerdem wirst du viele interessante Beispiele für tierische und pflanzliche lebende Fossilien kennenlernen. Auch zum Thema lebende Fossilien in der Biologie gibt es interaktive Übungsaufgaben und ein Arbeitsblatt, mit denen du dein neu gewonnenes Wissen direkt testen kannst. Ein Referat zu dem Thema „lebende Fossilien“ sollte für dich danach kein Problem mehr darstellen.

Transkript Lebende Fossilien

Fossilien kennst du als Überreste und Spuren von Pflanzen und Tieren aus längst vergangener Zeit? Richtig! Aber gibt es auch lebende Fossilien? Die gibt es und zwar auch noch heute! Allerdings hat das nichts mit den Versteinerungen und Überresten zu tun, an die du als erstes denkst, wenn du den Begriff Fossilien hörst.

Was lebende Fossilien sind und wo sie vorkommen zeige ich dir jetzt anhand vieler interessanter Beispiele aus der Welt der Tiere und Pflanzen.

Begriffserklärung "lebendes Fossil"

Die Bezeichnung “lebendes Fossil” ist eigentlich ein Widerspruch in sich, denn ein Fossil kann gar nicht leben. Allerdings werden als lebende Fossilien Tiere und Pflanzen bezeichnet, die sich gestaltlich in einem sehr langen Zeitraum kaum verändert, also weiterentwickelt, haben. Sie werden deshalb auch als Dauerformen bezeichnet.

In ihrem Körperbau unterscheiden sie sich also kaum von ihren Vorfahren. Die Merkmale von lebenden Fossilien spiegeln also die Merkmale aus lange zurückliegenden Evolutionsstadien wider und wurden sozusagen konserviert. So kann man mithilfe dieser lebenden Fossilien auch Rückschlüsse auf das Aussehen, die Lebensweise und den Lebensraum der bereits ausgestorbenen Vorläufer ziehen.

Lebende Fossilien kannst du in isolierten Lebensräumen finden, in denen sich die Umweltbedingungen über viele Millionen Jahre kaum verändert haben. So waren bestimmte Anpassungen im Körperbau und in der Lebensweise damals wie auch heute sinnvoll und blieben erhalten. Solche isolierten Lebensräume sind Inseln, die tropischen Regenwälder oder auch die Tiefsee.

Tierische lebende Fossilien

Nun will ich dir aber endlich Beispiele für lebende Fossilien zeigen. Kennst du dieses Tier?

Das ist ein Quastenflosser und er ist ein lebendes Fossil. Quastenflosser haben sich seit 100 Mio. Jahren kaum verändert. Man findet sie heute in den Gewässern Indonesiens.

Die Vorfahren der Brückenechse lebten vor 140 Mio Jahren. Die Brückenechse kommt heute noch auf einigen Inseln vor der Küste Neuseelands vor und sie sieht wirklich so aus, als käme sie aus einer längst vergangenen Zeit, oder?

Ebenso der Pfleilschwanz-Krebs, der seit über 200 Mio. Jahren auf der Erde lebt. Heute lebt er nur noch in Gewässern Amerikas und Südostasiens. Auch Schildkröten und Krokodile zählt man zu den lebenden Fossilien, da auch sie sich kaum im Vergleich zu ihren Vorfahren vor Millionen Jahren unterscheiden.

Pflanzliche lebende Fossilien

Es gibt auch bei den Pflanzen lebende Fossilien. Wusstest du das?

Beispielsweise gibt es den Ginkgo-Baum seit 170 Mio. Jahren. In der Natur kommt er heute nur noch im Südwesten Chinas vor. Wenn du dir die Blätter dieses Baumes ansiehst, sehen diese auf den ersten Blick auch anders als die Blätter anderer typischer Laubbäume aus, oder?

Obwohl sie flächig wie Laubblätter ausgebildet sind, tragen sie Merkmale von den Nadelblättern der Nadelbäume. Auch dies verdeutlicht die Ursprünglichkeit dieser Pflanze.

Auch die Mammutbäume, die du in Nordamerika aber ab und zu auch bei uns in Parks findest, sind lebende Fossilien. Sie sind perfekt an ihre Umwelt angepasst. Waldbrände können sie nicht nur überleben, sie brauchen diese sogar. Ihre Zapfen öffnen sich nähmlich erst nach großer Hitzeeinwirkung, z.B. durch ein Feuer. Erst dann werden die Samen freigegeben.

Zusammenfassung

Jetzt weißt du, dass es neben den Überreste und Spuren von ausgestorbenen Lebewesen auch noch “lebende Fossilien” gibt. Lebende Fossilien sind urtümliche Lebewesen, die es noch heute auf der Erde gibt. Sie haben sich kaum verändert und sind mit ihren sehr ursprüngliche Merkmalen auch heute noch perfekt an ihren Lebensraum angepasst.

Sie sind lebende Relikte vergangener Zeiten. Als Beispiele für lebende Fossilien hast du den Quastenflosser, die Brückenechse, den Pfeilschwanzkrebs, den Ginko- und den Mammutbaum kennengelernt. Und wenn du das nächste Mal ein Krokodil oder eine Schildkröte betrachtest, fällt dir sicher ein, dass auch sie zu den lebenden Fossilien gezählt werden. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

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Lebende Fossilien Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Lebende Fossilien kannst du es wiederholen und üben.
  • Definiere den Begriff lebende Fossilien.

    Tipps

    Bei lebenden Fossilien kann es sich um Tiere oder Pflanzen handeln.

    Lösung

    „Lebende Fossilien? Das ist ein Widerspruch in sich!“
    Mit diesem Einspruch hast du nicht ganz Unrecht. Schließlich hast du ja gelernt, dass es sich bei Fossilien um Überbleibsel von Pflanzen oder Tieren handelt, die meist vor langer Zeit ausgestorben sind. Lebendig sind die bestimmt nicht mehr.
    Was hat es also mit lebenden Fossilien auf sich? Hierbei handelt es sich um Pflanzen und Tiere, deren Bauplan sich über eine sehr lange Zeit nicht verändert hat. Unter Bauplan ist hier das Skelett bzw. der Pflanzenaufbau zu verstehen. Sie sehen quasi noch genauso aus wie vor Tausenden von Jahren. Diese Organismen erscheinen uns heute oft etwas merkwürdig oder ungewohnt, da sie sich so lange nicht verändert haben. Viele andere Tierarten haben sich im Laufe der Evolution weiterentwickelt und ihre Gestalt verändert.

  • Gib an, wo lebende Fossilien in der Regel vorkommen.

    Tipps

    Weit unter der Erdoberfläche ist kein Leben mehr möglich. Nur die oberste Erdschicht ist bewohnbar.

    Lösung

    Damit bestimmte Arten über eine ungewöhnlich lange Zeit unverändert überleben können, muss ihr Lebensraum bestimmte Anforderungen erfüllen:

    • Der Lebensraum darf sich im Laufe der Zeit kaum verändert haben. Ansonsten wäre die Art ausgestorben oder hätte sich den veränderten Lebensbedingungen angepasst und auch verändert.
    • Auch fehlende Konkurrenz oder Fressfeinde führen dazu, dass eine Art unverändert langfristig überleben kann.
    • Ein von der Umgebung isolierter Lebensraum verstärkt diese Faktoren nochmals.
    Konkurrenz, ein unsteter Lebensraum und vielfältige Interaktionen mit anderen Arten sind Faktoren, die die Veränderung von Arten fordern und beschleunigen. In einem isolierten Lebensraum sind diese Faktoren stark minimiert bis nicht vorhanden. Nur dann können Arten über einen so langen Zeitraum unverändert bestehen, dass man sie heute als lebende Fossilien beschreibt.

  • Beschreibe Beispiele für lebende Fossilien.

    Tipps

    rezent von lateinisch recens = kürzlich, soeben
    Als rezente Arten werden in der Biologie all diejenigen beschrieben, die noch leben oder vor kurzem ausgestorben sind. Unter kürzlich ausgestorben fallen alle, die erst während der geologischen Gegenwart, dem Holozän, ausgestorben sind. Es begann vor etwa 12 000 Jahren.

    Lösung

    Lebende Fossilien erkennt man oft an ihrem Äußeren: sie sehen für uns altertümlich und oft etwas merkwürdig aus.
    Der Quastenflosser ist ein gutes Beispiel dafür. Seine mit pinselförmigen Ausbildungen versehenen Flossen und der für Fische untypische Körperbau sind ungewohnt für uns. Die Art und Weise, wie der Quastenflosser seine Flossen bewegt, ist so etwas wie eine Frühform des Gehens. Der rezente Quastenflosser bewegt sich zwar nur im Wasser, aber es kann durchaus fossile Arten gegeben haben, die teilweise auch an Land gelebt haben.

    Die Brückenechse unterscheidet sich nicht nur durch ihren Schädelbau von den restlichen Reptilien. Die meisten Reptilien verringern ihre Aktivität bei kühleren Temperaturen. Die Brückenechse ist da wesentlich toleranter. Ihre Wohlfühltemperatur liegt bei 10 bis 12 °C, und nicht zwischen 25 bis 40 °C wie bei den meisten Reptilien.

    Der Pfeilschwanzkrebs sieht niemandem so richtig ähnlich. Auch ein gutes Zeichen dafür, dass es sich um ein lebendes Fossil handelt. Die Tiergruppe, die den Pfeilschwanzkrebsen am nächsten steht, sind die Spinnentiere. Die rezenten Vertreter der Pfeilschwanzkrebse leben ausschließlich im Wasser.

    Der Ginkgo und der Mammutbaum sind lebende Fossilien aus dem Pflanzenreich. Auch sie sind nicht wirklich mit anderen Pflanzen bzw. Bäumen zu vergleichen. Der Ginkgo ist sehr gut an seinen außergewöhnlichen Blättern zu erkennen, während der Mammutbaum enorme Höhen und Stammdurchmesser erreichen kann.

  • Prüfe, ob es sich um ein lebendes Fossil handelt.

    Tipps

    Die Farne werden als Schwestergruppe der heute vorherrschenden Samenpflanzen betrachtet. Man geht davon aus, dass sie älter sind als die ersten Samenpflanzen. Viele damalige Vertreter der Farne sind heute ausgestorben.

    Die dicken Blätter der Aloe Vera dienen der Wasserspeicherung. Diese Strategie ist in tropischen Regionen sehr häufig.

    Die Mondfische sind eine vergleichsweise junge Fischart. Erste fossile Nachweise sind nur ca. 50 Millionen Jahre alt.

    Lösung

    Na, hast du es herausgefunden? Tatsächlich handelt es sich beim Schnabeltier und beim Schachtelhalm um lebende Fossilien.

    Das Schnabeltier gehört zu den sogenannten Kloakentieren. Das ist eine ursprüngliche Gruppe innerhalb der Säugetiere, die ihre Jungen zwar schon säugt, aber noch Eier legt, so wie alle Wirbeltiere, die sich vor den Säugetieren entwickelt haben (Amphibien, Reptilien, Vögel). Das Eierlegen ist also ein ursprüngliches Merkmal, das bei den Kloakentieren erhalten blieb. Alle anderen Säugetiere haben sich im Laufe der Evolution verändert und gehören zu den Lebendgebärenden.
    Der Schachtelhalm gehört zu den Farnen. Die Gruppe der Farne entstand vermutlich vor den heute vorherrschenden Samenpflanzen. Es gibt fossile Belege, die zeigen, dass es bereits vor etwa 375 Millionen Jahre Pflanzen gab, die dem heutigen Schachtelhalm stark ähneln. Die Schachtelhalme haben sich also seit sehr langer Zeit kaum verändert.

    Der Mondfisch mag etwas seltsam aussehen, aber tatsächlich handelt es sich um eine vergleichsweise junge Fischart. Die ältesten fossilen Nachweise dieser Fische sind etwa 50 Millionen Jahre alt. Trotzdem sind Mondfische faszinierende Produkte der Evolution.
    Die Aloe vera ist ebenfalls kein lebendes Fossil. Vielleicht ist sie dir aus deinem Alltag bekannt. Sie ist ein beliebtes Produkt der Kosmetikindustrie. Das Aussehen der Aloe hat nichts Altertümliches. Die dickfleischigen Blätter sind typisch für Pflanzen in tropischen oder subtropischen Gebieten. Sie dienen zur Wasserspeicherung.

  • Vergleiche Fossilien mit lebenden Fossilien.

    Tipps

    Auf dem Bild siehst du ein Fossil. Hier handelt es sich um einen fossilierten Abdruck eines Fisches. Fossilien sind in der Regel versteinerte Spuren oder Abdrücke oder irgendwie anders konservierte Überreste von gestorbenen Tieren oder Pflanzen.

    Lebende Fossilien konnten nur so lange überlegen, weil sie perfekt an ihren Lebensraum angepasst sind. Deswegen mussten sie sich kaum verändern.

    Lösung

    Auch wenn die Namen eine ähnliche Bedeutung vermuten lassen, unterscheiden sich Fossilien und lebende Fossilien sehr stark voneinander.

    Bei Fossilien handelt es sich um Abdrücke, Spuren oder Überreste längst ausgestorbener Tier- oder Pflanzenarten. Es sind somit Zeugnisse vergangener Erdzeitalter, die uns viel über die Vergangenheit unseres Planeten verraten können.

    Lebende Fossilien hingegen existieren auch heute noch. Es handelt sich um Tiere oder Pflanzen, die auch heute noch leben, aber sich während des letzten Erdzeitalters kaum verändert haben. Sie ähneln ihren ausgestorbenen, teils fossilisierten Vorfahren noch sehr stark. Allerdings hat sich im Laufe der Zeit ihr Verbreitungsgebiet verkleinert, sodass sie heutzutage nur noch an sehr wenigen Orten vorkommen. Beispiele, die du kennen gelernt hast, sind der Quastenflosser, die Brückenechse, der Pfeilschwanzkrebs, der Ginkgo und der Mammutbaum.

  • Untersuche, ob es sich um ursprüngliche oder erworbende Merkmale handelt.

    Tipps

    heterodont von griechisch hetero = verschieden und dont = Zahn
    Ein heterodontes Gebiss besteht aus verschiedenen Zahntypen, dem gegenüber steht die Homodontie.

    Lösung

    Wir schauen uns zuerst die ursprünglichen Merkmale an.

    • Vierfüßigkeit ist ein ursprüngliches Merkmal, da es bei allen Gruppen der Landwirbeltiere zu finden ist. Es ist auch ein gutes Beispiel dafür, dass ursprüngliche Merkmale im Laufe der Evolution verloren gehen können. Denn es gibt in jeder Gruppe der Landwirbeltiere Arten, die nicht vierfüßig sind: Amphibien - Schleichenlurche, Reptilien - Schlangen, alle Vögel, Säugetiere - Mensch.
    • Lunge: Auch hierbei handelt es sich um ein ursprüngliches Merkmal. Selbst im Wasser lebende Landwirbeltiere haben die Lunge behalten. Ausnahme sind nur die Larven der Amphibien, die im Wasser geboren werden, während ihrer Entwicklung die Kiemen zurückbilden und eine Lunge entwickeln.
    • Wirbelsäule: Die Wirbelsäule ist ebenfalls ein ursprüngliches Merkmal, das die Landwirbeltiere mit allen Wirbeltieren gemeinsam haben.
    Nun zu den abgeleiteten Merkmalen:
    • Fell: Fell bzw. Haare treten erstmals bei den Ursäugetieren auf und stellen damit ein abgeleitetes Merkmal dar. Auch dieses Merkmal ist im Laufe der Evolution bei einigen Arten wieder verloren gegangen. Wir selbst sind auch ein Beispiel dafür: Besitzen wir zwar noch eine Kopf- und auch eine leichte Körperbehaarung, kann man bei weitem nicht mehr von Fell sprechen.
    • heterodontes Gebiss: Der Begriff Heterodontie beschreibt die Zusammensetzung des Gebisses. Säugetiere haben ein Gebiss, das auch verschiedenen Zahntypen besteht: Schneidezähnen, Eckzähnen und Backenzähnen. Typisch für Säugetiere ist auch ein Zahnwechsel. Er ist aber nicht bei allen Arten zu finden.
    • Zwerchfell: Auch das Zwerchfell ist ein abgeleitetes Merkmal. Es handelt sich hierbei um eine Muskel-Sehnen-Platte, die Bauch- und Brustraum voneinander trennt. Das Zwerchfell ist der wichtigste Atemmuskel.
    • Säugen: Hierbei handelt es sich um die namensgebende Fähigkeit der Säugetiere und somit klar um ein abgeleitetes Merkmal. Ein weiteres Merkmal der Säugetiere ist die Viviparie (von lat. viviparus = lebendgebärend). Allerdings trifft dieses Merkmal nur auf die Beuteltiere und die Plazentatiere zu. Die ebenfalls zu den Säugetieren gehörenden Kloakentiere legen noch Eier (erinnere dich an das Schnabeltier).
    • Gaumen: Erst bei den Säugetieren bildet sich der Gaumen aus. Er steht in enger Verbindung zum Säugen der Jungen. Erst durch den Gaumen ist es möglich, gleichzeitig zu trinken und zu atmen, da die Nasenhöhle von der Mundhöhle getrennt wird. Menschen verlieren diese Fähigkeit im Laufe ihrer Kindheit, da sie nur während des Säuglingsalters nötig ist.

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