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Darwin und die Entstehung der Arten – Es war einmal Forscher und Erfinder (Folge 15) 25:37 min

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Transkript Darwin und die Entstehung der Arten – Es war einmal Forscher und Erfinder (Folge 15)

Mister Darwin glaubt also nicht den Worten der Heiligen Schrift, dass Adam und Eva die ersten Vorfahren aller Menschen sind. Sondern er behauptet, der Mensch stamme ab, ja der Mensch stamme ab vom Affen. In diesem Falle würde ich gern von Mister Darwin wissen, ob sein Großvater auch vom Affen abstammt und seine Großmutter auch. Darwin hatte ein berühmtes Buch veröffentlicht über die Entstehung der Arten durch die natürliche Selektion. Das war im Jahre 1859 und ein Riesenskandal. Wir Leute von heute wissen natürlich, dass sich die Lebewesen im Verlauf von Jahrtausenden, von Jahrmillionen entwickelt haben, aber damals. Sieh mal, ich bin eine ziemlich weiterentwickelte Art. Du bist immer noch ein Affe. Affe, du Affe! Darwin hat unsere Sicht der Welt total verändert. Und doch hatte er zunächst gar nichts von einem Revolutionär, als er noch sehr jung war. Unsere berühmten Vorgänger haben gezeigt, dass das menschliche Herz das Blut durch den Körper pumpt. Was haben Sie denn, junger Freund? Ist Ihnen wohl oder übel? Mister Darwin, was machen Sie denn da? Ich fange meine Insekten, Herr Professor. Ich habe sie mit dem Professor für Naturgeschichte, Mister Henslow gesammelt. Und was machen diese Insekten in einer Anatomievorlesung? Ich frage mich manchmal, Mister Darwin, ob sie für die Medizin wirklich geschaffen sind. Das frage ich mich manchmal auch, Herr Professor.Professor Ist Ihnen an diesem Insekt etwas Besonderes aufgefallen? Ich glaube ja, Professor Henslow. Sehen Sie mal: Genau neben den Hinterbeinen befindet sich eine kleine Öffnung. Wenn der Käfer angegriffen wird, spritzt er dort eine Flüssigkeit heraus, um sich zu verteidigen. Ein ganz schön scharfes Zeug, was? In der Tat, doppelt scharf. Das haben Sie gut beobachtet. Sehen Sie dort drüben, da gibt es eine besondere Pflanze, eine sehr interessante Grassorte. Würden Sie mir bitte mal etwas davon holen? Aber natürlich! Mir war sowieso zu heiß. Das ist sehr gut. Vielen Dank. Aber Sie sollten sich einmal ein paar Geologievorlesungen anhören, damit Sie ein bisschen besser wissen, wie der Boden beschaffen ist, auf den Sie sich vorwagen. Ich bin Reverend Sedgwick, Professor für Geologie. Die Geologie ist die Wissenschaft von der Erde, die vor 6024 Jahren erschaffen wurde. Woher kennt man denn das genaue Datum, Herr Professor? Warum muss der Idiot immer so idiotische Fragen stellen? Es steht in der Bibel, junger Mann. Haben Sie nicht die Schöpfungsgeschichte gelesen? Selbstredend, Herr Professor. Aber das Datum der Entstehung der Erde stand nicht dabei. Das Datum leitet sich natürlich aus den, in der Bibel erzählten, Ereignissen ab. Sollten wir uns etwa nicht an die Heilige Schrift halten? Ja doch, Sie haben Recht, Herr Professor. Was ist mit dir los, Charles? Willst du nicht Arzt werden, wie ich? Ich glaube mir fehlt dazu die richtige Berufung. Schade, dann studiere doch Jura, oder vielleicht Theologie. Von mir aus kannst du auch Pfarrer werden. Das ist ein sehr ehrenwerter Beruf. Wir sprechen nach den Ferien noch einmal darüber. Hüah! Du heiße Stute, schneller! Da ist er ja, Charles! Hallo, Professor Henslow! Na, das ist ja eine Überraschung, Sie hier zu sehen. Ich bin extra hierhergekommen, weil ich eine großartige Nachricht für Sie habe.Frau: Noch ein Tee mit Milch? Oh, vielen Dank! Passen Sie auf. Die Marine Ihrer Majestät schickt ein Schiff nach Südamerika, um die Küste zu vermessen und eine Karte zu erstellen. Und Kapitän FitzRoy hätte gern einen Naturforscher an Bord. Er soll die Pflanzen und die Tiere dieser Gegend untersuchen. Da habe ich sofort an Sie gedacht. Aber glauben Sie wirklich, dass ich dazu fähig bin? Und ich weiß nicht, ob mein Vater damit einverstanden ist. Gehen Sie doch mal bei Kapitän FitzRoy vorbei. Er sticht im September von Plymouth aus in See.Charles Darwin: Ja, aber… Diese Reise ist heller Wahnsinn, Charles. Du solltest dein Studium beenden und heiraten. Ich kann dir zwar nicht verbieten, zu fahren. Aber denke doch mal an die viele, verlorene Zeit. Vater, ich werde darüber nachdenken. Kapitän FitzRoy, ich bin Charles Darwin. Wie komme ich in das verdammte Ding rein? Nein, so geht das nicht. Das ist doch kein Bett. Das ist eine Hängematte. Ich mache es Ihnen vor. So geht das.Charles Darwin: Na dann wollen wir mal. Und, Hepp! Na, dann wünsche ich eine gute Nacht. Eine Landratte! Ich wette, der muss gleich die Fische füttern. Wird es jetzt besser? Ach, ja! Mister Darwin, schnell! Was ist denn? Da hinten am Achterdeck, da ist ein Grampus, ein sehr seltenes, im Meer lebendes, Säugetier. Kommen Sie schnell. Ein Grampus! Ja! Ich habe noch in meinem Leben einen Grampus gesehen. Na, was ist? Wo ist denn nun dieser Grampus? Angeschmiert und reingefallen. Wir wollten mal sehen, wie schnell du laufen kannst. Rio de Janeiro. Ich muss wieder zurück, denn ich habe noch ein paar Dinge zu erledigen. Aber Sie können noch hierbleiben. Wie wäre es mit einer Expedition ins Landesinnere? Ah, was für ein wunderbarer Schmetterling. Mal sehen, ob ich den kriege. Ich habe ihn. Ich habe ihn. Aua! Mama, Hilfe, man will mich auffressen. Aber da kommt ja ein Vampir. Ein sehr interessantes Tier. Eine Mischung zwischen Schlange und Eidechse. Ob sich das Tier irgendwie weiterentwickelt hat? Werft den Anker. Na endlich. Willkommen, Kapitän. Wir haben eine Revolte in Montevideo. Könnten Sie uns helfen, die Zivilbevölkerung zu schützen? Na klar! Ich lasse noch ein paar Leute mehr kommen. Passt gut auf! Sie haben die Straßen verbarrikadiert und sie haben viele Kanonen. Los, los, los, vorwärts! Los, vorwärts! Höre mal zu, Rodriguez! So kann das doch nicht weitergehen. Lass uns lieber reden. Was hältst du davon? Schweigen ist Silber. Reden ist Gold. Komm, ich habe Tequila kaltgestellt. Macht euch keine Sorgen. Es ist alles in Ordnung. Das sind aber merkwürdige Sitten. So ist das nun Mal. Sie sind ein bisschen anders, als wir Briten. Alle Achtung, Kompliment mein Freund, Sie haben ganz schön tapfer gekämpft für einen Naturforscher. Sie behalten besser Ihre Waffe, wenn Sie ins Landesinnere gehen. Man kann ja nie wissen. Ein seltsames Tier. Ein erwachsenes Faultier. Und vor Menschen hat es überhaupt keine Angst. Sieht aus wie ein Schutzpanzer. Was ist denn das? Das sehen wir uns mal an. Das gleiche Tier, aber dreimal größer. Wir werden die Reste mitnehmen. Aber Eines ist seltsam. Man könnte fast annehmen, mit der Zeit hat sich die Art verändert und sei kleiner geworden. Und ich habe immer geglaubt, so etwas sei gar nicht möglich. Na sowas, Eingeborene auf Feuerland. Werft den Anker! Sind das etwa Überlebende der Sintflut? Ich habe da so meine Zweifel. Ist denn das möglich? Aber Sie zweifeln doch etwa nicht an den Worten der Heiligen Schrift? Wie bitte? Hör auf! Sehen Sie, sieht aus wie ein Vogelstrauß, aber doch ganz anders. Er ist kleiner und hat nur drei Zehen. Und am Hals und am Kopf sind Federn. Wenn ich mir das alles nur erklären könnte? Oh nein, seid ihr verrückt geworden? Was habt ihr denn da gemacht? Ein kleines Geschenk, Mister Darwin. Wir haben den Kopf und die Beine für Ihre Forschung übriggelassen. Frohe Weihnachten, Freunde! Ich kann euch zwar keine gebratene Gans anbieten, aber wir haben doch diesen wunderbaren, gebratenen Vogel. Wie war noch gleich sein Name? Ein Rhea. Ah, ja, ein Rhea. Wir werden ihn Ihnen zu Ehren Rhea darwini nennen. Und jetzt danken wir unserem Herrn. Vater unser, wir danken dir für diesen wunderbaren Weihnachts-Rhea. Oh, ist das kalt. Das sieht ja wirklich toll aus. Ja, aber die Magellan-Straße ist eine gefährliche Stelle. Sehen Sie mal da drüben. Halten Sie sich gut fest, Darwin. Sehen Sie mal da vorne: Wale. Die größten Säugetiere der Welt. Fantastisch! Das machst du hervorragend, Syms. Du kennst dich ja schon sehr gut aus. Gehen Sie auf Nord-Nordost. Ai, ai, Sir! Nord-Nordost. Wo fahren wir eigentlich hin? Wir verlassen die Küste und fahren in Richtung Galapagos-Inseln. Das ist eine kleine, nicht sehr interessante Inselgruppe, die wir aber auf unseren Karten verzeichnen müssen. Aber immerhin gibt es auf diesen Inseln einen Gouverneur. Hau weg, hau weg. Ruder halt! Das ist doch nicht möglich. Was soll denn das? Das sind ja ganz unangenehme Kreaturen. Gehen wir zurück und besuchen wir den Gouverneur. Dort wo er wohnt, ist es sicher viel angenehmer. Gehen Sie schon vor und holen Sie uns in zwei, oder besser drei Tagen wieder ab. Ich werde diese merkwürdigen Tiere ein bisschen näher untersuchen. Auf Wiedersehen! Na los, komm mit! Wir gehen ein bisschen Jagen und Sammeln. Ist das heiß. Was ist denn das? Wir befinden uns mitten in der Vorgeschichte, vielleicht an den Anfängen des Lebens. Oh, das ist ja nicht zu fassen. Sind das ein paar Drachenzähne? Haben die sich verlaufen? Und tschüss. Die Drachen fliegen ja gar nicht. Das sind also eigentlich Landtiere. Denn sie wollen immer wieder auf das Land zurück. Aber sie können schwimmen, wie Fische. Ob sie vielleicht doch aus dem Meer kommen? Was kraucht ihr hier so herum? Ich habe einen riesigen Seelöwen gesehen. Das ist ein Löwe, der im Meer lebt. Hallo, hallo! Wachen Sie auf, Mister Darwin. Ich habe eine tolle Neuigkeit. Der Gouverneur lädt uns zum Tee ein. Was für eine große Freude, Landsleute hier zu treffen. A nice cup of tea, indeed. Merkwürdig, diese Finken sehen sich alle sehr ähnlich, aber sie haben verschiedene Schnäbel. Weil sie von ganz verschiedenen Inseln kommen. Seltsam, seltsam. Das muss ich mir näher ansehen. Wir werden hierbleiben und auf die Finken warten. Ah, sieh doch mal. Die fressen nur kleine Insekten und Raupen. Die haben einen ganz schmalen Schnabel. Komm, das sehen wir uns mal aus der Nähe an. Sie haben alle verschiedene Schnäbel. Jeweils angepasst an ihre Ernährung. Aber das ist doch ganz klar: Der liebe Gott hat eben an alles gedacht. Also los jetzt, es ist Zeit in See zu stechen. Hoch! Zieh! Gut so! Vorsicht! Hüa! Ah, da sind sie ja! Jetzt mal halblang. Du wolltest zwei Jahre wegfahren und kommst hier nach fünf wieder. Wenn ich an die viele verlorene Zeit denke. Kannst du mir einen Gefallen tun und diesen Bart abrasieren? Ich muss schon sagen, meine Teuerste, diese Party ist wirklich super. Wir sollten eine Schneise in das Buffet schlagen. Hallo, erkennen Sie mich denn nicht mehr, werter Cousin? Tja, also, Janice, nicht wahr? Nein, aber Sie dürfen weiterraten. Ah, Susan, meine Cousine Susan aus Shrewsbury. Nein. Wieder daneben. Aber auch ich war damals sehr jung, als Sie rübergefahren sind. Emma, Emma Wedgwood, wie das Porzellan. Wie konnte ich das vergessen. Sie haben sich ja gar nicht verändert. Sollten wir nicht ein bisschen im Garten lustwandeln? Es ist ziemlich heiß hier, finden Sie nicht auch? Oh, Charles, erzählen Sie mir ein bisschen von Ihrer Reise. Von all den wilden Tieren, die sie gesehen haben, von den Gorillas. Ach, was. In Amerika gibt es doch keine Gorillas. Dann erzählen Sie eben von den Löwen. Die gibt es auch nicht. Was gibt es denn dann? Naja, Gürteltiere, Faultiere, Seeelefanten, Echsen, den Condor, Riesenschlangen und.Emma. Was haben Sie denn, Verehrteste? Mache ich Ihnen Angst? Nein, nein, aber da ist so ein komisches Tier. Wie denn, wo denn? Unten an meinem Knöchel. Zeigen! Ich kann Ihnen doch nicht meinen Knöchel zeigen. Was sollen denn dann die Leute denken? Dann wird Sie das Tier eben beißen. Dann muss ich sterben. Also gut, aber nur ein ganz kleines bisschen. Schauen Sie nach. Das fühlt sich gut an. Mein Knöchel? Aber Charles, das sollten Sie nicht tun. Ein Skarabäus. Es sieht aus wie ein Käfer. In der Tat. Ein Copris lunaris. Im Frühjahr sieht man ihn nur ganz selten. Hat er nicht ein wunderbar, rundes Pronotum? Und diese Flügeldecke, neun Rillen, keine mehr und keine weniger. Charles und Emma haben geheiratet und sich in einem hübschen Haus in der Nähe von London niedergelassen. Dort lebten sie viele Jahre und hatten zahlreiche Kinder. Mister Charles, Ihre Frau hat einen Sohn bekommen. Er wiegt sieben Pfund. Wie wunderbar! Sagen Sie meiner Frau, ich komme sofort. Eine Tochter, Mister Charles. Sie ist gesund. Wunderbar. Sagen Sie meiner Frau, ich komme sofort. Fleißig, fleißig. Insgesamt wurden es acht Kinder. Erstaunlich, denn Darwin saß 20 Jahre nur am Schreibtisch. Dort entwickelte er seine weltberühmte Evolutionstheorie. Liebe Emma, ich bin ein sehr nachlässiger Ehemann. Ach, Charles. Ich bin sehr glücklich mit Ihnen und ich weiß, dass Sie an einer sehr wichtigen Arbeit sitzen. Ich hoffe, Sie kommen gut damit voran. Ich glaube, ich nähere mich allmählich dem Ziel. Meine Evolutionstheorie ist fast fertig. Können Sie mir das nicht nochmal erklären? Haben Sie schon Mal eine Giraffe gesehen? Ja, natürlich, im Zoo. Die Giraffen leben in den unfruchtbarsten Gegenden Afrikas. Wenn es kein Gras mehr gibt, fressen die Giraffen die Blätter oben an den Bäumen, an die die anderen Tiere nicht mehr rankommen. Viele Naturforscher, so auch der Franzose Lamarck, glauben, dass sie ihren Hals immer mehr recken müssen und ihre Jungen deswegen auch so lange Hälse haben. Aber diese Schlussfolgerung ist völlig falsch. Es gibt bei den Tieren, ebenso wie bei den Menschen, Unterschiede. Und wenn es kein Gras mehr gibt, kommt die Giraffe mit dem längeren Hals besser an die Blätter heran, als die mit dem kürzeren. Deswegen überlebt sie, gibt die Eigenschaft an ihre Jungen weiter und heute gibt es nur noch Giraffen mit langem Hals. Das nenne ich die natürliche Selektion. Ja, und wie ist es mit den Menschen? Offenbar gibt es die menschliche Art nicht von Anfang an. Und die Erde ist wesentlich älter, als die 6000 Jahre, die der Bischof von Ussher für richtig hält. Vielleicht hat sich der Mensch entwickelt, ausgehend von einer Art, wie dieser hier. Der sieht ja aus, wie ein Affe. Quatsch! Das ist keiner. Das ist das fehlende Bindeglied zwischen dem Menschen und dem Affen. Vorher kann es vielleicht einer gewesen sein. Sie haben hervorragende Arbeit geleistet. An der natürlichen Selektion kann kein intelligenter Mensch zweifeln. Sie müssen das veröffentlichen. Ja, sie haben Recht, mein Freund. Aber ich muss absolut sicher sein, bevor ich das veröffentliche. Ich höre immer noch, das Lachen in den Ohren, mit dem damals mein Vortrag bedacht wurde. Als ich zu bedenken gab, dass ein Eisbär, der mit weit offenem Mund schwimmt, im Laufe der Jahrhunderte vielleicht zum Wal wird. Charles, das war ein Fehler und Sie waren damals noch sehr jung. Alle machen solche Fehler. Die Anderen haben das doch längst vergessen. Ich nicht. Was hat damals der berühmte Conybeare über die Theorie von Lamarck gesagt? Er hat ihn vor aller Welt lächerlich gemacht. Und das müssen wir uns anhören, von diesem Witzbold, diesem französischen Wissenschaftler Lamarck, der solch verrückte Spekulationen anstellt. Mir dreht sich mein ganzes Gehirn um. Das ist eine Ohrfeige für die menschliche Vernunft. Und denken Sie an Ihren Kollegen, den Reverend Sedgwick, diesen Professor. Was hat er über die Arbeiten von Lamarck gesagt? Das sind Theorien eines kalten und irrationalen Materialismus. Ich hasse sie, denn für die Vorsehung des Schöpfers ist da kein Platz mehr. Was werden sie zu meinen Theorien sagen, wenn für alle die natürliche Selektion und die Evolution der Arten Gotteslästerung ist. Darwin zögerte, seine Theorie zu veröffentlichen. Doch ein anderer Naturforscher, Alfred Russel Wallace untersuchte hinterasiatische Tierarten. Ich habe beobachtet, dass die der Umwelt besser angepassten Tiere, eine größere Überlebenschance haben, als die anderen. Und das diese Eigenschaft an ihre Nachkommen vererbt wird. Die Entwicklung der Arten geschieht durch natürliche Selektion der besser Angepassten. Wallace hat das gleiche Prinzip der Evolution durch natürliche Selektion entdeckt, wie ich. Sie dürfen jetzt nicht mehr zögern. Sie müssen veröffentlichen. Aber mein Buch ist noch nicht fertig. Ich bin Geologe und habe Ihre Theorie im Zusammenhang mit unserem Wissen von der Entstehung der Erde überprüft und kann sie nur bestätigen. Na gut, ich werde veröffentlichen, aber nur den ersten der drei Bände, die ich schreiben will. Los, Leute, kauft die Zeitung! Der Naturforscher Darwin behauptet, der Mensch stamme vom Affen ab. Einfach sensationell. Hört euch das mal an, Leute. Anscheinend stammen wir alle vom Affen ab, das hat dieser Darwin gesagt. Halt, das ist meine Zeitung! Das ist Gotteslästerung, Sedgwick! Die Schöpfung als Werk unseres Herrn wird hier in Frage gestellt. Wir müssen etwas dagegen tun. Sehr wohl, Exzellenz, ich werde die Argumente dieses Darwins zerschmettern. Und zwar schnell. In ein paar Tagen findet in Oxford eine Versammlung statt. Verlassen Sie sich auf mich. Der Herr, unser Schöpfer, dieser große Architekt, hat zum Wohl der Menschen eine perfekte Welt geschaffen. Diese Theorien des Herrn Darwin sind Gotteslästerung und sie sind lächerlich. Die Erde wurde etwa vor 6000 Jahren erschaffen. Der Bischof von Ussher hat das nach der Bibel genau ausgerechnet. Und die Wissenschaft, diese Tochter der Heiligen Kirche, hat nicht das Recht, etwas Anderes zu behaupten. Huxley, Naturforscher, nehmen Sie zur Kenntnis, dass die Bibel in einfacher Art geschrieben wurde, für einfache Menschen. Ihre Sprache ist nicht die, der Wissenschaft. Galilei hat das schon bewiesen, als er, entgegen der Bibel, zeigte, dass die Erde sich um die Sonne dreht und nicht umgekehrt. Gut gesprochen, Huxley! Ich heiße Lyell und bin Geologe, Mitglied der königlichen Gesellschaft für Wissenschaft. Die Erde ist viele Millionen Jahre alt und nicht... Wir kennen alle Ihre Verdienste, Mister Leyl. Wenn der Mensch also vom Affen abstammt, dann möchte ich Herrn Darwin fragen, ob er über seinen Großvater oder seine Großmutter vom Affen abstammt. Und selbst wenn: man braucht sich schämen, vom Affen abzustammen, Mister Wilberforce. Aber es wäre sehr peinlich, einen Menschen zum Vorfahren zu haben, der sich aus zweifelhaften Motiven erlaubt, ein wissenschaftliches Gebiet, von dem er überhaupt nichts versteht, in den Dreck zu ziehen und dessen einzige Argumente, religiöse Vorurteile sind. Das war die erste Ausgabe von „Die Entstehung der Arten“. Ich habe alles verkauft. Nun kommt die Neuauflage und das wird ganz sicher auch ein Riesenerfolg.

3 Kommentare
  1. Es steht garnicht in der Bibel wann die Erde 🌍 geschaffen wurde.
    Wie war es möglich das dieses Datum aus den in der Bibel erzählten Ereignissen abgeleitet werden konnte
    Trotzdem gutes Video

    Von Franz K., vor etwa einem Jahr
  2. Sehr gutes Video.

    Von Con Hei, vor fast 2 Jahren
  3. 14:03

    Von Santhosh, vor fast 2 Jahren