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Lamarck – Theorie über die Veränderung der Arten

Die Evolutionstheorie von Lamarck besagt, dass Organismen sich aktiv an ihre Umwelt anpassen und erworbene Eigenschaften an ihre Nachkommen vererben. Seine berühmte These bezieht sich auf den Giraffenhals als Beispiel. Diese Theorie steht im Gegensatz zur heutigen Evolutionslehre nach Darwin. Bist du interessiert? Weitere Informationen findest du im folgenden Text!

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Lamarck – Theorie über die Veränderung der Arten
lernst du in der 9. Klasse - 10. Klasse - 11. Klasse - 12. Klasse

Lamarck – Theorie über die Veränderung der Arten Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Lamarck – Theorie über die Veränderung der Arten kannst du es wiederholen und üben.
  • Fasse die Thesen Lamarcks zusammen.

    Tipps

    Unter Merkmalsausprägung versteht man zum Beispiel die Länge eines Giraffenhalses.

    Lösung

    Lamarck war der erste Wissenschaftler, der an die Weiterentwicklung der Arten glaubte und wird somit als der Begründer der ersten Evolutionstheorie angesehen. Er setzte die Veränderlichkeit der Arten voraus. Anders als Darwin glaubte er jedoch, dass dies innerhalb nur einer Generation möglich sei.

  • Nenne Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Evolutionstheorien.

    Tipps

    Der Organgebrauch könnte bspw. das wiederholte Strecken eines Halses sein.

    Lösung

    Beide Theorien haben gemeinsam, dass

    • sie von einer Stammesentwicklung ausgehen
    • sich die Arten weiterentwickeln und diese Merkmale vererbt werden.
    Lamarck ging davon aus, dass sich die Arten durch einen inneren Drang aktiv an ihre Umwelt anpassen; zum Beispiel einen längeren Hals entwickeln, indem sie diesen immer wieder strecken (Organbeanspruchung).

    Hier besteht der wesentliche Unterschied zu Darwins Theorie: Während Lamarcks Theorie besagt, dass ein Merkmal wie ein längerer Giraffenhals aktiv erworben und an die Nachkommen weitergegeben wird, glaubte Darwin nicht, dass die Merkmale, welche in nur einer Generation erworben wurden, zu vererben seien. Er glaubte, dass ein Merkmal wie die Länge eines Giraffenhalses unveränderlich, also angeboren, sei.

    Die zufällige Variation dieser Merkmale innerhalb einer Art bedingen lediglich, wie oft sich ein Individuum fortpflanzen könne. Dies klingt zwar zuerst unlogisch, jedoch können beispielsweise Giraffen mit längerem Hals mehr fressen, da sie besser an die Baumwipfel herankommen.

    Dies bedeutet auch, dass diese langhalsigen Giraffen länger leben und sich öfter fortpflanzen können.

  • Erläutere die Funktionsweise der Darwinschen Evolutionstheorie.

    Tipps

    Man liegt zwar sehr passiv in der Sonne, dies ist aber dennoch nicht als passive Anpassung, sondern lediglich als phänotypische Anpassung zu bezeichnen. Solche Anpassungen haben keinen Einfluss auf das Erbgut.

    Lösung
    • Nach Charles Darwins Evolutionstheorie ist es nicht möglich, dass Merkmale, welche sich durch Umwelteinflüsse gebildet haben, an die nächste Generation zu vererben sind. Daher wird der Tintenfisch seine Fähigkeit, sich durch die Röhre zu zwängen, nicht vererben können. Dass er dazu in der Lage war, ist wohl am ehesten einem Lerneffekt zuzuschreiben. Dieses Wissen wird ebenfalls nicht vererbt.
    • Auch das hellhäutige Pärchen wird nach anderen Erklärungen für die dunkle Haut ihres Kindes suchen müssen, wie zum Beispiel eine dunklere Haut bei ihren Vorfahren, da es durchaus möglich ist, dass hellhäutige Eltern ein dunkelhäutiges Kind zur Welt bringen.
    • Eine ähnliche Theorie einer solchen japanischen Krabbe gibt es tatsächlich, wird jedoch heute angezweifelt. Die hier vorgestellte Geschichte folgt jedoch den Mechanismen der Darwinschen Evolutionstheorie.
  • Ermittle, welche Thesen sich aus der Evolutionstheorie von Lamarck ableiten lassen.

    Tipps

    Versuche zu erkennen, ob es sich bei der Aussage um eine aktive oder passive Form der Anpassung handelt.

    Lösung

    Auch nach Darwins Argumentation hätte der Strauß seine Flugfähigkeit verloren, wenn die Art sich häufiger durch das Laufen fortbewegt hätte, seine Argumentation wäre jedoch im Detail anders:

    „Die Vögel, die zufällig kleinere Flügel hatten als ihre Artgenossen, waren durch die Energieeinsparungen, die ein kleinerer Flugapparat mit sich bringt, besser an die Umwelt angepasst und konnten mehr Nachkommen zeugen."

    Lamarck hätte sich die Größe des Blauwals wahrscheinlich anders hergeleitet:

    „Um besser vor Räubern geschützt zu sein, strebte der Blauwal nach einem größeren Körper".

    Die Aussage oben bezieht sich auf die zufällige Gegebenheit, dass größere Tiere besser geschützt sind, weshalb diese These eher als passive Anpassung zu bezeichnen ist.

  • Benenne zentrale Aussagen zu den verschiedenen Evolutionstheorien.

    Tipps

    Es konnte nicht nachgewiesen werden, dass Kinder, die nach den Sommerferien gezeugt wurden, mit gebräunterer Haut zur Welt gekommen sind.

    Lösung

    Lamarck, der Begründer der Evolutionstheorie, ging davon aus, dass sich einfache Urwesen zu komplexeren Arten entwickelt haben; also eine Stammesentwicklung stattfindet bzw. stattfand.

    • Passive Anpassung besagt, dass die zufälligen Variationen innerhalb einer Art dazu führen, dass einige Individuen besser und andere schlechter mit ihrer Umwelt zurechtkommen. Das bedeutet zum Beispiel, dass eine Giraffe mit einem längerem Hals mehr Futter findet als eine mit einem kürzeren Hals und sich öfter fortpflanzt.
    • Wenn sich ein Individuum den Umweltbedingungen anpasst, also zum Beispiel die Haut mehr Pigmente produziert, um sich vor erhöhter UV-Strahlung zu schützen („braun werden"), spricht man von aktiver Anpassung. Darwin glaubte jedoch nicht daran, dass adaptive Vorgänge (die „Merkmalsausprägung durch Umwelteinflüsse") erblich seien.
  • Vergleiche die unterschiedlichen Mechanismen der Theorien von Lamarck und Darwin.

    Tipps

    Der Mann mit dem Bart ist Charles Darwin.

    Wer länger und gesünder lebt, kann sich auch häufiger und effektiver fortpflanzen.

    Lösung

    Ein ähnliches Beispiel von flügellosen Fliegen gibt es tatsächlich. Natürlich geht man heute von dem von Darwin vorgeschlagenen Mechanismus der passiven Anpassung aus.

    Die Fliegen, welche durch natürliche Variation dem Wind weniger Angriffsfläche geboten haben, lebten länger und pflanzten sich häufiger/ effektiver fort.

    In diesem Zusammenhang sollte Erwähnung finden, dass die Rückbildung der Flügel ebenfalls ein zufällig ausgewähltes Merkmal ist. Es hätten sich genauso gut „Greifhaken" oder ähnliches an den Tarsen entwickeln können.